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der Sandmann Abiturvorbereitung 2021

der Sandmann Abiturvorbereitung 2021

 Epoche
Romantik (1795-1840)
-
- Kritik am wissentschaftlichen Fortschritt
Leitmotive: Sehnsucht und liebe
Romantiker wollten den rationalen

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Epoche Romantik (1795-1840) - - Kritik am wissentschaftlichen Fortschritt Leitmotive: Sehnsucht und liebe Romantiker wollten den rationalen Gedanken der Aufklärer entgegen. wirken Abwehrhaltung gegenüber einem pragmatischen, rationalistischem Alltagsleben - idealisiert / romantisiert das Mittelalter Romantiker wollen durch ihre Gedichte ihre Unzufriedenheit mit dem gewöhnlichen Leben zum Ausdruck bringen → Schauer-/Schwarze Romantik: Schattenseiten der Natur - - geprägt von Gefühlen, Leidenschaft und Fantasie konflikt zwischen Wirklichkeit (Tag) und Fantasie (Nacht) Naturverbundenheit dunkle Zonen des Unbewussten Ich-Spaltung und Wahnsinn → Bezug E.T.A. Hoffmann der Sandmann A den - ● sandmann - - Nathanael als typischer Romantiker trotz der Rolle als "Außenseiter" ist Nathanael ein typischer Romantiker "1 im Sandmann wird man mit den Abgründen, dem Dunklen und Grotesken, sowie mit dem Doppelgänger 11 hat eine umheimliche Wirkung durch: > Konflikt zwischen Innen- und Außenwelt > Konflikt zwischen Fantasie und Wirklichkeit aus dem Inneren dringen plötzlich unbewusste Phänomene und bringen die Außenwelt in ein unvorhersehbares Chaos Epoche Aufklärung (1715-1790) Vernunft dominiert das Bild des Menschen und das Bild seiner Umwelt rationales Denken → man will sich von Tradition und Gewohnheit befreien kampf gegen Vorurteile und für die Naturwissenschaften Emanzipation, Bildung, Bürgerrechte, allgemeine Menschenrechte und die ver- Pflichtung des Staates für das Gemeindewonl - vernunftsorientiertes Handeln = Lösung für die meisten Probleme er ist ein romatischer Künstler, welcher seine Fantasien und inneren Gedanken in Lyrik ausdrückt und diese dann mit der unschönen Realität verbindet > Bezug auf den Tod seines Vaters sein Charakter passt gut auf den eines romantischen Dichters > Propnet > Vorhersager...

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(sagt in seinen Gedichten seinen Tod vorraus) Seine Gedichte wirken nachahmend und etwas überspannt auch auffallend ist, dass als er auf Olympia trifft, seine Sucht nach Gedichten USW. verfällt Gegenstück zur Romantik Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmün- digkeit"- kant Clara als Vertreterin der Aufklärung realistisches korrektiv (Gegenfigur zu Nathanael) Sie klärt und erklärt alle irrationale Gedankengänge Nathanaels Sie versucht die Erfahrungen Nathanaels auf ein gesundes Maß an Normalität zu reduzieren - - der sandmann verkörpert die Prinzipien des aufklärerischen Denkens → sie versucht sich inren eigenen verstandes zu bedienen Sie handelt klar und rational wird als jemand mit einem hellen und scharf sichtenden Verstand beschrieben (vgl. S. 20) für sie sind Innen- und Außenwelt, sowie Fantasie und Realität Klar getrennt Sie scheint auch nichts Irrationales wahrzunehmen Motive und Symbole Wahn Sinn und Gesellschaft - "verrückt sein" wird von Kultur zu Kultur anders definiert, da "Verrückte" immer von den Normen der Gesellschaft abweichen, welche nochmals varieren primäre Ursache: Isolation → Schizophrenie: > ausgelöst durch keine Bezugsperson in der Kindheit oder wurde zu symbiotischen (eng zusammenlebenden) kontakt gezwungen > autistisch legoistisch / zu sehr an eine Bezugsperson gebunden > ausgelöst durch Schwere Lebenskrise Wahnsinn ab dem 18 Jahrhundert findet ein historischer Prozess statt indem das ausge- grenzt wird, was den Normvorstellungen nicht entspricht man errichtete Irrenanstalten außerhalb der Städte - E.T.A. Hoffmann war derzeit mit zwei Ärzten befreundet, die in solchen An- Stalten arbeiteten > diese gewährten ihm Einblick in die Behandlung von Geistes Kranken (z. B. hyp- noseähnlichen Methoden) der Sandmann ist demnach eine literarische Auseinandersetzung mit dem wann - Sinn (manche gehen sogar von einer Nacherzählung aus, welche die unheimlichen Praktiken der Ärzte umschreiben soll) > Entstehung, Ausbruch, verlauf und letztendlich tödlicher Ausgang einer psy- chischen Erkrankung > durch die Darstellung Nathanaels psychischer Dispositionen (wahnvor- stellungen, Ängste, Raserein und Agressionen) gibt Hoffmann sein wissen über den zeitgenössischen Wissensstand wider Nathanael versucht seinen Wahnsinn durch Sprache und Mitteilungen zu thera- pieren durch Briefe und lyrische werke > gibt seine zerissenheit, seinen Ängsten und seine traumatischen Erlebnisse preis wurde mit den Erlebnissen aus der Kindheit alleine gelassen von seinen Eltern > Sprachen nie über den "Sandmann" und über den Tod des Vaters Nathanael wird auch einmal als "Wahnsinniger" bezeichnet (vgl. S.38), als er auf dem Boden liegt und spalazani ihn mit Augen abwirft Narzissmus → übersteigerte Selbstliebe und eine starke Ichbezogenheit Narzissmus im Sandmann Nathanaels Phantasie ersetzt die schwammigen Erinnerungen aus seiner Kind- heitartet in dystopische Darstellung einer fernen aus, welche faktisch so nicht geschehen sein kann; will diese Erinnerungen mit allen teilen, was auch ein An- zeichen von Narzissmus ist ↳Erster Brief von Nathanael an Lothar (die Alchemisten - Szene) - - - - 1 der sandmann 4 (1 als würden Menschen gesichter ringsumher sichtbar, aber ohne Augen- Scheußlich tiefe Höhlen statt ihrer" (S.11 Z. 34 ff.) 4 „ nun haben wir Augen-Augen - ein paar kinderaugen" (S.12 2.5ff.) der verfolgungswahn Nathangels ist auch ein typisches Anzeichen eines Nar- zisstenj er steigert sich in die Coppelius- Coppola - Thematik hinein und ist auf dem Weg in den Wannsinn des wegen j er denkt der Sandmann aus seinem so real wirkenden Kindheitserrinerungen will ihn holen hinzu kommt, dass er Claras kritik und Bemühungen ihn aus diesem Zustand zu befreiein, komplett ablehnt; er ist kritikunfähig gent Konflikten mit ihr gänzlich aus dem weg es fällt ihm schwer, Empathie gegenüber Clara zu empfinden ↳ kann nicht verstehen, warum Clara nicht immer seinen Lesungen zuhören will und kann (vgl. S. 25ff.) → hat auch die Trennung zur Folge Olympia als Spiegel seiner selbst: ↳er verliebt sich später in Olympia, welche, aufgrund des Faktes, dass sie eine Puppe ist, keine Möglichkeit hat ihn zu kritisieren ↳ Sie hat keinen Charakter → Nathanael Schmiedet diesen vollkommen nach seinen eigenen narzisstischen Vorstellungen ↳dient als Spiegel seiner Selbst (,, in dem sich mein ganzes Sein Spiegelt" (S. 35 Z. 33)) nachdem Olympia Nathanael entzogen wird, scheint sein Narzissmus und der damit verbundene wahnsinn ein Ende zu haben und er kenrt zu seinem altem Leben mit Carla zurück und ist auch gewillt sie zur Frau zu nehmen ↳ bei der Hochzeit kommt sein wahnsinn jedoch wieder zurück und beim Anblick Coppelius im Publikum stürzt er sich vom Kirchturm in den Todj Selbstmord verursacht durch seinen, vom Narzissmus bestimmten, wann- sinn das Instanzenmodell von Freud dasES": → angeborenes Lust prinzip → das menschliche Unbewusste (unbewusster Teil der Seele), wel- ches aus dem Sexualtrieb verdrä- ngten Erlebnissen, wahrnehmungen und triebhaften Wünschen bestent das über-Ich": "1 → Gegenpart zum ES (moralisch) → Spricht Verbote Imoralische Gesetze 4 menschliches Gewissen ES: Lustprinzip triebhafte Wünsche im Unbewussten Befehle UBER-ICH: moralische Instanz gesellschaftliche Gebote u. Verbote (Normen & Weste) Ansprüche ICH: Realitätsprinzip vermittler zwischen ES, ÜBER-ICH und Außenwelt L>Balance/kontrolle Forderungen AUBENWELT der sandmann → unterdrückt /verdrängt die (zerstörerischen) Triebwünsche des unbewussien ES das Ich → Realitätsprinzip, bewusste Persönlichkeit, Wirklichkeit → Vermittler zwischen ES, über- Ich und Außenwelt → befindet sich im dauerhaften konflikt mit Ansprüchen, Befehlen und Forderungen → Ich muss es verdrängen das Ich muss eine Balance der drei Instanzen aufrecht erhalten, um eine neurotisch- gestörte Persönlichkeit zu verhindern Anwendung des Modells auf Nathanael Nathanael als Ich, seine bewusste Persönlichkeit, die ihn durch die Realität führt - und zwischen ES und über-Ich vermittelt sein, Wahnsinn" lässt sich auf sein frühkindliches Trauma zurückzuführen. → als kind begegnet er der Märchefigur des Sandmanns, den Nathanael als Coppelius identifiziert → Nathanael hat große Angst vor ihm, da er denkt, dass er ihm die Augen Stehlen will (Urangst vor dem Verlust der Augen, also dem Erblicken der Wirklichkeit) → er macht Coppelius für den Tod seines Vaters verantwortlich →im ES hat sich früh eine Grundangst gebildet, die später zum verfolgungswann wird → das ES versucht die Errinerungen immer wieder ins Bewusstsein Nathanaels zu rücken sein beginnender wann wird zunächst vom über-Ich unterdrückt, bleibt also im Unbewusstsein → in früher Entwicklung wurde ihm beigebracht sich an Normen und werte zu halten, um eine dominante Persönlichkeit zu entwickeln, weshalber die Angst vor dem Sandmann verdrängt → Clara versucht immer wieder seine irrationalen Wahn mit rationalen Argumenten Zu beruhigen : seine Ängste sind nur innere Projektionen das Ich steht vor einem kontrollverlust → verdrängte Errinerungen drohen ins Bewusstsein zurück gedrängt zu werden Wahn wird ausgelöst, als er Coppola nält, den er für Coppelivs hält → frühkindliche Errinnerungen treten ins Bewusstsein zurück Wahnsinn bricht aus, als Nathanael die Wahrheit über Olympia erfährt er wird mit der Realität Konfrontiert seine Geliebte ist ein Automat, auf welchen er seine wünsche projiziert hat → ist dauerhaft den eigenen inneren Ängsten des ES ausgesetzt Nathanaels Grenze zwischen Wirklichkeit und Wahnsinn verschwimmt → Ich kann nicht mehr vermitteln driftet immer weiter in seine Welt des Unbewussten und Unkontrolliertem → verliert die kontrolle über sein Leben, Steckt in seinem Traum fest → Über-Ich wird ignoriert; ES gewinnt an überhand → Nathanael als Außenseiter, wird von der Gesellschaft ausgeschlossen (Keine Akzeptanz von psychischen Krankheiten)

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- Kritik am wissentschaftlichen Fortschritt
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S. 20) für sie sind Innen- und Außenwelt, sowie Fantasie und Realität Klar getrennt Sie scheint auch nichts Irrationales wahrzunehmen Motive und Symbole Wahn Sinn und Gesellschaft - "verrückt sein" wird von Kultur zu Kultur anders definiert, da "Verrückte" immer von den Normen der Gesellschaft abweichen, welche nochmals varieren primäre Ursache: Isolation → Schizophrenie: > ausgelöst durch keine Bezugsperson in der Kindheit oder wurde zu symbiotischen (eng zusammenlebenden) kontakt gezwungen > autistisch legoistisch / zu sehr an eine Bezugsperson gebunden > ausgelöst durch Schwere Lebenskrise Wahnsinn ab dem 18 Jahrhundert findet ein historischer Prozess statt indem das ausge- grenzt wird, was den Normvorstellungen nicht entspricht man errichtete Irrenanstalten außerhalb der Städte - E.T.A. Hoffmann war derzeit mit zwei Ärzten befreundet, die in solchen An- Stalten arbeiteten > diese gewährten ihm Einblick in die Behandlung von Geistes Kranken (z. B. hyp- noseähnlichen Methoden) der Sandmann ist demnach eine literarische Auseinandersetzung mit dem wann - Sinn (manche gehen sogar von einer Nacherzählung aus, welche die unheimlichen Praktiken der Ärzte umschreiben soll) > Entstehung, Ausbruch, verlauf und letztendlich tödlicher Ausgang einer psy- chischen Erkrankung > durch die Darstellung Nathanaels psychischer Dispositionen (wahnvor- stellungen, Ängste, Raserein und Agressionen) gibt Hoffmann sein wissen über den zeitgenössischen Wissensstand wider Nathanael versucht seinen Wahnsinn durch Sprache und Mitteilungen zu thera- pieren durch Briefe und lyrische werke > gibt seine zerissenheit, seinen Ängsten und seine traumatischen Erlebnisse preis wurde mit den Erlebnissen aus der Kindheit alleine gelassen von seinen Eltern > Sprachen nie über den "Sandmann" und über den Tod des Vaters Nathanael wird auch einmal als "Wahnsinniger" bezeichnet (vgl. S.38), als er auf dem Boden liegt und spalazani ihn mit Augen abwirft Narzissmus → übersteigerte Selbstliebe und eine starke Ichbezogenheit Narzissmus im Sandmann Nathanaels Phantasie ersetzt die schwammigen Erinnerungen aus seiner Kind- heitartet in dystopische Darstellung einer fernen aus, welche faktisch so nicht geschehen sein kann; will diese Erinnerungen mit allen teilen, was auch ein An- zeichen von Narzissmus ist ↳Erster Brief von Nathanael an Lothar (die Alchemisten - Szene) - - - - 1 der sandmann 4 (1 als würden Menschen gesichter ringsumher sichtbar, aber ohne Augen- Scheußlich tiefe Höhlen statt ihrer" (S.11 Z. 34 ff.) 4 „ nun haben wir Augen-Augen - ein paar kinderaugen" (S.12 2.5ff.) der verfolgungswahn Nathangels ist auch ein typisches Anzeichen eines Nar- zisstenj er steigert sich in die Coppelius- Coppola - Thematik hinein und ist auf dem Weg in den Wannsinn des wegen j er denkt der Sandmann aus seinem so real wirkenden Kindheitserrinerungen will ihn holen hinzu kommt, dass er Claras kritik und Bemühungen ihn aus diesem Zustand zu befreiein, komplett ablehnt; er ist kritikunfähig gent Konflikten mit ihr gänzlich aus dem weg es fällt ihm schwer, Empathie gegenüber Clara zu empfinden ↳ kann nicht verstehen, warum Clara nicht immer seinen Lesungen zuhören will und kann (vgl. S. 25ff.) → hat auch die Trennung zur Folge Olympia als Spiegel seiner selbst: ↳er verliebt sich später in Olympia, welche, aufgrund des Faktes, dass sie eine Puppe ist, keine Möglichkeit hat ihn zu kritisieren ↳ Sie hat keinen Charakter → Nathanael Schmiedet diesen vollkommen nach seinen eigenen narzisstischen Vorstellungen ↳dient als Spiegel seiner Selbst (,, in dem sich mein ganzes Sein Spiegelt" (S. 35 Z. 33)) nachdem Olympia Nathanael entzogen wird, scheint sein Narzissmus und der damit verbundene wahnsinn ein Ende zu haben und er kenrt zu seinem altem Leben mit Carla zurück und ist auch gewillt sie zur Frau zu nehmen ↳ bei der Hochzeit kommt sein wahnsinn jedoch wieder zurück und beim Anblick Coppelius im Publikum stürzt er sich vom Kirchturm in den Todj Selbstmord verursacht durch seinen, vom Narzissmus bestimmten, wann- sinn das Instanzenmodell von Freud dasES": → angeborenes Lust prinzip → das menschliche Unbewusste (unbewusster Teil der Seele), wel- ches aus dem Sexualtrieb verdrä- ngten Erlebnissen, wahrnehmungen und triebhaften Wünschen bestent das über-Ich": "1 → Gegenpart zum ES (moralisch) → Spricht Verbote Imoralische Gesetze 4 menschliches Gewissen ES: Lustprinzip triebhafte Wünsche im Unbewussten Befehle UBER-ICH: moralische Instanz gesellschaftliche Gebote u. Verbote (Normen & Weste) Ansprüche ICH: Realitätsprinzip vermittler zwischen ES, ÜBER-ICH und Außenwelt L>Balance/kontrolle Forderungen AUBENWELT der sandmann → unterdrückt /verdrängt die (zerstörerischen) Triebwünsche des unbewussien ES das Ich → Realitätsprinzip, bewusste Persönlichkeit, Wirklichkeit → Vermittler zwischen ES, über- Ich und Außenwelt → befindet sich im dauerhaften konflikt mit Ansprüchen, Befehlen und Forderungen → Ich muss es verdrängen das Ich muss eine Balance der drei Instanzen aufrecht erhalten, um eine neurotisch- gestörte Persönlichkeit zu verhindern Anwendung des Modells auf Nathanael Nathanael als Ich, seine bewusste Persönlichkeit, die ihn durch die Realität führt - und zwischen ES und über-Ich vermittelt sein, Wahnsinn" lässt sich auf sein frühkindliches Trauma zurückzuführen. → als kind begegnet er der Märchefigur des Sandmanns, den Nathanael als Coppelius identifiziert → Nathanael hat große Angst vor ihm, da er denkt, dass er ihm die Augen Stehlen will (Urangst vor dem Verlust der Augen, also dem Erblicken der Wirklichkeit) → er macht Coppelius für den Tod seines Vaters verantwortlich →im ES hat sich früh eine Grundangst gebildet, die später zum verfolgungswann wird → das ES versucht die Errinerungen immer wieder ins Bewusstsein Nathanaels zu rücken sein beginnender wann wird zunächst vom über-Ich unterdrückt, bleibt also im Unbewusstsein → in früher Entwicklung wurde ihm beigebracht sich an Normen und werte zu halten, um eine dominante Persönlichkeit zu entwickeln, weshalber die Angst vor dem Sandmann verdrängt → Clara versucht immer wieder seine irrationalen Wahn mit rationalen Argumenten Zu beruhigen : seine Ängste sind nur innere Projektionen das Ich steht vor einem kontrollverlust → verdrängte Errinerungen drohen ins Bewusstsein zurück gedrängt zu werden Wahn wird ausgelöst, als er Coppola nält, den er für Coppelivs hält → frühkindliche Errinnerungen treten ins Bewusstsein zurück Wahnsinn bricht aus, als Nathanael die Wahrheit über Olympia erfährt er wird mit der Realität Konfrontiert seine Geliebte ist ein Automat, auf welchen er seine wünsche projiziert hat → ist dauerhaft den eigenen inneren Ängsten des ES ausgesetzt Nathanaels Grenze zwischen Wirklichkeit und Wahnsinn verschwimmt → Ich kann nicht mehr vermitteln driftet immer weiter in seine Welt des Unbewussten und Unkontrolliertem → verliert die kontrolle über sein Leben, Steckt in seinem Traum fest → Über-Ich wird ignoriert; ES gewinnt an überhand → Nathanael als Außenseiter, wird von der Gesellschaft ausgeschlossen (Keine Akzeptanz von psychischen Krankheiten)