Intermolekulare Kräfte und Molekülanordnung
In Kunststoffen treten verschiedene intermolekulare Kräfte auf, deren Stärke und Art vom spezifischen Polymer abhängen. Diese reichen von starken Wasserstoffbrücken und Dipol-Dipol-Wechselwirkungen bis hin zu schwächeren van-der-Waals-Kräften.
Die Anordnung der Moleküle in Kunststoffen kann amorph oder kristallin sein:
- Amorphe Strukturen zeichnen sich durch eine geringe Ordnung, niedrige Dichte, Weichheit und Verformbarkeit sowie ein niedriges Erweichungsintervall aus.
- Kristalline Strukturen hingegen weisen eine hohe Ordnung, dichte Packung, höhere Dichte sowie größere Härte und Festigkeit auf.
Ein besonderer Zustand ist der kautschukelastische Zustand, der bei amorphen, geringfügig vernetzten Molekülen (Elastomeren) auftritt. Dieser Zustand ermöglicht es dem Material, nach einer Verformung in seine ursprüngliche Form zurückzukehren.
Definition: Kautschukelastischer Zustand - Ein Zustand, in dem ein Material nach Verformung aufgrund seiner molekularen Struktur in seine Ausgangsform zurückkehrt.
Example: Ein typisches Beispiel für ein Material im kautschukelastischen Zustand ist Gummi, das sich dehnen lässt und anschließend seine ursprüngliche Form wieder annimmt.







