Evolutionsfaktoren und Ablauf der allopatrischen Artbildung
In den isolierten Arealen wirken vor allem drei Evolutionsfaktoren:
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Gendrift: Die Gründerindividuen eines neu besiedelten Areals tragen nur eine zufällige Auswahl des Genpools der Stammpopulation.
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Mutation und Rekombination: Diese Zufallsereignisse finden in den isolierten Populationen unabhängig von der Stammpopulation statt.
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Selektion: Die Umweltbedingungen und damit die abiotischen und biotischen Selektionsfaktoren unterscheiden sich im isolierten Areal zumeist von denen im Ausgangsgebiet.
Der Ablauf der allopatrischen Artbildung lässt sich wie folgt beschreiben:
- Ausgangspopulation
- Geografische Barriere führt zur Separation
- Mutation, Rekombination, Selektion und Gendrift wirken auf die getrennten Populationen
- Es entstehen entweder Unterarten (Genfluss noch möglich) oder neue Arten (kein Genfluss möglich, reproduktive Isolation)
Definition: Reproduktive Isolation bezeichnet den Zustand, in dem zwei Populationen nicht mehr in der Lage sind, sich miteinander fortzupflanzen und fruchtbare Nachkommen zu erzeugen.
Geografische Isolation kann verschiedene Formen annehmen:
- Klimatische Veränderungen können ein zunächst zusammenhängendes Siedlungsgebiet in Teilbereiche trennen.
- Große Entfernungen zwischen den Randbereichen eines zusammenhängenden Verbreitungsgebiets können den Genfluss einschränken.
- Tektonische Veränderungen (z.B. Kontinentaldrift) und Änderungen des Meeresspiegels können Populationen voneinander trennen.
Example: Ein Beispiel für geografische Isolation könnte die Trennung von Landmassen durch den steigenden Meeresspiegel am Ende der letzten Eiszeit sein, wodurch Inselpopulationen entstanden sind.



































