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Dramenszenenanalyse 4.4.

Dramenszenenanalyse 4.4.

 Hier trennen sich jedoch die Ansichten des Tempelherren und des Sultans, da dieser denkt, dass es nur
eine Seite gibt und zwar die, die Got
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Shawna Liehr

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11/12/10

Ausarbeitung

meine Dramenszenenanalyse zum 4. Aufzug des 4. Auftrittes des Dramas Nathan der Weise ☺️ Ich hoffe es hilft es hilft und bietet Inspiration! 🙈

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Hier trennen sich jedoch die Ansichten des Tempelherren und des Sultans, da dieser denkt, dass es nur eine Seite gibt und zwar die, die Gott bestimmt und von diesem abhängig ist (vgl.V.2707ff). Hieraus lässt sich schlussfolgern, dass der Sultan Gott für den Allwissenden und Schicksal-Bestimmenden hält, da er erwähnt, dass Gott genau weiß, wie alles zusammenpasst (vgl.V.2707f). Des Weiteren fragt sich der Tempelherr, ob ein Jude seine Religion verlernen könnte (V.2720f). Dieses stellt der Sultan jedoch als Schwachsinn hin (V.2724), woraus sich schlussfolgern lässt, dass der Sultan der Auffassung ist, dass niemand seine Religion ganz verdrängen beziehungsweise verlernen könnte. Außerdem beichtet der Tempelherr, dass er das Judenmädchen gut findet und sich dafür schämt, woraufhin Saladin die verschiedenen Religionen zwischen Recha und dem Tempelherren als unerheblich darstellt (vgl. 2735). Ab dem V.2742 redet der Tempelherr sehr verachtend über Nathan und unterstellt diesem sogar, dass er danach trachte, Christen zu Juden zu machen (V.2768ff). Hierbei fällt der Tempelherr in eine christliche, vorurteilsbehaftete Schiene gegenüber der anderen Religion. Des Weiteren urteilt der Tempelherr sehr schnell und voreilig, da er ohne Beweise Nathan unterstellt, Christen zu Juden zu machen (vgl.V.2768ff). Schlussfolgernd lässt sich der Tempelherr anhand dieser Szene und des gesamten Auftrittes als vorurteilsbehaftet, voreilig, misstrauisch, aufgebracht, unruhig und verachtend charakterisieren. Saladin zeigt sich in dem 4. Auftritt...

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als großzügig (vgl.V.2652f), da er dem Tempelherren die Freiheit schenkte. Des Weiteren lässt sich der Sultan als sehr ernst (V.2781 Nebentext) charakterisieren, da er den Tempelherr versucht zu beruhigen und dabei immer ernster wird (vgl.V.2786 Nebentext). Am Ende des Gespräches nutzt der Sultan Wiederholungen sei Ruhig Christ!" (vgl.V.2781 Nebentext, V.2786 Nebentext), um seine Ernsthaftigkeit auszudrücken und den Tempelherren zu beruhigen. Jedoch lässt sich sagen, dass es in dieser Konversation keine Person gab, die deutlich über der anderen stand. Der Tempelherr war aufgebracht und der Sultan hatte eine befehlende Tonlage. Der Tempelherr jedoch ließ nicht mit sich reden, trotz der Tonlage des Sultans, woraus sich schließen lässt, dass beide auf Augenhöhe stehen. Schlussfolgernd lässt sich sagen, dass der Tempelherr und der Sultan eine Unterhaltung geführt haben, welche zwar einen kleinen Disput hatte, jedoch ohne diesen geendet hat. Der Sultan nahm eine eher ernstere, jedoch ruhigere Rolle und der Tempelherr eine eher aufgebrachte und unbedachtere Rolle ein. Saladin beruhigt den Tempelherren, indem er ihn darauf aufmerksam macht, wie wichtig Toleranz ist. Dramenszenenanalyse 4.4. Nathan der Weise Der 4. Auftritt des 4. Aufzuges des fünfaktigen dramatischen Gedichtes „Nathan der Weise", welches 1779 in der Epoche der Aufklärung von Gotthold Ephraim Lessing verfasst wurde, befasst sich mit der Unterhaltung von Saladin und dem Tempelherren, in der sie Freundschaft schließen und sich über die verschiedenen Religionen austauschen. Saladin bekam im vorherigen Aufzug ein Bild von Assad, seinem verstorbenem Bruder, von seiner Schwester Sittah überreicht. Diese wollte prüfen, wie groß die Ähnlichkeit zwischen Assad und dem Tempelherren sei. In der Unterhaltung mit dem Tempelherren erwähnt Saladin die große Ähnlichkeit zwischen seinem Bruder Assad und dem Tempelherren (V.2665). Der Sultan bittet den Tempelherren zu bleiben, egal welcher Religion er angehöre (V.2683f). Daraufhin schließen beide Freundschaft. Als Saladin jedoch das Nichterscheinen Nathans anspricht, reagiert der Tempelherr „frostig" (vgl. V.2696f Nebentext) und unterrichtet den Sultan von seiner Liebe zu Recha und der vorläufigen Zurückweisung durch Nathan. Saladin möchte den Tempelherren belehren, dass er Verständnis für Nathan haben soll, woraufhin der Tempelherr die Wahrheit über Rechas Herkunft offenbart (V.2775ff). Der Tempelherr redet sich in Rage und unterstellt Nathan, Christen zu Juden machen zu wollen (vgl. V. 2768ff). Saladin möchte ihn darauf aufmerksam machen und rät ihm, sein Wissen für sich zu behalten (V.2799ff). Daraufhin beichtet der Tempelherr dem Sultan, dass er im Sturm der Leidenschaft" (V.2807) bereits beim Patriarchen gewesen sei und dank dessen „Blutbegier" (V.2804) abgeschreckt wurde. Saladin reagiert betroffen und erschrocken und fordert den Tempelherren auf zu gehen (V.2814). Er solle Nathan aufsuchen, ihn herbringen (V.2815f) und der Sultan würde sich um die Zusammenführung des Tempelherren und Recha bemühen (V.2818). Der Tempelherr wurde in einer Schlacht von Truppen des Sultans festgenommen und wurde von Saladin selbst begnadigt. Dieser gewährte ihm allerdings die Freiheit (V.2652f). Seit diesem 4. Auftritt des 4. Aufzuges haben der Tempelherr und Saladin Freundschaft geschlossen und stehen sich wohlgesonnen gegenüber. Beide gehen mit keiner wirklichen Erwartungshaltung in dieses Gespräch hinein und pflegen keine besonderen Absichten. Gleich zu Beginn der Unterhaltung zeigt Saladin seine religiöse Toleranz, indem er dem Tempelherren freistellt „als Christ, als Muselmann" (V.2684) bei ihm zu bleiben. Somit zeigt er, dass die Religionen für ihn gleich gewichtet sind und er niemandem eine Religion aufzwängen würde (vgl. V.2687f). Des Weiteren macht er deutlich, dass Saladin die Religion des Tempelherren akzeptiert und auf Augenhöhe reden will. Auf die Zurückhaltung des Tempelherren beim Gespräch über Nathan reagiert der Sultan mit Einverständnis für Nathan und erklärt dem Tempelherren, dass er nicht so kalt reagieren solle. Er ist der Meinung, dass wenn Gott etwas Gutes tut, er dieses auch gut finden und nicht kalt reagieren soll (vgl. V.2700ff). Der Tempelherr entgegnet diesem jedoch mit Zweifel und der Tatsache, dass nicht alles so scheint wie es ist und es immer mehrere Seiten gäbe (V.2703ff).

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