Grundlagen des Diabetes mellitus: Eine umfassende Einführung
Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselerkrankung, die durch erhöhte Blutzuckerwerte gekennzeichnet ist. Der Name leitet sich aus dem Griechischen "διαβαίνειν" (durchfließen) und dem Lateinischen "mellitus" (honigsüß) ab. Diese Bezeichnung geht auf die historische Diagnose zurück, bei der Ärzte den süßlichen Geschmack des Urins von Diabetespatienten feststellten.
Das Hauptmerkmal der Erkrankung ist eine chronische Hyperglykämie, also dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte. Diese entstehen durch Störungen im Insulinstoffwechsel. Insulin ist ein lebenswichtiges Hormon, das von der Bauchspeicheldrüse produziert wird und den Blutzuckerspiegel reguliert.
Definition: Hyperglykämie bezeichnet einen erhöhten Blutzuckerspiegel über 100 mg/dl im nüchternen Zustand.
Der Stoffwechselprozess bei Diabetes ist komplex: Nach der Nahrungsaufnahme werden Kohlenhydrate im Magen-Darm-Trakt und in der Leber zu Glucose umgewandelt. Diese gelangt in den Blutkreislauf, woraufhin die Bauchspeicheldrüse Insulin ausschüttet. Bei Diabetikern ist dieser Mechanismus gestört.











