Handlung und typische Merkmale der Kurzgeschichte
In "Happy End" beginnt ein Streit, als eine Frau nach dem glücklichen Ende eines Liebesfilms zu weinen anfängt. Ihr Partner reagiert gereizt, stürmt aus dem Kino und versucht, vor ihr wegzulaufen. Als sie ihn einholt, wird deutlich, dass ihre Beziehung kurz vor dem Scheitern steht.
Der Text zeigt typische Merkmale einer Kurzgeschichte: Er ist kurz, beginnt unvermittelt (in medias res) und zeigt eine Momentaufnahme aus dem Leben gewöhnlicher Menschen. Wir werden direkt in die Krisensituation hineingeworfen, ohne lange Einführung. Die Dialoge sind durch kurze, einfache Sätze gekennzeichnet, und nur die relevantesten Informationen zu Zeit, Ort und Charakteren werden genannt.
Die Geschichte wird in einer Er/Sie-Erzählperspektive geschildert, wobei die Erzählperspektive zwischen Innen- und Außensicht wechselt. Der Erzähler bleibt neutral und präsentiert das Geschehen in einer zeitraffenden Struktur. Dabei wird deutlich, dass das Paar massive Kommunikationsprobleme hat.
Gut zu wissen: In der Kurzgeschichte "Happy End" werden Kommunikationsaxiome sichtbar. Das erste Axiom zeigt sich beispielsweise in der Enttäuschung und dem Zorn des Mannes sowie der Verzweiflung der Frau.




