Aufbau und Struktur der DNA
Die DNA besteht aus zwei umeinander gewundenen Strängen, die wie eine verdrehte Strickleiter aussehen. Das Grundelement jeder DNA ist das Nukleotid. Ein Nukleotid besteht aus drei wichtigen Teilen: einem Zucker (Desoxyribose), einer Phosphatgruppe und einer organischen Base.
Die organischen Basen kommen in vier Varianten vor: Adenin (A) und Guanin (G) sind Purinbasen mit Doppelringstruktur, während Cytosin (C) und Thymin (T) Pyrimidinbasen mit Einzelringstruktur sind. Die Base ist immer am C₁-Atom des Zuckers befestigt, während die Phosphatgruppe am C₅-Atom gebunden ist.
Die beiden DNA-Stränge werden durch Basenpaarung zusammengehalten. Dabei gilt die wichtige Chargaff-Regel: Adenin (A) verbindet sich immer mit Thymin (T), und Guanin (G) immer mit Cytosin (C). Diese komplementäre Basenpaarung ist entscheidend für die Funktion der DNA bei der Vererbung und DNA-Replikation.
💡 Merke dir: Die DNA-Stränge sind antiparallel angeordnet - der eine Strang läuft vom 5'-Ende zum 3'-Ende, der andere genau umgekehrt. Diese Orientierung ist wichtig für die Verdoppelung der DNA!
Die Basenzusammensetzung der DNA ist artspezifisch, wie in der Tabelle zu sehen ist. Beim Menschen beträgt der Anteil von A+T etwa 60%, bei Grünalgen ist das Verhältnis der Basen fast ausgeglichen. Diese unterschiedliche Zusammensetzung führt auch zu verschiedenen Eigenschaften, zum Beispiel beim Schmelzpunkt der DNA.