POLYMERASE-KETTENREAKTION (PCR)
Die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) ist eine Methode zur Vervielfältigung spezifischer DNA-Abschnitte. Sie folgt dem Grundprinzip der identischen DNA-Replikation und läuft in drei Hauptschritten ab:
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Denaturierung
- Erhitzung auf ca. 90°C
- Wasserstoffbrückenbindungen zwischen den DNA-Doppelsträngen werden zerstört
- Zwei DNA-Einzelstränge entstehen
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Primerhybridisierung
- Abkühlung auf 60°C
- Primer lagern sich an die 3'-Enden der DNA-Einzelstränge an
- Anlagerung erfolgt nach dem Prinzip der komplementären Basenpaarung
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Polymerisation/Synthese
- Temperaturerhöhung auf 70°C (optimale Temperatur für die DNA-Polymerase)
- Komplementäre Nukleotide werden durch die DNA-Polymerase verknüpft
- Aus zwei Einzelsträngen werden zwei Doppelstränge
Wichtiges Konzept: Die PCR-Methode führt zu einem exponentiellen Anstieg der DNA-Kopien , da bei jedem Zyklus die Anzahl der DNA-Stränge verdoppelt wird. Der Prozess wird typischerweise 25-50 mal wiederholt, wobei zu viele Zyklen das Risiko von Kopierfehlern erhöhen können.
Die Anwendungsgebiete der PCR sind vielfältig:
- Erstellung eines genetischen Fingerabdrucks in der Kriminalistik
- Durchführung von Vaterschaftstests
- Nachweis von Krankheitserregern (Virus-DNA)
- Untersuchung von DNA-Resten aus Fossilien
- Klärung von evolutionären Verwandtschaftsverhältnissen
Die PCR-Methode ist heute ein unverzichtbares Werkzeug in der Molekularbiologie, das durch seine Amplifikation kleinster DNA-Mengen zahlreiche wissenschaftliche und medizinische Fortschritte ermöglicht hat.


