Griffiths Transformationsexperiment - Versuch 3 und 4
In den folgenden Experimenten untersuchte Griffith die Wirkung von abgetöteten Bakterien und deren Kombination mit lebenden Zellen. Diese Versuche von Griffith und Avery einfach erklärt zeigen den Weg zur Entdeckung der bakteriellen Transformation.
Versuch 3 bestand aus der Injektion von durch Hitze getöteten S-Zellen. Die Mäuse überlebten, da die Hitzebehandlung die Schleimkapseln auflöste und die Bakterien ihre Virulenz verloren.
Vocabulary: Virulenz bezeichnet die Fähigkeit eines Krankheitserregers, einen Wirt zu infizieren und Krankheitssymptome hervorzurufen.
Der entscheidende Durchbruch kam mit Versuch 4. Griffith injizierte eine Mischung aus hitzegetöteten S-Zellen und lebenden R-Zellen. Überraschenderweise starben die Mäuse, und in ihren Blutproben fanden sich lebende S-Bakterien.
Highlight: Diese Beobachtung führte zur Entdeckung des transformierenden Prinzips - der Übertragung genetischer Information zwischen Bakterien.
Griffith schloss daraus, dass die Hitze zwar die Bakterien abtötete, aber die Erbinformation nicht zerstörte. Die Fähigkeit zur Schleimkapselbildung wurde von den toten S-Zellen auf die lebenden R-Zellen übertragen.
Definition: Transformation in der Biologie bezeichnet die Aufnahme von Fremd-DNA aus der Umgebung in eigene Zellen, was zur Synthese neuer Proteine führt.
Diese Experimente legten den Grundstein für weitere Forschungen, wie das Oswald Avery-Experiment von 1944 und das Hershey and Chase experiment, die schließlich zur Identifizierung der DNA als Träger der genetischen Information führten.



