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Ausführliche Beschreibung Nervengifte

Ausführliche Beschreibung Nervengifte

 Ayleen Poppe J2
Nervengifte
Biologie 1, Frau Hoster
Nervengifte sind weit verbreitet und kommen auch in unserem Alltag verhäuft vor.
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Ayleen Poppe

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Dies ist meine Zusammenfassung von meiner Gfs zum Thema Nervengifte mit der ich 13 NP erreicht habe

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Ayleen Poppe J2 Nervengifte Biologie 1, Frau Hoster Nervengifte sind weit verbreitet und kommen auch in unserem Alltag verhäuft vor. Auch für Amazonas-Indianer ist das Jagen mit Pfeilgiften etwas ganz natürliches. Hierfür benutzen sie ein aus der Rinde von Lianen gewonnenes Gift, dieses heißt Curare. Werden die Tiere mit diesem Gift getroffen sterben sie innerhalb kürzester Zeit an Atemlähmung. Aber wie wirkt diese Gift ? Ein Nervengift ganz allgemein ist ein Giftstoff, der vor allem Nervenzellen schädigt bzw. ihre Funktion beeinträchtigt. Somit greifen sie in den Ablauf der natürlichen Erregungsübertragung ein. Sie stören also die Wechselwirkung in den lonenkanälen und die Membranproteine. Nervengifte unterscheiden sich auch an ihrer Wirkungsweise, entweder wirken sie vor der Synapse d.h blockierend oder sie wirken nach der Synapse d.h hemmend. Im folgenden werde ich auf verschiedene Nervengifte eingehen: Curare wirkt an den Natriumionenkanäle der postsynaptischen Zelle. Es bindet an die Rezeptoren, blockiert sie und verhindert so, da Na* nur noch in geringem Maße in die Postsynapse diffundiert. Die Transmitter diffundieren also bei einer Erregung in den synaptischen Spalt. Diese binden im Normalfall an die Rezeptoren der Natriumionenkanäle, um diese zu öffnen. An einigen Rezeptoren hat allerdings schon Curare gebunden und verhindert so, dass die Transmitter die Na*-Kanäle öffnen. Es können jetzt nur noch wenige Nat-lonen in die Postsynapse diffundieren. Das verhindert die Ausbildung eines PSP (Postsynaptisches...

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Potential) Die Weiterleitung eines Aktionspotentials auf die nachfolgenden Nervenzellen ist jetzt nicht mehr möglich -> die Signalübertragung wurde unterbrochen. Alpha-Latroxin wirkt an der präsynaptischen Membran. Ohne das ein Aktionspotential ins Endknöpfchen einläuft, öffnen sich die Calziumionenkanäle und sorgen damit für eine Dauererregung der nachfolgenden Neurone. Während also unter normalen Umständen die Calcium- Kanäle nach einiger Zeit wieder schließen würden, bleiben sie unter Einfluss von Alpha-Latroxin dauerhaft geöffnet. Es diffundieren viele Transmitter in den synaptischen Spalt und sorgen für einen dauerhaften Einstrom von Nat in die Postsynapse. Es werden also dauerhaft Aktionspotentiale in den folgenden Neuronen ausgelöst. Botulinus-Toxin verhindert die Ausschüttung von Acetylcholin in den synaptischen Spalt. Es bindet an die Vesikel in der Präsynapse, sodass die Vesikel nicht mit der Membran verschmelzen können. Die Transmitter werden nicht in den synaptischen Spalt ausgeschüttet -> die Erregung kann nicht weitergeleitet werden. Bei geringer Giftmenge sorgt Botulinustoxin für keine bleibenden Schäden, ist die Menge jedoch zu hoch, kann dies zum Tod führen. Heute ist Botolinumtoxin unter dem Namen Botox als Mittel gegen Falten bekannt. Atropin bindet an die ACh-Rezeptoren, die in der postsynaptischen Membran liegen. Es kommt zu einer molekularen Strukturänderung. Diese verhindert, dass in die postsynaptische Zelle Natriumionen einströmen können. Die Erregung hört nach der Freilassung der Neurotransmitter in den synaptischen Spalt auf. -> die Erregungsweiterleitung wird gestoppt, Erregungen werden nicht weitergeleitet. Ayleen Poppe J2 Nervengifte Biologie 1, Frau Hoster Auch in unserem Alltag begegnen uns viele Nervengifte, wie zum Beispiel Nikotin, Drogen, Alkohol, Koffein oder auch das Schönheitsmittel Botox. Die folgenden Zeilen werden einen genaueren Einblick auf Drogen enthalten. Zuerst einmal verstehen wir unter Drogen Substanzen, die auf das zentrale Nervensystem einwirken. Dadurch werden die Wahrnehmungen, Gefühle und Stimmungen beeinflusst werden und es stellt sich eine körperliche und/oder seelische Abhängigkeit ein. Die meisten Drogen wirken über das Belohnungssystem in dem der Nucleus accumbens mit dem Neurotransmitter Dopamin eine zentrale Rolle spielt. Drogen führen also oft zu einer vermehrten Ausschüttung an Dopamin oder verhindern den Abbau von Dopamin im synaptischen Spalt. Bei Marihuana gelangt THC (Tetrahydrocannabinol) beim Rauchen über die Lunge in die Blutbahn und von da aus ins ZNS (Zentrale Nervensystem). Das THC bindet als pseudo-Transmitter in der erregenden Synapse an den Acetylcholin-Rezeptoren an der Postsynapse, sodass die Übertragung gehemmt wird, weil sie die Verhinderung der echten Transmitter verhindern, ohne eine eigene Wirkung zu entfalten. Marihuana sorgt für Denkstörungen und löst ein seelisches Verlangen aus. Bei Crystal Meth werden die Transportrichtungen der Kanäle umgekehrt und dadurch werden die Botenstoffe anschließend in die Synapse befördert. Crystal Meth ist eine Partydroge und durch sie verspürt man kein Schmerz-, Hunger-, und Müdigkeitsempfinden mehr. Ebenfalls verändert sich die Persönlichkeit enorm. Die Auswirkungen der verschiedenen Nervengifte sind enorm und sehr unterschiedlich. Es ist von Gift zu Gift unterschiedlich. Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Kopfschmerzen, Übelkeit und Herzstillstand sind die meisten Auswirkungen die auftreten. Aber auch Muskelschmerzen und Muskelkrämpfe sind weit verbreitet. Bei Curare tritt eine Lähmung der Muskeln, Augen, Gesicht und Nacken auf. Es gilt auch zwischen einer schlaffen und starren Lähmung zu unterscheiden. Bei einer schlaffen Lähmung wird die Erregungsweiterleitung blockiert. Das heißt, eine Muskelkontraktion findet nicht statt, der Muskel bleibt schlaff. Dies ist z.B bei Botulinumtoxin oder bei Atropin und Curare der Fall. Bei einer starren Lähmung kommt es zu einer Dauererregung. Das heißt, der Muskel wird durchgängig kontrahiert, er ist starr. Dies ist z.B bei Alpha-Latrotoxin der Fall. Die Frage die bei vielen Leuten aufkommt, ist wieso wir überhaupt süchtig werden ? Dies liegt daran, dass das Nervensystem unseres Körpers über Botenstoffe verfügt, sie übertragen eine Erregung (Information) von einer Nervenzelle auf andere Zellen und aktivieren und steuern damit unzählige Prozesse in unserem Körper. Geben wir unserem Körper zu viel von einem bestimmten Stoff, so lernt das Gehirn den Suchtstoff als besonders wichtigen Reiz wahrzunehmen. Dadurch entwickelt sich ein Verlangen nach der Belohnung. Der Körper wehrt sich langfristig allerdings gegen das Überangebt an Botenstoffen, indem er die Möglichkeit der Reizweiterleitung im Nervensystem reduziert. Weil das Gehirn sich aber bereits an das intensivere Signal gewöhnt hat, entstehen Entzugssymptome, wenn wir längere Zeit ohne das Ayleen Poppe J2 Nervengifte Biologie 1, Frau Hoster Suchtmittel auskommen müssen. Es entsteht ein Belohnungsdefizit, was dazu führt, das immer größere Mengen des Suchtstoffes benötigt werden um das gewünschte Gefühl zu erreichen. Eine Abhängigkeit entwickelt sich also erst, bei einem regelmäßigen und zu häufigen herbeiführen des "Kicks". Die Ausschüttung von Dopamin weckt Glücksgefühle und Motivation im Körper aus, zu wenig Dopamin im Körper wiederrum führt zu verringerter Motivation und das kann dann zu Depressionen führen. Nervengifte im Körper zu erkennen ist relativ einfach, chronische Müdigkeit ist eines dieser Anzeichen, damit ist gemeint wer einfach nicht in die Gänge kommt, sich auch nach ausreichend Schlaf schlapp und energiearm fühlt. Auch Mundgeruch könnte ein Anzeichen sein, denn Gifte beeinflussen und verändern nicht nur die Darm-, sondern auch die Mundflora. Das gesunde Gleichgewicht der dort ansässigen Bakterien verschiebt sich zugunsten der Fäulnisbakterien mit dem Ergebnis des fauligen Atems. Chemikalien lagern sich entweder direkt im Muskelgeweben oder in den Gelenken ein und führen so vor Ort zu Gewebeschäden, weshalb auch Muskelschmerzen ein Anzeichen sein kann. Weitere Anzeichen können Hautirritationen, Verstopfungen und auch Geruchsempfindlichkeit sein. Auch in der Medizin sind Nervengifte weit verbreitet, hier sagt man die Dosis bestimmt das Gift. Curare wird in der Medizin eingesetzt, um bei Operationen am geöffneten Brustkorb die Atembewegungen des Patienten auszuschalten. Nach Abschluss der Operation wird den Patienten die Substanz "Prostigmin" injiziert, damit die Atembewegungen wieder einsetzen. Botox zum Beispiel wird auch als Medikament gegen Muskelkrämpfe im Gesicht, bei Blasenschwäche und vereinzelt sogar bei Heuschnupfen eingesetzt. Botulinum-Toxin wird überall dort therapeutisch eingesetzt, wo Nerven blockiert werden sollen. Das Gift wirkt also in dem es Nervenzellen blockiert. Der Transporter fokussiert zwar auf die Nervenzelle, aber der eigentliche Wirkstoff blockiert jede Zelle. Geschieht dies in jenen Zellen, in denen ein Überangebot an Histamin als Folge einer allergischen Reaktion hergestellt wird, dann könnte die Allergie quasi so ausgebremst werden. Deutsche Behörden prüfen derzeit noch, ob sie Botox in der Schmerztherapie zulassen wollen, denn noch ist die Studienlage zur Wirkung und Analyse der toxischen Nebenwirkungen nicht gerade weit erforscht. Zusammenfassend kann man also sagen, das Nervengifte deutlich häufiger in unserer Umgebung auftreten als wir es denken. Täglich werden wir also unbewusst mit Giften zugeschüttet. Die beste Vorbeugung ist eine Veränderung der Lebensgewohnheiten und das Meiden der schädlichen Substanzen. Alles, was den Körper schädigen könnte, sollte umgangen werden.

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Ayleen Poppe J2 Nervengifte Biologie 1, Frau Hoster Nervengifte sind weit verbreitet und kommen auch in unserem Alltag verhäuft vor. Auch für Amazonas-Indianer ist das Jagen mit Pfeilgiften etwas ganz natürliches. Hierfür benutzen sie ein aus der Rinde von Lianen gewonnenes Gift, dieses heißt Curare. Werden die Tiere mit diesem Gift getroffen sterben sie innerhalb kürzester Zeit an Atemlähmung. Aber wie wirkt diese Gift ? Ein Nervengift ganz allgemein ist ein Giftstoff, der vor allem Nervenzellen schädigt bzw. ihre Funktion beeinträchtigt. Somit greifen sie in den Ablauf der natürlichen Erregungsübertragung ein. Sie stören also die Wechselwirkung in den lonenkanälen und die Membranproteine. Nervengifte unterscheiden sich auch an ihrer Wirkungsweise, entweder wirken sie vor der Synapse d.h blockierend oder sie wirken nach der Synapse d.h hemmend. Im folgenden werde ich auf verschiedene Nervengifte eingehen: Curare wirkt an den Natriumionenkanäle der postsynaptischen Zelle. Es bindet an die Rezeptoren, blockiert sie und verhindert so, da Na* nur noch in geringem Maße in die Postsynapse diffundiert. Die Transmitter diffundieren also bei einer Erregung in den synaptischen Spalt. Diese binden im Normalfall an die Rezeptoren der Natriumionenkanäle, um diese zu öffnen. An einigen Rezeptoren hat allerdings schon Curare gebunden und verhindert so, dass die Transmitter die Na*-Kanäle öffnen. Es können jetzt nur noch wenige Nat-lonen in die Postsynapse diffundieren. Das verhindert die Ausbildung eines PSP (Postsynaptisches...

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Potential) Die Weiterleitung eines Aktionspotentials auf die nachfolgenden Nervenzellen ist jetzt nicht mehr möglich -> die Signalübertragung wurde unterbrochen. Alpha-Latroxin wirkt an der präsynaptischen Membran. Ohne das ein Aktionspotential ins Endknöpfchen einläuft, öffnen sich die Calziumionenkanäle und sorgen damit für eine Dauererregung der nachfolgenden Neurone. Während also unter normalen Umständen die Calcium- Kanäle nach einiger Zeit wieder schließen würden, bleiben sie unter Einfluss von Alpha-Latroxin dauerhaft geöffnet. Es diffundieren viele Transmitter in den synaptischen Spalt und sorgen für einen dauerhaften Einstrom von Nat in die Postsynapse. Es werden also dauerhaft Aktionspotentiale in den folgenden Neuronen ausgelöst. Botulinus-Toxin verhindert die Ausschüttung von Acetylcholin in den synaptischen Spalt. Es bindet an die Vesikel in der Präsynapse, sodass die Vesikel nicht mit der Membran verschmelzen können. Die Transmitter werden nicht in den synaptischen Spalt ausgeschüttet -> die Erregung kann nicht weitergeleitet werden. Bei geringer Giftmenge sorgt Botulinustoxin für keine bleibenden Schäden, ist die Menge jedoch zu hoch, kann dies zum Tod führen. Heute ist Botolinumtoxin unter dem Namen Botox als Mittel gegen Falten bekannt. Atropin bindet an die ACh-Rezeptoren, die in der postsynaptischen Membran liegen. Es kommt zu einer molekularen Strukturänderung. Diese verhindert, dass in die postsynaptische Zelle Natriumionen einströmen können. Die Erregung hört nach der Freilassung der Neurotransmitter in den synaptischen Spalt auf. -> die Erregungsweiterleitung wird gestoppt, Erregungen werden nicht weitergeleitet. Ayleen Poppe J2 Nervengifte Biologie 1, Frau Hoster Auch in unserem Alltag begegnen uns viele Nervengifte, wie zum Beispiel Nikotin, Drogen, Alkohol, Koffein oder auch das Schönheitsmittel Botox. Die folgenden Zeilen werden einen genaueren Einblick auf Drogen enthalten. Zuerst einmal verstehen wir unter Drogen Substanzen, die auf das zentrale Nervensystem einwirken. Dadurch werden die Wahrnehmungen, Gefühle und Stimmungen beeinflusst werden und es stellt sich eine körperliche und/oder seelische Abhängigkeit ein. Die meisten Drogen wirken über das Belohnungssystem in dem der Nucleus accumbens mit dem Neurotransmitter Dopamin eine zentrale Rolle spielt. Drogen führen also oft zu einer vermehrten Ausschüttung an Dopamin oder verhindern den Abbau von Dopamin im synaptischen Spalt. Bei Marihuana gelangt THC (Tetrahydrocannabinol) beim Rauchen über die Lunge in die Blutbahn und von da aus ins ZNS (Zentrale Nervensystem). Das THC bindet als pseudo-Transmitter in der erregenden Synapse an den Acetylcholin-Rezeptoren an der Postsynapse, sodass die Übertragung gehemmt wird, weil sie die Verhinderung der echten Transmitter verhindern, ohne eine eigene Wirkung zu entfalten. Marihuana sorgt für Denkstörungen und löst ein seelisches Verlangen aus. Bei Crystal Meth werden die Transportrichtungen der Kanäle umgekehrt und dadurch werden die Botenstoffe anschließend in die Synapse befördert. Crystal Meth ist eine Partydroge und durch sie verspürt man kein Schmerz-, Hunger-, und Müdigkeitsempfinden mehr. Ebenfalls verändert sich die Persönlichkeit enorm. Die Auswirkungen der verschiedenen Nervengifte sind enorm und sehr unterschiedlich. Es ist von Gift zu Gift unterschiedlich. Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Kopfschmerzen, Übelkeit und Herzstillstand sind die meisten Auswirkungen die auftreten. Aber auch Muskelschmerzen und Muskelkrämpfe sind weit verbreitet. Bei Curare tritt eine Lähmung der Muskeln, Augen, Gesicht und Nacken auf. Es gilt auch zwischen einer schlaffen und starren Lähmung zu unterscheiden. Bei einer schlaffen Lähmung wird die Erregungsweiterleitung blockiert. Das heißt, eine Muskelkontraktion findet nicht statt, der Muskel bleibt schlaff. Dies ist z.B bei Botulinumtoxin oder bei Atropin und Curare der Fall. Bei einer starren Lähmung kommt es zu einer Dauererregung. Das heißt, der Muskel wird durchgängig kontrahiert, er ist starr. Dies ist z.B bei Alpha-Latrotoxin der Fall. Die Frage die bei vielen Leuten aufkommt, ist wieso wir überhaupt süchtig werden ? Dies liegt daran, dass das Nervensystem unseres Körpers über Botenstoffe verfügt, sie übertragen eine Erregung (Information) von einer Nervenzelle auf andere Zellen und aktivieren und steuern damit unzählige Prozesse in unserem Körper. Geben wir unserem Körper zu viel von einem bestimmten Stoff, so lernt das Gehirn den Suchtstoff als besonders wichtigen Reiz wahrzunehmen. Dadurch entwickelt sich ein Verlangen nach der Belohnung. Der Körper wehrt sich langfristig allerdings gegen das Überangebt an Botenstoffen, indem er die Möglichkeit der Reizweiterleitung im Nervensystem reduziert. Weil das Gehirn sich aber bereits an das intensivere Signal gewöhnt hat, entstehen Entzugssymptome, wenn wir längere Zeit ohne das Ayleen Poppe J2 Nervengifte Biologie 1, Frau Hoster Suchtmittel auskommen müssen. Es entsteht ein Belohnungsdefizit, was dazu führt, das immer größere Mengen des Suchtstoffes benötigt werden um das gewünschte Gefühl zu erreichen. Eine Abhängigkeit entwickelt sich also erst, bei einem regelmäßigen und zu häufigen herbeiführen des "Kicks". Die Ausschüttung von Dopamin weckt Glücksgefühle und Motivation im Körper aus, zu wenig Dopamin im Körper wiederrum führt zu verringerter Motivation und das kann dann zu Depressionen führen. Nervengifte im Körper zu erkennen ist relativ einfach, chronische Müdigkeit ist eines dieser Anzeichen, damit ist gemeint wer einfach nicht in die Gänge kommt, sich auch nach ausreichend Schlaf schlapp und energiearm fühlt. Auch Mundgeruch könnte ein Anzeichen sein, denn Gifte beeinflussen und verändern nicht nur die Darm-, sondern auch die Mundflora. Das gesunde Gleichgewicht der dort ansässigen Bakterien verschiebt sich zugunsten der Fäulnisbakterien mit dem Ergebnis des fauligen Atems. Chemikalien lagern sich entweder direkt im Muskelgeweben oder in den Gelenken ein und führen so vor Ort zu Gewebeschäden, weshalb auch Muskelschmerzen ein Anzeichen sein kann. Weitere Anzeichen können Hautirritationen, Verstopfungen und auch Geruchsempfindlichkeit sein. Auch in der Medizin sind Nervengifte weit verbreitet, hier sagt man die Dosis bestimmt das Gift. Curare wird in der Medizin eingesetzt, um bei Operationen am geöffneten Brustkorb die Atembewegungen des Patienten auszuschalten. Nach Abschluss der Operation wird den Patienten die Substanz "Prostigmin" injiziert, damit die Atembewegungen wieder einsetzen. Botox zum Beispiel wird auch als Medikament gegen Muskelkrämpfe im Gesicht, bei Blasenschwäche und vereinzelt sogar bei Heuschnupfen eingesetzt. Botulinum-Toxin wird überall dort therapeutisch eingesetzt, wo Nerven blockiert werden sollen. Das Gift wirkt also in dem es Nervenzellen blockiert. Der Transporter fokussiert zwar auf die Nervenzelle, aber der eigentliche Wirkstoff blockiert jede Zelle. Geschieht dies in jenen Zellen, in denen ein Überangebot an Histamin als Folge einer allergischen Reaktion hergestellt wird, dann könnte die Allergie quasi so ausgebremst werden. Deutsche Behörden prüfen derzeit noch, ob sie Botox in der Schmerztherapie zulassen wollen, denn noch ist die Studienlage zur Wirkung und Analyse der toxischen Nebenwirkungen nicht gerade weit erforscht. Zusammenfassend kann man also sagen, das Nervengifte deutlich häufiger in unserer Umgebung auftreten als wir es denken. Täglich werden wir also unbewusst mit Giften zugeschüttet. Die beste Vorbeugung ist eine Veränderung der Lebensgewohnheiten und das Meiden der schädlichen Substanzen. Alles, was den Körper schädigen könnte, sollte umgangen werden.