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Checkliste Dramenanalyse

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Leitfaden zur Analyse dramatischer Texte
1. Einleitung
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Nennung von Autor, Titel, Entstehungs-/Erscheinungsjahr, evtl. Epoche, Textsorte
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Einleitung Hauptteil Schluss

Leitfaden zur Analyse dramatischer Texte 1. Einleitung ● Nennung von Autor, Titel, Entstehungs-/Erscheinungsjahr, evtl. Epoche, Textsorte ● Thema ● Leitfaden zur Analyse dramatischer Texte Einordnung der Szene/des Auszuges der Szene in das Gesamtdrama: Kurze Wiedergabe dessen, was kurz vor und kurz nach dieser Stelle passiert und in welcher Beziehung die handelnden Figuren miteinander stehen. Unter Umständen: Einordnung der Szene in den pyramidalen Dramenaufbau nach Gustav Freytag. Kurze Inhaltsangabe der Szene/Textstelle Deutungshypothese (immer in strukturierter Bezugnahme auf die Aufgabenstellung) Merke: In der Inhaltsangabe darf nicht interpretiert werden. In der Einleitung sind Zitate verboten. 2. Hauptteil a) Handlungssituation (Ort, Zeit und Atmosphäre des Dialoges/Monologes) b) Inhaltliche Gliederung des Gesprächsverlaufes Evtl. Störungen des Gespräches Unterbrechungen Wendepunkte c) Figuren Gesprächsteilnehmer+ weitere anwesende Figuren Charakterisierung der Figuren: Bei der Charakterisierung einer Dramenfigur bzw. einer kontrastiven Figurenkonstellation soll ein möglichst umfassendes Bild der Figur(en) herausgearbeitet werden: • Aussehen (wenn etwas darüber bekannt ist) • Persönliche Lebensumstände (Situation), soziales Umfeld und gesellschaftliche Rolle/Position Verhaltensweisen, wichtige Merkmale und Eigenschaften • Selbstbild, Gedanken und Ziele • Seelische Verfassung und/oder das Verhältnis zu politischen/religiösen und ethischen Ansichtsweisen. → Da der Dramatiker, anders als der Erzähler in epischen Texten, seine Figuren nicht beschreiben kann, müssen Erkenntnisse über Charaktermerkmale durch Aussagen der Figur über sich selbst, ihre Handlungen und die Aussagen anderer über sie sowie unter Umständen auch über die Regieanweisungen gewonnen werden. ● d) Kommunikation Art des Gespräches (z.B. Streitgespräch, Anliegen, förmlicher Empfang, privates Gespräch) Gesprächsanlass/ Gesprächssituation, Intentionen und Vorgehensweise der Figuren Verhältnis der Gesprächspartner...

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zueinander → ändert sich das Verhältnis evtl. im Verlauf des Gespräches Wer führt/dominiert das Gespräch: Verteilung der Redeanteile, symmetrische oder komplementäre Kommunikation → superior(überlegen)/inferior (unterlegen) e) Sprache/Sprechweise der Dialogpartner Leitfaden zur Analyse dramatischer Texte ● f) Sonstiges I. → Wichtig: Die Erkenntnisse aus dem Hauptteil müssen durch sinnvolle Zitate unterstützt werden. Im Hauptteil soll stets nach dem Dreischritt: These - Erläuterung - Beleg, vorgegangen werden. II. 3. Schluss (deutende Zusammenfassung der Feststellungen in der Textanalyse z.B. ● Funktion der Szene für das Gesamte Drama (z.B. Gespräch als Wendepunkt der Handlung, als Weiterentwicklung einer Figur oder als Auslöser, Höhepunkt oder Lösung eines Konfliktes) Rückbezug auf die Deutungshypothese ● Evtl. Hat der Verfasser/Haben sich andere Verfasser mit einer ähnlichen Problematik auseinandergesetzt? Regieanweisungen/Nebentext g) Evtl. textübergreifende Bezüge (Hier ist zu beachten, dass diese Fokussierungen immer auf die Aufgabenstellung zurückzuführen sind und sich aus dieser klar erkennbar ergeben sollen), z.B.: Epoche (Entstehungszeit des Dramas, wichtige historische Ereignisse zu dieser Zeit, prägende Einflüsse aus z.B Kultur oder Politik) Autor (biografische Angaben, prägende persönliche Ereignisse, politische Ansichten) Stilistische Mittel Syntaktische Struktur, z.B. hypotaktischer oder parataktischer Satzbau Wortwahl (Schlüsselwörter, Wortfelder, Sprachniveau, Umgangssprache, Fachsprache, veraltete Ausdrücke, Neologismen, Periphrasen, Wortspiele, Hyperbeln, Euphemismen, Sprachhaltung (sachlich, emotional, ironisch)) Arbeitsschritte Welche Bedeutung spielt das Drama in seinem literaturgeschichtlichen Zusammenhang? Stellt das Drama ein Thema oder ein Problem dar, das von Bedeutung für den Leser ist und sich auf seine eigene Situation beziehen lässt? (Aktualität von Literatur)) ● ● Text mehrfach lesen Anbringen von Unterstreichungen, Gliederungslinien und Randbemerkungen, Anfertigen von Notizen Aufstellen einer Arbeitshypothese Strukturierung der Untersuchungsergebnisse, Zuordnung zu einzelnen Abschnitten der Analyse, Aussondern von Unwichtigem Ausformulieren der Gedichtanalyse; dabei Überprüfung der Arbeitshypothese; ggf. Einbringen von Hintergrundwissen erstes Kontrolllesen: Verständlichkeit (!), inhaltliche Schlüssigkeit, Strukturierung zweites Kontrolllesen: Rechtschreibung, Zeichensetzung, Satzbau, Ausdrucksweise Weitere Hinweise Sie müssen nicht bei jeder Analyse alle Aspekte besprechen (z.B. Satzlänge und Sprachniveau nur, wenn sie für die Deutung relevant sind) Die Ergebnisse Ihrer Untersuchung der formalen und inhaltlichen Aspekte sollten immer aufeinander bezogen werden. Leitfaden zur Analyse dramatischer Texte III. ● Verbinden Sie Ihre Erkenntnisse in Bezug auf formale und inhaltliche Aspekte (Was steht im Text?) mit der Interpretation (Warum steht es dort? / Welche Funktion hat es?) Stützen Sie Ihre Analyse durch Textbelege (Zitate, Versangaben) und beachten Sie dabei sorgfältig die Regeln der Zitiertechnik. Vermeiden Sie rein spekulative Aussagen ohne konkreten Textbezug. Vermeiden Sie die bloße Auflistung unzusammenhängender Einzelergebnisse, zeigen Sie stattdessen Verbindungen auf VI. Vermeiden Sie längere Textparaphrasen. Bleiben Sie nicht zu eng am Wortlaut des Originaltextes, sondern verwenden Sie eigene Formulierungen. Vermeiden Sie dabei aber Umgangssprache und bloße Füllwörter. Verwenden Sie Fachausdrücke der Textanalyse, verzichten Sie aber auf unnötige und ,,gestelzt" wirkende Fremdwörter. Verwenden Sie als Zeitform das Präsens, vermeiden Sie unnötige Tempuswechsel. Vermeiden Sie jede persönlich wertende Stellungnahme im Hauptteil. Bringen Sie Ihr Hintergrundwissen nur ein, wenn es für die Deutung des Textes relevant ist. Formulierungshilfen: IV. Formulierungshilfen Hauptteil: Dieser Inhalt legt die Vermutung nahe, dass hier ... thematisiert wird. Der Szenenabschnitt/die Szene lässt sich in ... Abschnitte gliedern. Gleich die erste Äußerung des ... macht die Grundstimmung deutlich: ... Die zweifache Wiederholung sowie das Ausrufezeichen zeigen, dass... XY zeigt sich zu Beginn des Gespräches unterwürfig, wie es seiner sozialen Stellung entspricht. Dies wird deutlich, indem er... Gesprächsinhalt / Gesprächsverlauf In dem Dialog geht es um die Frage ... Sie vertritt die Meinung, dass ... Er belegt seine These durch folgendes Argument Der Gesprächsverlauf lässt sich folgendermaßen gliedern .. Der Dialog lässt eine Entwicklung erkennen, da ... Das Resultat des Dialogs ist der Entschluss/die Erkenntnis, dass... Der Wendepunkt des Gesprächs ist ... Sprachlich-rhetorische Mittel Der Satzbau ist vorwiegend hypotaktisch / parataktisch In diesem Bild/Szene dieser Situation veranschaulicht die (häufige) Verwendung von ., dass Zur Betonung und Verdeutlichung seiner Aussageabsicht benutzt er folgende Stilmittel: Auffällig ist die Verwendung von rhetorischen Fragen, durch die bewirkt wird, dass ... V. Formulierungshilfen Schluss: Zusammenfassend/Abschließend lässt sich sagen, dass... Die besondere Bedeutung dieser Szene liegt darin, dass... Formulierungshilfen Kommunikation Art des Gesprächs Es handelt sich bei diesem Gespräch um eine zwanglose Unterhaltung/ um eine förmliche Leitfaden zur Analyse dramatischer Texte Besprechung/um ein reflektierendes/argumentatives Gespräch / um ein Streitgespräch/ Gesprächsanlass Konkreter Anlass für den Dialog ist ... Die Gesprächssituation ist durch folgende Umstände gekennzeichnet ... Folgende Themen der vorherigen Szene werden wieder aufgegriffen ... um.. ... Dem Dialog vorausgegangen ist ... Gesprächspartner Am Gespräch sind maßgeblich beteiligt ... Den Dialog führen ... Es handelt sich um ein symmetrisches/komplementäres Beziehungsverhältnis zwischen den Dialogpartnern. Gesprächsziele und Motive Mit dem Gespräch will sie informieren/überzeugen/überreden/zum Ausdruck bringen/erreichen, dass Sein Gesprächsverhalten ist durch seine Absicht ... bestimmt Mit dem Gespräch beabsichtigt sie / er ... Beziehung der Gesprächspartner Dominiert/Geleitet /Gesteuert wird das Gespräch von Person X Die Redeanteile sind gleich / ungleich zugunsten von Person Y verteilt Das Verhältnis der Gesprächspartner zueinander ist ..., denn .... Die Beziehung zeichnet sich durch gegenseitige Offenheit /strategisches Taktieren aus. Aus dieser Äußerung/Antwort lässt sich auf ihre Einstellung zu ... schließen Die Beziehung der Gesprächspartner bleibt konstant / ändert sich. Sie ist von ... geprägt. Sie ist von geprägt.