BIP-Berechnungsmethoden verstehen
Das BIP misst den Wert aller Güter und Dienstleistungen, die in Deutschland produziert wurden - es ist quasi der "Produktionsindikator" unserer Wirtschaft. Verwechsle es nicht mit dem BNE (Bruttonationaleinkommen), das misst, was Deutsche im In- und Ausland erwirtschaften.
Es gibt drei Wege, das BIP zu berechnen, die alle zum gleichen Ergebnis führen müssen. Die Entstehungsrechnung addiert die Wertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche - von Landwirtschaft bis zu Dienstleistern. Die Verwendungsrechnung schaut, wofür das Geld ausgegeben wird: Konsum + Investitionen + Exporte - Importe.
Die Verteilungsrechnung betrachtet, wer das Einkommen bekommt: Arbeitnehmer durch Löhne und Unternehmen durch Gewinne. Ein wichtiger Begriff ist die Bruttowertschöpfung - sie zeigt, wie viel Wert ein Unternehmen wirklich schafft, indem man die Vorleistungen vom Produktionswert abzieht.
💡 Merktipp: Stell dir vor, eine Bäckerei kauft Mehl für 2€ und verkauft Brot für 5€ - ihre Wertschöpfung beträgt 3€!