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Nathan der Weise Analyse

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1. Analysieren Sie den vorliegenden Auszug aus der Szene IV,7 aus dem Drama ,,Nathan der Weise"

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Deutchklausur LK Deutsch Nr.1 Nathan der Weise Szene IV, 7, mit weiterführenden Schreibauftrag(Vergleich)

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Name: Materialgrundlage: Aufgabenstellung: 1. Analysieren Sie den vorliegenden Auszug aus der Szene IV,7 aus dem Drama ,,Nathan der Weise" von Gotthold Ephraim Lessing nach der Ihnen bekannten Vorgehensweise. (36 Punkte) Max Frisch: Andorra. Westfalen-Kolleg 2. Vergleichen Sie den analysierten Auszug mit der unbenannten Szene aus dem Drama ,,Andorra"). Berücksichtigen Sie dabei insbesondere, wie in den beiden Dramen mit der Herkunft der Kinder (Recha und Andri) innerhalb der Familie und der Gesellschaft umgegangen wird. Gehen Sie zudem auf das Kommunikationsverhalten der jeweils am Dialog beteiligten Figuren ein. Beurteilen Sie abschließend die Wirkung der Szenen vor dem Hintergrund der epochalen Einordnung. (36 Punkte) Gotthold Ephraim Lessing: Nathan der Weise. Bearbeitungszeit: 180 Minuten Hilfsmittel: Analyse eines dramatischen Textes mit weiterführendem Schreibauftrag Paderborn Klausur Nr. 1 Nathan der Weise 0 0 23.03.2021 Duden. Die deutsche Rechtschreibung Muttersprachliches Wörterbuch für die Studierenden, deren Muttersprache nicht Deutsch ist • Lektüre ,,Nathan der Weise" viel Erfolg 2955 2965 2970 2975 Vestfalen-Kolleg Wie? (betroffen) 2960 KLOSTERBRUDER: Hört mich nur aus! - Indem 5 Er mir nun aufträgt, diesem Juden stracks¹ Wo möglich, auf die Spur zu kommen, und Gewaltig sich ob eines solchen Frevels Erzürnt, der ihm die wahre Sünde wider Den heil'gen Geist bedünkt? - das ist, die Sünde, Die aller Sünden größte Sünd uns gilt, Nur dass wir, Gott sei Dank, so recht nicht wissen, Worin sie eigentlich besteht - da wacht Mit einmal mein Gewissen auf, und mir Fällt bei, ich könnte selber wohl vor Zeiten Zu dieser unverzeihlich...

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großen Sünde Gelegenheit gegeben haben. - Sagt: . Hat Euch ein Reitknecht nicht vor achtzehn Jahren Ein Töchterchen gebracht von wenig Wochen? NATHAN: Wie das? - Nun freilich - allerdings = KLOSTERBRUDER: 2930 KLOSTERBRUDER: Da hat ihm jemand heut ins Ohr gesetzt: Es lebe hier herum ein Jude, der Ein Christenkind als seine Tochter sich Erzöge. NATHAN: Paderborn Nun, es kömmt! - Ei, seht Mich doch recht an! - Der Reitknecht, der bin ich. NATHAN: Seid Ihr? KLOSTERBRUDER: Der Herr, von welchem ich's Euch 1 unverzüglich 2 scheint War - ist mir recht - ein Herr von Filnek. - Wolf von Filnek! NATHAN: KLOSTERBRUDER: Richtig! Weil die Mutter kurz Vorher gestorben war und sich der Vater Nach mein ich - Gazza³ plötzlich werfen musste, Wohin das Würmchen ihm nicht folgen konnte: So sandt er's Euch. Und traf ich Euch damit LNicht in Darunt? NATHAN: Ganz recht! 3 3 Ghaza, Hafenstadt im Süden Palästinas 4 kleiner Ort in der Nähe von Ghaza fint hebiger dan ses Klausur Nr. 1 brachte, 2985 1567 KLOSTERBRUDER: Es wär kein Wunder, Wenn mein Gedächtnis mich betrög. Ich habe Der braven Herrn so viel gehabt, und diesem Hab ich nur gar zu kurze Zeit gedient. 6 Er blieb' bald drauf bei Askalon²; und war 2 Wohl sonst ein lieber Herr. NATHAN: Acerdruck Jawohl! Jawohl! Dem ich so viel, so viel zu danken habe! cles Dankbar Der mehr als einmal mich dem Schwert entrissen! / Keit 2990 KLOSTERBRUDER: O schön! So werd't Ihr seines Töchterchens Euch umso lieber angenommen haben. NATHAN: Das könnt Ihr denken. 2 KLOSTERBRUDER: Y Nun, wo ist es denn? 3 Es ist doch wohl nicht etwa gar gestorben? y Lasst's lieber nicht gestorben sein! - Wenn sonst Nur niemand um die Sache weiß, so hat Es gute Wege³. NATHAN: KLOSTERBRUDER: Traut mir, Nathan! Denn seht, ich denke so! Wenn an das Gute, Das ich zu tun vermeine, gar zu nah Was gar zu Schlimmes grenzt, so tu ich lieber Das Gute nicht, weil wir das Schlimme zwar So ziemlich zuverlässig kennen, aber Bei Weitem nicht das Gute. - War ja wohl Natürlich, wenn das Christentöchterchen Recht gut von Euch erzogen werden sollte, Dass Ihr's als Euer eigen Töchterchen Erzögt. Das hättet Ihr mit aller Lieb Und Treue nun getan, und müsstet so Belohnet werden? Das will mir nicht ein.4 Ei freilich, klüger hättet Ihr getan, Wenn Ihr die Christin durch die zweite Hand Als Christin auferziehen lassen: aber So hättet Ihr das Kindchen Eures Freunds 2995 3000 3005 3010 Hat es? 1 fiel 2 Hafenstadt nördlich von Ghaza 3 so ist es gut, in Ordnung 4 Das leuchtet mir nicht ein. руки. ge #jodobe, soll kever fallende 3015 In solchen Jahren mehr als Christentum, Zum Christentume hat's noch immer Zeit. 3012 Wenn nur das Mädchen sonst gesund und fromm Vor Euern Augen aufgewachsen ist, 3020 So blieb's vor Gottes Augen, was es war. Und ist denn nicht das ganze Christentum Aufs Judentum gebaut? Es hat mich oft Geärgert, hat mir Tränen g'nug gekostet, Wenn Christen gar so sehr vergessen konnten, Dass unser Herr ja selbst ein Jude war. 3025 NATHAN: Ihr, guter Bruder, müsst mein Fürsprach sein, 26 Wenn Hass und Gleisnerei sich gegen mich Erheben sollten wegen einer Tat Wiele Ah, wegen einer Tat! - Nur Ihr, Ihr sollt Sie wissen! - Nehmt sie aber mit ins Grab! Noch hat mich nie die Eitelkeit versucht, Sie jemand andern zu erzählen. Euch Allein erzähl ich siel Der frommen Einfalt Allein erzähl ich sie. Weil die allein Versteht, was sich der gottergebne Mensch Für Taten abgewinnen kann. Arachele Relipidses Aspelet wichtblung; 3030 kcontivel al zeer Vergleid zuve Tier 303 Zuneisung Ciese no kinds Auch nicht geliebt. Und Kinder brauchen Liebe, Wär's eines wilden Tieres Lieb auch nur Grinvenue an Данам све сом кестетски Eclily сет реші fesecia 23.03.2021 Handle Evgeizer Pakker Aurapher - Derdeutlich му осл Anaples فهمی با هم Aceleratie Deutsch klasar 23.03.21 Vestfalen-Kolleg Paderborn Max Frisch: Andorra Klausur Nr. 1 = 23.03.2021 Inhaltsangabe des Dramas: Andri, der Pflegesohn des Lehrers Can liebt Barblin, die Tochter des Lehrers. Der Lehrer gibt Andri als von ihm gerettetes Judenkind aus, das er vor den »Schwarzen<< gerettet habe, einem mächtigen Nachbarvolk der Andorraner, das Juden verfolgt und tötet. In Wirklichkeit ist Andri aber der Sohn des Lehrers aus einer außerehelichen Beziehung mit einer »Schwarzen«<, also Barblins Halbbruder und kein Jude. Obwohl die Juden in Andorra nicht verfolgt werden, ist die andorranische Gesellschaft durchsetzt von antisemitischen Vorurteilen. Endlich ringt Andri sich durch, beim Lehrer um Barblins Hand anzuhalten. Der lehnt natürlich ab, da die beiden Halbgeschwister sind. Andri bezieht diese Ablehnung aber auf seinen Judenstatus und verliert damit auch zum Lehrer jedes Vertrauen. Andris Mutter, die »Senora«, kommt nach Andorra, um Andri zu sehen und der Lehrer entschließt sich endlich, den Andorranern Andris Status als sein Sohn zu offenbaren. Der Pater soll Andri diese neue Wahrheit nahe bringen, aber Andri hat Anderssein, sein >>Judsein<<, inzwischen so sehr verinnerlicht, dass er auch ihm nicht glaubt. Während der Pater mit Andri spricht, wird die Senora auf dem Heimweg erschlagen, der Mord aber sogleich Andri angelastet. Um den Mord an einer ihrer Bürgerinnen aufzuklären und zu rächen, marschieren die »Schwarzen« in Andorra ein. Andri wird verhaftet, aufgrund seines Judentums als Mörder verurteilt und exekutiert. Max Frisch hat bereits seit 1946 an dem Stoff des Dramas gearbeitet. Die Uraufführung fand allerdings erst am 02.11.1961 am Schauspielhaus in Zürich statt. Westfalen-Kolleg 1 5 10 15 20 Paderborn Max Frisch: Andorra (Auszug) Klausur Nr. 1 Der Lehrer und die Senora vor dem weißen Haus wie zu Anfang, SENORA Du hast gesagt, unser Sohn sei Jude. Conwurf Lehrer schweigt. - Saft nichts crazu Warum hast du diese Lüge in die Welt gesetzt? Lehrer schweigt. Sef wieder nicht. Eines Tages kam ein andorranischer Krämer vorbei, der überhaupt viel redete. Um Andorra zu loben, erzählte er überall die rührende Geschichte von einem andorranischen Lehrer, der damals, zur Zeit der großen Morde, ein Judenkind gerettet habe, das er hege und pflege wie einen eigenen Sohn. Ich schickte sofort einen Brief: Bist du dieser Lehrer? Ich forderte Antwort. Ich fragte: Weißt du, was du getan hast? Ich wartete auf Antwort. Sie kam nicht. Vielleicht hast du meinen Brief nie bekommen. Ich konnte nicht glauben, was ich befürchtete. Ich schrieb ein zweites Mal, ein drittes Mal. Ich wartete auf Antwort. So verging die Zeit... Warum hast du diese Lüge in die Welt gesetzt? LEHRER Warum, warum, warum! Awar Actuers sees lyser. SENORA Warum gehst du nicht? SENORA thelarisee Free mit Antwor Du hast mich gehaßt, weil ich feige war, als das Kind kam. Weil ich Angst hatte vor meinen Leuten. Als du an die Grenzé kamst, sagest du, es sei ein Judenkind, das du gerettet hast vor uns. Warum? Weil du auch feige warst, als du wieder nach Hause kamst. Weil du auch Angst hattest vor deinen Leuten. Pause War es nicht so? Pause Vielleicht wolltest du zeigen, daß ihr so ganz anders seid als wir. Weil du mich gehaßt hast. Aber sie sind hier nicht anders, du siehst es, nicht viel. Lehrer schweigt. Er sagte, er wolle nach Haus, und hat mich hierher gebracht; als er dein Haus sah, drehte er um und ging weg, ich weiß nicht, wohin.. LEHRER Ich werde es sagen, daß er mein Sohn ist, unser Sohn, ihr eignes Fleisch und Blut - 23.03.2021 LEHRER Und wenn sie die Wahrheit nicht wollen? iur 6 Name: Lea Bertelt inhaltliche Leistung Tellaufgabe 1 (36 Punkte) 1 2 3 4 5 Erwartungshorizont zu Klausur Nr.1 ,,Nathan der Weise": Analyse eines Auszugs aus der Szene IV,7 mit weiterführendem Schreibauftrag Der Prüfling verfasst einen aufgabenbezogenen Einleitungssatz, der Titel, Textsorte, Autor, Erscheinungsjahr und Thema des Dramas ,Nathan der Weise benennt. fasst den Inhalt des Dramas kurz zusammen und ordnet die Szene in den Zusammenhang des Dramas und der Szene ein. gibt den Inhalt der Szene in gegliederter Form wieder und bezieht sich dabei auf das Fünf-Akt-Schema nach Freytag, etwa: - V. 2954-2970: Exposition V. 2970-2996: steigende Handlung V. 2996-3008: Höhepunkt V. 30093024: fallende Handlung V. 3025-3035: Lösung formuliert ein erstes Verständnis der Szene aufgrund folgend genannter inhaltlicher Aspekte in Form einer abstrahierten Deutungshypothese, z.B.: Zusammenarbeit der Religionen Überwindung religiöser/kultureller Unterschiede für ein höheres Ziel analysiert das Gesprächsverhalten des Klosterbruders, z. B.: hat insgesamt die meisten Redeanteile beschreibt ausführlich, detailliert und anhand konkreter Ortsbezeichnungen die Handlungen der Vergangenheit, um Nathan die Korrektheit seiner Angaben zu verdeutlichen verbleibt in der Bewertung der weiteren Handlungen jedoch bzgl. der beteiligten Personen und der Erziehung des Mädchens eher unkonkret und nennt keine weiteren belegbaren Namen oder Fakten zeigt so, dass er um die Brisanz und Gefahr der Situation für Nathan weiß und er ihn schützen will hält ein „Plädoyer für Liebe und Fürsorge, unabhängig von Religion oder biologischer Verwandtschaft → stellt damit das Handeln des Einzelnen in den Mittelpunkt und sich gegen vermeintliche Regeln und Normen lässt seine Aussagen von Nathan bestätigen und scheint eine klare Gesprächsstrategie zu haben, um Nathan zum Reden zu bringen analysiert das Gesprächsverhalten Nathans, z. B.: Nathan hat- bis auf den Schlussteil- ungewohnt wenig Redeanteile und lässt sich durch den Klosterbruder lenken und leiten Nathan scheint sich seiner schwierigen Situation bewusst und froh darüber, dass ein anderer für ihn die Verantwortung übernimmt. Seine kurzen Antworten stehen im Gegensatz zu seinem bisherigen Verhalten und zeigen eine neue Dimension seines Charakters. Erst am Ende des Auszugs erwacht er aus seiner Lethargie und will seine Sicht auf Rechas Erziehung darstellen. Dabei hebt er hervor, dass dies nicht aus Eitelkeit geschehe. Es wirkt so, als ob er, nachdem die Situation geklärt scheint, wieder zu alten Verhaltensweisen zurückkehrt und im weiteren Verlauf dann das Geschehen wieder dominiert und lenkt. untersucht die Sprechweise der einzelnen Figuren sowie die sprachliche Gestaltung und erläutert, inwiefern sie die inhaltlichen Aussagen unterstützen, z.B.: Klosterbruder mit deutlich höherem Redeanteil → dominiert und lenkt das Gespräch, zeigt vermeintliche Überlegenheit des Christentums häufige Wiederholungen, Enjambements, rhetorische Fragen zeigen einerseits die Aufregung des Klosterbruders, gleichzeitig aber auch seine Abgeklärtheit und hohe Reflexionsebene, die er Nathan zu vermitteln versucht Verniedlichung des Kindes hebt die besondere Bedeutung der Bereitschaft und Leistung Nathans, ein christliches Kind zu erziehen, hervor und schafft Sympathie für Nathan Gleiches gilt für Antithesen wie „schlimm- gut" sowie Tautologien wie „Lieb und Treu" erreichbare erreichte Punktzahl Punktzahl 3 5 3 5 3 8 4 gruisen Morde ein luda 9 8 1 2 3 Tellaufgabe 2 (36 Punkte) Der Prüfling verfasst eine themen- und aufgabenbezogene Überleitung. fasst die zu vergleichende Szene kurz zusammen. vergleicht, wie in den beiden Dramen mit der Herkunft der beiden Kinder umgegangen wird,etwa: 4 5 6 7 Fragen, Ausrufe und kurze, zum Teil unvollständige Sätze Nathans zeigen dessen Unsicherheit und die hohe Emotionalität des Gesprächsthemas Trotz der ungleichen Redeanteile erfolgt das Gespräch auf Augenhöhe. formuliert einen aufgabenbezogenen Schluss, in dem er die Analyseergebnisse zusammenfassend darstellt und die anfangs aufgestellte Deutungshypothese dabei hinsichtlich einer Aussage des Szenenauszugs überprüft, diese in den 5 an Gesamtzusammenhang des Dramas und der Epoche stellt und so zu einer allgemeinen Intention gelangt. erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium (4) Summe Teilaufgabe 1 Bei beiden Kindern wird die wahre Herkunft verschwiegen und beide Kinder werden in der bzw. für die Öffentlichkeit zu Juden gemacht. Allerdings unterscheidet sich die Motivation für dieses Handeln: Nathan möchte Recha schützen und ihr ein behütetes Zuhause bieten. Der Lehrer möchte seinen Fehler verbergen, sich selbst positiv herausstellen sowie die andorranische Gesellschaft belehren und ihr einen Spiegel vorhalten. Recha wird von der Gesellschaft akzeptiert, Andri muss ein Leben lang mit Vorurteilen kämpfen und wird am Ende sogar getötet. Recha wächst in Liebe und Fürsorge auf, Andri wird von seiner Mutter getrennt und nicht in die eigene Familie integriert. Auf Nachfrage erklärt Nathan die wahren Umstände von Rechas Herkunft, der Lehrer verleugnet Andris Herkunft, bis es zu spät ist. vergleicht das Kommunikationsverhalten der am Dialog beteiligten Figuren, etwa: In beiden Auszügen gibt es eine dominante Figur, die das Gespräch bestimmt und versucht, den anderen zu lenken. - Die jeweils ,ruhigere" Figur antwortet nur kurz und meistens unbestimmt. Nathan lässt sich durch die Unterhaltung jedoch aufrütteln und übernimmt am Ende des Auszugs die Gesprächsführung, wohingegen bei „Andorra" am Ende des Auszugs die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit des Lehrers deutlich werden. beurteilt die Wirkung der Szenen vor dem Hintergrund der epochalen Einordnung, etwa: Nathan der Weise" stellt als Werk der Aufklärung die Überwindung von überkommenen Wert- und Moralvorstellungen in den Mittelpunkt und propagiert den Einsatz des eigenen Verstandes. Dies wird auch in der Szene deutlich, in der die Liebe zu einem Kind wichtiger ist als die Religion, in der es erzogen wird. „Andorra" ist in der direkten Nachkriegszeit erschienen und spiegelt den verlogenen Umgang mit der Religion. Es wird direkt kritisiert, einen Menschen aufgrund seiner Religion zu bewerten und nicht aufgrund seiner Individualität. Die möglicherweise noch im Gedankengut des Nationalsozialismus verhaftete Gesellschaft soll so aufgerüttelt und zum Umdenken gebracht werden. formuliert einen Schluss, in dem die wesentlichen Ergebnisse des Vergleichs zusammengefasst und hinsichtlich einer Gesamtintention bewertet werden. erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium (4). Summe Teilaufgabe 2 Summe der inhaltlichen Leistung 36 erreichbare erreichte Punktzahl Puhl 3 3 10 7 6 (4) 36 72

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Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

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großen Sünde Gelegenheit gegeben haben. - Sagt: . Hat Euch ein Reitknecht nicht vor achtzehn Jahren Ein Töchterchen gebracht von wenig Wochen? NATHAN: Wie das? - Nun freilich - allerdings = KLOSTERBRUDER: 2930 KLOSTERBRUDER: Da hat ihm jemand heut ins Ohr gesetzt: Es lebe hier herum ein Jude, der Ein Christenkind als seine Tochter sich Erzöge. NATHAN: Paderborn Nun, es kömmt! - Ei, seht Mich doch recht an! - Der Reitknecht, der bin ich. NATHAN: Seid Ihr? KLOSTERBRUDER: Der Herr, von welchem ich's Euch 1 unverzüglich 2 scheint War - ist mir recht - ein Herr von Filnek. - Wolf von Filnek! NATHAN: KLOSTERBRUDER: Richtig! Weil die Mutter kurz Vorher gestorben war und sich der Vater Nach mein ich - Gazza³ plötzlich werfen musste, Wohin das Würmchen ihm nicht folgen konnte: So sandt er's Euch. Und traf ich Euch damit LNicht in Darunt? NATHAN: Ganz recht! 3 3 Ghaza, Hafenstadt im Süden Palästinas 4 kleiner Ort in der Nähe von Ghaza fint hebiger dan ses Klausur Nr. 1 brachte, 2985 1567 KLOSTERBRUDER: Es wär kein Wunder, Wenn mein Gedächtnis mich betrög. Ich habe Der braven Herrn so viel gehabt, und diesem Hab ich nur gar zu kurze Zeit gedient. 6 Er blieb' bald drauf bei Askalon²; und war 2 Wohl sonst ein lieber Herr. NATHAN: Acerdruck Jawohl! Jawohl! Dem ich so viel, so viel zu danken habe! cles Dankbar Der mehr als einmal mich dem Schwert entrissen! / Keit 2990 KLOSTERBRUDER: O schön! So werd't Ihr seines Töchterchens Euch umso lieber angenommen haben. NATHAN: Das könnt Ihr denken. 2 KLOSTERBRUDER: Y Nun, wo ist es denn? 3 Es ist doch wohl nicht etwa gar gestorben? y Lasst's lieber nicht gestorben sein! - Wenn sonst Nur niemand um die Sache weiß, so hat Es gute Wege³. NATHAN: KLOSTERBRUDER: Traut mir, Nathan! Denn seht, ich denke so! Wenn an das Gute, Das ich zu tun vermeine, gar zu nah Was gar zu Schlimmes grenzt, so tu ich lieber Das Gute nicht, weil wir das Schlimme zwar So ziemlich zuverlässig kennen, aber Bei Weitem nicht das Gute. - War ja wohl Natürlich, wenn das Christentöchterchen Recht gut von Euch erzogen werden sollte, Dass Ihr's als Euer eigen Töchterchen Erzögt. Das hättet Ihr mit aller Lieb Und Treue nun getan, und müsstet so Belohnet werden? Das will mir nicht ein.4 Ei freilich, klüger hättet Ihr getan, Wenn Ihr die Christin durch die zweite Hand Als Christin auferziehen lassen: aber So hättet Ihr das Kindchen Eures Freunds 2995 3000 3005 3010 Hat es? 1 fiel 2 Hafenstadt nördlich von Ghaza 3 so ist es gut, in Ordnung 4 Das leuchtet mir nicht ein. руки. ge #jodobe, soll kever fallende 3015 In solchen Jahren mehr als Christentum, Zum Christentume hat's noch immer Zeit. 3012 Wenn nur das Mädchen sonst gesund und fromm Vor Euern Augen aufgewachsen ist, 3020 So blieb's vor Gottes Augen, was es war. Und ist denn nicht das ganze Christentum Aufs Judentum gebaut? Es hat mich oft Geärgert, hat mir Tränen g'nug gekostet, Wenn Christen gar so sehr vergessen konnten, Dass unser Herr ja selbst ein Jude war. 3025 NATHAN: Ihr, guter Bruder, müsst mein Fürsprach sein, 26 Wenn Hass und Gleisnerei sich gegen mich Erheben sollten wegen einer Tat Wiele Ah, wegen einer Tat! - Nur Ihr, Ihr sollt Sie wissen! - Nehmt sie aber mit ins Grab! Noch hat mich nie die Eitelkeit versucht, Sie jemand andern zu erzählen. Euch Allein erzähl ich siel Der frommen Einfalt Allein erzähl ich sie. Weil die allein Versteht, was sich der gottergebne Mensch Für Taten abgewinnen kann. Arachele Relipidses Aspelet wichtblung; 3030 kcontivel al zeer Vergleid zuve Tier 303 Zuneisung Ciese no kinds Auch nicht geliebt. Und Kinder brauchen Liebe, Wär's eines wilden Tieres Lieb auch nur Grinvenue an Данам све сом кестетски Eclily сет реші fesecia 23.03.2021 Handle Evgeizer Pakker Aurapher - Derdeutlich му осл Anaples فهمی با هم Aceleratie Deutsch klasar 23.03.21 Vestfalen-Kolleg Paderborn Max Frisch: Andorra Klausur Nr. 1 = 23.03.2021 Inhaltsangabe des Dramas: Andri, der Pflegesohn des Lehrers Can liebt Barblin, die Tochter des Lehrers. Der Lehrer gibt Andri als von ihm gerettetes Judenkind aus, das er vor den »Schwarzen<< gerettet habe, einem mächtigen Nachbarvolk der Andorraner, das Juden verfolgt und tötet. In Wirklichkeit ist Andri aber der Sohn des Lehrers aus einer außerehelichen Beziehung mit einer »Schwarzen«<, also Barblins Halbbruder und kein Jude. Obwohl die Juden in Andorra nicht verfolgt werden, ist die andorranische Gesellschaft durchsetzt von antisemitischen Vorurteilen. Endlich ringt Andri sich durch, beim Lehrer um Barblins Hand anzuhalten. Der lehnt natürlich ab, da die beiden Halbgeschwister sind. Andri bezieht diese Ablehnung aber auf seinen Judenstatus und verliert damit auch zum Lehrer jedes Vertrauen. Andris Mutter, die »Senora«, kommt nach Andorra, um Andri zu sehen und der Lehrer entschließt sich endlich, den Andorranern Andris Status als sein Sohn zu offenbaren. Der Pater soll Andri diese neue Wahrheit nahe bringen, aber Andri hat Anderssein, sein >>Judsein<<, inzwischen so sehr verinnerlicht, dass er auch ihm nicht glaubt. Während der Pater mit Andri spricht, wird die Senora auf dem Heimweg erschlagen, der Mord aber sogleich Andri angelastet. Um den Mord an einer ihrer Bürgerinnen aufzuklären und zu rächen, marschieren die »Schwarzen« in Andorra ein. Andri wird verhaftet, aufgrund seines Judentums als Mörder verurteilt und exekutiert. Max Frisch hat bereits seit 1946 an dem Stoff des Dramas gearbeitet. Die Uraufführung fand allerdings erst am 02.11.1961 am Schauspielhaus in Zürich statt. Westfalen-Kolleg 1 5 10 15 20 Paderborn Max Frisch: Andorra (Auszug) Klausur Nr. 1 Der Lehrer und die Senora vor dem weißen Haus wie zu Anfang, SENORA Du hast gesagt, unser Sohn sei Jude. Conwurf Lehrer schweigt. - Saft nichts crazu Warum hast du diese Lüge in die Welt gesetzt? Lehrer schweigt. Sef wieder nicht. Eines Tages kam ein andorranischer Krämer vorbei, der überhaupt viel redete. Um Andorra zu loben, erzählte er überall die rührende Geschichte von einem andorranischen Lehrer, der damals, zur Zeit der großen Morde, ein Judenkind gerettet habe, das er hege und pflege wie einen eigenen Sohn. Ich schickte sofort einen Brief: Bist du dieser Lehrer? Ich forderte Antwort. Ich fragte: Weißt du, was du getan hast? Ich wartete auf Antwort. Sie kam nicht. Vielleicht hast du meinen Brief nie bekommen. Ich konnte nicht glauben, was ich befürchtete. Ich schrieb ein zweites Mal, ein drittes Mal. Ich wartete auf Antwort. So verging die Zeit... Warum hast du diese Lüge in die Welt gesetzt? 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B.: hat insgesamt die meisten Redeanteile beschreibt ausführlich, detailliert und anhand konkreter Ortsbezeichnungen die Handlungen der Vergangenheit, um Nathan die Korrektheit seiner Angaben zu verdeutlichen verbleibt in der Bewertung der weiteren Handlungen jedoch bzgl. der beteiligten Personen und der Erziehung des Mädchens eher unkonkret und nennt keine weiteren belegbaren Namen oder Fakten zeigt so, dass er um die Brisanz und Gefahr der Situation für Nathan weiß und er ihn schützen will hält ein „Plädoyer für Liebe und Fürsorge, unabhängig von Religion oder biologischer Verwandtschaft → stellt damit das Handeln des Einzelnen in den Mittelpunkt und sich gegen vermeintliche Regeln und Normen lässt seine Aussagen von Nathan bestätigen und scheint eine klare Gesprächsstrategie zu haben, um Nathan zum Reden zu bringen analysiert das Gesprächsverhalten Nathans, z. B.: Nathan hat- bis auf den Schlussteil- ungewohnt wenig Redeanteile und lässt sich durch den Klosterbruder lenken und leiten Nathan scheint sich seiner schwierigen Situation bewusst und froh darüber, dass ein anderer für ihn die Verantwortung übernimmt. Seine kurzen Antworten stehen im Gegensatz zu seinem bisherigen Verhalten und zeigen eine neue Dimension seines Charakters. Erst am Ende des Auszugs erwacht er aus seiner Lethargie und will seine Sicht auf Rechas Erziehung darstellen. Dabei hebt er hervor, dass dies nicht aus Eitelkeit geschehe. Es wirkt so, als ob er, nachdem die Situation geklärt scheint, wieder zu alten Verhaltensweisen zurückkehrt und im weiteren Verlauf dann das Geschehen wieder dominiert und lenkt. untersucht die Sprechweise der einzelnen Figuren sowie die sprachliche Gestaltung und erläutert, inwiefern sie die inhaltlichen Aussagen unterstützen, z.B.: Klosterbruder mit deutlich höherem Redeanteil → dominiert und lenkt das Gespräch, zeigt vermeintliche Überlegenheit des Christentums häufige Wiederholungen, Enjambements, rhetorische Fragen zeigen einerseits die Aufregung des Klosterbruders, gleichzeitig aber auch seine Abgeklärtheit und hohe Reflexionsebene, die er Nathan zu vermitteln versucht Verniedlichung des Kindes hebt die besondere Bedeutung der Bereitschaft und Leistung Nathans, ein christliches Kind zu erziehen, hervor und schafft Sympathie für Nathan Gleiches gilt für Antithesen wie „schlimm- gut" sowie Tautologien wie „Lieb und Treu" erreichbare erreichte Punktzahl Punktzahl 3 5 3 5 3 8 4 gruisen Morde ein luda 9 8 1 2 3 Tellaufgabe 2 (36 Punkte) Der Prüfling verfasst eine themen- und aufgabenbezogene Überleitung. fasst die zu vergleichende Szene kurz zusammen. vergleicht, wie in den beiden Dramen mit der Herkunft der beiden Kinder umgegangen wird,etwa: 4 5 6 7 Fragen, Ausrufe und kurze, zum Teil unvollständige Sätze Nathans zeigen dessen Unsicherheit und die hohe Emotionalität des Gesprächsthemas Trotz der ungleichen Redeanteile erfolgt das Gespräch auf Augenhöhe. formuliert einen aufgabenbezogenen Schluss, in dem er die Analyseergebnisse zusammenfassend darstellt und die anfangs aufgestellte Deutungshypothese dabei hinsichtlich einer Aussage des Szenenauszugs überprüft, diese in den 5 an Gesamtzusammenhang des Dramas und der Epoche stellt und so zu einer allgemeinen Intention gelangt. erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium (4) Summe Teilaufgabe 1 Bei beiden Kindern wird die wahre Herkunft verschwiegen und beide Kinder werden in der bzw. für die Öffentlichkeit zu Juden gemacht. Allerdings unterscheidet sich die Motivation für dieses Handeln: Nathan möchte Recha schützen und ihr ein behütetes Zuhause bieten. Der Lehrer möchte seinen Fehler verbergen, sich selbst positiv herausstellen sowie die andorranische Gesellschaft belehren und ihr einen Spiegel vorhalten. Recha wird von der Gesellschaft akzeptiert, Andri muss ein Leben lang mit Vorurteilen kämpfen und wird am Ende sogar getötet. Recha wächst in Liebe und Fürsorge auf, Andri wird von seiner Mutter getrennt und nicht in die eigene Familie integriert. Auf Nachfrage erklärt Nathan die wahren Umstände von Rechas Herkunft, der Lehrer verleugnet Andris Herkunft, bis es zu spät ist. vergleicht das Kommunikationsverhalten der am Dialog beteiligten Figuren, etwa: In beiden Auszügen gibt es eine dominante Figur, die das Gespräch bestimmt und versucht, den anderen zu lenken. - Die jeweils ,ruhigere" Figur antwortet nur kurz und meistens unbestimmt. Nathan lässt sich durch die Unterhaltung jedoch aufrütteln und übernimmt am Ende des Auszugs die Gesprächsführung, wohingegen bei „Andorra" am Ende des Auszugs die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit des Lehrers deutlich werden. beurteilt die Wirkung der Szenen vor dem Hintergrund der epochalen Einordnung, etwa: Nathan der Weise" stellt als Werk der Aufklärung die Überwindung von überkommenen Wert- und Moralvorstellungen in den Mittelpunkt und propagiert den Einsatz des eigenen Verstandes. Dies wird auch in der Szene deutlich, in der die Liebe zu einem Kind wichtiger ist als die Religion, in der es erzogen wird. „Andorra" ist in der direkten Nachkriegszeit erschienen und spiegelt den verlogenen Umgang mit der Religion. Es wird direkt kritisiert, einen Menschen aufgrund seiner Religion zu bewerten und nicht aufgrund seiner Individualität. Die möglicherweise noch im Gedankengut des Nationalsozialismus verhaftete Gesellschaft soll so aufgerüttelt und zum Umdenken gebracht werden. formuliert einen Schluss, in dem die wesentlichen Ergebnisse des Vergleichs zusammengefasst und hinsichtlich einer Gesamtintention bewertet werden. erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium (4). Summe Teilaufgabe 2 Summe der inhaltlichen Leistung 36 erreichbare erreichte Punktzahl Puhl 3 3 10 7 6 (4) 36 72