Latenz- und Genitale Phase nach Freud
Die Latenzphase beginnt im Alter von 5-6 Jahren und dauert bis zur Pubertät. In dieser Zeit zeigen Kinder verstärkte Wissbegier und Lernlust, während der sexuelle Trieb in den Hintergrund tritt.
Highlight: Das Über-Ich entwickelt sich in dieser Phase stark, beeinflusst durch die Geschlechtsrolle.
Charakteristisch für diese Phase sind Eitelkeit, Nachdenklichkeit und der Wunsch nach Anerkennung und Wertschätzung. Es ist wichtig, das Interesse der Kinder ernst zu nehmen und alternative Lebensmodelle anzubieten.
Die genitale Phase beginnt mit der Pubertät (ab 13 Jahren) und markiert den Übergang zum Erwachsenenalter. In dieser Phase entwickelt sich eine reife Sexualität.
Definition: Die libidinöse Energie richtet sich nicht mehr auf die Eltern oder primäre Bezugspersonen, sondern auf Gleichaltrige.
Es findet eine Ablösung von den Eltern statt, und die Ich-Identität wird gefestigt. Das Es ist anfangs noch stark, aber die Ich-Stärke entwickelt sich zunehmend.
Freuds Phasenmodell betont die Bedeutung früher Erfahrungen für die spätere Persönlichkeitsentwicklung. Fixierungen oder Störungen in einer Phase können laut Freud zu spezifischen Persönlichkeitsmerkmalen oder psychischen Problemen im Erwachsenenalter führen.
Example: Eine Fixierung in der oralen Phase könnte sich im Erwachsenenalter durch Verhaltensweisen wie Rauchen, übermäßiges Essen oder Nägelkauen äußern.

































