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DER TRAFIKANT Abitur Zusammenfassung + INHALTSVERZEICHNIS ➤ Historischer Kontext ➤ Autor ➤ Inhalt ➤ Form der Kommunikation ➤ Rolle der Medien ➤ Figuren & Beziehungen ➤ Motive & Sprache ➤ Epischer Text (Was ist Epik?) • Anschluss Österreich" März 1938 -> zentrale Bedeutung im Roman NS-Propaganda & Austrofaschismus. ● • Anfang 1930er Jahre: Weltwirtschaftskrise --> Hunger, Arbeits- und Hoffnungslosigkeit 11. Juli 1936 Österreich muss zwei Vertreter der nationalen Opposition" in seine Regierung aufnehmen • verhaftete Nazis freilassen Vorgeschichte des Anschluss Österreich 11. März 1938 Österreichs Unabhängigkeit wurde aufgegeben • Volk war entmündigt und manipuliert dramatisch blutige" Ereignisse zeichneten März 1938 Entzug der Rechte der Juden & Brutalität gegenüber Juden • Festnahme von Regimegegnern plötzliches Hereinbrechen einer schrankenlosen Gewaltherrschaft -> Annexion (erzwungene Eingliederung eines fremden Territoriums in die eigene geopolitische Einheit) ● ● Historischer Kontext Gewaltsame Etablierung des Austrofaschismus Weltwirtschaftskrise ab 1929 verschärfte innenpolitische Situation • nach der WWK Diktatur - Bürger haben weniger Rechte - Parteien verboten -> diktatorische Vollmachten ● - Vereinigungen aufgelöst - Pressezensur - Todesstrafe wieder eingeführt Aufstand am 12. Februar 1934 - Niederlage des republikanischen Schutzbundes Robert Seethaler ● Autor • geboren 7. August 1966 in Wien • österreichischer Schriftsteller, Drehbuchautor & Schauspieler Einzelkind einer Arbeiterfamilie (Vater Installateur, Mutter Sekretärin) besuchte Schauspielschule Wien • wirkte in verschiedenen Produktionen für Kino, Fernsehen & Theater in Wien, Berlin, Stuttgart & Hamburg mit erhielt zahlreiche Stipendien (zum einen Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste) • hat einen angeborenen Augenfehler lebt in Wien & Berlin-Kreuzberg S.75-101. INHALT S. 7-9 S. 9-20 S. 20-30 S.30-36 S.36-57 Franz als Lehrling in Otto...

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Alternativer Bildtext:

Tranjeks erste Begegnung mit Sigmund Freud Franz verliebt sich auf dem Prater in Böhmin Anezka; sie versetzt ihn S.58-75 Angriff auf Trafik, weil Zeitschriften etc. an Juden verkauft: Otto. Tronjek. S.101-107 Franz Huchel in Heimat am Preiningers. → Franz Umzug nach Wien 1937. Ankunft in Wien: erste Salzkammergut am Attersee; Tod. des. Wahrnehmungen sind überwältigend Tobaktrafik. verdächtigt Metzger Roßhuber. Franz vertraut Liebeskummer. Freud on; Freud gibt ihm den. Rat sie zu vergessen aus Sehnsucht folgt. Franz Anezka zum Nachtlokal, wo sie verkleidet. auftritt S. 107.-145 Bericht vom Selbstmord des Roten Egon (Kommunist & Kunde der Trafik) als Redition auf Rücktritt des Bundeskanzlers Schuschnigg verhaftet S. 247-250 Anezka kommt. 1945. kurz. S. 145-152 zweiter Angriff auf Trafik S. 152-160 Otto wird von der Gestapo festgenommen & Franz übernimmt. Trafik S. 160.-184 Franz versucht mehrmals erfolglas bei Gestapo sich zu informieren gewaltsam abgewiesen. → wird S. 184-202 Franz erfährt von Ottos Tod → Wut & Trauer. S. 202-208 Franz will Anezka vor SS-soldaten beschützen, sie sind jedoch ein paar. S. 209-237. Freud flieht nach England & Franz hat letzte Konversation mit ihm. S. 237-247 Franz leistet. Widerstand durch eine pazifistische Aution (er hängt Tranjeks Hose Gestapo Hauptquartier anstelle der Hakenkreuzfahne) & wird im Juni 1938. an zur. Trafik vor einem Luftangriff. Formen der Kommunikation -> Franz nutzt drei Formen der Kommunikation (Postkarte, Brief, Traumplakat) • Gedanken & innere Konflikte verschiedene Kommunikationsformen -> zunehmende Offenheit & eventuelle Ablösung von der Mutter • Postkarten & Briefe anfangs nur an Mutter gerichtet -> anfängliche Verschlossenheit ● später: offener, teilt Träume und Unterbewusstes in Form von Traumplakaten Entschluss Brief zu schreiben (deutlich formaler als eine Postkarte) -> Franz Verantwortungsbewusstsein & innere Veränderung • Erkenntnisse reflektieren Erwachsenwerden -> negative Ansicht hinsichtlich Wiener Politik -> zunehmendes Verständnis von Politik & sein Beurteilungsvermögen; Feststellung kein Kind mehr zu sein; etc.) -> ernstere Themen in Briefen anstatt Kleinigkeiten wie in Postkarten (Einfinden in Wien, Infos über Wohlbefinden...) -> Erfahrungssammlung. Wandel der Kommunikation = Franz innerer Wandel & Übergang vom Jugendlichen zum (jungen) Erwachsenen Kontrast von Brief zu Postkarte Postkarte: innere Fassung des unerfahrenen Franz in der Kindheit Briefe: erfahrener Franz der mit ernsteren Themen (Problematik in Politik) konfrontiert wurde -> Beschäftigung mit Themen, die eher Erwachsene betreffen POSTKARTEN Aspekte & Themen: Prof. Sigmund Freud, Freuds Angehörigkeit zum Judentum, Kennenlernen von Freud, Ausblick in die Zukunft: Franz vermutet Freud nach dem gegenseitigen Kennenlernen öfter zu sehen, gelegentliches informieren über Franz' Gedanken & aktuelles Empfinden -> Leben in Wien, Fremdheitsgefühl & fehlende Bindung zu Wien und zu sich selbst, Franz' Versuch ins Salzkammergut zurückzuziehen. ● • Funktion: Franz teilt seine Aufregung/Freude einem berühmten Psychoanalytiker kennengelernt zu haben, informiert seine Mutter über seine aktuelle Situation, Franz will innere Konflikte mit jemandem teilen, Versuch den Kontakt zur Mutter aufrechtzuerhalten, Franz zeigt seine Verantwortungsübernahme und sein Erwachsenwerden BRIEFE Aspekte & Themen: Franz' Verwirrtheit & mentales Chaos, ausführliche Beschreibung Wiens, Politik, Franz Übergang vom Kind zum jungen Erwachsenen, Liebe (gescheiterter Versuch einer Beziehung zu Anezka), Freundschaft zu Freud, Otto Trsnjeks Tod ● • Funktion: Franz will von seiner großen Verantwortung erzählen (Trafik & Erwachsenwerden), will dass seine Mutter stolz auf ihn ist TRAUMPLAKATE • Aspekte & Themen: Vaterfigur, Zukunft, Liebe, Mutter, Politik, Nazis, Reisen (Straßenbahn) • Funktion: symbolisieren evtl. fehlende Vaterfigur/ Wunsch einer Vaterfigur, Zukunftsängste, Verwirrtheit (Aspekte in träumen haben keinen klaren Zusammenhang/ Sinn), Franz vermisst seine Mutter und ihren Schutz, Franz denkt immer noch an Anezka ROLLE DER MEDIEN drei signifikante Medien im Roman, die einflussreich sind -> Zeitungslektüre falsche Berichterstattung über den Selbstmord des Roten Egon, mediale Berichterstattung im Zeichen des NS Franz bereichernde Zeitungslektüre zu Beginn des Romans: • nach Otto Trsnjek fördere Zeitungslektüren Hirn und Horizont" und mache einen erst dann zum Menschen • richtige Zeitungslektüre nach Trsnjek als alle auf dem Markt existierenden Zeitungen als größeren Teil zu lesen • Franz fängt demnach an viel zu lesen & in der Hinsicht besser zu werden unterschiedliche Standpunkte und Sichtweisen werden erlernt (-> bspw. dass Medien verschiedene Zielgruppen ansprechen) Falsche Berichterstattung über den Selbstmord des Roten Egon Situation: Sozialdemokrat stürzt sich nach Schuschniggs Rede zum Anschluss Österreichs vom Dach. Zeitung „Reichspost" sieht in seinem Handeln einen hinterhältigen Anschlag auf die neue Geistesfreiheit" und berichtet dann von einer frei erfundenen Auseinandersetzung, wobei der Angreifer (in Wahrheit jedoch der Sozialdemokrat der sich umgebracht hat) aus Versehen vom Dach gefallen sei -> Franz erkennt, dass es sich hierbei um eine Lüge handelt Mediale Berichterstattung im Zeichen des Nationalsozialismus • Franz erkennt inhaltliche und ideologische Gleichschaltung und hört auf mit dem Lesen der Zeitungen • er erkennt, dass die Medien das Volk emotional beeinflussen (mediale Mischung aus Sensationslust, Manipulation & tendenziöser Berichterstattung). => Medien signalisieren Franz zunehmendes Wissen und Kritikfähigkeit, da dieser mit vielen verschiedenen Inhalten überflutet wird und dennoch erlernt, dass diese kaum die Wahrheit widerspiegeln, sondern nur die Bevölkerung manipulieren. Somit kann Franz letztendlich kritisch reflektieren und trotz medialer Einflüsse einen individuellen Standpunkt verfolgen. Wichtigste Figuren: Franz Huchel: Geboren am 7. August 1920 im Nußdorf am Attersee, im östereichischen Salzkammergut • Beim Handlungsbeginn 17 Jahre alt Dorfjunge aus bescheidenen Verhältnissen, Einzelkind ohne Vater, in einem kleine Fischerhaus aufgewachsen . Fleißig, zuverlässig • Reift in der Großstadt Wien vom Kind zum Mann (Selbstfindungsphase) Lehrling in einer Trafik . . • Ist von Freud beeindruckt, zeigt Interesse an dessen Arbeit und lässt sich nicht vom allgemeinen Judenhass in seiner Freundschaft zu Freud verunsichern • Wünscht sich eine dauerhafte Beziehung zu Anezka, macht immer wieder neue Anläufe, bis er begreift, dass er für sie nur einer unter vielen Liebhabern ist Frau Huchel: • Mitte vierzig, von harter Arbeit gezeichnet, aber immernoch attraktiv Geliebte des reichen Alois Preininger, der für den Unterhalt von Mutter und Sohn sorgt, bis er durch einen Unfall ums Leben kommt • Schickt ihren Sohn nach dem Unfalle des Alois Preininger nach Wien, damit er dort Geld verdienen kann, da sie nicht mehr für ihn sorgen kann . • Zunächst abwartend mit ihrer Haltung gegenüber Juden („Dass er ein Jud ist {...}, ist vielleicht nicht angenehm, aber muss man halt schauen") • Hat in der Nacht, in der Franz die Hose hisst, eine Ahnung, dass ihr Sohn in Gefahr ist Findet in Otto Trsnjek einen Mentor und Vorbild in gesellschaftspolitischen Fragen; lernt sich eine eigene Meinung zu bilden Otto Trsnjek: • War im Krieg, in welchem er sein Bein verloren hat, läuft mit Hilfe von Krücken Hilfsbereit, freundlich, aufgeschlossen, mutig Besitzer einer Trafik in Wien Kritischer Zeitungleser, stets informiert und politisch gebildet, hat eine eigene Meinung zu der er steht Zeigt Zivilcourage, stellt nach dem ersten Anschlag den Fleischer Roßhuber als Nazi dar, klagt die schweigende Menge an • Verkauft heimlich ,,zärtliche Magazine", was der Gestapo später einen Vorwand für seine Verhaftung lieftert • Stirbt nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten . . . . Anezka: Zwanzig Jahre alt, blond, rundliches Gesicht • Stammt aus Böhmen, Teil des heutigen Tschchiens, spricht mit einem Dialekt Unehrlich, egoistisch • Lebt in Wien in ärmlichen Verhältnissen von Gelegenheitsjobs, hat keine Arbeitsgenehmigung • Keine eigene Meinung, schließt sich immer da an, wo es gerade passt • Ordnet sich dem NS-Regime unter, weil es sie in eine günstige Position bringt . Sigmund Freund: • Über 80 Jahre alt und Professor . ● . Begründer der Psychoanalyse Raucht gerne Zigarren Stammkunde in der Trafik als Jude durch den zunehmenden Nationalsozialismus bedroht, sieht mit großer Sorge in die Zukunft, ist sich im Gegensatz zu anderen bewusst, dass eine Katastrophe heraufzieht Wandert am 4. Juni 1938 nach London aus und entkommt so den Nationalsozialisten Franz' Vater Waldarbeiter, wenige Tage vor Franz' Geburt gestorben #nicht kennengelernt Frau Huchel Inniges Verhältnis Franz' Mutter Alois Preininger Wohlhabender Geschäftsmann und Liebhaber Franz' Mutter Franz Huchel Finanzielle Zuwendung Freund und Liebesverhältnis Schwieriges Vaterfigur Otto Trsnjek kriegsversehrter Trafikant Freund und Entwicklugshelfer Prof. Sigmund Freud jüdischer Psychoanalytiker Anezka böhmisches Mädchen erzählende Literatur genannt neben Drama & Lyrik, eine der drei großen Gattungen Literatur in Vers- & Prosaform • alle fiktiven erzählenden Texte & erzählende Literatur Sammelbegriff für jegliche Formen erzählender Dichtung - Kleinformen: Märchen, Fabeln, Kurzgeschichten. - mittlere epische Formen: Novelle, Erzählungen umfangreiche Formen: Romane etc.. ● Epik • Erzähler/-in - fiktive Person (vom Autor erfunden) - Ich-Erzähler, Er-/Sie-Erzählform • Erzählverhalten - auktorial. personal - neutral • Raumgestaltung - bestimmte Orte -> nur nebensächlich/besondere Bedeutung für das Geschehen? - Voraussetzung für sich ereignende Geschehen & bestimmte Inhalte des Textes symbolisieren Sprache Stilmittel vielfältige Stilmittel • Erzählstandort - räumliche Distanz oder Nähe • Erzählsichtweise - Außensicht - Innensicht • Erzählerhaltung distanziert skeptisch • Zeit erzählte Zeit: Zeit, in der erzählte Geschichte dargestellt wird - Erzählzeit: Zeitspanne, die der Leser zur Realisierung der Sprache der Lektüre benötigt -> Zeitdehnung/Zeitraffung - Rückblenden/Vorausdeutungen: ermöglichen Loslösung von chronologischer Erzählweise • Humor & Ernsthaftigkeit. • Robert Seethaler benutzt für seinen Roman eine sehr bildhafte Sprache -> trotzdem gut verständlich. • Berichterstattung wird durch Dialoge unterbrochen. -> erzeugen Spannung • erleichtern dem Leser die Identifikation mit den Figuren • Autor schildert die Geschichte einerseits auf eine humorvolle & oft auch ironische Weise Beispiele: • Alliteration (Wiederholung von Buchstaben oder Silben zu Beginn benachbarter Wörter) „Ich habe schon zu viel gesehen und gerochen und geschmeckt." ,,Wegen Witze." • Anapher (Wiederholung eines Wortes oder einer Wortgruppe an Satz- & Versanfängen). ,,Keine Zeitungen zu lesen hieße ja auch, kein Trafikant zu sein, wenn nicht gar; kein Mensch zu sein." ,,Es lebe die Freiheit! Es lebe.unser Volk! Es lebe Österreich!" • Bilder aus der Kindheit und ambivalente Naturbeobachtungen -> metaphorische Qualität, die eine starke emotionale Wirkung entfalten & als Rückblicke und Vorgriffe die Gegenwartshandlung erweitern Symbole • Geranie - Hoffnungsschimmer, ein Blütenblatt am Fenster; abgeschnitten -> Hoffnung, Zuversicht; Hoffnungslosigkeit, Ende/Tod • Kuh - tot auf den Gleisen -> Ende des Landlebens Pechvogel - im Park bei Franz und Freud -> politischer Umschwung; Gefahr durch Nationalsozialismus Zahn/-verlust Verlust beim Rauswurf aus der Gestapo -> innere/äußere Verletzung von Franz • Gewitter - Tod Preiningers -> Umbruch; Auslöser für Veränderung • Fass + Ratte Erinnerung an ein früheres Leben -> Vorausdeutung auf Unglück • Anezka auf der Schaukel erste Wahrnehmung -> Bewunderung, Freiheit • See - Erinnerung; alte Heimat -> Sehnsucht, Zuflucht Zigarren - Ware im Laden, Genuss -> teures Wertobjekt, Freiheit • Nachtfalter - verglüht an der Lampe der Grotte -> Ende der Beziehung zu Anezka • Glöckchen an der Trafik läutet beim Öffnen der Tür -> Stimmungsbarometer (Freud, Roßhuber, Franz) Hose - am Fahnenmast aufgehängt -> Widerstand, Standhaftigkeit