Die NATO - Vom Kalten Krieg bis heute
Stell dir vor, 30 Länder versprechen sich gegenseitig militärischen Schutz - genau das ist die NATO (North Atlantic Treaty Organisation). Mit ihrem Hauptsitz in Brüssel und aktuell 30 Mitgliedsländern ist sie das mächtigste Militärbündnis der Welt.
Die Gründung der NATO fand am 4. April 1949 in Washington statt, als zwölf Länder den Nordatlantikvertrag unterzeichneten. Die ursprünglichen Mitglieder waren die USA, Kanada und zehn europäische Staaten wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Deutschland trat allerdings erst 1955 bei - sechs Jahre nach der Gründung.
Warum entstand die NATO überhaupt? Nach dem Zweiten Weltkrieg expandierte die Sowjetunion gewaltsam in Ost- und Mitteleuropa. Die westlichen Länder fürchteten weitere sowjetische Angriffe und schlossen sich zusammen. Das Motto: Gemeinsam sind wir stärker als allein.
Bündnisfall bedeutet: Greift jemand ein NATO-Land an, müssen alle anderen militärisch helfen - ein Angriff auf einen ist ein Angriff auf alle.
Die Hauptziele der NATO sind klar definiert: Frieden, Demokratie und Freiheit sichern. Die USA spielen dabei eine besonders wichtige Rolle, da sie die stärksten militärischen Fähigkeiten besitzen und so potenzielle Angreifer abschrecken.
Doch es gibt auch Kritik an der NATO: Manche sagen, das Bündnis sei überflüssig, da die Feindschaften aus dem Kalten Krieg nicht mehr existieren. Andere kritisieren, dass sich das Verhältnis zu Russland durch die Aufnahme ehemaliger sowjetischer Verbündeter verschlechtert hat. Frankreichs Präsident Macron sprach sogar vom "Hirntod der NATO", als die USA und Türkei ohne Absprache in Syrien vorgingen.