Stöchiometrie und Atomaufbau sind zwei der wichtigsten Grundlagen in der... Mehr anzeigen
Stöchiometrie leicht gemacht: Stoffmenge und Teilchenanzahl berechnen










Molare Masse und Stoffportion
Die molare Masse findest du direkt im Periodensystem - sie steht unter jedem Element und hat die Einheit g/mol. Bei Verbindungen addierst du einfach alle Atommassen zusammen.
Für Wasser (H₂O) rechnest du: 2 × 1,01 g/mol (für H) + 16 g/mol (für O) = 18 g/mol. Super einfach!
Die Stoffportion (m) ist nichts anderes als die Masse eines Stoffes. Mit der Formel m = M × n kannst du zwischen Masse, molarer Masse und Stoffmenge hin- und herrechnen.
Merktipp: Die molare Masse steht immer unter dem Element im Periodensystem - du musst sie nicht auswendig lernen!

Stoffmenge und Reaktionsgleichungen
Die Stoffmenge (n) gibt dir an, wie viele Teilchen du hast - 1 mol entspricht etwa 6,022 × 10²³ Teilchen . Mit n = m/M oder n = V/Vm kannst du sie berechnen.
Reaktionsgleichungen müssen immer ausgeglichen sein - links und rechts vom Pfeil müssen gleich viele Atome jeder Sorte stehen. Bei 2H₂ + O₂ → 2H₂O hast du links 4 H-Atome und 2 O-Atome, rechts auch.
Das Ausgleichen geht durch Ausprobieren: Setze Zahlen vor die Formeln, bis beide Seiten stimmen. Mit etwas Übung wird das zur Routine!
Praxistipp: Fang beim Ausgleichen mit dem komplexesten Molekül an - das macht's oft einfacher!

Molares Volumen
Das molare Volumen zeigt dir, wie viel Platz 1 mol eines Gases einnimmt. Bei Normalbedingungen (20°C, 1013 hPa) sind das immer 22,4 l/mol - egal welches Gas!
Um das Volumen zu berechnen, gehst du in zwei Schritten vor: Erst die Stoffmenge n = m/M ausrechnen, dann das Volumen V = Vm × n.
Bei 141g Sauerstoff rechnest du: n = 141g ÷ 32 g/mol = 4,4 mol, dann V = 22,4 l/mol × 4,4 mol = 98,56 l. Fertig!
Wichtig: Das molare Volumen von 22,4 l/mol gilt nur für Gase bei Normalbedingungen!

Kombinationsaufgaben
Bei komplexeren Aufgaben kombinierst du alle gelernten Schritte. Erst stellst du die Reaktionsgleichung auf und gleichst sie aus, dann berechnest du die molaren Massen.
Für die Reaktion 2Na + 2H₂O → H₂ + 2NaOH rechnest du: 46 g Na reagieren zu 2 g H₂. Mit dem Dreisatz findest du heraus: 5g Na ergeben etwa 0,22 g H₂.
Der Trick ist das Verhältnis aus der Reaktionsgleichung - die Zahlen vor den Formeln zeigen dir, in welchem Verhältnis die Stoffe reagieren.
Erfolgsrezept: Immer systematisch vorgehen - Gleichung, molare Massen, Verhältnis berechnen!

Atommodell und Periodensystem
Das Atom besteht aus einem Atomkern und einer Atomhülle (Elektronen). Die Ordnungszahl zeigt die Anzahl der Protonen, die Massenzahl die Gesamtzahl von Protonen + Neutronen.
Die Elektronenschalen werden von innen nach außen mit K, L, M, N bezeichnet. Mit der Formel Z = 2n² kannst du ausrechnen, wie viele Elektronen maximal auf eine Schale passen: K-Schale = 2, L-Schale = 8, M-Schale = 18.
Die Hauptgruppe zeigt die Anzahl der Außenelektronen, die Periode die Anzahl der Schalen. Bei Aluminium (3. Hauptgruppe, 3. Periode): 3 Außenelektronen, 3 Schalen.
Durchblick: Ordnungszahl = Protonen = Elektronen (bei neutralen Atomen)!

Kernhülle-Modell
Rutherfords Streuversuch bewies, dass Atome einen winzig kleinen, positiven Kern haben. Die meisten Alpha-Teilchen flogen durch die Goldfolie, einige wurden abgelenkt oder sogar zurückgeworfen.
Das Bohrsche Atommodell erklärt: Elektronen kreisen auf festen Bahnen um den Kern. Die Fliehkraft gleicht die elektrische Anziehung aus, deshalb fallen die Elektronen nicht in den Kern.
Die Schalenverteilung folgt dem Schema K:2, L:8, M:18, N:32. Elektronen besetzen immer zuerst die inneren Schalen, bevor sie in äußere wechseln.
Visualisierung: Stell dir das Atom wie ein winziges Sonnensystem vor - Kern = Sonne, Elektronen = Planeten!

Salze und Ionen
Ionen entstehen, wenn Atome Elektronen abgeben oder aufnehmen. Kationen (positiv) geben Elektronen ab, Anionen (negativ) nehmen welche auf. Die Oktettregel treibt diese Reaktionen an.
Salze bilden sich aus Kationen und Anionen, deren Ladungen sich ausgleichen. Bei Na₂S verbinden sich zwei Na⁺-Ionen mit einem S²⁻-Ion - die Ladungen heben sich auf.
Zum Ausgleichen suchst du das kleinste gemeinsame Vielfache (KgV) der Ladungen. Bei Mg³⁺ und P³⁻ ist das KgV = 6, also brauchst du 2×Mg und 3×P: Mg₃P₂.
Eselsbrücke: Hauptgruppen 1-3 geben Elektronen ab, 5-7 nehmen welche auf!

Alkalimetalle - Eigenschaften
Alkalimetalle sind die Elemente der 1. Hauptgruppe (außer Wasserstoff): Lithium, Natrium, Kalium, Rubidium, Caesium. Sie haben alle nur ein Außenelektron.
Diese Metalle sind silbrig glänzend, sehr weich (mit dem Messer schneidbar) und extrem reaktiv. Deshalb werden sie in wasserfreien Lösungsmitteln wie Petroleum aufbewahrt.
Von Lithium zu Caesium werden sie immer reaktiver und weicher. Grund: Je mehr Schalen ein Atom hat, desto schwächer ist die Anziehung zwischen Kern und Außenelektron.
Sicherheit: Alkalimetalle niemals mit bloßen Händen anfassen - sie reagieren sogar mit der Feuchtigkeit der Haut!

Alkalimetalle - Reaktionen
Die Triebkraft aller Alkalimetall-Reaktionen ist die Oktettregel - sie wollen ihr einzelnes Außenelektron loswerden. Je weiter unten im Periodensystem, desto heftiger die Reaktion.
Bei der Reaktion mit Wasser entsteht immer Wasserstoff und ein Hydroxid: 2Na + 2H₂O → 2NaOH + H₂. Das ist eine exotherme Reaktion - es wird viel Wärme frei.
Lithium reagiert schwach (Elektron nah am Kern), Caesium explosionsartig (Elektron weit vom Kern entfernt). Das Hydroxid macht die Lösung stark alkalisch.
Experimenteller Nachweis: Knallgasprobe für Wasserstoff, Phenolphthalein wird magenta für Hydroxid-Ionen!
Wir dachten schon, du fragst nie...
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Bei 141g Sauerstoff rechnest du: n = 141g ÷ 32 g/mol = 4,4 mol, dann V = 22,4 l/mol × 4,4 mol = 98,56 l. Fertig!
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