Populationszyklen von Schneeschuhhase und Luchs
Der Graph zeigt die Populationsschwankungen von Schneeschuhhasen und Kanadaluchsen über einen Zeitraum von 1850 bis 1925. Diese Darstellung veranschaulicht die klassische Räuber-Beute-Beziehung zwischen den beiden Arten.
Highlight: Die Populationen von Schneeschuhhasen und Luchsen zeigen deutliche zyklische Schwankungen, die sich gegenseitig beeinflussen.
Die Analyse des Graphen und der zugehörigen Aufgaben führt zu folgenden Erkenntnissen:
- Lotka-Volterra-Regeln:
- Regel 1 (Periodische Populationsschwankung): Die Anzahl von Räubern (Luchse) und Beutetieren (Schneeschuhhasen) schwankt periodisch und phasenverzögert.
- Regel 2 (Konstanz der Mittelwerte): Über einen längeren Zeitraum schwanken die Populationsgrößen um jeweils einen festen Mittelwert.
- Regel 3 (Störung der Mittelwerte): Bei gleichmäßiger Dezimierung vermehren sich Beutetiere schneller als Räuber.
Definition: Die Lotka-Volterra-Regeln beschreiben die mathematischen Grundlagen der Räuber-Beute-Beziehung und deren Populationsdynamik.
- Ablauf im Graphen: Die Luchspopulation steigt, wenn die Hasenpopulation hoch ist. Sinkt die Hasenpopulation, folgt die Luchspopulation mit einer Phasenverschiebung.
Example: Wenn die Hasenpopulation ihren Höhepunkt erreicht, beginnt die Luchspopulation zu steigen. Wenn die Hasenpopulation abnimmt, folgt die Luchspopulation mit einer Verzögerung.
- Beeinflussung und Folgen:
- Baum und Hase: Die Hasenpopulation steigt massiv beim Höhepunkt der Baumkurve und sinkt, wenn die Baumkurve abfällt.
- Hase-Räuber: Ein Anstieg der Hasenpopulation führt zu einem Anstieg der Räuberpopulation. Bei sinkender Hasenpopulation sinkt auch die Räuberpopulation.
- Huhn-Räuber: Beim Höhepunkt der Räuberpopulation sinkt die Huhnpopulation, beim Tiefpunkt der Räuber steigt sie wieder.
Vocabulary: Populationszyklen bezeichnen die regelmäßigen Schwankungen in der Größe einer Population über die Zeit.
- Kritische Betrachtung des Modells:
- Die Lotka-Volterra-Regeln treffen auf das dargestellte Material zu, sind jedoch vereinfachte Modelle.
- Viele abiotische und biotische Umweltfaktoren werden nicht berücksichtigt.
- Das Modell betrachtet meist nur einen Räuber und eine Beute, was in der Natur selten der Fall ist.
- Die Aussagekraft der Regeln ist für vereinfachte Modelle und unter "Laborbedingungen" akzeptabel, für die komplexe Realität in der Natur jedoch nicht ausreichend präzise.
Highlight: Die Räuber-Beute-Beziehung zwischen Schneeschuhhase und Luchs dient als klassisches Beispiel für die Anwendung der Lotka-Volterra-Regeln, zeigt aber auch die Grenzen solcher vereinfachten ökologischen Modelle auf.


