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Interkulturelle Erziehung nach Nieke

Interkulturelle Erziehung nach Nieke

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• Interkulturelle Erziehung-bezeichnet pädagogische Ansätze, die ein Zusammenleben von Menschen
unterschiedlicher Herkunft fördern

Interkulturelle Erziehung nach Nieke

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BEGRIFFE • Interkulturelle Erziehung-bezeichnet pädagogische Ansätze, die ein Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft fördern sollen (Kulturkontakt these: besagt, dass das gemeinsame Leben von Menschen unterschiedlicher Kultur einen Lernprozess bei allen Beteiligten auslöst) INTERKULTURELLE ERZIEHUNG • Interkulturelles Lernen-zeichnet sich durch die Einnahme anderskultureller Perspektiven; bezeichnet eine Form des sozialen Lernens mit dem Ziel des Erwerbs interkultureller Kompetenz; Grundlage für erfolgreiche interkulturelle Kommunikation und Zusammenarbeit mit Menschen aus anderen Kulturen Kultur →gemeinsame Symbol- und Sinnessysteme (Sprache, Kunst, Religion, Normen, Werte); umfasst alles, was der Mensch geschaffen hat • multikulturell->wird in erster Linie gebraucht, um einen Sachverhalt Gegenstand zu kennzeichnen, dass etwas verschiedenen Kulturen angehört oder dass in etwas verschiedene Kulturen vorhanden sind - multikulturelle Gruppe, Gemeinschaft; die Gruppe hat ein multikulturelles Aussehen, Auftreten. • interkulturell->wird in erster Linie gebraucht, um Handlungen zu qualifizieren, die zwischen Kulturen Verbindungen herstellen oder herstellen sollen - interkulturelle Erziehung, Bildung, Pädagogik, interkultureller Auftrag, Anforderung, interkulturelles Lernen usw.. • Integration →→Eigenkulturelle Identität bleibt weitgehend erhalten; Personen streben nach Multikulturalität; Erfordert: 1. Aufnahmebereitschaft der Mehrheitsgesellschaft und 2. Bereitschaft der Zugewanderten die Regeln/Rechte zu akzeptieren und sich um Integration zu bemühen WOLFGANG NIEKE Assimilation →→Eigenkulturelle Identität wird aufgegeben; Hoher Anpassungsdruck an Aufnahmekultur; Durch bewusste Übernahme der sprach- und Denkweisen sowie Verhaltensmustern der neuen Kultur wird die alte nach und nach überlagert • Akkulturation ->Anpassungsprozess; Reaktion auf langfristigen Kontakt...

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zwischen Mitgliedern verschiedener Kulturen bringt bestimmte Veränderungen mit sich Veränderungen orientieren sich an Herkunftskultur oder an Aufnahmekultur; in Hinsicht auf Wertvorstellungen, Sitten, Brauchtum, Sprache, Religion, Technologie und anderes • Enkulturation →bezeichnet den Teil des Sozialisationsprozesses, der das unmerkliche Hereinwachsen in die jeweilige eigene Kultur vom zunächst neutralen und kulturfreien Neugeborenen bis hin zum kulturell integrierten Erwachsenen bewirkt der Nachkriegszeit auszugleichen • Ausländer verfügen nicht über inländische Staatsangehörigkeit; unterliegen den allgemeinen Gesetzen • Aussiedler->Personen mit deutscher Volks- oder Staatszugehörigkeit, die aus den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion und anderen osteuropäischen Staaten nach Deutschland zugewandert sind • Asylbewerber->Personen, die bei einem Land, dessen Staatsangehörigkeit sie nicht besitzen, um Asyl, das heißt um Aufnahme und Schutz vor politischer oder sonstiger Verfolgung, suchen SECHS PHASEN DER ENTSTEHUNG 1. Ausländerpädagogik als Nothilfe - Problem: kaum vorhandene Deutschkenntnisse - Schulpflicht für ausländische Schüler →➜es wurde versucht, so schnell wie möglich viel Deutsch beizubringen, damit sie dem Unterricht folgen konnten • Migrant->Personen, die von einem Land in ein anderes Land ziehen; in Deutschland gelten Personen, die im Ausland geboren und nach Deutschland gezogen sind als Migranten Gastarbeiter-Arbeitsmigranten, die im den 1950er und 1960er Jahren gezielt nach Deutschland angeworben wurden, um den Arbeitskräftemangel in →>dies erforderte eine Neuerung: ausländische Schüler wurden in Lerngruppen unterrichtet, bis das Ziel erreicht war ALLGEMEINES: - Integration ist die Aufgabe der gesamten Gesellschaft -- Ziel: Alle Menschenrechte sollen universal gültig sein 6. Neo-Assimilationismus - Generalisierung (ins schlechte) einer Gruppe wegen der Orientierung eines kleinen Teils dieser Gruppe (Bsp: Terroranschläge - Islamismus) → Übergeneralisierung auf die Ausländer (Fremde") - Neo Assimilationismus=Forderung an Zuwanderer sich anzupassen(so stark, dass das nicht möglich ist) 2. Kritik an der Ausländerpädagogik" durch sozialpädagogische Hilfsangebote könnte von Misständen abgelenkt werden Stigmatisierung der Zielgruppe: →>durch besondere Bemühungen werden Ausländer zu einer. Gruppe mit besonderen Bedürftigkeit Defizite im Vergleich zur Normalität(im Vergleich zu Einheimischen). Daraus resultiert Forderung Ausländerpolitik durch Pädagogik des Ausgleichs von Benachteiligungen" zu ersetzen 5. Interkulturelle Erziehung und Bildung als Bestandteil von Allgemeinbildung - interkulturelle Erziehung-Vorbereitung auf ein Zusammenleben in einer pluralen (multikulturellen) Gesellschaft - das Zusammenleben von Angehörigen unterschiedlicher Lebenswelten ist die Aufgabe von Erziehung und Bildung (durch Schule arrangierbar, muss aber selbst gelernt werden). Pädagogik der Begegnung: begegnungsorientiert - Zur Kenntnisnahme der Zugewandertem Kulturen und dem gegenseitigen Informieren darüber Repräsentation der fremden Kulturen im öffentlichen Leben für die Majorität gegenseitige Kulturelle Bereicherung Konfliktpädagogik: · konfliktorientiert 3. Konsequenzen aus der Kritik Differenzierung zwischen Förderungen für ausländische Kinder Jugendliche und der Vorbereitung auf ein Leben in einer multikulturellen Gesellschaft =interkulturelle Erziehung GRUNDRICHTUNGEN INTERKULTURELLER ERZIEHUNG UND BILDUNG - Interkulturelle Erziehung ist notwendig, da die Gesellschaft immer mehr mit Zuwanderungen konfrontiert wird 4. Erweiterung auf ethnische Minderheiten - Status als Minderheit durch Zugehörigkeit zu einer Ethnie definiert →>Erweiterung von Wanderarbeitnehmern auf: →Flüchtlinge →Sinti und roma →Sprachliche Minderheiten Bekämpfung von Ausländerfeindlichkeit, Diskriminierung und Rassismus Beseitigung von Vorurteilen und Ethnozentrismus - Herstellung von Chancengleichheit INTERKULTURELLE ERZIEHUNG ZEHN ZIELE INTERKULTURELLER ERZIEHUNG UND BILDUNG WOLFGANG 1. Erkennen des eigenen, unvermeidlichen Ethnozentrismus (begegnungsorientiert) - Jeder Mensch ist in seiner Kultur tief verwurzelt, weil seine Lebenswelt von seiner Kultur durchdrungen ist; Deshalb denken und fühlen die meisten Menschen auch sehr ethnozentrisch, d.h. sie interpretieren und bewerten das Verhalten von Angehörigen anderer Kulturen aus ihrer eigenen Perspektive heraus - Ziel der interkulturellen Erziehung und Bildung ist nach Nieke ein aufgeklärter Ethnozentrismus"->darunter versteht er die Einsicht, dass das eigene Denken und die persönlichen Werturteile durch den Kulturkreis, in dem man aufgewachsen ist, in starkem Maße geprägt sind und dass Menschen aus anderen Kulturkreisen in ihrem Denken und ihren Werturteilen ebenso stark von ihrem Kulturkreis geprägt sind Ein aufgeklärter Ethnozentrismus" ist die Grundlage interkultureller Kompetenz →darunter versteht Nieke die Fähigkeit, in der Kommunikation mit Menschen aus anderen Kulturkreisen um die gegenseitige Verhaftung. in der jeweiligen Kultur zu wissen und die damit verbundenen Schwierigkeiten so zu thematisieren, dass der Gesprächspartner nicht von vornherein den Eindruck vermittelt bekommt, er sei rückständig oder denke falsch gefordert ist somit die Fähigkeit zum Perspektivenwechsel 2. Umgehen mit Befremdung (konfliktorientiert) - Gefühle von Befremdung sollen aufgearbeitet werden->dazu gehört, dass die emotionalen Aspekte beim Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen offen thematisiert werden können->ambivalente Gefühle sollen somit nicht unterdrückt, sondern der Umgang mit ihnen erlernt werden - Feste und Feierlichkeiten bieten die Chance, positive Erfahrungen mit fremden Kulturen zu machen, und können möglicherweise dazu beitragen, Neugier auf die fremde Kultur zu entwickeln und dadurch Angst vor dem. Fremden zu überwinden 3. Grundlegend von Toleranz (begegnungsorientiert) - Lebensformen von Migranten sollen toleriert werden, selbst dann, wenn das Verhalten stark irritiert und verunsichert, weil es den eigenen Orientierungen und Werturteilen widerspricht - Die Toleranz findet aber dann Grenzen, wenn Basisbedingungen des Zusammenlebens missachtet werden 4. Akzeptieren von Ethnizität/Rücksichtnehmen auf die Sprache von Minoritäten (begegnungsorientiert) - Ethnische Minderheiten pflegen ihre Sprache und ihre kulturellen Besonderheiten->dies muss von der Mehrheitsgesellschaft akzeptiert werden; sie kann nicht von Migranten verlangen, dass diese sich an die Kultur der Mehrheitsgesellschaft assimilieren und sich z.B. so kleiden, wie das allgemein üblich ist; in Kindergärten, Schulen etc. sollte deutlich. werden, dass die Herkunftssprache der Kinder und Jugendlichen geachtet wird - In Schulen sollen die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit haben, ihre Religion kennenzulernen - Akzeptanz von Ethnizität ist kein einfaches Patenrezept, sondern eine handlungsregulierende Orientierung; kulturelle Unterschiede sollten nicht zu stark betont werden, andererseits sollten sie nicht verschweigen. werden, da sie unterschwellig vorhanden und wirksam sind 5. Thematisieren von Rassismus (konfliktorientiert) - Es soll ein Bewusstsein für - mitunter auch subtile - Abwertungen von Menschen mit anderer Hautfarbe oder Kultur geschaffen und klargestellt werden, dass rassistische Äußerungen nicht akzeptiert werden 6. Das Gemeinsame betonen, gegen die Gefahr des Ethnizismus (begegnungsorientiety - Ethnizismus bedeutet, dass Menschen in der Wahrnehmung von anderen einem bestimmten Kulturkreis zugeordnet werden und als andersartig als die Mehrheitsbevölkerung angesehen werden; die Gefahr dabei ist, dass sie auf eine kulturelle Identität festgelegt werden, die sie vielleicht gar nicht haben, und dass sie den damit verbundenen Zuschreibungen nicht entkommen können; so kann es sein, dass es vielleicht den Kulturkreis in der angenommenen Form gar nicht allgemein gibt - was z.B. zeichnet das "Deutschsein" aus? - oder dass er nicht mehr in der angenommenen Form besteht - Deshalb sollten die Unterschiede zwischen den Menschen nicht allzu sehr betont werden und stattdessen viel mehr die Gemeinsamkeiten zwischen ihnen herausgestrichen werden 7. Ermunterung zur Solidarität; Berücksichtigen der asymmetrischen Situation zwischen Mehrheit und Minderheit (begegnungsorientiert) - Angehörige der Mehrheitsgesellschaft sollten sich für die Belange von Minderheiten, z.B. für deren rechtlichen und politischen Schutz einsetzen; in der Schule könnten z.B. gemeinsam ausländer feindliche Graffiti beseitigt werden 8. Einüben in Formen vernünftiger Konfliktbewältigung; Umgehen mit Kulturkonflikt und Kulturrelativismus (konfliktorientiert) - Wenn in Konflikten unterschiedliche Sichtweisen und Wertungen aufeinanderprallen, sollte nach vernünftigen Formen der Konfliktbewältigung gesucht werden; dazu gehört, dass alle am Konflikt Beteiligten mit ihren jeweils unterschiedlichen Sichtweisen und Wertungen gleichermaßen in die Suche nach einer Lösung des Konflikts einbezogen werden; die Dominanz der modernen Weltsicht und von städtischen und mittelschichtorientierten Perspektiven soll hinterfragt werden - Aber: Es darf keinen Kulturrelativismus geben! Damit ist gemeint, dass z.B. bei Zwangsverheiratungen keine Zugeständnisse unter Hinweis auf kulturelle Eigenheiten" eingefordert werden können; wenn es um die grundlegenden Werte der demokratischen Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland geht, wie die Einhaltung des Grundgesetzes oder die Wahrung der Menschenrechte; kann es keine Zugeständnisse geben; jede Kultur hat zwar ihre eigenen Werte und Normen, die es zu respektieren gilt, aber hier ist die Grenze der Toleranz erreicht 9. Aufmerksam werden auf Möglichkeiten gegenseitiger Kulturelle Bereicherung (begegnungsorientiert) --Elemente fremder Kulturen können als Bereicherung empfunden werden; die Erfahrung zeigt allerdings, dass von Angehörigen der Mehrheitskultur eher selten Elemente des Lebensstils von Minderheitenkulturen übernommen werden. 10. Thematisieren der Wir-Identität (begegnungsorientiert/Konfliktorientiert) - Interkulturelle Bildung und Erziehung soll sich nach Nieke nicht darauf beschränken, auf ein vernünftiges Zusammenleben der Angehörigen unterschiedlicher Kulturen in der Nachbarschaft, der Schule oder in einer Stadt hinzuarbeiten; sie soll eine Ethik der globalen • Verantwortlichkeit für das soziale Zusammenleben der Völker vermitteln DISKURSE SCHRITTE ZUR PROBLEMLÖSUNG 1. Den Konflikt von allen beteiligten Seiten her beschreiben; so können. eventuelle Missverständnisse deutlich werden 2. Die Deutungen aller Beteiligten ermitteln nach allen erforderlichen Stützungen fragen 3. Die Betroffenen zu Wort kommen lassen, oder wenn das nicht möglich ist virtuelle Diskurse führen 4. Die konträren. Positionen aus dem Hintergrund der Deutungen begründen. und dies immanent, zunächst noch ohne eigene Wertung 5. Eine Lösung des Konflikts suchen und begründen auch Kompromisse müssen begründet werden, um von allen Beteiligten akzeptiert zu werden 6. Die Wertentscheidung der Beteiligten deutlich werden lassen 7. Lösungsweg: Prinzip der situativen Geltung von Normen →bei sich widerspre en Grundüberzeugungen kann ein Kompromiss gefunden werden, der nur für eine bestimmte Situation Geltung hat und keine allgemeine Gültigkeit beanspruchen kann PADAGOGISCHE HANDLUNGSMOGLICHKEITEN FUR EINE ERZIEHUNG ZUR INTERKULTURELLEN KOMPETENZ - Räumlichkeiten kulturell gestalten - Kultur frage->vielfältige Angebote auch außerhalb der Schule - neues Unterrichtsfach (fiktive Diskurse) - sprachliches Einbeziehen aller SchülerInnen (Schüleraustausch) - Exkursion in unterschiedliche Kulturstätte - Streitschlichter, SV und insbesondere Lehrer aus verschiedenen Kulturen. - Gemeinschaft in Klassen stärken - Sensibilisierung für Solidarität - Vermeidung von Sonderklassen für Kinder mit Migrationshintergrund - vielfältige Essensangebote in der Mensa - AG's zur Mischung von Kulturgruppen und interessenorientierte Ausflüge - im Geschichtsunterricht auch Geschichte aus anderen Ländern thematisieren.

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Ausländerpädagogik als Nothilfe - Problem: kaum vorhandene Deutschkenntnisse - Schulpflicht für ausländische Schüler →➜es wurde versucht, so schnell wie möglich viel Deutsch beizubringen, damit sie dem Unterricht folgen konnten • Migrant->Personen, die von einem Land in ein anderes Land ziehen; in Deutschland gelten Personen, die im Ausland geboren und nach Deutschland gezogen sind als Migranten Gastarbeiter-Arbeitsmigranten, die im den 1950er und 1960er Jahren gezielt nach Deutschland angeworben wurden, um den Arbeitskräftemangel in →>dies erforderte eine Neuerung: ausländische Schüler wurden in Lerngruppen unterrichtet, bis das Ziel erreicht war ALLGEMEINES: - Integration ist die Aufgabe der gesamten Gesellschaft -- Ziel: Alle Menschenrechte sollen universal gültig sein 6. Neo-Assimilationismus - Generalisierung (ins schlechte) einer Gruppe wegen der Orientierung eines kleinen Teils dieser Gruppe (Bsp: Terroranschläge - Islamismus) → Übergeneralisierung auf die Ausländer (Fremde") - Neo Assimilationismus=Forderung an Zuwanderer sich anzupassen(so stark, dass das nicht möglich ist) 2. Kritik an der Ausländerpädagogik" durch sozialpädagogische Hilfsangebote könnte von Misständen abgelenkt werden Stigmatisierung der Zielgruppe: →>durch besondere Bemühungen werden Ausländer zu einer. Gruppe mit besonderen Bedürftigkeit Defizite im Vergleich zur Normalität(im Vergleich zu Einheimischen). Daraus resultiert Forderung Ausländerpolitik durch Pädagogik des Ausgleichs von Benachteiligungen" zu ersetzen 5. Interkulturelle Erziehung und Bildung als Bestandteil von Allgemeinbildung - interkulturelle Erziehung-Vorbereitung auf ein Zusammenleben in einer pluralen (multikulturellen) Gesellschaft - das Zusammenleben von Angehörigen unterschiedlicher Lebenswelten ist die Aufgabe von Erziehung und Bildung (durch Schule arrangierbar, muss aber selbst gelernt werden). Pädagogik der Begegnung: begegnungsorientiert - Zur Kenntnisnahme der Zugewandertem Kulturen und dem gegenseitigen Informieren darüber Repräsentation der fremden Kulturen im öffentlichen Leben für die Majorität gegenseitige Kulturelle Bereicherung Konfliktpädagogik: · konfliktorientiert 3. Konsequenzen aus der Kritik Differenzierung zwischen Förderungen für ausländische Kinder Jugendliche und der Vorbereitung auf ein Leben in einer multikulturellen Gesellschaft =interkulturelle Erziehung GRUNDRICHTUNGEN INTERKULTURELLER ERZIEHUNG UND BILDUNG - Interkulturelle Erziehung ist notwendig, da die Gesellschaft immer mehr mit Zuwanderungen konfrontiert wird 4. Erweiterung auf ethnische Minderheiten - Status als Minderheit durch Zugehörigkeit zu einer Ethnie definiert →>Erweiterung von Wanderarbeitnehmern auf: →Flüchtlinge →Sinti und roma →Sprachliche Minderheiten Bekämpfung von Ausländerfeindlichkeit, Diskriminierung und Rassismus Beseitigung von Vorurteilen und Ethnozentrismus - Herstellung von Chancengleichheit INTERKULTURELLE ERZIEHUNG ZEHN ZIELE INTERKULTURELLER ERZIEHUNG UND BILDUNG WOLFGANG 1. Erkennen des eigenen, unvermeidlichen Ethnozentrismus (begegnungsorientiert) - Jeder Mensch ist in seiner Kultur tief verwurzelt, weil seine Lebenswelt von seiner Kultur durchdrungen ist; Deshalb denken und fühlen die meisten Menschen auch sehr ethnozentrisch, d.h. sie interpretieren und bewerten das Verhalten von Angehörigen anderer Kulturen aus ihrer eigenen Perspektive heraus - Ziel der interkulturellen Erziehung und Bildung ist nach Nieke ein aufgeklärter Ethnozentrismus"->darunter versteht er die Einsicht, dass das eigene Denken und die persönlichen Werturteile durch den Kulturkreis, in dem man aufgewachsen ist, in starkem Maße geprägt sind und dass Menschen aus anderen Kulturkreisen in ihrem Denken und ihren Werturteilen ebenso stark von ihrem Kulturkreis geprägt sind Ein aufgeklärter Ethnozentrismus" ist die Grundlage interkultureller Kompetenz →darunter versteht Nieke die Fähigkeit, in der Kommunikation mit Menschen aus anderen Kulturkreisen um die gegenseitige Verhaftung. in der jeweiligen Kultur zu wissen und die damit verbundenen Schwierigkeiten so zu thematisieren, dass der Gesprächspartner nicht von vornherein den Eindruck vermittelt bekommt, er sei rückständig oder denke falsch gefordert ist somit die Fähigkeit zum Perspektivenwechsel 2. Umgehen mit Befremdung (konfliktorientiert) - Gefühle von Befremdung sollen aufgearbeitet werden->dazu gehört, dass die emotionalen Aspekte beim Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen offen thematisiert werden können->ambivalente Gefühle sollen somit nicht unterdrückt, sondern der Umgang mit ihnen erlernt werden - Feste und Feierlichkeiten bieten die Chance, positive Erfahrungen mit fremden Kulturen zu machen, und können möglicherweise dazu beitragen, Neugier auf die fremde Kultur zu entwickeln und dadurch Angst vor dem. Fremden zu überwinden 3. Grundlegend von Toleranz (begegnungsorientiert) - Lebensformen von Migranten sollen toleriert werden, selbst dann, wenn das Verhalten stark irritiert und verunsichert, weil es den eigenen Orientierungen und Werturteilen widerspricht - Die Toleranz findet aber dann Grenzen, wenn Basisbedingungen des Zusammenlebens missachtet werden 4. Akzeptieren von Ethnizität/Rücksichtnehmen auf die Sprache von Minoritäten (begegnungsorientiert) - Ethnische Minderheiten pflegen ihre Sprache und ihre kulturellen Besonderheiten->dies muss von der Mehrheitsgesellschaft akzeptiert werden; sie kann nicht von Migranten verlangen, dass diese sich an die Kultur der Mehrheitsgesellschaft assimilieren und sich z.B. so kleiden, wie das allgemein üblich ist; in Kindergärten, Schulen etc. sollte deutlich. werden, dass die Herkunftssprache der Kinder und Jugendlichen geachtet wird - In Schulen sollen die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit haben, ihre Religion kennenzulernen - Akzeptanz von Ethnizität ist kein einfaches Patenrezept, sondern eine handlungsregulierende Orientierung; kulturelle Unterschiede sollten nicht zu stark betont werden, andererseits sollten sie nicht verschweigen. werden, da sie unterschwellig vorhanden und wirksam sind 5. Thematisieren von Rassismus (konfliktorientiert) - Es soll ein Bewusstsein für - mitunter auch subtile - Abwertungen von Menschen mit anderer Hautfarbe oder Kultur geschaffen und klargestellt werden, dass rassistische Äußerungen nicht akzeptiert werden 6. Das Gemeinsame betonen, gegen die Gefahr des Ethnizismus (begegnungsorientiety - Ethnizismus bedeutet, dass Menschen in der Wahrnehmung von anderen einem bestimmten Kulturkreis zugeordnet werden und als andersartig als die Mehrheitsbevölkerung angesehen werden; die Gefahr dabei ist, dass sie auf eine kulturelle Identität festgelegt werden, die sie vielleicht gar nicht haben, und dass sie den damit verbundenen Zuschreibungen nicht entkommen können; so kann es sein, dass es vielleicht den Kulturkreis in der angenommenen Form gar nicht allgemein gibt - was z.B. zeichnet das "Deutschsein" aus? - oder dass er nicht mehr in der angenommenen Form besteht - Deshalb sollten die Unterschiede zwischen den Menschen nicht allzu sehr betont werden und stattdessen viel mehr die Gemeinsamkeiten zwischen ihnen herausgestrichen werden 7. Ermunterung zur Solidarität; Berücksichtigen der asymmetrischen Situation zwischen Mehrheit und Minderheit (begegnungsorientiert) - Angehörige der Mehrheitsgesellschaft sollten sich für die Belange von Minderheiten, z.B. für deren rechtlichen und politischen Schutz einsetzen; in der Schule könnten z.B. gemeinsam ausländer feindliche Graffiti beseitigt werden 8. Einüben in Formen vernünftiger Konfliktbewältigung; Umgehen mit Kulturkonflikt und Kulturrelativismus (konfliktorientiert) - Wenn in Konflikten unterschiedliche Sichtweisen und Wertungen aufeinanderprallen, sollte nach vernünftigen Formen der Konfliktbewältigung gesucht werden; dazu gehört, dass alle am Konflikt Beteiligten mit ihren jeweils unterschiedlichen Sichtweisen und Wertungen gleichermaßen in die Suche nach einer Lösung des Konflikts einbezogen werden; die Dominanz der modernen Weltsicht und von städtischen und mittelschichtorientierten Perspektiven soll hinterfragt werden - Aber: Es darf keinen Kulturrelativismus geben! Damit ist gemeint, dass z.B. bei Zwangsverheiratungen keine Zugeständnisse unter Hinweis auf kulturelle Eigenheiten" eingefordert werden können; wenn es um die grundlegenden Werte der demokratischen Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland geht, wie die Einhaltung des Grundgesetzes oder die Wahrung der Menschenrechte; kann es keine Zugeständnisse geben; jede Kultur hat zwar ihre eigenen Werte und Normen, die es zu respektieren gilt, aber hier ist die Grenze der Toleranz erreicht 9. Aufmerksam werden auf Möglichkeiten gegenseitiger Kulturelle Bereicherung (begegnungsorientiert) --Elemente fremder Kulturen können als Bereicherung empfunden werden; die Erfahrung zeigt allerdings, dass von Angehörigen der Mehrheitskultur eher selten Elemente des Lebensstils von Minderheitenkulturen übernommen werden. 10. 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