Serum-Präzipitin-Test Ablauf
Der Serum-Präzipitin-Test ist eine wichtige molekularbiologische Methode, die zum Vergleich des menschlichen Blutes mit dem anderer Säugetiere verwendet wird. Der Test läuft in mehreren Schritten ab:
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Zunächst wird das Antiserum hergestellt. Dazu wird einem Kaninchen menschliches Blut injiziert. Das Immunsystem des Kaninchens reagiert darauf mit der Bildung von Antikörpern gegen menschliche Proteine. Aus diesem Blut wird dann das Antiserum gewonnen.
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Im nächsten Schritt erfolgt die Reaktion mit menschlichem Serum. Wenn das Antiserum mit menschlichem Blutserum gemischt wird, kommt es zu einer charakteristischen Antigen-Antikörper-Reaktion. Dabei bildet sich ein Präzipitat, also ein Niederschlag aus Antigen-Antikörper-Komplexen.
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Schließlich wird die Reaktion mit anderen Blutseren getestet. Das Antiserum des Kaninchens wird mit den Seren anderer Säugetiere vermischt. Auch hier kommt es zu einer Präzipitinreaktion, da sich die Antikörper mit den fremden Antigenen verklumpen. Die Stärke dieser Reaktion fällt jedoch unterschiedlich aus.
Beispiel: Bei einem Pavian werden etwa 29% der Proteine gefällt, während 71% pavianspezifische Proteine sind, gegen die das Kaninchen keine Antikörper gebildet hat.
Ein wichtiger Aspekt des Tests ist, dass mit zunehmender stammesgeschichtlicher Distanz der Grad der Ausfällung abnimmt. Dies ermöglicht Rückschlüsse auf die evolutionäre Verwandtschaft der untersuchten Arten.
Highlight: Die Menge unterschiedlicher Proteine ist eine Folge unterschiedlich vieler Mutationen, die sich seit der Trennung der Entwicklungslinien ergeben haben. Dies dient als Maß für die Verwandtschaft der untersuchten Arten.
Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass der Serum-Präzipitin-Test relativ ungenau ist. Trotz dieser Einschränkung bleibt er eine interessante Methode zur Untersuchung evolutionärer Beziehungen zwischen verschiedenen Säugetierarten.





























