Grundlagen der Ökologie und Umweltfaktoren
Die Biotischen und abiotischen Umweltfaktoren bilden die Grundlage für das Verständnis ökologischer Systeme. Ein Ökosystem besteht aus der Gesamtheit der Wechselbeziehungen zwischen den Organismen (Biozönose) und ihrer unbelebten Umgebung (Biotop).
Definition: Ein Biotop ist der charakteristische Lebensraum einer Artengemeinschaft, während die Biozönose die Gesamtheit aller in diesem Lebensraum vorkommenden Organismen umfasst.
Die abiotischen Faktoren umfassen alle unbelebten Umwelteinflüsse wie Temperatur, Licht, Wasser und chemische Faktoren. Diese werden durch die Toleranzkurve beschrieben, die den Bereich angibt, in dem Organismen existieren können. Innerhalb der Toleranzkurve unterscheidet man:
- Das Optimum: Bereich der höchsten Aktivität
- Die Pessima: Grenzbereiche, in denen Überleben möglich ist
- Die letalen Grenzen: Bereiche, die zum Tod führen
Beispiel: Bei der Temperatur als abiotischer Faktor zeigt sich die RGT-Regel: Eine Erhöhung der Temperatur um 10°C verdoppelt bis vervierfacht die Stoffwechselgeschwindigkeit, bis die Denaturierungstemperatur erreicht wird.
Besonders wichtig für das Verständnis ökologischer Zusammenhänge ist die Unterscheidung zwischen:
- Stenöken Arten: enger Toleranzbereich
- Euryöken Arten: weiter Toleranzbereich Diese Einteilung ermöglicht die Nutzung von Zeigerarten als Bioindikatoren für bestimmte Umweltbedingungen.











