Prinzip der Reizweiterleitung
Die Reizweiterleitung in Nervenzellen ist ein komplexer Prozess, der auf der Veränderung des elektrischen Potentials der Zellmembran basiert. Dieser Vorgang wird als Aktionspotential bezeichnet und folgt dem Alles-oder-Nichts-Prinzip.
Der Ablauf der Reizweiterleitung lässt sich in mehrere Schritte unterteilen:
- Ein Reiz depolarisiert die Membran.
- Wenn das Membranpotential den Schwellenwert von -40mV erreicht, öffnen sich spannungsgesteuerte Natriumkanäle.
- Natriumionen strömen in die Zelle ein, was zu weiterer Depolarisation führt.
- Die Natriumkanäle werden nach etwa 1ms refraktär (unerregbar).
- Die eingeströmten Natriumionen diffundieren im Zellinneren und depolarisieren die benachbarte Membran.
Definition: Depolarisation bezeichnet die Verringerung der negativen Ladung im Inneren der Nervenzelle im Vergleich zum Außenraum.
Es gibt zwei Arten der Erregungsleitung:
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Kontinuierliche Erregungsleitung: Diese findet in Axonen ohne Gliazellen statt, wie beispielsweise beim Tintenfisch. Sie ist relativ langsam mit einer Geschwindigkeit von etwa 1 m/s.
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Saltatorische Erregungsleitung: Diese Art der Erregungsleitung kommt in Axonen mit Gliazellen vor, wie beim Menschen. Sie ist deutlich schneller und kann Geschwindigkeiten von bis zu 100 m/s erreichen.
Highlight: Die saltatorische Erregungsleitung ist wesentlich effizienter, da das Aktionspotential von einem Ranvier'schen Schnürring zum nächsten "springt", was die Geschwindigkeit der Reizweiterleitung erheblich erhöht.





































