Gentechnisch veränderte vs. genom-editierte Organismen
Bei der Gentherapie unterscheidet man zwischen gentechnisch veränderten und genom-editierten Organismen. Während bei gentechnisch veränderten Organismen (GVO) artfremde Gene eingeschleust werden, zielt die Genom-Editierung auf präzise Veränderungen im vorhandenen Erbgut ab.
Definition: Genom-Editierung bezeichnet die gezielte Veränderung einzelner DNA-Abschnitte ohne Einbringen artfremder Gene.
Die CRISPR/Cas9 Technologie ermöglicht eine besonders präzise Form der Genom-Editierung. Sie wird als vielversprechender Ansatz für die Behandlung genetischer Erkrankungen wie Muskeldystrophien erforscht.
Highlight: Die Genom-Editierung mittels CRISPR/Cas9 gilt als Revolution in der Gentechnik und wurde 2020 mit dem CRISPR/Cas Nobelpreis ausgezeichnet.
Somatische Gentherapie vs. Keimbahntherapie
Die somatische Gentherapie und die Keimbahntherapie sind zwei unterschiedliche Ansätze der Gentherapie:
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Somatische Gentherapie: Hierbei werden Gene in Körperzellen (somatische Zellen) eingeschleust. Die Veränderungen werden nicht vererbt.
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Keimbahntherapie: Gene werden in Keimzellen oder befruchtete Eizellen eingebracht. Die Veränderungen werden an Nachkommen weitergegeben.
Vocabulary: Keimbahntherapie - Gentherapie, die Auswirkungen auf das Erbgut zukünftiger Generationen hat.
In Deutschland ist die somatische Gentherapie erlaubt, während die Keimbahntherapie verboten ist. Dies wirft ethische Fragen auf und zeigt die Notwendigkeit einer gesellschaftlichen Debatte über die Grenzen der CRISPR/Cas Anwendung am Menschen.































