Evolution - Arten und Selektion

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Larry

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Biologie

 

11/12/13

Klausur

Evolution - Arten und Selektion

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- Glossar über die wichtigsten Fachbegriffe - Evolutionstheorien (Darwin, Cuvier, Lamarck, Wallace) - Artkonzepte - Artbildungskonzepte - Selektionsformen - Hardy-Weinberg-Gleichgewicht Beispielklausur (Biologie) + Erwartungshorizont

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Klausurvorbereitung – Evolution Glossar - Grundbegriffe Fachbegriff Varietäten Biologische Fitness Selektion Sexuelle Selektion Selektionsdruck Künstliche Selektion Bewusst durch den Menschen beabsich- tigte Selektion um bestimmte Merkmals- ausprägungen zu erhalten um aus dieser einen Nutzen zu ziehen Adaptive Radiation Definition Nachkommen der Lebewesen unterscheiden sich durch Mutation und Rekombination Natürliche Selektion Prozess, der zum Überleben des am besten => Giraffen mit einem langen an seine Umwelt angepassten Lebewesen führt (,, survival of the fittest") Hals besitzen eine hohe Fitness und konnten sich so evolutiv durchsetzen/fortpflanzen; Merkmal einer kurzen Halses ist aus dem Genpool verschwinden Population Maß für die Anzahl von Genen, die ein Individuum durch die eigene Fortpflan- zung oder durch die Unterstützung von Verwandten in den Genpool der nächsten Generation einbringt Genpool Auslese/Fortentwicklung durch Überleben / des biologisch fittesten Individuums Beispiel In der ersten Filialgeneration einer Pinguinpopulation gibt es durch Mutationen und Rekom- binationen verschiedene Schna- belgrößen Einwirkung/Druck eines Selektionsfaktors auf eine Population; Druck evolutionäre Selektion vorzunehmen um Art vor Aussterben zu schützen Giraffen mit einem langen Hals gelangen besser an die an hohen Bäumen hängende Nahrung => Besitzen eine hohe biologische Fitness Evolutive Anpassung einer Art an ihre Umwelt Individuen, die besser an die Männliche Pfauen mit einem Umweltbedingungen angepasst sind, großen Fächer sind für Weib- weisen eine höhere Fortpflanzungsrate auf chen attraktiver=> Höhere => Merkmal, welches zu besserer Anpassung führt, ist in der nächsten Generation stärker vertreten Fortpflanzungsrate; Diese Merkmalsausprägung ist in der nächsten Generation stärker vertreten Eine Gruppe einer Art, die in einem Habitat leben und sich miteinander fortpflanzen Alle Gene einer Population Kühe, die viel Milch geben, werden eher befruchtet, als solche die verhältnismäßig wenig Milch...

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geben Giraffen mit kurzem Hals können, aufgrund der deutlich erschwerten Nahrungssuche nicht lange überleben => Dringlichkeit Giraffen mit langen Hals zu selektieren Alle Gene in einer Elefantenpopulation Mutation Rekombination Interchromosomale Rekombination Intrachromosomale Rekombination Migration Gendrift/genetische Drift Adaptive Radiation Polymorphismus Polyploidisierung Gründereffekt Vererbbare Veränderungen der Spontanmutation, Nukleotidsequenzen der DNA oder ganzer Keimbahnmutation, Chromosomen Rastermutation Flaschenhalseffekt Vorgänge, welche während der Meiose oder der Befruchtung zu einer neuen Allelkombination führen Neuverteilung der Chromosomen, welche / während der Meta-/Anaphase I geschieht Austausch von Chromosomenstücken zwischen homologen Chromosomen durch das Crossing-Over, während der Prophase I Sexualdimorphismus Unterschiede in der phänotypischen Erscheinung (Sekundäre Geschlechts- organe, bsp.: Körperbau, etc.) zwischen geschlechtsdifferenzierten Individuen Zu- und Abwanderung von Individuen in/aus einer Population Veränderung des Genpools einer Population durch Zufallsprozesse Evolutive Anpassung einer Art an die Umwelt Vorliegen eines Gens, das für ein Merkmal codiert, in mehreren Allelen innerhalb einer Population Nummerische Vervielfachung von Chromosomen während des Meiose- Prozesses; Bei Säugetieren nicht möglich Wenn eine Population ein neues Habitat besiedelt, stammen alle Nachkommen oft nur von einem Weibchen ab; Diese gene- tische Variabilität repräsentiert aber nur ei- ner Teil der Vielfalt der Ausgangspopu- lation / Starke Verarmung der genetischen Varia- bilität, aufgrund einer extremen Dezimierung der Populationsgröße Ein Elefant migriert in eine fremde Elefantenpopulation => Trägt neue Merkmalsaus- prägungen die Population ein Durch eine Mutation ändert sich die Allelfrequenz einer Wolfspopulation Darwinfinken passen Schnabel- stärke an ihre Nahrung an Weibliche Leuchtkäfer besitzen keine Flügel und können folg- lich auch nicht fliegen; Männ- chen jedoch können fliegen / Während der Meiose verdrei- facht sich der Chromosomen- satz einer Zygote durch Zufalls- prozesse Durch eine allopratische Art- bildung, spaltet sich eine Ech- senpopulation; Eine der Grup- pen habitiert auf einer Insel; Hier existiert nur ein weibliches Individuum=> Alle Nachkommen stammen von ihr ab; Hat keinen Aussagewert über die Allelfre-quenz der Ausgangspopulation Durch eine sympratische Artbil- dung hat sich die Populations- größe Frösche drastisch reduziert => Die genetische Variabilität dezimiert sich Evolutionstheorien Evolutionstheoretiker Jean Baptiste de Lamarck (1744-1829) Georges Baron de Cuvier (1769-1832) Charles Robert Darwin (1809-1882) Alfred Russel Wallace (1823-1913) Artkonzepte Name Biologisches Artkonzept (Heute etabliert) Theorie Typologisches/Morphologisches Artkonzept ● ● Stufentheorie des Lebens Individuen einer Art entwickeln sich von einfachen zu komplexeren Lebewesen ■ Der häufige Gebrauch eines Organs, stärkt es Der Nichtgebrauch eines Organs, lässt es verschwinden Erwerb/Verlust eines Organs werden an die nachfolgenden Generationen vererbt Theorie heute widerlegt O O proportional Verfechter der Katastrophentheorie O Das Aussterben von Arten bedingt eine Katastrophe (Bsp.: Naturkatastrophe) O Theorie heute widerlegt ,,Survival of the fittest" Erkannte das zufällige Auftreten neuer Arten O Konnte es aber nicht begründen Arten sind nicht selbstständig entstanden O Stammen von anderen Arten ab Alle Lebewesen stammen von einem gemeinsamen Ursprung ab Erkannte das zufällige Auftreten neuer Arten O Konnte es aber nicht begründen Arten sind nicht selbstständig entstanden O Stammen von anderen Arten ab Alle Lebewesen stammen von einem gemeinsamen Ursprung ab Darwin konnte seine Theorie aber zuerst publizieren O Wallace wird heute nur als Verfechter, nicht aber als Begründer der Theorie genannt Faktoren Mitglieder einer Art können fruchtbare Nachkommen zeugen Genpools zweier Arten sind voneinander isoliert Vegetativ fortpflanzende Organismen sind hier mit eingeschlossen Mitglieder einer Art stellen einen gemeinsamen Typus, der klar von dem anderer Arten abweicht Individuen einer Art mit hohem Sexualdimorphismus (bsp. Leuchtkäfer) Phylogenetisches Artkonzept Artbildungskonzepte Name Allopratische Artbildung Sympratische Artbildung Selektionsformen Name Stabilisierende Selektion Beispiel unterscheiden sich stark voneinander Theorie widerlegt O Eine Art ist eine Abstammungs- gemeinschaft von Populationen in einer bestimmten evolutionären Zeitspanne Eine Art beginnt mit der Artspaltung und endet mit dem Aussterben aller Indi- viduen oder einer erneuten Artspaltung Klärt nicht welche Populationen zu einer Art gehören Merkmale 1. Räumliche Trennung einzelner Populationen, oft durch natürliche Barriere (Wüste, Fluss, etc.) O Es entstehen zwei voneinander getrennte Genpools => Paarungen zwischen beiden Populationen sind nicht mehr möglich 2. Durch die Gendrift, unterscheiden sich die Allelfrequenzen der beiden Population immer weiter O Durch Polyploidisierung, kann sich nun die Chromosomenanzahl vervielfachen Wenn die zwei Populationen nun keine fruchtbaren Nachkommen mehr zeugen können, sind zwei Schwesterarten entstanden 1. Zwei Individuen, verschiedener Arten paaren sich => Ein unfruchtbarer Hybrid entsteht O Wenn Polyploidisierung geschieht, können Organismen sich vegetativ fortpflanzen Flügelgröße Vögel mit einer großen oder kleinen weisen eine geringere Flugfähigkeit auf O => Vögel mit kleinen oder großen Flügeln werden selektiert und sterben aus Anzahl der Individuen (Graph) Häufigkeit Individuen vor und nach Selektion Selektionsdruck N Gerichtete Selektion Disruptive Selektion Variablen ● Allelfrequenz (Parentalgeneration; 1000 Individuen => 2000 Allele) Wahrscheinlichkeit für Genotypen (Erste Filialgeneration) Allelfrequenz (Erste Filialgeneration) Gesetz Auf windigen Inseln über- leben mehr stummelflügelige oder flügellose Insekten als Insekten mit Flügeln => Insekten mit Flügeln werden selektiert und sterben mit der Zeit aus Hardy-Weinberg-Gleichgewicht Bedingungen einer Idealpopulation (in der Natur nicht zu finden) O Darwinfinken benötigen entweder für das Knacken von Nüssen einen kräf- tigen oder für das Fressen von Insekten einen feinen/ schmalen Schnabel O => Darwinfinken mit einer mittleren Schnabelkraft, werden selektiert und sterben mit der Zeit aus ● ● ● ● ● ● ● ● Haufigkeit Individuen Disruptive Selektion Häufigkeit Individuen vor und nach Selektion Zufällige Paarungen Große Population Keine Zu- oder Abwanderung Keine Mutation Keine Selektion Selektionsdruck p= Homozygot dominante Frequenz (Hier: 810x) q= Homozygot rezessive Frequenz (Hier: 10x) pq= Heterozygote Frequenz (Hier: 180x) g= Anzahl von Populationsindividuen AA: p²-0,9²-0,81-81% Aa: 2pq=2x0,9x0,1-0,18-18% aa: q²=0,1²=0,01=1% Belektionsdruc A: (2p+pq)/g = (2x810+180)/2000 = 0,9=90% a: (2q+pq)/g = (2x10+180)/2000 = 0,1=10% p²+2pq+q²=1; 0,81+0,18+0,01=1 A: p²+2pq/2=0,81+0,18/2=0,9=90% a: q2+2pq/2=0,01+0,18/2=0,1=10% In einer Idealpopulation bleiben die Wahrscheinlichkeiten der Allelfrequenz und der Genotypenhäufigkeit eines Genpools konstant Teil II: Selektionsfaktor Straßenverkehr? Aufgaben: II.1 Skizzieren Sie mithilfe von Kurvendiagrammen die Ihnen bekannten möglichen Wirkungen von Selektion auf die Merkmalsverteilung ,,Flügellänge" innerhalb einer Vogelpopulation unter Nennung der Fachbegriffe für die Selektionsformen. (Denken Sie auch an die Skizze der ursprünglichen Population.) Beschreiben und vergleichen Sie das Flugverhalten insektenfressender Vögel in Abhängigkeit von der Flügelmorphologie (Material A). 11.2 Biologie Q2 LK - Evolution Klausur Nr. 1 11.3 (23 Punkte) Fassen Sie die Populationsentwicklung der Fahlstirnschwalben und die Entwicklung der Anzahl der Road Kills im Südwesten Nebraskas/USA (Material B, Abb. 2) kurz zusammen. Werten Sie die Abb. 3 (Material B, Teil A + B) aus. Stellen Sie mit Ihrem Wissen zur Evolution einen Zusammenhang zwischen der Entwicklung der Anzahl der Road Kills und der Entwicklung der Flügellänge von Fahlstirnschwalben dar und nennen Sie die vorliegende Selektionsform (Material A + B). (27 Punkte) Nehmen Sie kurz Stellung zu der Aussage, dass die Anzahl der Road Kills in Nebraska abnimmt, weil die Fahlstirnschwalben lernen, Zusammenstöße mit Autos zu vermeiden (Material A + B). (8 Punkte) Anzahl Road Kills 20₁ 16- 12- 000 A Fahlstirnschwalben (%) 410 0- 0 1984 1988 1992 1996 2000 2004 2008 2012 Jahr 18, 864208 Abbildung 2: Populationsentwicklung der Fahlstirnschwalbe in der Nähe von Straßen 16 6 ≤ 103 • Road Kills o Nester 104 105 oooo Population 106 (Die Zahl der Schwalbennester an Straßenbrücken, weiße Kreise, ist ein Maß für die Anzahl der Schwalben.) Road Kills 107 108 109 Flügellänge Biologie Q2 LK - Evolution Klausur Nr. 1 110 (mm) -40000 35000 30000 25000 20000 15000 10000 5000 111 112 schwalben-Nester Anzahl Fahlstirn- 2113 durchschnittliche Flügellänge (mm) 113, 111- 109 107 105 103 B O • Road Kills o Population --- 1984 1988 1992 1996 2000 2004 2008 2012 Jahr Abbildung 3: Flügellängen der durch Straßenverkehr getöteten Fahlstirnschwalben (1983 - 2012) im Vergleich zu den Flügellängen lebender Kolonievögel (A) und Entwicklung der Flügellängen im gesamten Beobachtungszeitraum (B). Biologie_Q2 LK - Evolution Klausur Nr. 1 Material Teil II: Material A: Flugverhalten insektenfressender Vögel in Abhängigkeit von der Flügelmorphologie Flügel lang; Verhältnis Flügellänge zu -breite hoch; Zeit, die der Vogel mit Fliegen verbringt, nimmt zu Flügel kürzer mit geringerem Luftwiderstand; Fähigkeit, Flugmanöver zu fliegen, nimmt zu; Zeit, die der Vogel mit Fliegen verbringt, nimmt ab z. B. Mauersegler Flügellänge 164-180 mm z. B. Fahlstirnschwalbe Flügellänge 103 - 113 mm Abbildung 1: Flugfähigkeiten in Abhängigkeit von der Flügelmorphologie (Der Stern markiert die Position eines Beuteinsektes.) z. B. Trauerfliegenschnäpper Flügellänge 75 - 84 mm Material B: Die Populationsentwicklung der Fahlstirnschwalbe in Nebraska/USA Das Verbreitungsgebiet der Fahlstirnschwalbe (Petrochelidon pyrrhonota) erstreckt sich über weite Teile der Neuen Welt. Die Brutgebiete liegen in Nordamerika, die Winterquartiere in Mittel- und Südamerika. Im Brutgebiet besiedeln Fahlstirnschwalben bevorzugt offene und strukturreiche Lebensräume. Die Brutplätze liegen an Felsen und Klippen, in städtischen Gebieten aber auch an senkrechten Strukturen von Gebäuden und Stallungen oder unter Brücken. Sie brüten in Kolonien mit einer durchschnittlichen Größe von 200 bis 300 Brut- paaren. Häufig sitzen Fahlstirnschwalben auf der Fahrbahn, wo sie mit Autos kollidieren können. Auf amerikanischen Straßen sterben jährlich etwa 80 Millionen Vögel nach Zusammenstößen mit Autos, sogenannte ,,Road Kills". Wissenschaftler erwarten, dass im Laufe der Zeit durch Selektion Individuen bevorzugt werden, die entweder lernen, Zusammenstöße mit Autos zu vermeiden, oder über morphologische Eigenschaften verfügen, die einen Zusammenstoß unwahrscheinlicher machen. Die Abbildungen 2 und 3 zeigen die Ergebnisse einer 30 Jahre andauernden Untersuchung der Fahlstirnschwalbenpopulation im Südwesten von Nebraska/USA. Es wurden lebende Kolonievögel gezählt und untersucht sowie Vögel, die im Straßenverkehr getötet worden waren. Unter diesen Road Kills sind die Geschlechter gleich verteilt und das Durchschnitts- alter entspricht dem der lebenden Kolonievögel. Achte auf eine ordentliche und lesbare Schrift. Teil I: Lemuren auf Madagaskar Aufgaben: Viel Erfolg! 1.1 Vergleichen Sie mithilfe von M1 und M2 die Lemuren (Halbaffen bzw. Feuchtnasenprimaten) mit den Echten Affen (Trockennasenprimaten). Beschreiben und vergleichen Sie dann die verschiedenen Lemurenarten Madagaskars sowie ihren jeweiligen Lebensraum. (31 Punkte) 1.2 Erläutern Sie die drei Ihnen bekannten Artkonzepte, indem Sie diese definieren und die Kritikpunkte nennen. Erläutern Sie weshalb so viele Lemurenarten auf Madagaskar nebeneinander vorkommen und koexistieren können (M1, M2, M3). (19 Punkte) 1.3 Erläutern Sie die stammesgeschichtliche Entwicklung der Lemuren und erklären Sie daran die Ihnen aus dem Unterricht bekannten Artbildungsmechanismen. Begründen Sie, dass auf Madagaskar Lemuren in zahlreichen Arten vorkommen und diese nicht auf dem afrikanischen Festland zu finden sind. (M1-M 5) (28 Punkte) Material Aufgabenteil I: M1: Halbaffen und Echte Affen Die Lemuren gehören zu den Feuchtnasenprimaten (früher als Halbaffen bezeichnet) und kommen nur auf Madagaskar vor. Der Name ist wegen ihrer oft nächtlichen Lebensweise, ihrer großen Augen und damit markanten Gesichter von den römischen Totengeistern Lemures inspiriert. Besondere Merkmale der Halbaffen sind eine zweiteilige Gebärmutter, eine Kralle an der zweiten Zehe (ansonsten Nägel) sowie ein haarfreier und feuchter Nasenspiegel. Die Eckzähne sind ähnlich groß wie die übrigen Zähne und fallen nicht weiter auf. Zu den Trockennasenprimaten (früher Echte Affen) gehören bekannte Arten wie Schimpansen, Gorillas und der Mensch, aber auch Klammerschwanzaffen und Gibbons. Sie sind in Afrika und Asien (Altweltaffen) sowie in Amerika (Neuweltaffen) verbreitet, fehlen mit Ausnahme des Menschen jedoch auf Madagaskar. Bei Trockennasenprimaten ist der Geruchssinn eher schlecht entwickelt, das Gesichtsfeld ist gut, da die Augen nach vorne gerichtet sind. Sie gebären in der Regel nur ein einzelnes Baby. Die Finger und Zehen tragen in der Regel Nägel statt Krallen. Trockennasenprimaten sind alle mit Ausnahme der Nachtaffen tagaktiv und sind meist Pflanzen- oft aber auch Allesfresser. In der Regel haben sie große Eckzähne. M2: Lemuren und Lebensräume auf Madagaskar Mohrenmaki d Larvensifaka 3 Mausmaki 2 Katta 2 Biologie Q2 LK - Evolution Klausur Nr. 1 1 3 2 Ca 200 Kilometer Fingertier Indri tropischer Regenwald Feuchtsavanne Trockensavanne Trockenwald Dornstrauch- und Sukkulentensavanne Mangrove landwirtschaftlich genutzte Flächen Teil I: Lemuren auf Madagaskar A) Inhaltliche Leistung Nr. Die Schülerin, der Schüler... 1.1 vergleicht die Lemuren mit den Echten Affen, wie folgt o.ä. ● 0 Lemuren nur auf Madagaskar; echte Affen nicht auf Madagaskar, aber Afrika, Asien, Amerika 0 Lemuren nachtaktiv, große Augen, guter Geruchssinn, feuchter Nasen- spiegel; echte Affen tagaktiv, Augen nach vorne gerichtet, trockener Nasenspiegel, eher schlechter Geruchssinn Lemuren eher klein, zweiteilige Gebärmutter, echte Affen tlw. groß, nur ein Jungtier Lemuren alle Zähne gleich, Nägel + 1 Kralle, meist Pflanzenfresser, echte Affen große Eckzähne, oft Allesfresser, nur Nägel beschreibt und vergleicht die verschiedenen Lemurenarten sowie ihren jeweiligen Lebensraum, wie folgt o.ä. Verbreitung auf der Insel: . Lebensraum: 11 Alle Lemuren kommen auf Bäumen vor Kattas sind zudem auf dem Boden, und der Graue Mausmaki in Schilf- und Buschlandschaften zu finden " Das Fingertier bevorzugt hohe Bäume und zudem Bambuswälder Körperbau: Kattas, Larvensifakas, Fingertier und Mohrenmaki besitzen alle eine Körpergröße von 40-45 cm, eine Schwanzlänge von 55-60 cm und ein Gewicht von ca. 2-3 kg Indris sind mit 10 kg und 90 cm die größten und schwersten Lemuren auf der Insel, besitzen aber einen recht kurzen Schwanz Der Graue Mausmaki ist mit 12 cm Körper- und Schwanzlänge sowie 60 g Körpergewicht der kleinste Lemur der Insel Nahrung: 11 E S Kattas, Larvensifakas, Indris und Mohrenmakis ernähren sich ausschließlich pflanzlich von Blättern, Blüten, Früchten oder auch Rinde B Der Mausmaki ernährt sich zudem von kleinen Wirbeltieren und Wirbellosen Das Fingertier klopft auf morsche/hohle Bäume und bricht sie mit den Zähnen auf, um Insekten zu finden und ernährt sich zudem von Bambusmark Aktivitätszeit: = # Kattas leben in der Trockensavanne, aber auch im Trockenwald sowie in der Dornstrauch-und Sukkulentensavanne im Süden der Insel Der Mausmaki und der Larvensifaka leben vor allem in Trockenwäldern im Westen der Insel Mohrenmaki (Norden), Fingertier und Indri besiedeln den tropischen Regenwald (Osten, weiter südlich) B Sozialverhalten: 5 Große Gruppen über 10 Tiere: Katta, Larvensifaka, Weibchen der Mausmaki · I Tagaktiv: Katta, Indri, Larvenšífaka Dämmerungsaktiv: Mohrenmaki Nachtaktiv: Fingertier, Grauer Mausmaki Kleine Gruppen: Indri, Mohrenmaki Einzelgänger: Fingertier, männliche Mausmakis max Pun 3 3 3 3 3 2 2 2 6 Die Schülerin, der Schüler... erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium Nr. Die Schülerin, der Schüler... 1.2 erläutert die drei Artkonzepte (Definition + Kritikpunkte), wie folgt o.ä. typologisches/morphologisches Artkonzept: ● 2 20 Kritik: Sexualdimorphismus nicht erklärbar + gibt Arten, die sich äußerlich kaum unterscheiden, aber verschiedene Arten bilden biologisches Artkonzept: ,,Alle Lebewesen, die sich untereinander fortpflanzen und fruchtbare Nachkommen hervorbringen, gehören zu einer Art." Kritik: getrennte Populationen einer Art können sich wegen der geographischen Isolation nicht paaren, gehören aber zu einer Art; keine Berpcksichtigung von sich asexuell fortpflanzenden Organismen a Biologie Q2 LK - Evolution Klausur Nr. 1 - Erwartungshorizont H ,,Eine Art stellt einen Typus dar, der relativ unveränderlich und von anderen Typen klar getrennt ist." /,,Arten sind Gruppen von Organismen, die sich anhand morphologischer Merkmale voneinenader unterscheiden lassen.") phylogenetisches Artkonzept: 23 ,,Eine Art ist eine Abstammungsgemeinsschaft von Populationen in einer bestimmten evolutionären Zeitspanne. Eine Art beginnt bei der Artspaltung und endet beim Aussterben aller Vertreter oder bei einer erneuten Artspaltung." Kritik: zeitliche Abgrenzung nicht geklärt; Abstammung oft unbekannt erläutert, weshalb so viele Lemurenarten auf Madagaskar nebeneinander vorkommen und koexistieren können, wie folgt o.ä. ● Madagaskar weist viele unterschiedliche Lebensräume auf (vgl. Legende der Karte Madagaskars) Unterschiedliche Arten besiedeln diese unterschiedlichen Lebensräume (zB. Larvensifaka und Katta im Trockenwald, Fingertier und Indir im tropischen Regenwald, Katta in Trockensavanne sowie Dornstrauch- und Sukkulentensavanne) Bei gleichem Lebensraum sind die Aktivitätszeiten unterschiedlich (z.B.: Larvensifaka und Katta sind tagaktiv, der Graua Mausmaki ist nachtaktiv) Stimmen Lebensraum und Aktivitätszeit überein, so ist das Nahrungss- pektrum zumindest zum Teil unterschiedlich (z.B.: Lavensifaka: Blätter, Blüten, Rinde und Früchte; Katta: Gräser, Früchte, Blüten und Rinde) Die Arten besetzen unterschiedliche ökologische Nischen Dadurch können sie aufgrund von Konkurrenzvermeidung dauerhaft koexistieren Die Schülerin, der Schüler... erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium Bp. fir Sewa dimorpinchos Punkte (2) max. Punkte 6 2 2 2 2 23 max. Punkte (2) Nr. Die Schülerin, der Schüler... 1.3 ● erläutert die stammesgeschichtliche Entwicklung der Lemuren und erklärt daran die aus dem Unterricht bekannten Artbildungsmechanismen, wie folgt o.ä. ● Madagaskar trennte sich vor 165 Millionen Jahren vom afrikanischen Kontinent und entfernte sich durch Kontinentalverschiebung von Festland ● ● 0 . ● Erst danach und nach dem Aussterben der großen Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren verbreiteten sich die Säugetiere über die Erde Der Riesenlemur gelangte damals auf die Insel. Wie genetische Analysen zeigen, ist er wahrscheinlich der Vorfahre der Biologie Q2 LK-Evolution Klausur Nr. 1 - Erwartungshorizont Lemuren Da es auf dem Festland keine Lemuren (mehr) gibt, ist zwar eine (ehemalige) geografische Isolation zu verzeichnen, nicht aber eine allopatrische Artbildung im typischen Sinne. Die ursprünglichen Lemuren konnten die unterschiedlichen Lebensräume auf Madagaskar besiedeln Durch die Besiedlung der neuen Lebensräume konnten sie der intraspezifischen-Konkurrenz ausweichen, waren nun aber auch unterschiedlichen-Selektionsfaktoren ausgesetzt, sodass sich ihre körperlichen Merkmale veränderten Durch die ökologische/Habitatisolation kam es zur sympathischen bzw. parapatrischen Artbildung, evtl. mit Hybridzone; Denkbar ist auch eine sympatrische Artbildung bei Arten mit gleichem Lebensraum, also eine Artbildung durch reproduktive Isolation im gleichen Verbreitungsgebiet Die Aufspaltung einer Stammart (hier Riesenlemur) in viele Arten (rezente Lemuren) nach Besiedlung eines neuen Lebensraums (Madagaskar) durch Besetzung neuer ökologischer Nischen nennt man adaptive Radiation Low gent, wilt definiert leklart begründet, warum auf Madagaskar Lemuren in zahlreichen Arten vorkommen, diese jedoch nicht auf dem afrikanischen Festland zu finden sind, wie folgt o.ä. begründet dass Lemuren nicht auf dem afrikanischen Festland vorkommen, da die Riesenlemuren als Vorfahren durch die Kontinental- verschiebung geografisch vom Festland getrennt waren begründet, dass Riesenlemuren (bzw. deren Vorfahren) auf dem Festland in Konkurrenz zu besser angepassten Arten wie Echten Affen (deren Vorfahren) standen und sich dort echte Affen durchgesetzten Die Schülerin, der Schüler... Der/Die Schüler/in erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium B) Darstellungsleistung Teil 1 führt seine Gedanken schlüssig, stringent und klar aus. ● strukturiert seine Darstellung sachgerecht. verwendet eine differenzierte und präzise Sprache. gestaltet seine Arbeit formal ansprechend. max. Punkte 2 2 1 2 2 2 3 7 3 7 2 2 max. Punkte (2) max. Punkte Teil II: Selektionsfaktor Straßenverkehr A) Inhaltliche Leistung Nr. 11.1 Nr. 11.2 Die Schülerin, der Schüler... skizziert mithilfe von Kurvendiagrammen die bekannten Wirkungen von Selektion auf die Merkmalsverteilung ,,Flügellänge" innerhalb einer Vogelpopulation unter Nennung der Fachbegriffe für die Selektionsformen, wie folgt o.ä. Biologie Q2 LK - Evolution Klausur Nr. 1 - Erwartungshorizont ● stabilisierende Selektion Flügellange . Individuenanzahl Die Schülerin, der Schüler... ● Ursprüngliche Population Flügellänge gerichtete Selektion Beschreibt und vergleicht das Flugverhalten insektenfressender Vögel in Abhängigkeit von der Flügelmorphologie, wie folgt o.ä. AM Flügellange aufspaltende Selektion erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium Verhältnis von Flügellänge zu Flügelbreite: Lange Flügel → hoch, kurze Flügel → niedrig Wertet die Abb. 3 aus, wie folgt o.ä.: Flügellange Die Flugdauer nimmt mit der Flügellänge zu Kürzere Flügel haben einen geringeren Luftwiderstand Steile Flugmanöver können besser mit kürzeren Flügeln geflogen werden Die Schülerin, der Schüler... fasst die Populationsentwicklung der Fahlstirnschwalben und die Entwicklung der Anzahl der Road Kills im Südwesten Nebraskas/USA kurz zusammen, wie folgt o.ä. Zwischen 1983 und 2012 nahm die Population der Fahlstirnschwalbe zu (von 10 000 auf 25 000 Nester). Im selben Zeitraum nahm die Anzahl der Road Kills von 20 auf 3 ab. Die Flügel lebender Kolonievögel sind zwischen 103 mm und 113 mm lang. Die meisten Individuen haben eine Flügellänge zwischen 107 und 108 mm (etwa 35 %). Im Straßenverkehr getötete Fahlstirnschwalben haben längere Flügel. Hier haben etwa 35 % der Vögel eine Flügellänge zwischen 109 und 110 mm. 10 % der getöteten Vögel haben eine Flügellänge von 112 mm Bei den lebenden Kolonievögeln sind das nur 3%. max. Punkte 3 12 2 222 max. Punkte (2) max. Punkte 2 2 1 2 3 Nr. 11.3 Stellt mit ihrem Wissen zur Evolution einen Zusammenhang zwischen der Entwicklung der Anzahl der Road Kills und der Entwicklung der Flügellänge von Fahlstirnschwalben dar und geben Sie an, welche Selektionsform vorliegt, wie folgt o.ä. ● Mutation und Rekombination führen zu variablen Merkmalen, hier im Bereich der Morphologie der Flügellänge der Fahlstirnschwalbe (vgl. Abbildung 3). Der Straßenverkehr wirkt als Selektionsfaktor. ● ● Fahlstirnschwalben, die die Angepasstheit besitzen, steil auffliegen zu können, können ggf. besser vor herannahenden Autos flüchten (vgl. Abbildung 1). Das ist ein Selektionsvorteil. Diese Angepasstheit ist umso besser ausgeprägt, je kürzer die Flügel sind. ● ● ● Biologie Q2 LK - Evolution Klausur Nr. 1 - Erwartungshorizont Insgesamt nimmt die durchschnittliche Flügellänge bei lebenden Kolonievögeln im Beobachtungszeitraum ab (von 111 mm auf 107 mm), während die der Road Kills von 108 mm auf 112 mm zunimmt. ● ● . Individuen mit längeren Flügeln kollidieren eher mit Autos und sterben. Individuen mit kürzeren Flügeln überleben häufiger und pflanzen sich vermehrt fort (höhere Fitness). Damit ist das Allel für das Merkmal ,,kürzere Flügel" häufiger im Genpool vertreten, so dass über die Zeit eine Fahlstirnschwalben-Population entsteht mit im Durchschnitt kleineren Flügellängen (vgl. Abbildung 3). Ren Es liegt eine gerichtete Selektion vor. Die Schülerin, der Schüler... erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium Die Schülerin, der Schüler... nimmt Stellung zu der Aussage, dass die Anzahl der Road Kills in Nebraska abnimmt, weil die Fahlstirnschwalben lernen, Zusammenstöße mit Autos zu vermeiden, wie folgt o.ä. Grundsätzlich ist denkbar, dass Fahlstirnschwalben lernen, Kollisionen mit Autos zu vermeiden, weil sie beobachten, wie andere Vögel flüchten oder von Autos getroffen werden. Es ist ebenfalls möglich, dass Individuen Zusammenstöße mit Autos überleben und so lernen, Kollisionen zu vermeiden. In diesem Fall würde man vor allem jüngere, unerfahrene Vögel unter den Road Kills erwarten. . Auch wenn nicht ausgeschlossen werden kann, dass Fahlstirnschwalben lernen, Zusammenstöße zu vermeiden, so ist die Veränderung der durchschnittlichen Flügellänge ein deutlicher Hinweis darauf, dass in Nebraska ein Evolutionsprozess zu beobachten ist, bei dem der Straßenverkehr als Selektionsfaktor wirkt. Die Fahlstirnschwalben werden also durch evolutive Prozesse besser angepasst, wofür auch der Befund spricht, dass das Durchschnittsalter der getöteten Vögel dem der lebenden Kolonievögel entspricht. 2 2 3 12 1 12 2 1 max. Punkte (2) max. Punkte 8 M3: Lemuren-Steckbriefe Katta Größe: Körper 40 cm; Schwanz 56 cm; Körpermasse: 2,2 kg; Nahrung: Blüten, Früchte, Gräser, Rinde; Lebensweise: tagaktiv, Zusammenleben in Gruppen von 20 bis 30 Tieren; Lebensraum: Boden und Bäume Fingertier Größe: Körper 40 cm, Schwanz 55 cm; Körpermasse: 2,6 kg; Nahrung: Käferlarven hinter Baumrinde, Insekten, Bambusmark; Lebensweise: nachtaktiv, Einzelgänger; Lebensraum: hohe Bäume oder Bambuswälder Das Fingertier klopft auf morsche oder hohle Bäume, um Nahrung zu finden. Mit den meißel- artigen Schneidezähnen wird anschließend das Holz aufgebrochen. Biologie Q2 LK-Evolution Klausur Nr. 1 Arten. Indri Größe: Körper 90 cm, Schwanz 5 cm; Körpermasse: 10kg; Nahrung: Früchte, Blätter; Lebensweise: tagaktiv, Zusammenleben in Gruppen von fünf Tieren (Paar mit Jungtieren); Lebensraum: Bäume Grauer Mausmaki Größe: Körper 12 cm, Schwanz 12 cm; Körpermasse: 60 g; Nahrung: Früchte, Insekten, Spinnen, kleine Wirbeltiere; Lebensweise: nachtaktiv, Männchen sind Einzel- gänger, Weibchen bilden mit Jungtieren Gruppen von bis zu 15 Tieren; Lebensraum: Bäume, außerdem Schilf- und Buschlandschaften Larvensifaka Größe: Körper 45 cm, Schwanz 55 cm; Körpermasse: 3,3 kg; Nahrung: Blätter, Blüten, Rinde, Früchte; Lebensweise: tagaktiv, Zusammenleben in Verwandtengruppen von bis zu 15 Tieren; Lebensraum: Bäume Mohrenmaki Größe: Körper 45 cm, Schwanz 60 cm; Körpermasse: 2 kg; Nahrung: Blätter, Früchte; Lebensweise: dämme- rungsaktiv, Zusammen- leben in Verwandten- gruppen von vier bis sechs Tieren; Lebensraum: Bäume Die Weibchen der Mohrenmakis sind rotbraun, die Männchen durchgehend schwarz gefärbt. M4: Vorfahren der Lemuren Säugetiere verbreiteten sich nach dem Aussterben der großen Dinosaurier vor etwa 65 Millionen Jahren über die Erde. Einige Vertreter der Säugetiere erreichten auf diesem Weg auch Madagaskar. Zu ihnen gehörten Vertreter der Riesenlemuren, die vor etwa 2000 Jahren ausgestorben sind. Diese Tiere waren Greifkletterer und fraßen Blätter. Genetische Analysen von Überresten der Riesenlemuren ergaben große Übereinstimmungen mit Proben vieler rezenter (= noch lebender) Biologie Q2 LK-Evolution Klausur Nr. 1 M5: Die Entstehung Madagaskars Madagaskar ist die viertgrößte Insel der Erde und liegt etwa 400 Kilometer östlich vom afrikanischen Festland. Sie ist nicht vulkanischen Ursprungs, sondern entstand aufgrund der Kontinentalverschiebung. Bereits vor 165 Millionen Jahren trennte sich die Insel Madagaskar vom afrikanischen Festland, erreichte jedoch erst vor 60 Millionen Jahren die Lage, die etwa ihrer heutigen geografischen Position entspricht. Nordamerika Sudamerika d vor 60 Millionen Jahren amerika Afrits ardamerika vor 165 Millionen Jahren Eurasie La vor 220 Millionen Jahren Afrika Prim Indien Madagaskar ukas Australien Indien Australien

Evolution - Arten und Selektion

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Evolution - Arten und Selektion

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Kommentare (3)

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So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

- Glossar über die wichtigsten Fachbegriffe - Evolutionstheorien (Darwin, Cuvier, Lamarck, Wallace) - Artkonzepte - Artbildungskonzepte - Selektionsformen - Hardy-Weinberg-Gleichgewicht Beispielklausur (Biologie) + Erwartungshorizont

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Klausurvorbereitung – Evolution Glossar - Grundbegriffe Fachbegriff Varietäten Biologische Fitness Selektion Sexuelle Selektion Selektionsdruck Künstliche Selektion Bewusst durch den Menschen beabsich- tigte Selektion um bestimmte Merkmals- ausprägungen zu erhalten um aus dieser einen Nutzen zu ziehen Adaptive Radiation Definition Nachkommen der Lebewesen unterscheiden sich durch Mutation und Rekombination Natürliche Selektion Prozess, der zum Überleben des am besten => Giraffen mit einem langen an seine Umwelt angepassten Lebewesen führt (,, survival of the fittest") Hals besitzen eine hohe Fitness und konnten sich so evolutiv durchsetzen/fortpflanzen; Merkmal einer kurzen Halses ist aus dem Genpool verschwinden Population Maß für die Anzahl von Genen, die ein Individuum durch die eigene Fortpflan- zung oder durch die Unterstützung von Verwandten in den Genpool der nächsten Generation einbringt Genpool Auslese/Fortentwicklung durch Überleben / des biologisch fittesten Individuums Beispiel In der ersten Filialgeneration einer Pinguinpopulation gibt es durch Mutationen und Rekom- binationen verschiedene Schna- belgrößen Einwirkung/Druck eines Selektionsfaktors auf eine Population; Druck evolutionäre Selektion vorzunehmen um Art vor Aussterben zu schützen Giraffen mit einem langen Hals gelangen besser an die an hohen Bäumen hängende Nahrung => Besitzen eine hohe biologische Fitness Evolutive Anpassung einer Art an ihre Umwelt Individuen, die besser an die Männliche Pfauen mit einem Umweltbedingungen angepasst sind, großen Fächer sind für Weib- weisen eine höhere Fortpflanzungsrate auf chen attraktiver=> Höhere => Merkmal, welches zu besserer Anpassung führt, ist in der nächsten Generation stärker vertreten Fortpflanzungsrate; Diese Merkmalsausprägung ist in der nächsten Generation stärker vertreten Eine Gruppe einer Art, die in einem Habitat leben und sich miteinander fortpflanzen Alle Gene einer Population Kühe, die viel Milch geben, werden eher befruchtet, als solche die verhältnismäßig wenig Milch...

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geben Giraffen mit kurzem Hals können, aufgrund der deutlich erschwerten Nahrungssuche nicht lange überleben => Dringlichkeit Giraffen mit langen Hals zu selektieren Alle Gene in einer Elefantenpopulation Mutation Rekombination Interchromosomale Rekombination Intrachromosomale Rekombination Migration Gendrift/genetische Drift Adaptive Radiation Polymorphismus Polyploidisierung Gründereffekt Vererbbare Veränderungen der Spontanmutation, Nukleotidsequenzen der DNA oder ganzer Keimbahnmutation, Chromosomen Rastermutation Flaschenhalseffekt Vorgänge, welche während der Meiose oder der Befruchtung zu einer neuen Allelkombination führen Neuverteilung der Chromosomen, welche / während der Meta-/Anaphase I geschieht Austausch von Chromosomenstücken zwischen homologen Chromosomen durch das Crossing-Over, während der Prophase I Sexualdimorphismus Unterschiede in der phänotypischen Erscheinung (Sekundäre Geschlechts- organe, bsp.: Körperbau, etc.) zwischen geschlechtsdifferenzierten Individuen Zu- und Abwanderung von Individuen in/aus einer Population Veränderung des Genpools einer Population durch Zufallsprozesse Evolutive Anpassung einer Art an die Umwelt Vorliegen eines Gens, das für ein Merkmal codiert, in mehreren Allelen innerhalb einer Population Nummerische Vervielfachung von Chromosomen während des Meiose- Prozesses; Bei Säugetieren nicht möglich Wenn eine Population ein neues Habitat besiedelt, stammen alle Nachkommen oft nur von einem Weibchen ab; Diese gene- tische Variabilität repräsentiert aber nur ei- ner Teil der Vielfalt der Ausgangspopu- lation / Starke Verarmung der genetischen Varia- bilität, aufgrund einer extremen Dezimierung der Populationsgröße Ein Elefant migriert in eine fremde Elefantenpopulation => Trägt neue Merkmalsaus- prägungen die Population ein Durch eine Mutation ändert sich die Allelfrequenz einer Wolfspopulation Darwinfinken passen Schnabel- stärke an ihre Nahrung an Weibliche Leuchtkäfer besitzen keine Flügel und können folg- lich auch nicht fliegen; Männ- chen jedoch können fliegen / Während der Meiose verdrei- facht sich der Chromosomen- satz einer Zygote durch Zufalls- prozesse Durch eine allopratische Art- bildung, spaltet sich eine Ech- senpopulation; Eine der Grup- pen habitiert auf einer Insel; Hier existiert nur ein weibliches Individuum=> Alle Nachkommen stammen von ihr ab; Hat keinen Aussagewert über die Allelfre-quenz der Ausgangspopulation Durch eine sympratische Artbil- dung hat sich die Populations- größe Frösche drastisch reduziert => Die genetische Variabilität dezimiert sich Evolutionstheorien Evolutionstheoretiker Jean Baptiste de Lamarck (1744-1829) Georges Baron de Cuvier (1769-1832) Charles Robert Darwin (1809-1882) Alfred Russel Wallace (1823-1913) Artkonzepte Name Biologisches Artkonzept (Heute etabliert) Theorie Typologisches/Morphologisches Artkonzept ● ● Stufentheorie des Lebens Individuen einer Art entwickeln sich von einfachen zu komplexeren Lebewesen ■ Der häufige Gebrauch eines Organs, stärkt es Der Nichtgebrauch eines Organs, lässt es verschwinden Erwerb/Verlust eines Organs werden an die nachfolgenden Generationen vererbt Theorie heute widerlegt O O proportional Verfechter der Katastrophentheorie O Das Aussterben von Arten bedingt eine Katastrophe (Bsp.: Naturkatastrophe) O Theorie heute widerlegt ,,Survival of the fittest" Erkannte das zufällige Auftreten neuer Arten O Konnte es aber nicht begründen Arten sind nicht selbstständig entstanden O Stammen von anderen Arten ab Alle Lebewesen stammen von einem gemeinsamen Ursprung ab Erkannte das zufällige Auftreten neuer Arten O Konnte es aber nicht begründen Arten sind nicht selbstständig entstanden O Stammen von anderen Arten ab Alle Lebewesen stammen von einem gemeinsamen Ursprung ab Darwin konnte seine Theorie aber zuerst publizieren O Wallace wird heute nur als Verfechter, nicht aber als Begründer der Theorie genannt Faktoren Mitglieder einer Art können fruchtbare Nachkommen zeugen Genpools zweier Arten sind voneinander isoliert Vegetativ fortpflanzende Organismen sind hier mit eingeschlossen Mitglieder einer Art stellen einen gemeinsamen Typus, der klar von dem anderer Arten abweicht Individuen einer Art mit hohem Sexualdimorphismus (bsp. Leuchtkäfer) Phylogenetisches Artkonzept Artbildungskonzepte Name Allopratische Artbildung Sympratische Artbildung Selektionsformen Name Stabilisierende Selektion Beispiel unterscheiden sich stark voneinander Theorie widerlegt O Eine Art ist eine Abstammungs- gemeinschaft von Populationen in einer bestimmten evolutionären Zeitspanne Eine Art beginnt mit der Artspaltung und endet mit dem Aussterben aller Indi- viduen oder einer erneuten Artspaltung Klärt nicht welche Populationen zu einer Art gehören Merkmale 1. Räumliche Trennung einzelner Populationen, oft durch natürliche Barriere (Wüste, Fluss, etc.) O Es entstehen zwei voneinander getrennte Genpools => Paarungen zwischen beiden Populationen sind nicht mehr möglich 2. Durch die Gendrift, unterscheiden sich die Allelfrequenzen der beiden Population immer weiter O Durch Polyploidisierung, kann sich nun die Chromosomenanzahl vervielfachen Wenn die zwei Populationen nun keine fruchtbaren Nachkommen mehr zeugen können, sind zwei Schwesterarten entstanden 1. Zwei Individuen, verschiedener Arten paaren sich => Ein unfruchtbarer Hybrid entsteht O Wenn Polyploidisierung geschieht, können Organismen sich vegetativ fortpflanzen Flügelgröße Vögel mit einer großen oder kleinen weisen eine geringere Flugfähigkeit auf O => Vögel mit kleinen oder großen Flügeln werden selektiert und sterben aus Anzahl der Individuen (Graph) Häufigkeit Individuen vor und nach Selektion Selektionsdruck N Gerichtete Selektion Disruptive Selektion Variablen ● Allelfrequenz (Parentalgeneration; 1000 Individuen => 2000 Allele) Wahrscheinlichkeit für Genotypen (Erste Filialgeneration) Allelfrequenz (Erste Filialgeneration) Gesetz Auf windigen Inseln über- leben mehr stummelflügelige oder flügellose Insekten als Insekten mit Flügeln => Insekten mit Flügeln werden selektiert und sterben mit der Zeit aus Hardy-Weinberg-Gleichgewicht Bedingungen einer Idealpopulation (in der Natur nicht zu finden) O Darwinfinken benötigen entweder für das Knacken von Nüssen einen kräf- tigen oder für das Fressen von Insekten einen feinen/ schmalen Schnabel O => Darwinfinken mit einer mittleren Schnabelkraft, werden selektiert und sterben mit der Zeit aus ● ● ● ● ● ● ● ● Haufigkeit Individuen Disruptive Selektion Häufigkeit Individuen vor und nach Selektion Zufällige Paarungen Große Population Keine Zu- oder Abwanderung Keine Mutation Keine Selektion Selektionsdruck p= Homozygot dominante Frequenz (Hier: 810x) q= Homozygot rezessive Frequenz (Hier: 10x) pq= Heterozygote Frequenz (Hier: 180x) g= Anzahl von Populationsindividuen AA: p²-0,9²-0,81-81% Aa: 2pq=2x0,9x0,1-0,18-18% aa: q²=0,1²=0,01=1% Belektionsdruc A: (2p+pq)/g = (2x810+180)/2000 = 0,9=90% a: (2q+pq)/g = (2x10+180)/2000 = 0,1=10% p²+2pq+q²=1; 0,81+0,18+0,01=1 A: p²+2pq/2=0,81+0,18/2=0,9=90% a: q2+2pq/2=0,01+0,18/2=0,1=10% In einer Idealpopulation bleiben die Wahrscheinlichkeiten der Allelfrequenz und der Genotypenhäufigkeit eines Genpools konstant Teil II: Selektionsfaktor Straßenverkehr? Aufgaben: II.1 Skizzieren Sie mithilfe von Kurvendiagrammen die Ihnen bekannten möglichen Wirkungen von Selektion auf die Merkmalsverteilung ,,Flügellänge" innerhalb einer Vogelpopulation unter Nennung der Fachbegriffe für die Selektionsformen. (Denken Sie auch an die Skizze der ursprünglichen Population.) Beschreiben und vergleichen Sie das Flugverhalten insektenfressender Vögel in Abhängigkeit von der Flügelmorphologie (Material A). 11.2 Biologie Q2 LK - Evolution Klausur Nr. 1 11.3 (23 Punkte) Fassen Sie die Populationsentwicklung der Fahlstirnschwalben und die Entwicklung der Anzahl der Road Kills im Südwesten Nebraskas/USA (Material B, Abb. 2) kurz zusammen. Werten Sie die Abb. 3 (Material B, Teil A + B) aus. Stellen Sie mit Ihrem Wissen zur Evolution einen Zusammenhang zwischen der Entwicklung der Anzahl der Road Kills und der Entwicklung der Flügellänge von Fahlstirnschwalben dar und nennen Sie die vorliegende Selektionsform (Material A + B). (27 Punkte) Nehmen Sie kurz Stellung zu der Aussage, dass die Anzahl der Road Kills in Nebraska abnimmt, weil die Fahlstirnschwalben lernen, Zusammenstöße mit Autos zu vermeiden (Material A + B). (8 Punkte) Anzahl Road Kills 20₁ 16- 12- 000 A Fahlstirnschwalben (%) 410 0- 0 1984 1988 1992 1996 2000 2004 2008 2012 Jahr 18, 864208 Abbildung 2: Populationsentwicklung der Fahlstirnschwalbe in der Nähe von Straßen 16 6 ≤ 103 • Road Kills o Nester 104 105 oooo Population 106 (Die Zahl der Schwalbennester an Straßenbrücken, weiße Kreise, ist ein Maß für die Anzahl der Schwalben.) Road Kills 107 108 109 Flügellänge Biologie Q2 LK - Evolution Klausur Nr. 1 110 (mm) -40000 35000 30000 25000 20000 15000 10000 5000 111 112 schwalben-Nester Anzahl Fahlstirn- 2113 durchschnittliche Flügellänge (mm) 113, 111- 109 107 105 103 B O • Road Kills o Population --- 1984 1988 1992 1996 2000 2004 2008 2012 Jahr Abbildung 3: Flügellängen der durch Straßenverkehr getöteten Fahlstirnschwalben (1983 - 2012) im Vergleich zu den Flügellängen lebender Kolonievögel (A) und Entwicklung der Flügellängen im gesamten Beobachtungszeitraum (B). Biologie_Q2 LK - Evolution Klausur Nr. 1 Material Teil II: Material A: Flugverhalten insektenfressender Vögel in Abhängigkeit von der Flügelmorphologie Flügel lang; Verhältnis Flügellänge zu -breite hoch; Zeit, die der Vogel mit Fliegen verbringt, nimmt zu Flügel kürzer mit geringerem Luftwiderstand; Fähigkeit, Flugmanöver zu fliegen, nimmt zu; Zeit, die der Vogel mit Fliegen verbringt, nimmt ab z. B. Mauersegler Flügellänge 164-180 mm z. B. Fahlstirnschwalbe Flügellänge 103 - 113 mm Abbildung 1: Flugfähigkeiten in Abhängigkeit von der Flügelmorphologie (Der Stern markiert die Position eines Beuteinsektes.) z. B. Trauerfliegenschnäpper Flügellänge 75 - 84 mm Material B: Die Populationsentwicklung der Fahlstirnschwalbe in Nebraska/USA Das Verbreitungsgebiet der Fahlstirnschwalbe (Petrochelidon pyrrhonota) erstreckt sich über weite Teile der Neuen Welt. Die Brutgebiete liegen in Nordamerika, die Winterquartiere in Mittel- und Südamerika. Im Brutgebiet besiedeln Fahlstirnschwalben bevorzugt offene und strukturreiche Lebensräume. Die Brutplätze liegen an Felsen und Klippen, in städtischen Gebieten aber auch an senkrechten Strukturen von Gebäuden und Stallungen oder unter Brücken. Sie brüten in Kolonien mit einer durchschnittlichen Größe von 200 bis 300 Brut- paaren. Häufig sitzen Fahlstirnschwalben auf der Fahrbahn, wo sie mit Autos kollidieren können. Auf amerikanischen Straßen sterben jährlich etwa 80 Millionen Vögel nach Zusammenstößen mit Autos, sogenannte ,,Road Kills". Wissenschaftler erwarten, dass im Laufe der Zeit durch Selektion Individuen bevorzugt werden, die entweder lernen, Zusammenstöße mit Autos zu vermeiden, oder über morphologische Eigenschaften verfügen, die einen Zusammenstoß unwahrscheinlicher machen. Die Abbildungen 2 und 3 zeigen die Ergebnisse einer 30 Jahre andauernden Untersuchung der Fahlstirnschwalbenpopulation im Südwesten von Nebraska/USA. Es wurden lebende Kolonievögel gezählt und untersucht sowie Vögel, die im Straßenverkehr getötet worden waren. Unter diesen Road Kills sind die Geschlechter gleich verteilt und das Durchschnitts- alter entspricht dem der lebenden Kolonievögel. Achte auf eine ordentliche und lesbare Schrift. Teil I: Lemuren auf Madagaskar Aufgaben: Viel Erfolg! 1.1 Vergleichen Sie mithilfe von M1 und M2 die Lemuren (Halbaffen bzw. Feuchtnasenprimaten) mit den Echten Affen (Trockennasenprimaten). Beschreiben und vergleichen Sie dann die verschiedenen Lemurenarten Madagaskars sowie ihren jeweiligen Lebensraum. (31 Punkte) 1.2 Erläutern Sie die drei Ihnen bekannten Artkonzepte, indem Sie diese definieren und die Kritikpunkte nennen. Erläutern Sie weshalb so viele Lemurenarten auf Madagaskar nebeneinander vorkommen und koexistieren können (M1, M2, M3). (19 Punkte) 1.3 Erläutern Sie die stammesgeschichtliche Entwicklung der Lemuren und erklären Sie daran die Ihnen aus dem Unterricht bekannten Artbildungsmechanismen. Begründen Sie, dass auf Madagaskar Lemuren in zahlreichen Arten vorkommen und diese nicht auf dem afrikanischen Festland zu finden sind. (M1-M 5) (28 Punkte) Material Aufgabenteil I: M1: Halbaffen und Echte Affen Die Lemuren gehören zu den Feuchtnasenprimaten (früher als Halbaffen bezeichnet) und kommen nur auf Madagaskar vor. Der Name ist wegen ihrer oft nächtlichen Lebensweise, ihrer großen Augen und damit markanten Gesichter von den römischen Totengeistern Lemures inspiriert. Besondere Merkmale der Halbaffen sind eine zweiteilige Gebärmutter, eine Kralle an der zweiten Zehe (ansonsten Nägel) sowie ein haarfreier und feuchter Nasenspiegel. Die Eckzähne sind ähnlich groß wie die übrigen Zähne und fallen nicht weiter auf. Zu den Trockennasenprimaten (früher Echte Affen) gehören bekannte Arten wie Schimpansen, Gorillas und der Mensch, aber auch Klammerschwanzaffen und Gibbons. Sie sind in Afrika und Asien (Altweltaffen) sowie in Amerika (Neuweltaffen) verbreitet, fehlen mit Ausnahme des Menschen jedoch auf Madagaskar. Bei Trockennasenprimaten ist der Geruchssinn eher schlecht entwickelt, das Gesichtsfeld ist gut, da die Augen nach vorne gerichtet sind. Sie gebären in der Regel nur ein einzelnes Baby. Die Finger und Zehen tragen in der Regel Nägel statt Krallen. Trockennasenprimaten sind alle mit Ausnahme der Nachtaffen tagaktiv und sind meist Pflanzen- oft aber auch Allesfresser. In der Regel haben sie große Eckzähne. M2: Lemuren und Lebensräume auf Madagaskar Mohrenmaki d Larvensifaka 3 Mausmaki 2 Katta 2 Biologie Q2 LK - Evolution Klausur Nr. 1 1 3 2 Ca 200 Kilometer Fingertier Indri tropischer Regenwald Feuchtsavanne Trockensavanne Trockenwald Dornstrauch- und Sukkulentensavanne Mangrove landwirtschaftlich genutzte Flächen Teil I: Lemuren auf Madagaskar A) Inhaltliche Leistung Nr. Die Schülerin, der Schüler... 1.1 vergleicht die Lemuren mit den Echten Affen, wie folgt o.ä. ● 0 Lemuren nur auf Madagaskar; echte Affen nicht auf Madagaskar, aber Afrika, Asien, Amerika 0 Lemuren nachtaktiv, große Augen, guter Geruchssinn, feuchter Nasen- spiegel; echte Affen tagaktiv, Augen nach vorne gerichtet, trockener Nasenspiegel, eher schlechter Geruchssinn Lemuren eher klein, zweiteilige Gebärmutter, echte Affen tlw. groß, nur ein Jungtier Lemuren alle Zähne gleich, Nägel + 1 Kralle, meist Pflanzenfresser, echte Affen große Eckzähne, oft Allesfresser, nur Nägel beschreibt und vergleicht die verschiedenen Lemurenarten sowie ihren jeweiligen Lebensraum, wie folgt o.ä. Verbreitung auf der Insel: . Lebensraum: 11 Alle Lemuren kommen auf Bäumen vor Kattas sind zudem auf dem Boden, und der Graue Mausmaki in Schilf- und Buschlandschaften zu finden " Das Fingertier bevorzugt hohe Bäume und zudem Bambuswälder Körperbau: Kattas, Larvensifakas, Fingertier und Mohrenmaki besitzen alle eine Körpergröße von 40-45 cm, eine Schwanzlänge von 55-60 cm und ein Gewicht von ca. 2-3 kg Indris sind mit 10 kg und 90 cm die größten und schwersten Lemuren auf der Insel, besitzen aber einen recht kurzen Schwanz Der Graue Mausmaki ist mit 12 cm Körper- und Schwanzlänge sowie 60 g Körpergewicht der kleinste Lemur der Insel Nahrung: 11 E S Kattas, Larvensifakas, Indris und Mohrenmakis ernähren sich ausschließlich pflanzlich von Blättern, Blüten, Früchten oder auch Rinde B Der Mausmaki ernährt sich zudem von kleinen Wirbeltieren und Wirbellosen Das Fingertier klopft auf morsche/hohle Bäume und bricht sie mit den Zähnen auf, um Insekten zu finden und ernährt sich zudem von Bambusmark Aktivitätszeit: = # Kattas leben in der Trockensavanne, aber auch im Trockenwald sowie in der Dornstrauch-und Sukkulentensavanne im Süden der Insel Der Mausmaki und der Larvensifaka leben vor allem in Trockenwäldern im Westen der Insel Mohrenmaki (Norden), Fingertier und Indri besiedeln den tropischen Regenwald (Osten, weiter südlich) B Sozialverhalten: 5 Große Gruppen über 10 Tiere: Katta, Larvensifaka, Weibchen der Mausmaki · I Tagaktiv: Katta, Indri, Larvenšífaka Dämmerungsaktiv: Mohrenmaki Nachtaktiv: Fingertier, Grauer Mausmaki Kleine Gruppen: Indri, Mohrenmaki Einzelgänger: Fingertier, männliche Mausmakis max Pun 3 3 3 3 3 2 2 2 6 Die Schülerin, der Schüler... erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium Nr. Die Schülerin, der Schüler... 1.2 erläutert die drei Artkonzepte (Definition + Kritikpunkte), wie folgt o.ä. typologisches/morphologisches Artkonzept: ● 2 20 Kritik: Sexualdimorphismus nicht erklärbar + gibt Arten, die sich äußerlich kaum unterscheiden, aber verschiedene Arten bilden biologisches Artkonzept: ,,Alle Lebewesen, die sich untereinander fortpflanzen und fruchtbare Nachkommen hervorbringen, gehören zu einer Art." Kritik: getrennte Populationen einer Art können sich wegen der geographischen Isolation nicht paaren, gehören aber zu einer Art; keine Berpcksichtigung von sich asexuell fortpflanzenden Organismen a Biologie Q2 LK - Evolution Klausur Nr. 1 - Erwartungshorizont H ,,Eine Art stellt einen Typus dar, der relativ unveränderlich und von anderen Typen klar getrennt ist." /,,Arten sind Gruppen von Organismen, die sich anhand morphologischer Merkmale voneinenader unterscheiden lassen.") phylogenetisches Artkonzept: 23 ,,Eine Art ist eine Abstammungsgemeinsschaft von Populationen in einer bestimmten evolutionären Zeitspanne. Eine Art beginnt bei der Artspaltung und endet beim Aussterben aller Vertreter oder bei einer erneuten Artspaltung." Kritik: zeitliche Abgrenzung nicht geklärt; Abstammung oft unbekannt erläutert, weshalb so viele Lemurenarten auf Madagaskar nebeneinander vorkommen und koexistieren können, wie folgt o.ä. ● Madagaskar weist viele unterschiedliche Lebensräume auf (vgl. Legende der Karte Madagaskars) Unterschiedliche Arten besiedeln diese unterschiedlichen Lebensräume (zB. Larvensifaka und Katta im Trockenwald, Fingertier und Indir im tropischen Regenwald, Katta in Trockensavanne sowie Dornstrauch- und Sukkulentensavanne) Bei gleichem Lebensraum sind die Aktivitätszeiten unterschiedlich (z.B.: Larvensifaka und Katta sind tagaktiv, der Graua Mausmaki ist nachtaktiv) Stimmen Lebensraum und Aktivitätszeit überein, so ist das Nahrungss- pektrum zumindest zum Teil unterschiedlich (z.B.: Lavensifaka: Blätter, Blüten, Rinde und Früchte; Katta: Gräser, Früchte, Blüten und Rinde) Die Arten besetzen unterschiedliche ökologische Nischen Dadurch können sie aufgrund von Konkurrenzvermeidung dauerhaft koexistieren Die Schülerin, der Schüler... erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium Bp. fir Sewa dimorpinchos Punkte (2) max. Punkte 6 2 2 2 2 23 max. Punkte (2) Nr. Die Schülerin, der Schüler... 1.3 ● erläutert die stammesgeschichtliche Entwicklung der Lemuren und erklärt daran die aus dem Unterricht bekannten Artbildungsmechanismen, wie folgt o.ä. ● Madagaskar trennte sich vor 165 Millionen Jahren vom afrikanischen Kontinent und entfernte sich durch Kontinentalverschiebung von Festland ● ● 0 . ● Erst danach und nach dem Aussterben der großen Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren verbreiteten sich die Säugetiere über die Erde Der Riesenlemur gelangte damals auf die Insel. Wie genetische Analysen zeigen, ist er wahrscheinlich der Vorfahre der Biologie Q2 LK-Evolution Klausur Nr. 1 - Erwartungshorizont Lemuren Da es auf dem Festland keine Lemuren (mehr) gibt, ist zwar eine (ehemalige) geografische Isolation zu verzeichnen, nicht aber eine allopatrische Artbildung im typischen Sinne. Die ursprünglichen Lemuren konnten die unterschiedlichen Lebensräume auf Madagaskar besiedeln Durch die Besiedlung der neuen Lebensräume konnten sie der intraspezifischen-Konkurrenz ausweichen, waren nun aber auch unterschiedlichen-Selektionsfaktoren ausgesetzt, sodass sich ihre körperlichen Merkmale veränderten Durch die ökologische/Habitatisolation kam es zur sympathischen bzw. parapatrischen Artbildung, evtl. mit Hybridzone; Denkbar ist auch eine sympatrische Artbildung bei Arten mit gleichem Lebensraum, also eine Artbildung durch reproduktive Isolation im gleichen Verbreitungsgebiet Die Aufspaltung einer Stammart (hier Riesenlemur) in viele Arten (rezente Lemuren) nach Besiedlung eines neuen Lebensraums (Madagaskar) durch Besetzung neuer ökologischer Nischen nennt man adaptive Radiation Low gent, wilt definiert leklart begründet, warum auf Madagaskar Lemuren in zahlreichen Arten vorkommen, diese jedoch nicht auf dem afrikanischen Festland zu finden sind, wie folgt o.ä. begründet dass Lemuren nicht auf dem afrikanischen Festland vorkommen, da die Riesenlemuren als Vorfahren durch die Kontinental- verschiebung geografisch vom Festland getrennt waren begründet, dass Riesenlemuren (bzw. deren Vorfahren) auf dem Festland in Konkurrenz zu besser angepassten Arten wie Echten Affen (deren Vorfahren) standen und sich dort echte Affen durchgesetzten Die Schülerin, der Schüler... Der/Die Schüler/in erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium B) Darstellungsleistung Teil 1 führt seine Gedanken schlüssig, stringent und klar aus. ● strukturiert seine Darstellung sachgerecht. verwendet eine differenzierte und präzise Sprache. gestaltet seine Arbeit formal ansprechend. max. Punkte 2 2 1 2 2 2 3 7 3 7 2 2 max. Punkte (2) max. Punkte Teil II: Selektionsfaktor Straßenverkehr A) Inhaltliche Leistung Nr. 11.1 Nr. 11.2 Die Schülerin, der Schüler... skizziert mithilfe von Kurvendiagrammen die bekannten Wirkungen von Selektion auf die Merkmalsverteilung ,,Flügellänge" innerhalb einer Vogelpopulation unter Nennung der Fachbegriffe für die Selektionsformen, wie folgt o.ä. Biologie Q2 LK - Evolution Klausur Nr. 1 - Erwartungshorizont ● stabilisierende Selektion Flügellange . Individuenanzahl Die Schülerin, der Schüler... ● Ursprüngliche Population Flügellänge gerichtete Selektion Beschreibt und vergleicht das Flugverhalten insektenfressender Vögel in Abhängigkeit von der Flügelmorphologie, wie folgt o.ä. AM Flügellange aufspaltende Selektion erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium Verhältnis von Flügellänge zu Flügelbreite: Lange Flügel → hoch, kurze Flügel → niedrig Wertet die Abb. 3 aus, wie folgt o.ä.: Flügellange Die Flugdauer nimmt mit der Flügellänge zu Kürzere Flügel haben einen geringeren Luftwiderstand Steile Flugmanöver können besser mit kürzeren Flügeln geflogen werden Die Schülerin, der Schüler... fasst die Populationsentwicklung der Fahlstirnschwalben und die Entwicklung der Anzahl der Road Kills im Südwesten Nebraskas/USA kurz zusammen, wie folgt o.ä. Zwischen 1983 und 2012 nahm die Population der Fahlstirnschwalbe zu (von 10 000 auf 25 000 Nester). Im selben Zeitraum nahm die Anzahl der Road Kills von 20 auf 3 ab. Die Flügel lebender Kolonievögel sind zwischen 103 mm und 113 mm lang. Die meisten Individuen haben eine Flügellänge zwischen 107 und 108 mm (etwa 35 %). Im Straßenverkehr getötete Fahlstirnschwalben haben längere Flügel. Hier haben etwa 35 % der Vögel eine Flügellänge zwischen 109 und 110 mm. 10 % der getöteten Vögel haben eine Flügellänge von 112 mm Bei den lebenden Kolonievögeln sind das nur 3%. max. Punkte 3 12 2 222 max. Punkte (2) max. Punkte 2 2 1 2 3 Nr. 11.3 Stellt mit ihrem Wissen zur Evolution einen Zusammenhang zwischen der Entwicklung der Anzahl der Road Kills und der Entwicklung der Flügellänge von Fahlstirnschwalben dar und geben Sie an, welche Selektionsform vorliegt, wie folgt o.ä. ● Mutation und Rekombination führen zu variablen Merkmalen, hier im Bereich der Morphologie der Flügellänge der Fahlstirnschwalbe (vgl. Abbildung 3). Der Straßenverkehr wirkt als Selektionsfaktor. ● ● Fahlstirnschwalben, die die Angepasstheit besitzen, steil auffliegen zu können, können ggf. besser vor herannahenden Autos flüchten (vgl. Abbildung 1). Das ist ein Selektionsvorteil. Diese Angepasstheit ist umso besser ausgeprägt, je kürzer die Flügel sind. ● ● ● Biologie Q2 LK - Evolution Klausur Nr. 1 - Erwartungshorizont Insgesamt nimmt die durchschnittliche Flügellänge bei lebenden Kolonievögeln im Beobachtungszeitraum ab (von 111 mm auf 107 mm), während die der Road Kills von 108 mm auf 112 mm zunimmt. ● ● . Individuen mit längeren Flügeln kollidieren eher mit Autos und sterben. Individuen mit kürzeren Flügeln überleben häufiger und pflanzen sich vermehrt fort (höhere Fitness). Damit ist das Allel für das Merkmal ,,kürzere Flügel" häufiger im Genpool vertreten, so dass über die Zeit eine Fahlstirnschwalben-Population entsteht mit im Durchschnitt kleineren Flügellängen (vgl. Abbildung 3). Ren Es liegt eine gerichtete Selektion vor. Die Schülerin, der Schüler... erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium Die Schülerin, der Schüler... nimmt Stellung zu der Aussage, dass die Anzahl der Road Kills in Nebraska abnimmt, weil die Fahlstirnschwalben lernen, Zusammenstöße mit Autos zu vermeiden, wie folgt o.ä. Grundsätzlich ist denkbar, dass Fahlstirnschwalben lernen, Kollisionen mit Autos zu vermeiden, weil sie beobachten, wie andere Vögel flüchten oder von Autos getroffen werden. Es ist ebenfalls möglich, dass Individuen Zusammenstöße mit Autos überleben und so lernen, Kollisionen zu vermeiden. In diesem Fall würde man vor allem jüngere, unerfahrene Vögel unter den Road Kills erwarten. . Auch wenn nicht ausgeschlossen werden kann, dass Fahlstirnschwalben lernen, Zusammenstöße zu vermeiden, so ist die Veränderung der durchschnittlichen Flügellänge ein deutlicher Hinweis darauf, dass in Nebraska ein Evolutionsprozess zu beobachten ist, bei dem der Straßenverkehr als Selektionsfaktor wirkt. Die Fahlstirnschwalben werden also durch evolutive Prozesse besser angepasst, wofür auch der Befund spricht, dass das Durchschnittsalter der getöteten Vögel dem der lebenden Kolonievögel entspricht. 2 2 3 12 1 12 2 1 max. Punkte (2) max. Punkte 8 M3: Lemuren-Steckbriefe Katta Größe: Körper 40 cm; Schwanz 56 cm; Körpermasse: 2,2 kg; Nahrung: Blüten, Früchte, Gräser, Rinde; Lebensweise: tagaktiv, Zusammenleben in Gruppen von 20 bis 30 Tieren; Lebensraum: Boden und Bäume Fingertier Größe: Körper 40 cm, Schwanz 55 cm; Körpermasse: 2,6 kg; Nahrung: Käferlarven hinter Baumrinde, Insekten, Bambusmark; Lebensweise: nachtaktiv, Einzelgänger; Lebensraum: hohe Bäume oder Bambuswälder Das Fingertier klopft auf morsche oder hohle Bäume, um Nahrung zu finden. Mit den meißel- artigen Schneidezähnen wird anschließend das Holz aufgebrochen. Biologie Q2 LK-Evolution Klausur Nr. 1 Arten. Indri Größe: Körper 90 cm, Schwanz 5 cm; Körpermasse: 10kg; Nahrung: Früchte, Blätter; Lebensweise: tagaktiv, Zusammenleben in Gruppen von fünf Tieren (Paar mit Jungtieren); Lebensraum: Bäume Grauer Mausmaki Größe: Körper 12 cm, Schwanz 12 cm; Körpermasse: 60 g; Nahrung: Früchte, Insekten, Spinnen, kleine Wirbeltiere; Lebensweise: nachtaktiv, Männchen sind Einzel- gänger, Weibchen bilden mit Jungtieren Gruppen von bis zu 15 Tieren; Lebensraum: Bäume, außerdem Schilf- und Buschlandschaften Larvensifaka Größe: Körper 45 cm, Schwanz 55 cm; Körpermasse: 3,3 kg; Nahrung: Blätter, Blüten, Rinde, Früchte; Lebensweise: tagaktiv, Zusammenleben in Verwandtengruppen von bis zu 15 Tieren; Lebensraum: Bäume Mohrenmaki Größe: Körper 45 cm, Schwanz 60 cm; Körpermasse: 2 kg; Nahrung: Blätter, Früchte; Lebensweise: dämme- rungsaktiv, Zusammen- leben in Verwandten- gruppen von vier bis sechs Tieren; Lebensraum: Bäume Die Weibchen der Mohrenmakis sind rotbraun, die Männchen durchgehend schwarz gefärbt. M4: Vorfahren der Lemuren Säugetiere verbreiteten sich nach dem Aussterben der großen Dinosaurier vor etwa 65 Millionen Jahren über die Erde. Einige Vertreter der Säugetiere erreichten auf diesem Weg auch Madagaskar. Zu ihnen gehörten Vertreter der Riesenlemuren, die vor etwa 2000 Jahren ausgestorben sind. Diese Tiere waren Greifkletterer und fraßen Blätter. Genetische Analysen von Überresten der Riesenlemuren ergaben große Übereinstimmungen mit Proben vieler rezenter (= noch lebender) Biologie Q2 LK-Evolution Klausur Nr. 1 M5: Die Entstehung Madagaskars Madagaskar ist die viertgrößte Insel der Erde und liegt etwa 400 Kilometer östlich vom afrikanischen Festland. Sie ist nicht vulkanischen Ursprungs, sondern entstand aufgrund der Kontinentalverschiebung. Bereits vor 165 Millionen Jahren trennte sich die Insel Madagaskar vom afrikanischen Festland, erreichte jedoch erst vor 60 Millionen Jahren die Lage, die etwa ihrer heutigen geografischen Position entspricht. Nordamerika Sudamerika d vor 60 Millionen Jahren amerika Afrits ardamerika vor 165 Millionen Jahren Eurasie La vor 220 Millionen Jahren Afrika Prim Indien Madagaskar ukas Australien Indien Australien