Krebs

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Krebs
als Krebs wird das autonome, ungesteuerte und invasive Wachstum von menschlichen und tierischen
Körperzellen bezeichnet
- Krebs ist

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-primärer und sekundärer Tumor -gut- und bösartige Tumore -Krebsursachen und Enstehung -Krebstherapie

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● Krebs als Krebs wird das autonome, ungesteuerte und invasive Wachstum von menschlichen und tierischen Körperzellen bezeichnet - Krebs ist die zweithäufigste Todesursache in Deutschland etwa jede vierte Krebserkrankung ist durch Viren verursacht - krebsauslösende Viren können von Mensch zu Mensch übertragen werden weshalb der zugehörige Krebstyp als Infektionskrankheit angesehen werden kann → am besten erforscht hierbei ist das humane Papillonvirus (HPV) 4 es wird durch Geschlechtsverkehr übertragen →Faktoren die eine Erkrankung begünstigen: Rauchen, weitere genitale Infektionen mit Bakterien und Viren, häufiger Partnerwechsel, Immunschwächung • man unterscheidet zwischen gutartigen und bösartigen Tumoren - beiden gemeinsam ist, dass sie aus Zellen bestehen, deren Wachstum außer Kontrolle geraten sind und sich bis zu 100 mal schneller teilen es entsteht ein Primärtumor bösartiger Tumor: • wuchert in umliegendes Gewebe hinein und schädigen dieses, ihre ursprüngliche Funktion üben sie nichtmehr aus • bestehen aus potentiell unsterblichen Zellen → man unterscheidet je nach Hauttyp des Ursprungsgewebe zwischen : - Karzinom : entsteht aus Deckgewebe. -Lymphom: entsteht aus Lymphgewebe -Sarkom: entsteht aus Bindegwebe • es können sich Zellen aus den Primärtumor ablösen, über Blutgefäß- und Lymphsystem im Körper verteilt werden, sich festsetzen und dort Sekundärtumoren/Metastasen bilden die Bildung dieser wird als Metastasierung bezeichnet -diese ist in der Regel für die tötliche Ausbreitung der Erkrankung im Körper verantwortlich - Metastasen stören lebenswichtige Organfunktionen durch: • Verdrängen gesunden Gewebes •Lahmlegung von Nerven • Verschluss von Organhohlräumen • Blockade von...

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Lymph- und Blutgefäßen → nur etwa eine von 10.000 aus dem Primärtumor abgelöstes Zellen schafft es einen Sekundärtumor zu bilden gutartige Tumore: sind lokal begrenzt, sie wachsen nicht in Gewebe hinein • verdrängen umliegendes Gewebe ohne es zu zerstören - bilden keine Metastasen ● Krebs ist eine genetische Krankheit. - das Leiden wird jedoch meist nicht vererbt - die Milliarden von wuchernden Zellen entstehen meist aus einer einzigen Ursprungszelle →diese wird durch die sukzessive Anhäufung mehrere somatischer Mutationen in wachstumsregulierenden Genen zur Krebszelle Vorgang: Transformation => Krebsursachen : - Rauchen - Alkoholmissbrauch Übergewicht falsche Ernährung - chronische Immunschwäche. - genetische Veranlagung und Mutationen, die mit steigendem Alter zunehmen • bei Krebs liegt immer eine Fehlregulation von Zell-Steuerungsmechanismen vor - aktivierende und hemmende Mechanismen sind bei Krebs aus dem Gleichgewicht geraten 0 Faktoren/Mechanismen die Gegenspieler bilden: - tumorauslösende und tumorhemmende Gene - wachstumsaktivierende und wachstumshemmende Gene - Mutationen und DNA-Reparatur -Bildung von Krebszellen und deren Zerstörung durch Immunreaktionen •bei jedem Menschen entstehen pro Tag mehrere Hunderte an Krebszellen und es ereignen sich pro Körperzellen 30.000 Mutationen → ein gesunder Organismus kann mithilfe des Immunsystems, DNA-Reparatursystemen und intakten Steuerungsmechanismen all diese Krebszellen blockieren oder zerstören • an der Krebsentstehung sind zwei große Genfamilien beteiligt (beide kommen in jeder normalen Zelle vor): • defekte Protoonkogene: - Protoonkogene steuern Wachstum, Teilung und Differenzierung von Zellen - wenn sie durch Mutationen, Viruseinfluss oder Fehlsteuerung entarten, geraten Wachstum, Teilung und Differenzierung von Zellen außer Kontrolle → Folge: Krebserkrankung -defektes Protoonkogen: Onkogen • defekte Tumorsuppressorgene: - unterdrücken Krebs ● - das p53-Tumorsuppressorgen ist von zentraler Bedeutung → es wird durch DNA-Schäden aktiviert und codiert das Protein P53. P53 ist ein Transkriptionsfaktor, der verschiedene Gene anschalten kann •P53 aktiviert DNA-Reparaturenzyme, wenn kleine DNA-Schäden vorliegen wenn ein großer irreparabler DNA-Schaden vor, könnten Steuerungsmechanismen defekt sein und die betroffene Zelle zur Krebszelle entarten -P53 wirkt dem entgegen und aktiviert. Gene, die den Zellzyklus anhalten und die Apoptose der Zelle einleiten → wenn das p53-Gen defekt ist (bei 60 % der menschlichen Krebsfomen der Fall), tritt keine Apoptose mehr ein, somit sterben entartete Zellen ab und Krebs entsteht wenn in einer Zelle eine krebsfördernde Mutation auftritt, gibt sie diese bei der Teilung an die Tochterzellen weiter ⇒ein solcher Defekt kann bereits ererbt sein, sodass er von Geburt an in allen Körperzellen vorhanden ist - derartige Keimbahnmutationen erklären die genetische Veranlagerung, die Prädisposition, für bestimmte Krebsarten in einigen Familien -ereignen sich in einer vorgeschädigten Zelle im Laufe des Lebens weitere Mutationen, kann die Schwelle zum bösartigen Tumor überschritten werden 4 dies erklärt, warum die Krebsanfälligkeit mit zunehmendem Alter steigt ● Krebstherapie • es wurden über viele Jahrzehnte hinweg drei Standardbehandlungen zur Bekämpfung von Krebs eingesetzt: operative Entfernung der Tumore, die Strahlentherapie und Chemotherapie - alle drei Therapien dienen der effektiven Beseitigung der Tumorzellen. Strahlentherapie :- es wird Gamma- oder Röntgenstrahlung verwendet - verursacht in Krebszellen schwere DNA-Schäden und die Bildung von freien Radikalen (hemmen Stoffwechsel) Chemotherapie - den Patienten werden Medikamente namens Zytostatika gegeben diese wirken auf die DNA, RNA und zelluläre Signalmoleküle → Folge: Zellwachstum und Zellteilung werden gehemmt • Krebs ist heute in mindestens der Hälfte der Fälle heilbar oft kann in eine medikamentös beherrschbare, chronische Erkrankung überführt werden. auf Fortschritte in der Operationstechnik, Entwicklung von präziseren Bestrahlungsgeräten und nebenwirkungsarmen Medikamenten zurückzuführen • auch die Krebsdiagnostik hat sich entscheidend verbessert - zB. Immundiagnostik, Gendiagnostik, bildgebende Verfahren zur Darstellung von Krebs im Patienten damit kann Krebs früher erkannt werden und die molekularen und zellulären Veränderungen in den Krebszellen können individuell bestimmt werden ⇒führt zu einer möglichst frühzeitigen und auf die Tumorsituation zugeschnittene Therapie → diese Form der Krebstheraphie heißt personalisierte Medizin Medikamente werden eingespart und Nebenwirkungen minimiert • In den 1980er Jahren kam die Immuntherapie als vierte Therapieform hinzu -basiert aus der Gabe von gentechnisch erzeugten Cytokinen und Antikörpern. 20 Cytokine: Signalproteine des Körpers, die Wachstum und Differenzierung von Zellen regulieren - seit 1986 werden verschiedene Krebstypen wie Blut-, Haut- oder Nierenkrebs mit bestimmten Cytokinen, den Interferonen behandelt enormen Fortschritt brachte in der Krebstherapie die monoklonalen Antikörper - sie können Krebszellen gezielt finden weil sie sich selektiv an ein bestimmtes Krebsantigen binden → Krebsantigene sind Proteine, die auf allen Zellen vorkommen, auf Krebszellen aber 200 mal häufiger → das Immunsystem reagiert fast ausschließlich gegen Krebszellen aber im geringen Maße auch gegen gesunde Zellen • es gibt 14 zugelassene Antikörper, sie wirken auf drei unterschiedliche Weisen : 1. •Antikörper binden an Krebsantigene auf den Krebszellen und aktivieren anschließend Immunreaktionen, die die Tumorzellen zerstören 2. .An bestimmte Antikörper können bakterielle oder pflanzliche Giftstoffe gekoppelt werden die Antikörper binden an die Krebsantigene und werden von den Krebszellen in das Cytoplasma aufgenommen → dort üben sie ihre toxische Wirkung aus, indem sie zentrale Funktionen der Zelle, wie etwa die Proteinbiosynthese hemmen. 3.- Antikörper können mit radioaktiven Isotopen beladen werden sie binden an Krebsantigene und zerstören die Krebszellen von außen durch die radioaktive Strahlung

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I

So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

-primärer und sekundärer Tumor -gut- und bösartige Tumore -Krebsursachen und Enstehung -Krebstherapie

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P53 ist ein Transkriptionsfaktor, der verschiedene Gene anschalten kann •P53 aktiviert DNA-Reparaturenzyme, wenn kleine DNA-Schäden vorliegen wenn ein großer irreparabler DNA-Schaden vor, könnten Steuerungsmechanismen defekt sein und die betroffene Zelle zur Krebszelle entarten -P53 wirkt dem entgegen und aktiviert. Gene, die den Zellzyklus anhalten und die Apoptose der Zelle einleiten → wenn das p53-Gen defekt ist (bei 60 % der menschlichen Krebsfomen der Fall), tritt keine Apoptose mehr ein, somit sterben entartete Zellen ab und Krebs entsteht wenn in einer Zelle eine krebsfördernde Mutation auftritt, gibt sie diese bei der Teilung an die Tochterzellen weiter ⇒ein solcher Defekt kann bereits ererbt sein, sodass er von Geburt an in allen Körperzellen vorhanden ist - derartige Keimbahnmutationen erklären die genetische Veranlagerung, die Prädisposition, für bestimmte Krebsarten in einigen Familien -ereignen sich in einer vorgeschädigten Zelle im Laufe des Lebens weitere Mutationen, kann die Schwelle zum bösartigen Tumor überschritten werden 4 dies erklärt, warum die Krebsanfälligkeit mit zunehmendem Alter steigt ● Krebstherapie • es wurden über viele Jahrzehnte hinweg drei Standardbehandlungen zur Bekämpfung von Krebs eingesetzt: operative Entfernung der Tumore, die Strahlentherapie und Chemotherapie - alle drei Therapien dienen der effektiven Beseitigung der Tumorzellen. Strahlentherapie :- es wird Gamma- oder Röntgenstrahlung verwendet - verursacht in Krebszellen schwere DNA-Schäden und die Bildung von freien Radikalen (hemmen Stoffwechsel) Chemotherapie - den Patienten werden Medikamente namens Zytostatika gegeben diese wirken auf die DNA, RNA und zelluläre Signalmoleküle → Folge: Zellwachstum und Zellteilung werden gehemmt • Krebs ist heute in mindestens der Hälfte der Fälle heilbar oft kann in eine medikamentös beherrschbare, chronische Erkrankung überführt werden. auf Fortschritte in der Operationstechnik, Entwicklung von präziseren Bestrahlungsgeräten und nebenwirkungsarmen Medikamenten zurückzuführen • auch die Krebsdiagnostik hat sich entscheidend verbessert - zB. Immundiagnostik, Gendiagnostik, bildgebende Verfahren zur Darstellung von Krebs im Patienten damit kann Krebs früher erkannt werden und die molekularen und zellulären Veränderungen in den Krebszellen können individuell bestimmt werden ⇒führt zu einer möglichst frühzeitigen und auf die Tumorsituation zugeschnittene Therapie → diese Form der Krebstheraphie heißt personalisierte Medizin Medikamente werden eingespart und Nebenwirkungen minimiert • In den 1980er Jahren kam die Immuntherapie als vierte Therapieform hinzu -basiert aus der Gabe von gentechnisch erzeugten Cytokinen und Antikörpern. 20 Cytokine: Signalproteine des Körpers, die Wachstum und Differenzierung von Zellen regulieren - seit 1986 werden verschiedene Krebstypen wie Blut-, Haut- oder Nierenkrebs mit bestimmten Cytokinen, den Interferonen behandelt enormen Fortschritt brachte in der Krebstherapie die monoklonalen Antikörper - sie können Krebszellen gezielt finden weil sie sich selektiv an ein bestimmtes Krebsantigen binden → Krebsantigene sind Proteine, die auf allen Zellen vorkommen, auf Krebszellen aber 200 mal häufiger → das Immunsystem reagiert fast ausschließlich gegen Krebszellen aber im geringen Maße auch gegen gesunde Zellen • es gibt 14 zugelassene Antikörper, sie wirken auf drei unterschiedliche Weisen : 1. •Antikörper binden an Krebsantigene auf den Krebszellen und aktivieren anschließend Immunreaktionen, die die Tumorzellen zerstören 2. .An bestimmte Antikörper können bakterielle oder pflanzliche Giftstoffe gekoppelt werden die Antikörper binden an die Krebsantigene und werden von den Krebszellen in das Cytoplasma aufgenommen → dort üben sie ihre toxische Wirkung aus, indem sie zentrale Funktionen der Zelle, wie etwa die Proteinbiosynthese hemmen. 3.- Antikörper können mit radioaktiven Isotopen beladen werden sie binden an Krebsantigene und zerstören die Krebszellen von außen durch die radioaktive Strahlung