Emilia Galotti - Lessings bedeutendstes bürgerliches Trauerspiel
Das Emilia Galotti Erscheinungsjahr 1772 markiert einen Wendepunkt in der deutschen Literaturgeschichte. Gotthold Ephraim Lessings Meisterwerk revolutionierte das Theater der Aufklärung und etablierte das bürgerliche Trauerspiel als neue dramatische Gattung. Die Kernaussage von Emilia Galotti zielt auf die Kritik an der absolutistischen Herrschaft und thematisiert den Konflikt zwischen Bürgertum und Adel.
Definition: Das bürgerliche Trauerspiel ist eine dramatische Gattung des 18. Jahrhunderts, die erstmals bürgerliche statt adlige Hauptfiguren in den Mittelpunkt stellt und in Prosa statt in Versen verfasst ist.
Die Figurenkonstellation Emilia Galotti spiegelt die gesellschaftlichen Verhältnisse der Zeit wider. Im Zentrum steht die tugendhafte Bürgerstochter Emilia, die zwischen ihrer Pflicht gegenüber der Familie und den Nachstellungen des Prinzen von Guastalla gerät. Die Handlung spielt in einer italienischen Residenzstadt, wobei Wo spielt Emilia Galotti bewusst in die Ferne verlegt wurde, um die Zensur zu umgehen.
Highlight: Die zentrale Thematik des Werks ist der Konflikt zwischen bürgerlichen Tugendvorstellungen und aristokratischer Willkür.




































