Saltatorische Erregungsleitung
Die saltatorische Erregungsleitung ist ein hocheffizienter Mechanismus der Reizweiterleitung, der in Axonen mit Myelinschicht stattfindet. Diese Form der Erregungsleitung zeichnet sich durch ihre sprunghafte Natur aus, was zu einer deutlich schnelleren Signalübertragung führt.
Bei myelinisierten Axonen ist die Nervenfaser durch die Myelinschicht elektrisch isoliert. Spannungsabhängige Natriumkanäle finden sich hauptsächlich an den Ranvierschen Schnürringen, den einzigen Stellen, an denen die Isolierung unterbrochen ist. Nur hier können Aktionspotentiale entstehen.
Die Myelinschicht verhindert Leckströme, erhöht den Membranwiderstand und senkt die elektrische Kapazität. Natriumionen strömen im Axoninneren bis zum nächsten Schnürring und lösen dort eine erneute Depolarisation aus. Das Aktionspotential "springt" somit von einer Markscheide zur nächsten, was der saltatorischen Erregungsleitung ihren Namen gibt (lateinisch: saltare = springen).
Definition: Saltatorische Erregungsleitung bezeichnet die sprunghafte Weiterleitung von Aktionspotentialen entlang myelinisierter Axone von einem Ranvierschen Schnürring zum nächsten.
Vocabulary: Ranviersche Schnürringe sind die nicht-myelinisierten Bereiche zwischen den Myelinscheiden, an denen Aktionspotentiale entstehen können.
Highlight: Die saltatorische Erregungsleitung ermöglicht eine wesentlich schnellere Signalübertragung als die kontinuierliche Erregungsleitung.



































