Polymerisationsarten und Reaktionsmechanismen
Die Herstellung von Kunststoffen aus Erdöl erfolgt durch verschiedene Polymerisationsarten. Man unterscheidet zwischen:
- Homo-Polymerisation: Nur eine Monomerart wird umgesetzt.
- Co-Polymerisation: Zwei oder mehrere Monomere reagieren miteinander.
- Pfropfcopolymerisation: Eine spezielle Technik, bei der an einer Hauptkette weitere Ketten eines anderen Monomertyps anschließen.
Highlight: Die Co-Polymerisation ermöglicht eine große Variationsbreite, um die Eigenschaften des Endprodukts gezielt zu steuern.
Der Reaktionsmechanismus der radikalischen Polymerisation umfasst drei Hauptschritte:
- Startreaktion: Bildung des aktiven Zentrums
- Wachstumsreaktion: Verlängerung der makromolekularen Kette
- Abbruchreaktion: Beendigung des Kettenwachstums
Example: Dibenzoylperoxid wird oft als Radikalbildner in der Startreaktion verwendet.
Vocabulary: Ein Polymer besteht aus Molekülen mit langen Ketten, die aus miteinander verbundenen Monomeren bestehen.
Die Eigenschaften von Kunststoffen werden stark von ihrer molekularen Struktur beeinflusst. Thermoplaste beispielsweise sind bei normaler Temperatur spröde und zähelastisch, werden aber bei Temperaturerhöhung verformbar. Duroplaste hingegen sind durch ihre engmaschige Vernetzung nicht schmelzbar und sehr hart.
Beispiel: Polyvinylchlorid (PVC) und Polystyrol (PS) sind bekannte Beispiele für Thermoplaste, während Phenolharze zu den Duroplasten gehören.































