Die homologe Reihe der Alkanole und ihre Eigenschaften
Die homologe Reihe der Alkanole umfasst:
- Methanol (CH₄O / CH₃OH)
- Ethanol
- Propanol (C₃H₈O)
- Butanol (C₄H₁₀O)
- Pentanol (C₅H₁₂O)
- Hexanol (C₆H₁₄O)
- Heptanol (C₇H₁₆O)
- Octanol (C₈H₁₈O)
- Nonanol (C₉H₂₀O)
- Decanol (C₁₀H₂₂O)
Wichtige Merkmale:
- Funktionelle Gruppe: OH-Gruppe/Hydroxygruppe
- Endung: -ol
- Allgemeine Summenformel: C₍ₙ₎H₍₂ₙ₊₂₎O oder C₍ₙ₎H₍₂ₙ₊₁₎OH
Schlüsselkonzept: Alkanole bestehen aus einer unpolaren Alkylgruppe (Ethylgruppe bei Ethanol) und einer polaren Hydroxygruppe, was ihnen besondere Lösungseigenschaften verleiht.
Zwischenmolekulare Kräfte bei Alkanolen:
- Können Wasserstoffbrücken ausbilden (durch OH-Gruppe)
- Können auch London-Kräfte ausbilden (durch Alkylrest)
- Je länger der Alkylrest, desto dominanter werden die London-Kräfte gegenüber der OH-Gruppe
Löslichkeit von Alkanolen:
- Faustregel: "Ähnliches löst sich in Ähnlichem"
- Hydroxygruppe macht sie hydrophil (wasserlöslich)
- Alkylrest macht sie lipophil (fettlöslich)
- Daher lassen sich Alkanole sowohl in Wasser als auch in Alkanen lösen
- Wichtig: Je länger die Alkylkette, desto schlechter wird die Wasserlöslichkeit
Merksatz: Warum ist Ethanol in Wasser löslich? Weil die polare OH-Gruppe Wasserstoffbrücken mit Wassermolekülen ausbilden kann.
Siedetemperatur der Alkanole:
- Die Siedetemperatur steigt mit zunehmender Kettenlänge
- Die Siedetemperatur von Alkanolen ist höher als die entsprechender Alkane (z.B. Siedetemperatur Propanol > Siedetemperatur Propan)
- Ursache: Wasserstoffbrückenbindungen zwischen den Alkanol-Molekülen
Je länger der Alkylrest wird, desto mehr ähneln die Eigenschaften der Alkanole denen der Alkane, da die Hydroxygruppe im Verhältnis an Einfluss verliert.




