Die PCR-Methode und der Genetische Fingerabdruck in der Kriminalistik
Die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) ist eine fundamentale Methode in der modernen Kriminalistik und bildet die Grundlage für den genetischen Fingerabdruck. Bei Tatortuntersuchungen können selbst kleinste DNA-Spuren, wie Bluttropfen oder Hautschuppen, wichtige Beweise liefern. Die DNA-Replikation wird dabei im Labor nachgeahmt, um ausreichend Probenmaterial für eine Analyse zu gewinnen.
Definition: Die PCR ist ein molekularbiologisches Verfahren zur Vervielfältigung spezifischer DNA-Abschnitte unter Verwendung der Taq-Polymerase.
Der PCR-Ablauf gliedert sich in drei wesentliche PCR-Phasen: Die Denaturierung bei 95°C trennt zunächst die DNA-Doppelstränge. Beim Primer-Annealing lagern sich bei etwa 50°C kurze DNA-Stücke (Primer) an die Einzelstränge an. In der Extension-Phase bei 72°C verlängert die hitzebeständige Taq-Polymerase diese Primer zum kompletten DNA-Strang.
Die Bedeutung für die Kriminalistik liegt in der Möglichkeit, aus minimalen Spuren einen vollständigen genetischen Fingerabdruck zu erstellen. Diese Methode ermöglicht nicht nur die Identifizierung von Tätern, sondern auch die Durchführung von Vaterschaftstests und anderen forensischen Analysen.











