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Der Mensch als freies und selbstbestimmendes Wesen

Der Mensch als freies und selbstbestimmendes Wesen

 PHILOSOPWE KUSUR 3
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Inhalt:
Der Mensch als freies und selbstbestimmendes Wesen
Entscheidungs und Handelungsfreiheit
Determinismus
Onde

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Johanna Fischer

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PHILOSOPWE KUSUR 3 ausur Inhalt: Der Mensch als freies und selbstbestimmendes Wesen Entscheidungs und Handelungsfreiheit Determinismus Ondertiminismus Philosophen Hospers Keil Roth Bieri □ Paven Safré Anwendung auf Strafrecht Psychoanalyse - Freud:( Das christliche Menschenbild Entscheidungs und Handelungsfreiheit Argumente Folgen الله Der Mensch ist in allen seinen Entscheidungen frei. Jeder Mensch entscheidet subjektiv selber was er tut. Man hat das Gefühl frei zu sein. Jeder Mensch entwickelt sich in unterschiedliche Richtungen (Hobbies etc.). (Zwillinge) Der Mensch kann ,,unlogische“ Entscheidungen treffen, die für seine Situation nicht die ,,beste" darstellen. Warum sollte der Mensch über längere Zeiträume überlegen können, wenn die Entscheidungen eigentlich schon fest stehen? Die Fähigkeit des Menschen Dinge abzuwägen. Zufällige Abläufe in der Quantenmechanik. Es kann zu inneren Konflikten, wenn man aus verschiedenen Optionen wählen kann. Wenn der Mensch frei ist, ist er verantwortlich für seine Taten und kann im Grunde Alle Entscheidungen sind durch bestimmte Faktoren determiniert. Äußere Faktoren wie bspw. Erziehung beeinflussen die Entwicklung des Menschen. Angeborene Strukturen und Instinkte (Reflexe). Angeborene/erlernte Ängste. Jeder Gedanke stellt eine elektrochemische Reaktion dar - Kettenreaktionen. Über manche Süchte kann man nicht einfach mit einer Entscheidung hinwegkommen, da eine körperliche Abhängigkeit besteht. Nur weil man denkt/fühlt man sei frei, heißt dies nicht, dass dies auch tatsächlich so ist. Nur weil der Mensch determiniert ist, heißt dies nicht, dass er immer ,,richtige"/"logische" Entscheidungen treffen würde. Der Denkprozess selber kann determiniert sein. Kein Einfluss auf die eigenen Handlungen - er könnte nicht schuldig befunden werden. Moral? Verantwortung? Gibt es überhaupt eine Leistung"? Kann man auf seine Taten ,,stolz" sein? Die Zukunft steht fest...

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und könnte theoretisch immer vorhergesagt werden. Libet-Experiment Im Libet-Experiment wurde gezeigt, dass das motorische Zentrum des Gehirns mit der Vorbereitung einer Bewegung bereits begonnen hat, bevor man sich dessen bewusst wird, dass man sich für die sofortige Ausführung dieser Bewegung entschieden hat. Der zeitliche Abstand beträgt etwa 0,35 s, die wirkliche Bewegung erfolgt dann noch etwa 0,2 s später. Der Physiologe Benjamin Libet führte die Versuchsreihen 1979 durch. Ihre Bedeutung für die Philosophie des Geistes war Gegenstand lebhafter Diskussionen. Noch heute wird das Experiment häufig in der Debatte über das Konzept der menschlichen Willensfreiheit angeführt. Einwand Die Probanden wurden vor dem Beginn des Versuchs über ihre Aufgaben informiert; die dadurch erzeugte Handlungsbereitschaft kann der eigentliche Grund für den Aufbau des Bereitschaftspotenzials gewesen sein. Selbst wenn der bewusste Willensakt dem Bereitschaftspotenzial nachfolgt, kann der Wille die sich unwillkürlich anbahnende Handlung noch verhindern. (Libet selbst spricht von einer Veto-Rolle.) Bewusste Alltagsentscheidungen wie zur Berufs- oder Partnerwahl sind das Resultat längerfristiger Prozesse, deren neuronale Grundlage mit bisherigen Mitteln nicht erforschbar ist; hier könnte der freie Wille durchaus eine Rolle spielen. Determinis mus Philosophen Hospers Stichhaltigkeit Der Determinismus besagt, dass es für alles, was geschieht, Bedingungen derart gibt, die bewirken, dass alles so und nicht anders geschieht. Die Ereignisse der Welt unterliegen also Gesetzen, so dass einem Zustand des Systems Welt nur ein einziger Zustand (und nur genau der) folgen kann. Die vor Urzeiten „festgelegten“ Anfangsbedingungen bestimmen unsere Zukunft vollständig. Indertiminismus Indeterminismus ist die Auffassung, dass nicht alle Ereignisse durch Vorbedingungen eindeutig festgelegt sind, es also bestimmte Ereignisse gibt, die nicht eindeutig durch Ursachen determiniert, sondern indeterminiert (unbestimmt) sind. Der Indeterminismus wird klassisch als Gegensatz zum Determinismus angesehen. Einwand ist nur ein Hinweis darauf, dass der Mensch nicht vollständig" determiniert ist. . Das Abbrechen einer Handlung stellt eine erneute Handlung dar, was das Experiment selber nicht widerlegt. Hospers: Der Mensch als Teil des Naturgeschehens • Menschliche Handlungen und physikalische Vorgänge unterliegen determinierenden Faktoren. . Zukünftige Ereignisse sind vorhersagbar. • Selbst wenn man noch nicht genau weiß, wie etwas passiert, liegt das einzig daran, dass man noch nicht alle einwirkenden Kräfte kennt. -> Bsp.: Stein • Die Annahme eines freien Willens beim Menschen ist ein Aberglaube. Faktoren, die auf den Menschen einwirken (Erbanlagen, Umweltbedingungen, Gesetzmäßigkeiten des menschlichen Verhaltens) sind komplexer als die, die auf Objekte einwirken, aber sie sind sich ähnlich. Roth Roth: Wir sind umfassend determiniert • Der Mensch ist nie wirklich frei. • Der Mensch wird beeinflusst durch Gene, frühkindliche Einflüsse, Erfahrungen des Lebens. „Im Gehirn lassen sich Zustände nachweisen, die Handlungen ankündigen." ,,Dem bewussten Formulieren eines Wunsches, eines Willens, geht immer ein unbewusster Prozess voraus." ● . Bieri Grundlegende Annahmen: Die Vorgänge der Natur laufen nicht notwendig deterministisch ab. Dies lässt die Willensfreiheit zumindest möglich erscheinen. Die Beschreibungsebene der Naturwissenschaften ist beschränkt und reduzierend: Die Naturwissenschaften führen jedes Ereignis auf eine Ursache zurück (Kausalitätsprinzip), was nur eine bestimmte Sprachebene darstellt. Die menschlichen Gefühle, Denk- und Willensakte stellen eine andere Ebene dar. Die Hirnforschung und die Psychologie/Philosophie schauen aus zwei verschiedenen Perspektiven auf den Menschen und benutzen zu dessen Beschreibung zwei grundlegend verschiedene ,,Sprachebenen" (Begriffe). -> Beispiel: Gemälde Der Begriff der Freiheit gehört nicht zur Neurobiologie. Er macht nur Sinn in Bezugsrahmen, die den Menschen als geistige Person sehen. Unterscheidet zwischen Gründen und Ursachen für das Handeln. Bieris Position der Willensfreiheit Drei Fehlannahmen über den freien Willen: 1. Der Wille ist durch nichts bedingt. Dies wäre nicht wünschenswert, da der Wille absolut zufällig und unkontrollierbar wäre. 2. Der Wille ist durch nicht physische, sondern psychologische Bedingungen bestimmt. Setzt einen Dualismus voraus. Erkenntnisse der Neurobiologie widerlegen dies. 3. Selbst spontane Entscheidungen folgen einem neurobiologischen Prozess. Freiheit ist... Wenn Urteil und Wille auseinandergehen, ist der Wille unfrei. Bzw. bei inneren Zwängen wie bspw. Sucht. Der Wille ist frei, wenn Urteil und Wille einhergehen. ...wenn man das will, was man als richtig geurteilt hat. Rekapitulation Bieri Bieri: Zweifellos sind wir oft nicht freie Regisseure unseres Lebens, sondern stolpern mit mehr oder weniger Glück durch dieses Leben. Aber die Frage ist nicht: Sind wir das ganze Leben hindurch in jedem Moment frei in unserem Willen?, sondern: Worin besteht der freie Wille? Und die Antwort ist: Der freie Wille ist derjenige Wille, der sich unserem Urteil darüber fügt, was das jeweils Beste ist. Und wir müssen eben einräumen, dass unser Wille sich diesem Urteil oft nicht fügt. Frage: Welchen Kräften fügt er sich dann? Bieri: Emotionen, Erinnerungen, Stimmungen. Wir sind dann im gewissen Sinn der Spielball dessen, was von außen und innen auf uns einstürmt. Es macht nichts, wenn wir uns in unwichtigen Dingen treiben lassen. Zur Idee eines gelingenden Lebens gehört aber das Bedürfnis, in den wichtigen Sachen nicht zu stolpern. Denken Sie an eine Berufswahl. Worin besteht Ihre Freiheit? Sie besorgen sich Informationen. Sie malen sich aus, was diese oder jene bedeutet. Sie bewerten die Informationen, und aufgrund dieser Bewertung entwickeln Sie den Willen, diesen oder jenen Beruf zu ergreifen. Das ist der tagtägliche, der minütliche Prozess, in dem sich Ihr Wille formt. Keil Erwiderung des Determinismus- Die Position der Willensfreiheit (Keil) Die fundamentalen Naturgesetze, auf deren Entdeckung die Physiker mit Recht stolz sind, [...] fixieren nicht alternativlos den Weltlauf, stützen also nicht den Determinismus und sind deshalb auch nicht freiheitsgefährdend. [...] Behauptet nun der Indeterminismus als globale Doktrin [Lehre], dass die Welt sich vollständig aus Determinationslücken im besagten Sinne zusammensetzt? Nein, aus einem wohlverstandenen Indeterminismus folgt nicht, dass jederzeit Beliebiges geschehen kann. Viele mögliche Verläufe sind durch Naturgesetze ausgeschlossen. Zum Beispiel ist es, soweit wir wissen, naturgesetzlich unmöglich, dass jemand sich schneller als das Licht bewegt. Doch alles, was nicht naturgesetzlich unmöglich ist, bleibt möglich. Dass niemand die Naturgesetze vorweisen kann, die angeblich den Determinismus stützen, bedeutet ja nicht, dass die Wissenschaft völlig ohne Naturgesetze auskommen muss. Positiv fasst man Naturgesetze am besten als Restriktionen [Einschränkungen] auf, die einige Möglichkeiten verschließen, aber viele andere offenlassen. Wenn den Naturgesetzen Genüge getan ist, gibt es nicht noch einmal einen Mechanismus, der Spielräume vernichtet. Nichts anderes behauptet der hier vertretene Indeterminismus: die Abwesenheit einer Vorrichtung, die alle Möglichkeiten bis auf eine verschließt. Es kann daher keine Rede davon sein, dass der Libertarier [Verfechter der Freiheit] die Naturgesetze leugnet oder für abänderbar hält. Bewerte die Bedeutung von Keils Argumentation für die Frage nach der Willensfreiheit. Übersicht Im Determinismus ist alles in der Welt nach dem Kausalgesetzt gerichtet. Auf Ursachen folgen Wirkungen. Diese lassen sich mit Naturgesetzen voraussagen. Alles hat eine vorherige Ursache. Also werden alle Ereignisse durch immer vorliegende Ursachen bestimmt. John Hospers Determinismus • Alles ist vorhersagbar, ist es nicht vorhersagbar kennt man leg endlich die bestimmenden Faktoren nicht Es gibt kein freien Willen des Menschen, diese ist eine Illusion • Keine Schuldzuweisungen Hat man noch Kontrolle ? • Man kann seine Zukunft nicht ändern Gerhard Roth • Der Mensch ist nicht wirklich frei • Vor jeder Entscheidung gibt es eine unterbewusste Vorentscheidung • Vor einem Willen ist ein unterbewusster Prozess • Gene, Erziehung Erfahrungen etc. können Entscheidungen beeinflussen • Keine Verantwortung • Kein Stolz Im Indertiminismus wird bezweifelt das es eine totale Notwendigkeit aller Ereignisse in der Welt gibt. Außerdem exsistieren Faktoren wie Schicksal und Zufall. Geert Keil sind Indertiminismus • Naturgesetze sind nur Beschränkungen • Es gibt Sachen die Möglich sind auch wenn sie nach Naturgesetzen unmöglich Konsequenzen für die Verantwortung des Menschen für sein Handeln • Es gibt freien Willen, dadurch hat der Mensch Verantwortung -> Schuld Peter Bieri • Willensfreit ist eine Möglichkeit • Natürliche Vorgänge sind nicht zwingend deterministisch • Es gibt keinen physischen Teil der Entscheidungen trifft . Es gibt 3 Fehlannahmen über den freien Willen 1. Der Wille ist durch nichts bedingt 2. Psychologische Bedingungen, nicht physische 3. Spontane Entscheidungen unterliegen einem Prozess • Der freie Wille ist der Wille der nach unserem Urteil die beste Entscheidung trifft • kann eigene Entscheidungen treffen Trägt Verantwortung Anwendung auf Strafrecht Hospers Name Verantwortlich/ Freier Wille (ja/nein) Begründung Strafe (ja/nein) Art der Strafe Zusätzliche Begründungen/Faktoren für die Entscheidung > Moralische Instanz Forderungen Realitätsprinzip Kontrolle nein Lustprinzip Forderungen vorbestimmt durch Gründe/Motive aus ihrer/der Vergangenheit ja Psychoanalyse - Freud Schadensersatz, Sozialstunden Straftaten müssen unabhängig von freiem Willen eine Konsequenz haben Über-Ich Gebote Verbote Ich Kritischer Verstand Triebverzicht und -aufschub Es Bedürfnisse Libido Destrudo Roth nein vorbestimmt durch Vorgeschichte -trug Mantel noch/sofortiges Geständnis →Armut →aus Not/Zwang Ja keine Gefängnisstrafe Geldstrafe keine Wert- und Normvorstellungen Reaktionen Reize Umwelt Keil ja keine Vorbestimmung eigene Entscheidung →Verantwortung ja Bewährungsstrafe, Sozialstunden, Schadensersatz Ihr sofortiges Geständnis beweist, dass sie Reue empfindet. Bieri ja freier Wille Gründe irrelevant war sich der Tat und ihrer Konsequenzen bewusst ja Sozialstunden, Geldstrafe (Gefängnisstrafe eine Option grundsätzlich) Das Ausmaß an Strafdelikten ist nicht ausreichend für eine härtere Bestrafung, wäre dies allerdings der Fall, würde man nicht davon absehen können, eine Gefängnisstrafe zu

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PHILOSOPWE KUSUR 3 ausur Inhalt: Der Mensch als freies und selbstbestimmendes Wesen Entscheidungs und Handelungsfreiheit Determinismus Ondertiminismus Philosophen Hospers Keil Roth Bieri □ Paven Safré Anwendung auf Strafrecht Psychoanalyse - Freud:( Das christliche Menschenbild Entscheidungs und Handelungsfreiheit Argumente Folgen الله Der Mensch ist in allen seinen Entscheidungen frei. Jeder Mensch entscheidet subjektiv selber was er tut. Man hat das Gefühl frei zu sein. Jeder Mensch entwickelt sich in unterschiedliche Richtungen (Hobbies etc.). (Zwillinge) Der Mensch kann ,,unlogische“ Entscheidungen treffen, die für seine Situation nicht die ,,beste" darstellen. Warum sollte der Mensch über längere Zeiträume überlegen können, wenn die Entscheidungen eigentlich schon fest stehen? Die Fähigkeit des Menschen Dinge abzuwägen. Zufällige Abläufe in der Quantenmechanik. Es kann zu inneren Konflikten, wenn man aus verschiedenen Optionen wählen kann. Wenn der Mensch frei ist, ist er verantwortlich für seine Taten und kann im Grunde Alle Entscheidungen sind durch bestimmte Faktoren determiniert. Äußere Faktoren wie bspw. Erziehung beeinflussen die Entwicklung des Menschen. Angeborene Strukturen und Instinkte (Reflexe). Angeborene/erlernte Ängste. Jeder Gedanke stellt eine elektrochemische Reaktion dar - Kettenreaktionen. Über manche Süchte kann man nicht einfach mit einer Entscheidung hinwegkommen, da eine körperliche Abhängigkeit besteht. Nur weil man denkt/fühlt man sei frei, heißt dies nicht, dass dies auch tatsächlich so ist. Nur weil der Mensch determiniert ist, heißt dies nicht, dass er immer ,,richtige"/"logische" Entscheidungen treffen würde. Der Denkprozess selber kann determiniert sein. Kein Einfluss auf die eigenen Handlungen - er könnte nicht schuldig befunden werden. Moral? Verantwortung? Gibt es überhaupt eine Leistung"? Kann man auf seine Taten ,,stolz" sein? Die Zukunft steht fest...

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und könnte theoretisch immer vorhergesagt werden. Libet-Experiment Im Libet-Experiment wurde gezeigt, dass das motorische Zentrum des Gehirns mit der Vorbereitung einer Bewegung bereits begonnen hat, bevor man sich dessen bewusst wird, dass man sich für die sofortige Ausführung dieser Bewegung entschieden hat. Der zeitliche Abstand beträgt etwa 0,35 s, die wirkliche Bewegung erfolgt dann noch etwa 0,2 s später. Der Physiologe Benjamin Libet führte die Versuchsreihen 1979 durch. Ihre Bedeutung für die Philosophie des Geistes war Gegenstand lebhafter Diskussionen. Noch heute wird das Experiment häufig in der Debatte über das Konzept der menschlichen Willensfreiheit angeführt. Einwand Die Probanden wurden vor dem Beginn des Versuchs über ihre Aufgaben informiert; die dadurch erzeugte Handlungsbereitschaft kann der eigentliche Grund für den Aufbau des Bereitschaftspotenzials gewesen sein. Selbst wenn der bewusste Willensakt dem Bereitschaftspotenzial nachfolgt, kann der Wille die sich unwillkürlich anbahnende Handlung noch verhindern. (Libet selbst spricht von einer Veto-Rolle.) Bewusste Alltagsentscheidungen wie zur Berufs- oder Partnerwahl sind das Resultat längerfristiger Prozesse, deren neuronale Grundlage mit bisherigen Mitteln nicht erforschbar ist; hier könnte der freie Wille durchaus eine Rolle spielen. Determinis mus Philosophen Hospers Stichhaltigkeit Der Determinismus besagt, dass es für alles, was geschieht, Bedingungen derart gibt, die bewirken, dass alles so und nicht anders geschieht. Die Ereignisse der Welt unterliegen also Gesetzen, so dass einem Zustand des Systems Welt nur ein einziger Zustand (und nur genau der) folgen kann. Die vor Urzeiten „festgelegten“ Anfangsbedingungen bestimmen unsere Zukunft vollständig. Indertiminismus Indeterminismus ist die Auffassung, dass nicht alle Ereignisse durch Vorbedingungen eindeutig festgelegt sind, es also bestimmte Ereignisse gibt, die nicht eindeutig durch Ursachen determiniert, sondern indeterminiert (unbestimmt) sind. Der Indeterminismus wird klassisch als Gegensatz zum Determinismus angesehen. Einwand ist nur ein Hinweis darauf, dass der Mensch nicht vollständig" determiniert ist. . Das Abbrechen einer Handlung stellt eine erneute Handlung dar, was das Experiment selber nicht widerlegt. Hospers: Der Mensch als Teil des Naturgeschehens • Menschliche Handlungen und physikalische Vorgänge unterliegen determinierenden Faktoren. . Zukünftige Ereignisse sind vorhersagbar. • Selbst wenn man noch nicht genau weiß, wie etwas passiert, liegt das einzig daran, dass man noch nicht alle einwirkenden Kräfte kennt. -> Bsp.: Stein • Die Annahme eines freien Willens beim Menschen ist ein Aberglaube. Faktoren, die auf den Menschen einwirken (Erbanlagen, Umweltbedingungen, Gesetzmäßigkeiten des menschlichen Verhaltens) sind komplexer als die, die auf Objekte einwirken, aber sie sind sich ähnlich. Roth Roth: Wir sind umfassend determiniert • Der Mensch ist nie wirklich frei. • Der Mensch wird beeinflusst durch Gene, frühkindliche Einflüsse, Erfahrungen des Lebens. „Im Gehirn lassen sich Zustände nachweisen, die Handlungen ankündigen." ,,Dem bewussten Formulieren eines Wunsches, eines Willens, geht immer ein unbewusster Prozess voraus." ● . Bieri Grundlegende Annahmen: Die Vorgänge der Natur laufen nicht notwendig deterministisch ab. Dies lässt die Willensfreiheit zumindest möglich erscheinen. Die Beschreibungsebene der Naturwissenschaften ist beschränkt und reduzierend: Die Naturwissenschaften führen jedes Ereignis auf eine Ursache zurück (Kausalitätsprinzip), was nur eine bestimmte Sprachebene darstellt. Die menschlichen Gefühle, Denk- und Willensakte stellen eine andere Ebene dar. Die Hirnforschung und die Psychologie/Philosophie schauen aus zwei verschiedenen Perspektiven auf den Menschen und benutzen zu dessen Beschreibung zwei grundlegend verschiedene ,,Sprachebenen" (Begriffe). -> Beispiel: Gemälde Der Begriff der Freiheit gehört nicht zur Neurobiologie. Er macht nur Sinn in Bezugsrahmen, die den Menschen als geistige Person sehen. Unterscheidet zwischen Gründen und Ursachen für das Handeln. Bieris Position der Willensfreiheit Drei Fehlannahmen über den freien Willen: 1. Der Wille ist durch nichts bedingt. Dies wäre nicht wünschenswert, da der Wille absolut zufällig und unkontrollierbar wäre. 2. Der Wille ist durch nicht physische, sondern psychologische Bedingungen bestimmt. Setzt einen Dualismus voraus. Erkenntnisse der Neurobiologie widerlegen dies. 3. Selbst spontane Entscheidungen folgen einem neurobiologischen Prozess. Freiheit ist... Wenn Urteil und Wille auseinandergehen, ist der Wille unfrei. Bzw. bei inneren Zwängen wie bspw. Sucht. Der Wille ist frei, wenn Urteil und Wille einhergehen. ...wenn man das will, was man als richtig geurteilt hat. Rekapitulation Bieri Bieri: Zweifellos sind wir oft nicht freie Regisseure unseres Lebens, sondern stolpern mit mehr oder weniger Glück durch dieses Leben. Aber die Frage ist nicht: Sind wir das ganze Leben hindurch in jedem Moment frei in unserem Willen?, sondern: Worin besteht der freie Wille? Und die Antwort ist: Der freie Wille ist derjenige Wille, der sich unserem Urteil darüber fügt, was das jeweils Beste ist. Und wir müssen eben einräumen, dass unser Wille sich diesem Urteil oft nicht fügt. Frage: Welchen Kräften fügt er sich dann? Bieri: Emotionen, Erinnerungen, Stimmungen. Wir sind dann im gewissen Sinn der Spielball dessen, was von außen und innen auf uns einstürmt. Es macht nichts, wenn wir uns in unwichtigen Dingen treiben lassen. Zur Idee eines gelingenden Lebens gehört aber das Bedürfnis, in den wichtigen Sachen nicht zu stolpern. Denken Sie an eine Berufswahl. Worin besteht Ihre Freiheit? Sie besorgen sich Informationen. Sie malen sich aus, was diese oder jene bedeutet. Sie bewerten die Informationen, und aufgrund dieser Bewertung entwickeln Sie den Willen, diesen oder jenen Beruf zu ergreifen. Das ist der tagtägliche, der minütliche Prozess, in dem sich Ihr Wille formt. Keil Erwiderung des Determinismus- Die Position der Willensfreiheit (Keil) Die fundamentalen Naturgesetze, auf deren Entdeckung die Physiker mit Recht stolz sind, [...] fixieren nicht alternativlos den Weltlauf, stützen also nicht den Determinismus und sind deshalb auch nicht freiheitsgefährdend. [...] Behauptet nun der Indeterminismus als globale Doktrin [Lehre], dass die Welt sich vollständig aus Determinationslücken im besagten Sinne zusammensetzt? Nein, aus einem wohlverstandenen Indeterminismus folgt nicht, dass jederzeit Beliebiges geschehen kann. Viele mögliche Verläufe sind durch Naturgesetze ausgeschlossen. Zum Beispiel ist es, soweit wir wissen, naturgesetzlich unmöglich, dass jemand sich schneller als das Licht bewegt. Doch alles, was nicht naturgesetzlich unmöglich ist, bleibt möglich. Dass niemand die Naturgesetze vorweisen kann, die angeblich den Determinismus stützen, bedeutet ja nicht, dass die Wissenschaft völlig ohne Naturgesetze auskommen muss. Positiv fasst man Naturgesetze am besten als Restriktionen [Einschränkungen] auf, die einige Möglichkeiten verschließen, aber viele andere offenlassen. Wenn den Naturgesetzen Genüge getan ist, gibt es nicht noch einmal einen Mechanismus, der Spielräume vernichtet. Nichts anderes behauptet der hier vertretene Indeterminismus: die Abwesenheit einer Vorrichtung, die alle Möglichkeiten bis auf eine verschließt. Es kann daher keine Rede davon sein, dass der Libertarier [Verfechter der Freiheit] die Naturgesetze leugnet oder für abänderbar hält. Bewerte die Bedeutung von Keils Argumentation für die Frage nach der Willensfreiheit. Übersicht Im Determinismus ist alles in der Welt nach dem Kausalgesetzt gerichtet. Auf Ursachen folgen Wirkungen. Diese lassen sich mit Naturgesetzen voraussagen. Alles hat eine vorherige Ursache. Also werden alle Ereignisse durch immer vorliegende Ursachen bestimmt. John Hospers Determinismus • Alles ist vorhersagbar, ist es nicht vorhersagbar kennt man leg endlich die bestimmenden Faktoren nicht Es gibt kein freien Willen des Menschen, diese ist eine Illusion • Keine Schuldzuweisungen Hat man noch Kontrolle ? • Man kann seine Zukunft nicht ändern Gerhard Roth • Der Mensch ist nicht wirklich frei • Vor jeder Entscheidung gibt es eine unterbewusste Vorentscheidung • Vor einem Willen ist ein unterbewusster Prozess • Gene, Erziehung Erfahrungen etc. können Entscheidungen beeinflussen • Keine Verantwortung • Kein Stolz Im Indertiminismus wird bezweifelt das es eine totale Notwendigkeit aller Ereignisse in der Welt gibt. Außerdem exsistieren Faktoren wie Schicksal und Zufall. Geert Keil sind Indertiminismus • Naturgesetze sind nur Beschränkungen • Es gibt Sachen die Möglich sind auch wenn sie nach Naturgesetzen unmöglich Konsequenzen für die Verantwortung des Menschen für sein Handeln • Es gibt freien Willen, dadurch hat der Mensch Verantwortung -> Schuld Peter Bieri • Willensfreit ist eine Möglichkeit • Natürliche Vorgänge sind nicht zwingend deterministisch • Es gibt keinen physischen Teil der Entscheidungen trifft . Es gibt 3 Fehlannahmen über den freien Willen 1. Der Wille ist durch nichts bedingt 2. Psychologische Bedingungen, nicht physische 3. Spontane Entscheidungen unterliegen einem Prozess • Der freie Wille ist der Wille der nach unserem Urteil die beste Entscheidung trifft • kann eigene Entscheidungen treffen Trägt Verantwortung Anwendung auf Strafrecht Hospers Name Verantwortlich/ Freier Wille (ja/nein) Begründung Strafe (ja/nein) Art der Strafe Zusätzliche Begründungen/Faktoren für die Entscheidung > Moralische Instanz Forderungen Realitätsprinzip Kontrolle nein Lustprinzip Forderungen vorbestimmt durch Gründe/Motive aus ihrer/der Vergangenheit ja Psychoanalyse - Freud Schadensersatz, Sozialstunden Straftaten müssen unabhängig von freiem Willen eine Konsequenz haben Über-Ich Gebote Verbote Ich Kritischer Verstand Triebverzicht und -aufschub Es Bedürfnisse Libido Destrudo Roth nein vorbestimmt durch Vorgeschichte -trug Mantel noch/sofortiges Geständnis →Armut →aus Not/Zwang Ja keine Gefängnisstrafe Geldstrafe keine Wert- und Normvorstellungen Reaktionen Reize Umwelt Keil ja keine Vorbestimmung eigene Entscheidung →Verantwortung ja Bewährungsstrafe, Sozialstunden, Schadensersatz Ihr sofortiges Geständnis beweist, dass sie Reue empfindet. Bieri ja freier Wille Gründe irrelevant war sich der Tat und ihrer Konsequenzen bewusst ja Sozialstunden, Geldstrafe (Gefängnisstrafe eine Option grundsätzlich) Das Ausmaß an Strafdelikten ist nicht ausreichend für eine härtere Bestrafung, wäre dies allerdings der Fall, würde man nicht davon absehen können, eine Gefängnisstrafe zu