Der Zellkern: Aufbau, Funktion und Bedeutung für die Zelle
Der Zellkern ist das zentrale Steuerungsorgan der Zelle und war das erste entdeckte Organell überhaupt. Als größter Bestandteil der Zelle nimmt er eine besonders wichtige Position ein. Mit einem Durchmesser von 5-16 Mikrometern ist der Zellkern meist rund bis oval geformt und stellt ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zwischen Prokaryoten und Eukaryoten dar.
Definition: Der Zellkern (Nucleus) ist das Kontrollzentrum der Zelle, in dem der überwiegende Teil der DNA gespeichert und verwaltet wird.
Der komplexe Aufbau des Zellkerns ermöglicht seine vielfältigen Funktionen. Er wird von einer doppelten Kernmembran umgeben, die durch zahlreiche Kernporen durchbrochen ist. Diese Poren ermöglichen einen kontrollierten Stoffaustausch zwischen Zellkern und Cytoplasma. An der Außenseite der Kernmembran befinden sich Ribosomen und das endoplasmatische Retikulum. Die Kernlamina verleiht dem Zellkern zusätzliche Stabilität.
Ein besonders wichtiger Bestandteil des Zellkerns ist der Nucleolus (Kernkörperchen). Seine Funktion besteht hauptsächlich in der Herstellung und Reifung neuer Ribosomen. Das Kernplasma (Karyoplasma) besteht größtenteils aus Wasser und enthält das Chromatin, aus dem sich während der Zellteilung die Chromosomen bilden. Diese Chromosomen bestehen aus Chromatinfasern und werden in der Mitte durch das Centromer zusammengehalten.



































