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D Klausur Sachtextanalyse & zwei weitere Spracherwerbsmodelle, Steven Pinker "Der Sprachinstinkt"

29.3.2023

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WBG Oer-Erkenschwick
Deutsch-Grundkurse Q 1.2 (NOL)
Bearbeiten Sie schriftlich folgende Aufgaben:
3. Klausur
1. Analysieren Sie den vorliege
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WBG Oer-Erkenschwick Deutsch-Grundkurse Q 1.2 (NOL) Bearbeiten Sie schriftlich folgende Aufgaben: 3. Klausur 1. Analysieren Sie den vorliegenden Textauszug von Steven Pinker im Hinblick auf die zentralen Aus- sagen, die argumentative Struktur sowie die sprachlich-stilistischen Mittel zum Zwecke der Leserlen- kung. (44 Punkte) 08.03.21 2. Sprache... bildet einen klar umrissenen Teil der biologischen Ausstattung unseres Gehirns." Ver- gleichen Sie - ausgehend von diesem Zitat - Pinkers Position zum Spracherwerb des Kindes mit zwei anderen Ihnen bekannten Theorien und beziehen Sie abschließend begründet Stellung. (28 Punkte) (Gewichtung der Darstellungsleistung 28 Punkte, also insgesamt 100 Punkte) Textgrundlage: Steven Pinker: Der Sprachinstinkt. München 1996, S. 385ff. These ✔ Menschen, die viel Zeit mit Tieren verbringen, neigen dazu, deren kommunikative Talente in allzu ro- sigem Licht zu sehen. Meine Großtante Bella bestand allen Ernstes darauf, dass ihre Siamkatze Rusty abwertend Beispiele Englisch verstände. Viele Behauptungen der Affentrainer waren wissenschaftlich nicht viel besser ab- gesichert. Die meisten Trainer wurden in der behavioristischen Tradition B. F. Skinners ausgebildet und Sverstehen nicht viel vom Studium der Sprache. Sie stürzen sich auf die äußerst dürftige Ähnlichkeit zwischen Kind und Schimpanse und verkündeten, deren Fähigkeiten seien im Grunde dieselben. Diese besonders enthusiastischen Trainer übergingen die Wissenschaft ganz und gar und wandten sich mit ihrer faszinierenden Botschaft über die Tonight Show und National Geographic² direkt an die Öffent- lichkeit. (...) Vorwurf Unwissen- schaftlich Steven Pinker:...

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Der Sprachinstinkt (Auszüge) Arg." Unwissenschaft lich Baspiel 10 Je schwerwiegender die Behauptungen über die Fähigkeiten der Tiere sind, desto dürftiger sind im Allgemeinen die Daten, die der Wissenschaft zur Prüfung zuganglich gemacht werden. Die meisten Trainer haben die Einsicht in ihre Rohdaten rundweg verweigert. Washoes Trainer, Beatrice und Alan Gardner, drohten mit der gerichtlichen Verfolgung eines anderen Forschers, weil er in einem kritischen Wissenschaftlichen Artikel Sequenzen aus einem ihrer Filme verwendet hatte, da ihm keine anderen 15 Rohdaten zur Verfügung standen. (...) Generalisierung Absage Zunächst einmal trifft es nicht zu, dass die 35 Affen ,,die Amerikanische Gebärdensprache lernten". abwetend Diese widersinnige Behauptung beruht auf dem Mythos, dass ASL statt einer vollwertigen Sprachemit Phonologie, Morphologie und Syntax nur ein unbeholfenes System aus Gesten und Mimik ist. In Wirklichkeit hatten die Affen keine einzige echte Gebärde des ASL gelernt. (...) Angeblich verfü- 20 gen die Schimpansen über einen Wortschatz von mehreren hundert Wörtern; dazu "übersetzten" die Forscher beispielsweise das Zeigen mit dem Finger für Du, Umarmung als Zeichen für Umarmen und das Picken, Kitzeln und Küssen der Affen als Zeichen für picken, kitzeln und küssen. Häufig wurden dieselben Bewegungen der Schimpansen abhängig davon, was den Beobachtern für den jeweiligen Kontext passend erschien, als verschiedene "Wörter" ausgelegt. (...) Schlussfolgerung Meiny 25 Nahezu erfolglos waren die Schimpansen in allen Bereichen, die nur im Entferntesten mit Grammatik als Fakt zu tun hatten. Sie kombinierten die Gebärden nicht zu den wohldefinierten Bewegungskonturen des ASL und flektierten sie nicht nach Aspekt und Kongruenz; diese Unterlassung fällt schwer ins Gewicht, denn im ASL wird vor allem durch die Flexion ausgedrückt, wer wem was tut, und noch vieles andere mehr. Fachworte Argument 30 selbst 30 Selbst wenn man von Wortschatz, Phonologie, Morphologie und Syntax absieht, ist das Beeindru- an der Gebärdensprache von Schimpansen, dass sie im tiefsten Inneren einfach nicht "kapie- Lesernahe ren", wozu die Gebärden eigentlich gut sein sollen. Sie wissen, dass die Trainer es gerne sehen, wenn sie Gebärden machen, und dass sie selbst mit Hilfe der Gebärden oft bekommen, was sie wollen, aber sie scheinen nie aus dem Bauch heraus zu spüren, was Sprache eigentlich ist und wie man sie nutzen 35 kann. Bei Gesprächen warten sie nicht ab, bis sie an der Reihe sind, sondern "reden" munter zur glei- chen Zeit wie ihre Gesprächspartner, wobei sie die Gebärden häufig zur Seite hin und unter dem Tisch machen, statt in dem üblichen Raum vor dem Körper. (...) Beispiel 1 populäre TV-Show in den USA 2 populärwissenschaftliche Zeitschrift zu naturwissenschaftlichen Themen 3 Ein trainiertes Schimpansenmädchen mit einem angeblichen ,,Wortschatz" von 132 Zelchen der Gebärdensprache ASL (American Sign Language = amerikanische Zeichensprache) 4 Flektieren: die Endung von Worten verändern, z.B. ich gehe, du gehst, er sie es geht usw. Hinterfragt + Schlussfolgerung rhetorischeist es nicht ein Hohn³, dass wir Menschen in dem angeblichen Bemühen, dem Homo sapiens in der Hyperbarich ・Rhetorik Frage natürlichen Ordnung einen etwas bescheideneren Platz zuzuweisen, eine andere Spezies drangsalie- 40 ren, um ihr unsere Instinkte oder eine von uns erfundene künstliche Kommunikationsform einzuimp- fen, als sei dies der biologische Wertemaßstab? Dass sich die Schimpansen dem widersetzen, ist nur abwertend natürlich. Das Getue um die Einzigartigkeit der Sprache hat viele ironische Aspekte. Dazu gehört der von Menschen unternommene verkrampfte Versuch, Tiere zu adeln, indem man sie zwingt, menschli- che Kommunikationsformen zu imitieren. (...) 45 Sprache bildet einen klar umrissenen Teil der biologischen Ausstattung unseres Gehirns. Sprache ist eine komplexe, hochentwickelte Fertigkeit, die sich ohne bewusste Anstrengung oder formale Unter- weisung beim Kind ganz spontan entwickelt und sich entfaltet, ohne dass das Kind sich der ihr zugrun- deliegenden Logik bewusst wird. Aus diesen Gründen beschreiben einige Kognitionswissenschaftler Sprache als psychologisch eng umgrenzte Fähigkeit, als mentales Organ, neuronales System... Ich per- 50 sönlich ziehe den zugegebenermaßen merkwürdigen Begriff ,,Instinkt" vor. In ihm drückt sich die Vor- stellung aus, dass das Sprachvermögen des Menschen mehr oder weniger mit der Webkunst der Spinne vergleichbar ist. Die Herstellung eines Spinnennetzes ist unabhängig von einer soliden Ausbil- dung oder der Begabung zum Architekten oder Bauingenieur. Vielmehr spinnt eine Spinne ihr Netz, 54weil sie ein Spinnengehirn besitzt. (...) eigene These Vergleich (Aus: Steven Pinker: Der Sprachinstinkt. München 1996, S. 385ff.) Zusatzinfo: In den 1990er Jahren sorgten in den USA Tier-Verhaltensforscher mit der Behauptung, sie hätten Schimpansen die Gebärdensprache beigebracht, für ein großes Medienecho. Letztlich blieb es umstritten, ob die Schimpansen tatsächlich die Gebärdensprache beherrschten oder nur ein von den Forschern gewünschtes- und somit verstärktes - Verhalten zeigten. Der Psychologie-Professor Steven Pinker sprach den Primaten die Fähigkeit zur Gebärdensprache in vielen Publikationen ab. S stark abwertendes Verhalten gegenüber anderen 6 drangsalieren = bewusst quälen Willy-Brandt-Gymnasium Städt. Schule d. Sek. I u. Il Christoph-Stever-Straße 4 45739 Oer-Erkenschwick Telefon 0 23 68/98560 Fax 0 23 68 / 985642 Buch (1) Q1GKD1-NOL Klausur №₁. 3 Yinan Xia. Aufgabe 1: Der vorliegende Auszug entstammt dem wissen- schaftlichen Text. Der Sprachinstinkt", der von Steven Pinker im Jahr 1996 verfasst, und in München veröffentlicht wurde. Thema des Textes ist die Kritik an der behavioristischen Theorie, dass Tiere mit Menschen kommunizieren könnten. Dafür nutzt der Autor eine polemische Rhetorik, zahlreiche sprachliche Mittel und verfolgt einen klaren Gedankengang, um den Leser schlussendlich von seiner eigenen Spracherwerbstheorie zu über- zeugen. Zu Beginn des Textes stellt der Autor die These auf, dass viele Menschen die kommunikati- ven Fähigkeiten von Tieren überschätzen würden. (vgl. Z. Xf), die er direkt mit dem Beispiel seiner Großtante belegt (vgl. Z. 2f). Bereits hier greift er dabei auf abwertende Ausdrücke wie allen Ernstes" (2.2) zurück, die diesen Glauben als ab- ~ surd und unrealistisch darstellen. Anschließend wirft er den Sprachtrainern Unwissenschaftlich- keitt vor, um deren Standpunkt zu entkräften, (ugl. Z. 3f.). Auch hierbei greift der Autor mit Aussagen verstehen nicht viel vom Studium der # wie 11 Sprache" (7.5) oder übergingen die Wissenschaft ganz und gar" (Z.7) in Bezug auf die Trainer auf eine abwertende Rhetorit zurück. *und Unwissenheit über die Thematik Ingeprägten Tavon Affen- trainer" I von Primaten 11 Hu Holwaria Diesen TAGS Diesen Vorwurf belegt Vorwurf belegt er im folgenden Absatz damit, dass der Wissenschaft keine Daten zur zweier der Tiere zur Überprüfung der Theorien über die Fähigkeiten Verfügung gestellt werden würden des Weiteren mit Bei- unterstützt. (vgl. 2.10-13), was er spielen dreier Trainern T(ASL) Gr Absage I'm weiteren Verlauf des Textes folgt die erste an der Behauptung, dass Affen die amentarische Gebärdensprache erlernten. Hierbei stellt der Autor mit den einleitenden Worten Zunächst einmal trifft es nicht zu "(Z16) seinen Stamp Standpunkt als einen objektiven Fakt dar. Diese Generalisierung nutzt er, um das Ver- trauen der Leser zu gewinnen. Zur Beschreibuny und Entkräftung der gegnerischen Behauptung made spricht Pinker Youn einer widersinnige(n) Behauptung " (Z.17). Auch keen mit dieser pole- mischen Rhetorik nückt er die Position in das Licht der Unwissenheit, woraufhin er selbst jedoch durch die Nutzung der Fachbegriffe • Phonologie, Morphologie und Syntax " (7.18) den leser von seiner Seriosität überzeugen möchte. Es wird dargelegt, dass die Affen in Wahrheit. keine echte Gebärdensprache gelernt hätten, wobei der Autor die Begriffe übersetzen" (7.20) und "Wörter" (7.24) im Kontext der Affen in Anfüh- nungszeichen setzt, um dies zu betonen. Schließlich schlussfolgert er, dass diese ihre # Bewegungen nicht zu der amerikanischen Gebärdensprache kombinierten, eta und bei der Grammatik versagt hätten (vgl. Z.25-27) Im weiteren Verlauf des Textes folgt das zweite Argument gegen die Behauptung, dass. Schimpansen Gebärdensprache beheirschten, näm- lich dass diese den Sinn der Sprache nicht verstehen würden. Bei dieser Ausführung setzt der Autor sowohl auf die Fachworte, Phono- Logie, Morphologie und Syntax" (Z.30) zur Beto- nung seiner Professionalität, als auch auf, einfache Sprache mit der Aussage einfach nicht kapieren, wozu die Gebärden eigentlich gut sein sollen" (Z.31f) zur Bewahrung einer Nähe zum Leser. Er erläutert das Argument näher und belegt (sie) anschließend mit dem Beispiel, dass die Schimpansen bei Gesprächen. munter zur gleichen Zeit " (Z.35f) redeten und die gen Gebärden auch haufig unter dem. Tisch durchführen würden (vgl. Z.35-37), wobei der Autor auch hier das Wort „reden" in tr Anfühnungszeichen setzt, um abwertend zum Ausdruck zu bringen, dass es sich um kein tatsächliches Reden handele. ✓ Anschließend hinterfragt Pinker die Sinnhaftigkeit der Versuche, die menschlichen Kommunika- jut! Gr les zu übertragen W tionsformen auf Tiere anzuwenden. Dabei nutzt er eine rhetorische Frage, damit der Leser sich selbst auf seine Seite positioniert. Mit den hyperbolischen Ausdrücken drangsa- lieren " (Z.394) und dem metaphorischen Begriff einzuimpfen" (Z.40f) rückt er die Versuche mit Tieren in ein absurdes Licht und zwingt den Leser zum Hinterfragen. Verstärkt wird dieser Effekt von der Verwendung abwerten- der Bezeichnungen wie dem „Getue "(Z.42), die den Versuchen die Ernsthaftigkeit entzie- hen. Pinker ist der Auffassung, dass der Mensch in natürlicher Ordnung durch die Beherrschung der Sprache überlegen sei luge. Z.38f) und stempelt dien Versuch diese auf die Spezies der Tiere zu übertragen, als ironisch" (Z.42) ab. (ugl. Z. 38-4/1). # Mit dieser Schlussfolgerung leitet der Autor zu seiner eigenen These aber den menschlichen Spracherwerb über. Nach ihr stellt Sprache eine hochentwickelte Fähigkeit dar, die sich beim Kind ohne bewusste Anstrengung spontan entwickle (vgl. Z.45-48). Er zieht zur Verdentlichung einen Vergleich mit der Fähigkeit von Spinnen, Netze zu weben (vgl Z.50-54), die als „Instinkt " (Z.50) beschrieben wird. Trotz fehlender wissenschaftlicher Nachweise über die Existenz eines Sprachinstinktes stellt der Autor seine Yinan Xia Position mit dem einleitenden Satz. Sprache bildet einen klar umrissenen Teil der biolo- gischen Ausstattung unseres Gehirns" (Z.45) als Fakt dar, um den Leser von ihr zu über- zeugen. Willy-Brandt-Gymnasium Städt. Schule d. Sek. I u. II Christoph-Stöver-Straße 4 45739 Oer-Erkenschwick Telefon 0 23 68/98560 Fax 0 23 68 / 985642 Im Hinblick auf die oben aufgeführten Analyse- ergebnisse lässt sich schlussfolgein, dass der Autor im vorliegenden Text den Leser durch gezielte Abwertung der Gegenposition, die sich auch bei seiner polemischen Rhetorik verdeutlicht, durch den Text lenkt und von seiner Position überzeugt. Dabei ist jedoch kritisch zu betrachten, dass wissenschaftliche Belege für seine Stand- punkte fehlen und die gewählte Rhetorik da- durch unprofessionell excheint. Aufgabe 2: Im Hinblick auf die oben aufgeführten Ergeb- nisse und dem vorliegenden Zitat Pinkers werde ich im Folgenden zwei weitere Theorien zum kindlichen Spracherwerb präsentieren, Sie miteinander vergleichen und anschließend begründet stellung beziehen. Nach Steven Pinker basiert der Spracherwerb auf einen angeborenen, biologischen Instinket, der für die Menschen einzigartig ist und 5 Gr sich durch Ausbildung von Grammatik aus- zeichnet. Es handele sich, wie behavioristische Im direkten Kontrast dazu steht das Sprach- Gr erwerbsmodell von Burrhus F. Skinner. Dieses basiert auf der Annahme, dass sich Sprache durch gezielite Verstärkung durch die Umge velt auf zufällige, spontane lautaupenings ausbildet. So erfahren Kinder, die in der ersten Phase des Spracherwerbs zufällige Laute von sich geben, bei korrekten Begriffen wie beispielsweised "Mama" positive Reaktionen ihres Umfeldes, wodurch sie diese Laute wiederholen und in ihrem Sprachgebrauch festi- gen. Anders als bei dem Modell Pinkas ba- stert der Spracher werb demzufolge lediglich auf Or Umwelt, nicht jedoch auf biologischen Anlage wodurch es sich auf alle Sprachen anwenden lässt Die Interaktion mit anderen Menschen spielt beim Modell des Sprachinstinkts eine deutlich. kleinere Rolle als bei del behavioristischen Post- tion Skinnes. die häufiger Eine Weiterentwicklung der Modelle stellt die epigenetische Position zum kindlichen. Spracherwerb dar*. Diese basiert auf der Annahme dass Spracherwerb ein biologisch determinieſter Prozess ist, der durch sprachliche Stimulation. und das soziale Umfeld verstärket- unterstützt. *₂ Sie wird von Gisela Szagun vertreten. *4 im Zitat erläutert, um eine biologische Ausstattung". beim Szagun 1 wird. So bildet sich das Kind nach selbst sprachliche Strukturen bei der Inter- aktion mit anderen Menschen, indem es. Regelhaftigkeiten auffasst und für sich ver- allgemeinert. Dieser Prozess wird als Kon- destruktion bezeichnet, wobei der Selbstorga- nisation eine rentio zentrale Rolle zufällt. Hierbei spielen zahlreiche einzelne Fähigkeiten und neuronale Mechanismen zusammen. Im Vergleich zu der Theorie von Steven Pinker bezieht die epigenetische Ansatz die Inter- aktion mit der Umwelt ein. Der Spracherwerb wird nicht ausschließlich mit der biolo- gischen Anlage erklärt, sondern bildet sich durch Interaktion aus, was es ermöglicht, individuelle Unterschiede zwischen Kindern zu erklären. Im Hinblick auf die oben aufgeführten. Erkenntnisse lässt sich eine Beurteilung über die Plausibilität der Spracherweibs- theonien treffen. Das Modell von des Sprach- instinkts von Steven Pinker ermöglicht zwar die Erklärung dafür, wie ein Kind Grammatike erlernt, individuelle Unterschiede bei der Sprachentwicklung von Kindern werden jedoch vernachlässigt. Auch die Ebene der Fragma- tik, die Anwendung der Sprache im sozialen Kontext, kann mit der Theorie Pinkers nicht zureichend erklärt werden. Es wird deutlich, dass die Anlage zwar ein notwendiges Kriterium, jedoch beine hinreichende Erklä- rung für den Spracherwerb darstellt. Der behavioristische Ansatz von Skinner erklärt durch den Fokus auf Interaktion hin- gegen individuelle Unterschiede und lässt. sich auch auf alle Sprachen anwenden, die drei Ebenen Syntax, also grammatikali- / she Zusammenhänge zwischen Wörtern, Seman- tik, aho die Verknüpfung von Wortern mit lexikalischen Bedeutungen und die Prag- matik, aho die Anwendung von Sprache" im sozialen Kontext, können mit ihm jedoch nicht erklärt werden. Ebenso gilt dies für die Bildung neuer Worter, seitens des Kindes. Zudem wurden hierbei Tierversuche #3 Einen guten Kompromiss stellt da da die epigenetische Theorie fuum kindlichen Sprach- erwerb dar. Dadurch, dass sie die Stärken der nativistischen und behavioristischen Position kombiniert und sowohl Anlage als auch die Interaktion mit der Umwelt benick- sichtigt, deckt sie alle nötigen Ebenen ab und ist dazu in der Lage, die Bildung gut keine Band wurmsätze ! 8 #3 mit Tauben seiters Skinners unkeritisch auf Menschen übertragen, wodurch sich die Plausibilität hinterfragen lässt. Jinan Xia neuer Wörter, das Erlernen von Grammatik und die Anwendung von Sprache in so walen Rahmen zu erklären. Ausgehend davon. lässt sich der epigenetische Ansatz als am plausibelsten erklären, weswegen ich mich ihr anschließe. Sowohl inhaltlich als auch mit Blick auf die sprachliche Darstellung sine excelente (ai- stung! Mit 92 Punkten erreichst du die Note: sehr gut (1) 19.03.21/ Noy Willy-Brandt-Gymnasium Städt. Schule d. Sek. I u. Il Christoph-Stover-Straße 4 45739 Oer-Erkenschwick Telefon 02368/98560 Fax 02368/98 5642 They