Regelkreise des Blutzuckerspiegels und des Schilddrüsenhormons
Diese Seite beschäftigt sich mit zwei wichtigen hormonellen Regelkreisen im menschlichen Körper: dem Regelkreis Blutzuckerspiegel und dem Regelkreis des Schilddrüsenhormons Thyroxin.
Der Regelkreis Blutzuckerspiegel wird durch die Hormone Insulin und Glukagon gesteuert. Diese Blutzuckerregulation ist ein autonomes System, das unabhängig vom Hypothalamus-Hypophysen-System funktioniert.
Example: Insulin fördert die Zuckeraufnahme in die Zellen und den Glykogenaufbau in der Leber, während Glukagon den Glykogenabbau in den Zellen und die Glukoseabgabe aus der Leber ins Blut stimuliert.
Die Langerhans'schen Inseln der Bauchspeicheldrüse fungieren als Regelglied, während der Blutkreislauf die Regelstrecke darstellt. Verschiedene Faktoren können als Störgrößen auf den Blutzuckerspiegel einwirken:
- Nahrungsaufnahme (erhöhend)
- Muskelarbeit (senkend)
- Kälte
- Krankheit
Highlight: Die Regulation des Blutzuckerspiegels durch Hormone ist ein klassisches Beispiel für einen Regelkreis mit Gegenspieler-Hormonen, die den Blutzuckerspiegel in einem engen Bereich halten.
Der Regelkreis des Schilddrüsenhormons Thyroxin zeigt exemplarisch, wie ein komplexer hormoneller Regelkreis funktioniert:
- Die Regelgröße ist die Konzentration von Schilddrüsenhormonen im Blut.
- Der Abbau von Schilddrüsenhormonen in der Leber wirkt als Störgröße.
- Spezialisierte Zellen im Hypothalamus und Hypophysenvorderlappen fungieren als Fühler und registrieren den aktuellen Hormonspiegel (Istwert).
- Die Regler (Hypothalamus und Hypophyse) vergleichen den Istwert mit dem Sollwert.
- Bei Abweichungen werden Stellgrößen (wie TSH) an die Schilddrüse als Stellglied gesendet.
- Die Schilddrüse setzt daraufhin Schilddrüsenhormone frei.
Vocabulary: TSH steht für Thyreoidea-stimulierendes Hormon, das die Schilddrüse zur Produktion von Schilddrüsenhormonen anregt.
Beide Regelkreise demonstrieren die komplexe Natur der hormonellen Regulation im menschlichen Körper und die Bedeutung der negativen Rückkopplung für die Aufrechterhaltung der Homöostase.



