Die Interpretation der Erfahrungen
Die Parabel entwickelt sich weiter, indem die Blinden ins Dorf zurückkehren, um ihre Erfahrungen zu teilen. Jeder ist von seiner eigenen Wahrnehmung überzeugt und teilt diese mit den anderen Dorfbewohnern. Die unterschiedlichen Beschreibungen reichen von einer "bekleideten Säule" bis zu einem "dicken Teppich".
Quote: "Die Blinden [...] wurden von einer heftigen Lust befallen" (Z. 5ff.)
Diese Textstelle unterstreicht die Wissbegier der Blinden und ihren Drang, das Unbekannte zu erforschen. Gleichzeitig zeigt sich hier die Problematik der begrenzten Wahrnehmung:
- Jeder Blinde nimmt nur einen Teil des Ganzen wahr.
- Sie sind von ihrer eigenen Erfahrung so überzeugt, dass sie nicht in Betracht ziehen, dass ihre Wahrnehmung unvollständig sein könnte.
- Die anderen Dorfbewohner vertrauen den Auserwählten und gehen davon aus, dass diese die volle Wahrheit kennen.
Definition: Der Elefant in der Parabel steht symbolisch für die Wirklichkeit als Ganzes, während seine verschiedenen Körperteile die unterschiedlichen Facetten der Realität repräsentieren.
Diese Symbolik verdeutlicht, dass Menschen oft nur Teilaspekte der Wirklichkeit erfassen und diese für die ganze Wahrheit halten.




