Keimbahntherapie und Grundlagen der Gentechnik
Die Keimbahntherapie ist eine Form der Gentherapie, die sich auf Keimzellen (Eizellen oder Spermien) konzentriert. Im Gegensatz zur somatischen Gentherapie sind die veränderten Gene bei der Keimbahntherapie vererbbar.
Highlight: Die Keimbahntherapie ist aufgrund ethischer Bedenken und möglicher unbeabsichtigter Folgen für zukünftige Generationen umstritten.
Grundprinzipien der Gentechnik:
- Gewinnung der DNA aus einer Spenderzelle
- Isolierung des gewünschten Gens
- Übertragung des Gens in einen Plasmidring eines Bakteriums
- Einbau des Plasmids in die Wirtszelle
- Ablesen und Produktion der neuen Information
Beispiel: Ein häufig verwendetes Bakterium in der Gentechnik ist Escherichia coli.
Bakterien sind in der Gentechnik bevorzugte Organismen aufgrund folgender Eigenschaften:
- Besitz von Plasmiden für den Einbau von Fremd-Genen
- Einfachheit des Organismus ermöglicht standardisierte Produktion
- Kurze Generationsdauer und hohe Individuenzahl für hohe Produktionsraten
Vocabulary: Transgene Organismen sind Lebewesen, deren Erbgut durch gentechnische Methoden verändert wurde.
Beispiele für transgene Organismen:
- Bakterien zur Produktion von Insulin und Cystein
- Rinder oder Schafe zur Produktion von Proteinen wie Antithrombin
- Pflanzen mit verbesserten Eigenschaften wie Herbizidresistenz oder erhöhtem Nährwert


































