Ökologische Begriffe und Abiotische Umweltfaktoren
Die Ökologie untersucht das Zusammenspiel zwischen Organismen und ihrer Umwelt auf verschiedenen Ebenen:
- Autökologie: Beschäftigt sich mit einzelnen Organismen
- Populationsökologie: Untersucht Fortpflanzungsgemeinschaften
- Ökosystemforschung (Synökologie): Erforscht ganze Ökosysteme
Ein Ökosystem besteht aus:
- Biotop: Lebensraum aus unbelebten (abiotischen) Faktoren
- Biozönose: Lebensgemeinschaft der Lebewesen (biotische Faktoren)
Abiotische Umweltfaktoren
Abiotische Umweltfaktoren sind Einwirkungen der unbelebten Natur auf Lebewesen.
Temperatur
- Beeinflusst die Reaktionsgeschwindigkeit biologischer Prozesse
- RGT-Regel: Bei 10°C Erhöhung wird die Reaktionsgeschwindigkeit um das 2-4fache erhöht
- Organismen sind entweder gleichwarm (homoitherm) oder wechselwarm (poikilotherm)
Wichtiger Begriff: Gleichwarme Tiere (Homoitherme) halten eine stabile Körpertemperatur aufrecht, was Stoffwechselprozesse begünstigt, aber energetisch aufwendig ist. Wechselwarme Tiere (Poikilitherme) passen ihre Körpertemperatur an die Umgebung an.
Licht
- Sonnenlicht als Grundlage des Lebens (besonders für Fotosynthese)
- Pflanzen reagieren auf Licht durch:
- Fototropismus: z.B. drehen sich Sonnenblumen zur Sonne
- Cryptochrome: Steuern viele Entwicklungen der Pflanze
- Fotoperiodismus: Reaktion auf Tageslänge (Kurztag- und Langtagpflanzen)
Wasser
- Grundlage des Lebens und Lebensraum für viele Organismen
- Dient als Ausgangsstoff für chemische Reaktionen (z.B. Fotosynthese)
- Hilft bei der Temperaturregulation (Transpiration)
Pflanzen haben verschiedene Anpassungen an die Wasserverfügbarkeit entwickelt:
- Wasserpflanzen: Dünne Blätter, fehlende Kutikula, reduziertes Wurzelsystem
- Feuchtpflanzen: Großflächige Blätter, dünne Kutikula, flaches Wurzelsystem
- Trockenpflanzen: Kleine oder eingerollte Blätter, dicke Kutikula, ausgedehntes Wurzelsystem
Anpassungsmechanismen: Die verschiedenen Klimazonen der Erde (von den Eiswüsten über die feuchten Mittelbreiten bis zu den immerfeuchten Tropen) haben zur Entwicklung spezifischer Anpassungen bei Pflanzen und Tieren geführt, besonders hinsichtlich des abiotischen Faktors Wasser.



