Krebs durch Translokation
Krebs entsteht, wenn sich aus gesunden Zellen Krebszellen bilden, die sich unkontrolliert teilen und Tumore bilden. Diese verdrängen gesundes Gewebe und können über das Blut als Metastasen im ganzen Körper verteilt werden.
Eine Translokation ist eine Chromosomenmutation, bei der ein DNA-Fragment von seinem ursprünglichen Chromosom abbricht und in ein anderes, nicht homologes Chromosom eingefügt wird. Bei der reziproken Translokation tauschen zwei nicht homologe Chromosomen wechselseitig Abschnitte aus, wobei die Genmenge insgesamt im Gleichgewicht bleibt.
Beim Menschen kann eine besondere Form der Translokation während der Meiose auftreten. Dabei lagert sich zusätzliches Erbmaterial des 21. Chromosoms an ein anderes Chromosom an. Diese Genommutation ist für etwa 95% der Fälle des Down-Syndroms verantwortlich.
💡 Wichtig zu verstehen: Bei einer Translokation ändert sich nicht die Menge des genetischen Materials, sondern nur dessen Position im Genom. Dennoch kann dies schwerwiegende Auswirkungen haben.

































