Ökologische Potenz und Toleranzkurven
Die ökologische Potenz einer Art wird oft durch eine Toleranzkurve oder Optimumkurve dargestellt. Diese zeigt graphisch die Reaktion einer Population auf einen oder mehrere Umweltfaktoren.
Definition: Die Kardinalspunkte einer Toleranzkurve sind das Minimum und Maximum, also die Grenzwerte eines Umweltfaktors, bei denen eine Art noch überleben kann.
Zwischen diesen Extremen liegt der Toleranzbereich, in dem die Individuen existieren können. Das Optimum bezeichnet den Bereich, in dem die Art am besten gedeiht und die höchste Fortpflanzungsrate aufweist.
Example: Ein Beispiel für eine ökologische Nische könnte die Temperaturtoleranz einer Fischart sein. Manche Fische können nur in einem engen Temperaturbereich leben (stenotherm), während andere größere Schwankungen vertragen.
Das Gesetz des Minimums besagt, dass unter natürlichen Bedingungen der Ökofaktor die Vitalität einer Population bestimmt, der im Minimum vorliegt.
Vocabulary: Stenopotente oder stenöke Arten haben eine enge ökologische Potenz und ertragen nur geringe Schwankungen der Umweltfaktoren. Eurypotente oder euryöke Arten hingegen haben eine weite ökologische Potenz und können größere Schwankungen tolerieren.
Arten mit einer engen ökologischen Potenz bezüglich eines oder mehrerer abiotischer Faktoren können als Bioindikatoren dienen. Ihr Vorkommen oder Fehlen lässt Rückschlüsse auf den Zustand eines Ökofaktors zu.





