Krisen und Verträge der frühen 1920er Jahre
Die frühen 1920er Jahre waren geprägt von politischen Spannungen und diplomatischen Bemühungen. Der Vertrag von Rapallo, unterzeichnet im Jahr 1922, markierte einen wichtigen Schritt in der Außenpolitik der Weimarer Republik.
Highlight: Der Vertrag von Rapallo zwischen Deutschland und Russland beendete die internationale Isolation beider Länder nach dem Versailler Vertrag.
Das Jahr 1923 erwies sich als besonders turbulent für die junge Republik. Der Hitler-Putsch, auch bekannt als "Marsch auf Berlin", war ein gescheiterter Versuch der NSDAP und anderer rechtsextremer Gruppen, die Macht zu ergreifen. Dieser Putschversuch wurde niedergeschlagen, führte aber zur vorübergehenden Inhaftierung Adolf Hitlers.
Vocabulary: NSDAP - Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei, die Partei Adolf Hitlers.
Parallel dazu ereignete sich die Ruhrbesetzung durch französische Truppen, die eine schwere wirtschaftliche Krise auslöste. Diese Besetzung war eine Reaktion auf Deutschlands Rückstand bei den Reparationszahlungen und führte zum passiven Widerstand der deutschen Bevölkerung.
Definition: Hyperinflation bezeichnet einen Zustand, in dem Geld rapide an Wert verliert und die Preise extrem schnell steigen.
Die Ruhrbesetzung und der passive Widerstand trugen maßgeblich zur Hyperinflation von 1923 bei, einer der schwersten Wirtschaftskrisen in der deutschen Geschichte. Die Regierung druckte unkontrolliert Geld, was zu einer massiven Entwertung der Währung führte.









