Änderung des chemischen Gleichgewichts
In einem chemischen Gleichgewicht laufen Hin- und Rückreaktion gleich schnell ab. Weil beide Teilreaktionen kontinuierlich stattfinden, spricht man von einem dynamischen Gleichgewicht.
Das Massenwirkungsgesetz beschreibt dieses Gleichgewicht quantitativ. Für die allgemeine Reaktion aA + bB ⇌ cC + dD gilt: K = [C]^c·[D]^d/[A]^a·[B]^b. Je größer der K-Wert, desto mehr Produkte liegen vor. Diese Gleichgewichtskonstante gibt einen Anhaltspunkt über die relativen Mengen an Produkten und Edukten.
Es gibt drei Hauptfaktoren, die ein chemisches Gleichgewicht beeinflussen können:
- Konzentrationsänderungen: Erhöht man die Konzentration der Edukte, verschiebt sich das Gleichgewicht zur Produktseite und umgekehrt. Mit der Zeit stellt sich wieder ein Gleichgewicht ein.
- Temperaturänderungen: Bei Temperaturerhöhung verschiebt sich das Gleichgewicht zur endothermen Reaktion, bei Temperatursenkung zur exothermen Reaktion.
- Druckänderungen: Bei Druckerhöhung verschiebt sich das Gleichgewicht zur Seite mit weniger Gasteilchen, um dem erhöhten Druck entgegenzuwirken.
💡 Das Prinzip von Le Chatelier (auch Prinzip des kleinsten Zwangs genannt) fasst dies zusammen: Übt man auf ein Gleichgewicht Zwang aus, so verschiebt es sich in die Richtung, die den Zwang verringert. Dieses Prinzip hilft dir, die Richtung jeder Gleichgewichtsverschiebung vorherzusagen!





































