Der Aufbau der Erörterung
Die erfolgreiche Erörterung beginnt mit einer gründlichen Vorbereitung. Folge diesen Schritten für eine strukturierte Herangehensweise:
Erschließung des Themas:
- Kernbegriffe identifizieren und verstehen
- Schlüsselwörter im Text markieren
- Prüfen, ob es sich um ein ein-, zwei- oder mehrgliedriges Thema handelt
- Auf mögliche Einschränkungen achten
Stoffsammlung erstellen:
- Stichpunkte zu relevanten Argumenten machen
- Bei Bedarf eine MindMap anfertigen
- Bei der textgebundenen Erörterung: alle Materialien sorgfältig lesen und auswerten
Wichtiger Hinweis: Bei der Stoffsammlung geht es zunächst um Quantität! Sammle alle Ideen, die Sortierung erfolgt im nächsten Schritt.
Stoffsammlung ordnen:
- Unwichtiges oder Unpassendes streichen
- Zusammengehörende Aspekte gruppieren
- Ober- und Unterbegriffe finden
- Bei Bedarf ergänzen
Gliederung erstellen:
- An formale Vorgaben halten
- Einheitlichen Stil verwenden (entweder Nominal- oder Verbalstil)
- Sinnvolle Gliederungspunkte wählen
Ein Beispiel für die Gliederung einer zweigliedrigen Erörterung könnte so aussehen:
A) Ausformulierter Einleitungssatz
B) Themastellung
I. Themafrage 1
1. Gliederungspunkt 1
a) Unterpunkt 1
b) Unterpunkt 2
2. Gliederungspunkt 2
[...]
II. Themafrage 2
[...]
C) Ausformulierter Schlusssatz
Die Einleitung schreiben:
- Mit einem passenden Einleitungsgedanken beginnen (z.B. Begriffsdefinition, Zitat, aktuelles Ereignis)
- Eine geschickte Überleitung formulieren
- Die Themafrage klar darstellen
Tipp: Halte deine Behauptungen knapp - nicht länger als 10-12 Wörter. Das Sanduhrprinzip bei der dialektischen Erörterung bedeutet: Beginne breit, spitze in der Mitte zu und öffne zum Schluss wieder.



