Glykolyse einfach erklärt
Warum ist Glucose so besonders? Sie ist metastabil - das bedeutet, sie reagiert nicht einfach von selbst mit anderen Stoffen. Das ist gut so, sonst würde in unserem Körper ein chemisches Chaos herrschen!
Die Glykolyse ist der erste Schritt beim Abbau von Glucose zur Energiegewinnung. Sie findet im Cytoplasma der Zelle statt, nicht in den Mitochondrien. Der Ablauf der Glykolyse erfolgt in zwei Hauptphasen:
In der Energieinvestitionsphase werden erstmal 2 ATP verbraucht, um die Glucose zu aktivieren. Das ist wie eine Anzahlung für mehr Energie später! Der C6-Körper (Glucose) wird dann in zwei C3-Körper gespalten.
In der Energiegewinnungsphase werden durch Oxidationen Elektronen auf NAD⁺ übertragen, wodurch NADH entsteht. Am Ende dieser Phase entstehen 4 ATP, was eine Glykolyse-Bilanz von 2 ATP pro Glucosemolekül ergibt (4 gewonnen - 2 investiert = 2 netto).
💡 Merke: Die Glykolyse-Reaktionsgleichung lautet: Glucose + 2ATP + 2NAD⁺ → 2Pyruvat + 4ATP + 2NADH + 4H⁺
Der Unterschied zwischen aerober und anaerober Glykolyse liegt im weiteren Schicksal des Pyruvats. Bei der aeroben Glykolyse geht das Pyruvat in den Citratzyklus über, während es bei der anaeroben Gärung zu Milchsäure oder Alkohol umgewandelt wird.































