Lebensweise und evolutionäre Einordnung des Australopithecus africanus
Die Entwicklung des Menschen für Kinder lässt sich am Beispiel des Australopithecus africanus gut nachvollziehen. Er lebte in Waldgebieten nahe Flüssen und ernährte sich hauptsächlich von pflanzlicher Nahrung wie Blättern, Wurzeln, Früchten und Nüssen. Je nach Jahreszeit wurde diese Ernährung durch Fleisch ergänzt.
Interessant ist, dass bei diesem frühen Vorfahren noch kein Werkzeuggebrauch nachgewiesen werden konnte. Die Fortbewegung erfolgte sowohl auf zwei Beinen als auch auf allen Vieren, wobei der aufrechte Gang noch keine stabile Alternative darstellte. Diese Erkenntnisse basieren allerdings auf relativ wenigen Knochenfunden.
Im Vergleich zum Australopithecus afarensis zeigt der africanus einige wichtige Unterschiede: Während der afarensis ein Gehirnvolumen von 560 cm³ und längere Eckzähne aufwies, hatte der africanus mit 480 cm³ ein kleineres Gehirn und kaum Eckzähne, dafür aber größere Backenzähne.
Definition: Der Australopithecus africanus war ein früher Hominine, der wichtige Übergangsmerkmale zwischen den affenähnlichen Vorfahren und späteren Menschenformen aufweist.