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Der Verlorene

12.5.2021

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Der Autor Hans - Ulrich Treichel:
Charlotte
Der Verlorene
- Geboren am 12. August 1952 in Versmold, Westfalen
- Nach dem Abitur in Hanau stu
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Charlotte
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- Geboren am 12. August 1952 in Versmold, Westfalen
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Der Autor Hans - Ulrich Treichel:
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Der Verlorene
- Geboren am 12. August 1952 in Versmold, Westfalen
- Nach dem Abitur in Hanau stu

Der Autor Hans - Ulrich Treichel: Charlotte Der Verlorene - Geboren am 12. August 1952 in Versmold, Westfalen - Nach dem Abitur in Hanau studierte er an der Freien Universität Berlin Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft - Von 1995 bis März 2018: lehrte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig - 1998: Der Verlorene - Lebt in Berlin und Leipzig Inhalt und Interpretationsansätze: Das Familienalbum (S. 7, Z. 1 – S. 12, Z. 2): - Erzählung beginnt mit den Worten ,mein Bruder" (S. 7) → Fokus des ganzen Romans liegt auf ihm; Erzählperspektive wird festgelegt: etwa Zehn- bis Dreizehnjähriger erzählt Ereignisse aus der Sicht des Zweitgeborenen - Familie schaut sich das Fotoalbum an alltägliches Ritual - Fotoalbum stellt Art Rangordnung dar: Auf der ersten Seite ist ein großes Bild von dem lächelnden, auf einer weißen Wolldecke hockenden erstgeborenen Sohn Arnold ● O Mutter erklärt, dass das Foto im letzten Kriegsjahr Zuhause aufgenommen worden ist; sie weint, wenn sie von ,,zuhaus" (S. 7) spricht ihre Traurigkeit steht im Widerspruch zur Fröhlichkeit des neugeborenen Kindes; auf die Tränen folgt i.d.R. ein Schweigen Ich - Erzähler beneidet Arnold um seine weiße Wolldecke und den prominenten Platz im Fotoalbum O Bilder von Ich - Erzähler und sogar Hochzeitsbilder der Eltern und Porträts der Großeltern sind weiter hinten im Fotoalbum Arnold ist auf einem großen Foto abgebildet, er nur auf kleinen, wo man ihn nur bruchstückhaft erkennen kann -...

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Alternativer Bildtext:

Mutter muss beim Betrachten der Bilder Arnolds oft weinen, Ich-Erzähler sitzt misslaunig und mit ,,verkniffenem Gesicht" (S. 10) daneben - Mutter offenbart ihm, dass Arnold auf der Flucht vor den Russen in ihren Armen verhungert ist - Ich - Erzähler will mehr Details über die Flucht und das Verhungern wissen, Mutter geht nicht auf ihn ein - Ich - Erzähler ist stolz, einen toten Bruder zu haben; von seinen Freunden hat wohl niemand einen auf der Flucht vor den Russen verhungerten Bruder Die Wahrheit über den Verlorenen (S. 12, Z. 3-S. 19, Z. 15): - Das Verhältnis zu seinem totgeglaubten älteren Bruder, den er bislang stolz und liebevoll als seinen ,,Freund" (S. 12) betrachtet hat, wandelt sich drastisch, als er von seiner Mutter zu einer Aussprache gebeten wird - Die Aussprache stellt für den Ich - Erzähler eine Überraschung dar; dem Vater genügen nämlich normalerweise ,,kurze Befehle und Arbeitsanweisungen" (S. 12), mit der Mutter redet er gelegentlich, doch die Gespräche laufen meist auf Arnold und damit auf ,,Tränen oder Schweigen" (S. 12) hinaus - Mutter beginnt das Gespräch mit den Worten, dass er nun alt genug sei, ,,die Wahrheit" (S. 12) zu erfahren - Sie gesteht ihm, dass Arnold nicht verhungert sei, auch gar nicht tot sei, sondern ,,verlorengegangen" (S. 13) - Dem Ich - Erzähler fällt es schwer, die bisherige Geschichte mit der neuen Darstellung in Einklang zu bringen - Es wird ihm jedoch klar, dass auf der Flucht ,,etwas Schreckliches passiert" (S. 14) sein muss - Tausende von Menschen seien in einem Treck vor der heranrückenden roten Armee gen Westen geflohen - Mutter berichtet, dass auf einmal ,,der Russe" (S. 15) vor ihnen gestanden und den Treck geteilt habe,deutsches Urtrauma" - Niemand habe Widerstand leisten können, da die Soldaten ihre Absichten mit Gewehren Nachdruck verschafft hätten - Mutter betont, dass sie in ihrer Panik geglaubt habe, die russischen Soldaten wollten sie alle töten, so dass sie einer fremden Frau Arnold in die Arme gelegt habe; sie konnte ihr in diesem Durcheinander nicht einmal den Namen Arnolds mitteilen, bevor die Frau in der Menge verschwand - Vater und Mutter seien zwar mit dem Leben davongekommen, doch sei ,,das ,,Schreckliche" (S. 16) dann doch passiert → Vergewaltigung von (einem?) russischen Soldaten; kann nicht kommunikativ aufgearbeitet werden - Für den Ich - Erzähler bleibt die Chiffre ,,das Schreckliche" unverständlich - Der Mutter fällt es nicht leicht, über vergangene Ereignisse zu berichten, da diese in ihr Schuld- und Schamgefühle auslösen; immer wieder unterbricht sie ihre Schilderungen mit Tränen in den Aug oder Weinen - Mutter ist der Meinung, sie hätte Arnold ,,voreilig" (S. 16) weggeben; dies könne sie sich niemals verzeihen - Arnold lebe, so die Mutter, aber unter einem anderen Namen - In seiner Unschuld und Naivität entgegnet der Ich - Erzähler, dass er vielleicht Glück gehabt und erneut den Namen Arnold erhalten habe - Mutter reagiert verständnislos→ Ich-Erzähler schämt sich für seine Bemerkung - Ich - Erzähler realisiert, wie stark die Kriegserlebnisse das Leben der Familie bis in die Gegenwart prägen -Ich-Erzähler begreift, dass er nur die ,,Nebenrolle" (S. 17) und Arnold die ,,Hauptrolle" (S. 17) in der Familie spielt - Er begreift, dass Arnold der Grund ist, wieso er ,,in einer von Schuld- und Scham vergifteten Atmosphäre aufgewachsen" (S. 17) ist - Ich - Erzähler empfindet bei allem was er tut, Schuld und Scham (Essen, Radio hören, Fahrrad fahren, Ausflüge, Spaziergänge) - Die neue Sachlage, dass Arnold noch lebt, verändert das Verhältnis des Ich - Erzählers zu seinem Bruder dramatisch: aus dem Freund wird eine Bedrohung, ein Konkurrent, auf den er wütend ist Gesellschaftlicher Aufstieg in den 1950er-Jahren (S. 19, Z. 15 - S. 38, Z. 3): - Vor allem Ausflüge und Spaziergänge sind ,,wahre Schuld- und Schamprozessionen" (S. 19) - Eltern machen den Eindruck, als schleppen sie sich jeden Sonntag regelrecht aus dem Haus - Eltern sind unfähig, Freizeit oder Erholung zu genießen: ● Schwäbisch - pietistische bzw. ostpreußische Herkunft, die mit der protestantischen Arbeitsethik verbunden ist Protestantische Arbeitsethik: Mensch ist nicht auf der Welt, ,,um Ausflüge zu machen, sondern um zu arbeiten" (S. 20) ● Verlust Arnolds ● ,,Das Schreckliche" - Obwohl der Ich - Erzähler eigentlich Ausflüge liebt, entwickelt er angesichts der merkwürdig trüben Stimmung eine Ablehnung dagegen - Er legt sich bewusst eine ,,Reisekrankheit" (S. 21) zu → wenn er bewegt wird, muss er sich erbrechen; im Buckeltaunus musste er sich nie erbrechen, im Opel Olympia musste er sich nicht regelmäßig, aber häufig erbrechen, in der schwarzen Limousine muss er sich regelmäßig erbrechen → Angst vor Fortschritt, hängt an alten Dingen, empfindet Veränderung als belastend - Eltern wollen Ausflüge deshalb nur noch mit Eisenbahn unternehmen, doch sein Erbrechen stört auch die Mitreisenden, wenn er es nicht mehr rechtzeitig auf das Klo schafft - Eltern kapitulieren und lassen ihn Zuhause - Die erste Viertelstunde gehört ,,zu den schönsten Kindheitserinnerungen" (S. 23), da er sich unbelastet, glücklich und ,,frei" (S. 23) fühlt; rasch erfasst ihn jedoch die bedrückende Atmosphäre des Elternhauses wieder →Gefühle von Beklemmung, Verlassenheit und Langeweile kommen in ihm hoch - Ablenkung: ● ● ● Setzt sich an das geöffnete Wohnzimmerfenster und versucht, vorbeifahrende Automodelle an Motorengeräuschen zu erkennen Radio hören, wobei er dies als langweilig empfindet Bildet sich ein, dass die Worte des Russens im Radio etwas mit ihm und seiner Familie zu tun haben → Die innere Leere seiner Kindheit kann auch durch Ablenkung nicht gefüllt werden; Er wird stets in die traumatische Vergangenheit zurückgeworfen - Vater baut sich eine große Existenz auf: Aus dem Inhaber einer Leihbücherei wird ein Großhandelskaufmann für Fleisch- und Wurstwaren - Vater kauft Fernseher; Ich-Erzähler ist froh, sich so dem Radio, vor allem dem russischen Sender, entziehen zu können - Vater scheint den Fernseher nur als nach außen sichtbarem Prestigeobjekt zu verstehen; gemäß seiner Devise ,,Wer fernsieht, arbeitet nicht" (S. 28) hat er ihn zwar erworben, erträgt es aber nicht, dass der Fernseher eingeschaltet" (S. 26) wird - Er erlaubt es nur in einer widerwilligen und wütenden Weise, dass er so dem Ich - Erzähler die Freude am Fernsehen verdirbt; meistens hat der Vater auch Arbeitsanweisungen für seinen Sohn, sodass der Fernseher schnell wieder ausgemacht werden muss - Ich - Erzähler meint, dass Vater an ihm stundenlang an ihm ,,vorbeischauen" (S. 26) kann, ihm aber viele Arbeitsanweisungen einfallen, wenn der Fernseher läuft - Wenn Hilde, die ältere Schwester des Vaters, zu Besuch ist, gefällt dem Vater das Fernsehen - Hilde als medienabstinente Peron sieht den Fernseher als Irritierung und Erfindung des Teufels an; die einzige Zeitschrift, für die sie sich interessiert, ist die Wochenschrift ,,Unsere Kirche" - Vater amüsiert sich, den Fernseher vor ihr laufen zu lassen und sie so am Lesen der Zeitschrift zu stören - Tante dreht dem Fernseher den Rücken zu und schaut dabei Ich - Erzähler, Mutter und Vater an; Ich - Erzähler fühlt sich durchschaut er schämt sich - Mutter und Ich - Erzähler verbringen gerne Zeit vor dem Fernseher, vor allem wenn Vater nicht zuhause ist (seine Abwesenheit ist durch häufige Geschäftsreisen zu erklären); dies bereitet ihnen ein Vergnügen, aber nur wenn es nicht zu Intimitäten kommt, dies bereitet ihnen große Schamgefühle - Ich - Erzähler überlegt, ob die Schamgefühle nicht mit Intimität, sondern mit Bruder Arnold zu tun haben - Zu große Bedrückung vor Fernseher → Mutter schaltet ihn aus, Ich - Erzähler empfindet dies als Erleichterung - Mutter geht daraufhin an die Arbeit, so können umso weniger Scham und Schuld sich ihrer bemächtigen - Vater hat gutes Verhältnis zu Kunden, er spricht mit ihnen über deren Sorgen → unterschiedliches Kommunikationsverhalten des Vaters - Lebensmitttelhändler haben viele Sorgen (Kundschaft; verderbliche Ware → Zeitdruck; Magen- / Herzen- / Magenprobleme; Konkurrenz; entscheidungsunfähige Menschen) Das Schweinekopfessen (S. 38, Z. 3 - S. 45, Z. 9): - frische Fleischwaren stimmen Vater heiter, für ihn sind diese nicht etwa Reste eines Schlachttieres, sondern etwas höchst Lebendiges - frisches Kotelett frisch wie frische Luft / Wasser; noch frischer ist für ihn Schweinekopf - Im Frühjahr und im Herbst bringt Vater einen frisch geschlachteten, noch blutigen Schweinekopf mit nach Hause → ritueller Höhepunkt, erinnert an Heimat - Familienmitglieder müssen sich in der Küche versammeln und ihn betrachten - Vater spricht jedem Schweinekopf Individualität zu → seinem Sohn nicht - Ebenso wichtig wie der Kopf ist das Schweineblut für den Vater; er bezeichnet es als ,,Lebenssaft" (S. 39) - Ich - Erzähler musste das Schweineblut bereits von den Bauern in Kannen abholen, wenn Vater verhindert war - Das Miterleben des grausamen Schlachtens verstört ihn so sehr, dass er am liebsten dem Schweinekopfessen fernbleiben würde - Zudem handele es sich beim Schweinekopfessen nicht nur um eine Mahlzeit, sondern um viele; der Schweinekopf ist ein wahres „Füllhorn" (S. 41) - Beim Höhepunkt des Schlachtfests, dem Verspeisen des Schweinehirns, kennt der Vater jedoch kein Pardon - Vater meint ,,Hirn macht klug" (S. 42) und in seinen Augen fehlt dem vorpubertären Sohn ,,nichts so sehr wie eine anständige Portion Hirn" (S. 42) - Gesellige Zusammensein mit anderen Vertriebenen ist ein Ritual, das den Vater ,,an die Schlachttage auf dem Bauernhof seiner Eltern" (S. 42) erinnert - Beim Schweinehirnessen liegt eine heitere und ausgelassene Stimmung vor → Unterschied zu der sonst bedrückenden Atmosphäre im Haus - Mutter bleibt während Schweinehirnessens ,,still und in sich gekehrt" (S. 45), bedrückt → ,,als büße sie das gute Essen und Gelächter" (S. 45) Das Ende des Kindheitslabyrinth (S. 45, Z. 9 – S. 48, Z. 8): - Während die Mutter ,,unter der Last der Erinnerung" (S. 45) erstarrt, stürzt sich der Vater in Aktionismus - Das aus natürlichen Materialen erbaute, verwinkelte Fachwerkhaus wird entkernt und modernisiert - Der moderne Bau macht das ,,Kindheitslabyrinth" des Erzählers mit seinen Winkeln, langen Korridoren und einem angstbesetzten Dachboden zunichte → hängt an alten Dingen, empfindet Veränderung als belastend - Unter psychologischen Gesichtspunkten lässt sich dies als Tilgung der Vergangenheit der Familie deuten - Nach dem Umbau erleidet Mutter Zusammenbruch; der Arzt diagnostiziert Überanstrengung ,,Wie aus dem Gesicht geschnitten" (S. 48, Z. 8-S. 58, Z.7): - Vater berichtet, dass Mutter nicht über den Verlust Arnolds hinwegkomme - Vater und Mutter haben Eindruck, dass Ich - Erzähler gut über den Verlust hinwegkomme - Vater offenbart ihm, dass Arnold nicht verhungert, sondern verloren gegangen ist → fehlende Kommunikation zwischen Eltern - Für Ich - Erzähler ist das weder ein Verlust noch ein Gewinn - Vater gesteht ihm, dass sie Arnold schon seit Jahren mit Hilfe des Suchdienstes des Roten Kreuzes suchen - Sie haben jemanden gefunden, bei dem es sich um Arnold handeln könnte; um das sicherzustellen brauchen sie die Hilfe des Ich-Erzählers; dies klingt ungewohnt für ihn, da der Vater ihn noch nie um etwas gebeten hat → Beunruhigung; Lust, sich zu Erbrechen - Vater meint, dass sie sich nun Untersuchungen unterziehen müssen, um Verwandtschaft mit fraglichem Jungen zu bestätigen - Durch auffälligen Haarwirbel an der rechten Seite, gleicher Treck und gleicher Tag, als er einer fremden Frau in die Arme gedrückt wurde, kommt Verwandtschaft in Frage - Vater und Mutter dürfen Findelkind 2307 nicht sehen, da es sonst möglicherweise zur Enttäuschung kommt, vor allem auf Seite des Kindes - Der zuständig Sachbearbeiter stellt große Ähnlichkeiten zwischen Findelkind 2307 und Ich - Erzähler fest; Vater meint, Findelkind 2307 sei ihm ,,wie aus dem Gesicht geschnitten" (S. 55) → physisches Unbehagen: Magenkrampf, Trigeminusneuralgie (Gesichtskrämpfe) - Arnold ist Grund, wieso sich der Ich - Erzähler immer unähnlicher wird; er sieht nicht mehr sich, sondern Arnold im Spiegel - Wünscht sich einen dritten Weltkrieg und so doch noch das Verhungern Arnolds Bildervergleich und Blutprobe (S. 58, Z. 7 – S. 68, Z. 19): - Mutter wird traurig aus Kur entlassen, ihre Stimmung heitert sich aber auf, als Herr Rudolph, ein Kriminalbeamter und Familienfreund, vorbeikommt, um Fingerabdrücke zu entnehmen und Blutbilder zu vergleichen - Vergleich der Fingerabdrücke und Blutwerte → Ergebnis: Findelkind ist möglicherweise ,,aber nicht positiv wahrscheinlich" der verlorene Sohn - Eltern deuten das Ergebnis um: für sie ist Arnold ,,mehr oder weniger sicher oder zumindest höchstwahrscheinlich" (S. 62) der verlorene Sohn, denn wenn der Ich - Erzähler ihr Sohn ist, muss Arnold auch ihr Sohn sein - Arnold wird mit jeder Untersuchung wahrscheinlicher, Ich - Erzähler unwahrscheinlicher - Ich - Erzähler will wahrscheinlich bleiben; er hat keine Lust, sich mit Arnold sein Zimmer oder den Tisch zu teilen - Eltern beantragen ein anthropologisch - erbbiologisches Gutachten - Da sich das Findelkind 2307 diesem Verfahren schon einmal unterziehen musste und große Hoffnung hatte, im Endeffekt aber enttäuscht wurde, kann vorerst nur einem Bildervergleich zugestimmt werden - Für den Bildervergleich werden Bilder von Eltern, Ich - Erzähler und Arnold benötigt - Einziges Bild Arnolds und somit einziger Beleg Arnolds Existenz wird von der Mutter ,,schweren Herzens" (S. 63) aus Fotoalbum gelöst; Ich-Erzähler wird zum Fotografen geschickt - Ich - Erzähler will nicht im Schaukasten ausgestellt werden, wie es der Fotograf mit anderen Fotografien regelmäßig macht; der Schaukasten ist für ihn eine Art Pranger" (S. 65), er verbindet ihn mit dem Tod - Er lässt Aufnahmen verkrampft über sich ergehen; die Aufnahmen seines Hinterkopfes sind für ihn eine Tortur, da sein Hinterkopf für ihn das schwächste und unansehnlichste Körperteil darstellt - Mag langes Hinterkopfhaar, je älter er wurde, desto kürzer mussten seine Haare werden, denn Vater bevorzugt ,,Frontsoldaten- beziehungsweise Lagerinsassenhaarlänge" (S. 66) Ernüchterndes Gutachten (S. 68, Z. 19 - S. 73, Z. 2): - Familie erhält Brief des Anthropologischen Instituts, in dem Professor Dr. med. Friedrich Keller aus Hamburg klar macht, dass der Bildervergleich schwierig ist, da von Arnold ein Bild aus dem Kleinstkindalter vorliegt und die Ohrregion nicht sichtbar ist →→ Ich-Erzähler empfindet Schadenfreude; Eltern sind bestürzt, Mutter reagiert mit ,,Schockreaktion" (S. 70) - Weiteren Ausführungen des Professors sind weniger pessimistisch: Ähnlichkeiten werden festgestellt, jedoch könnte von einer bemerkenswerten Ähnlichkeit zwischen den Familienmitgliedern mit dem Findelkind 2307 nicht gesprochen werden - Bildervergleich → Ergebnis: Identität des gesuchten Kindes mit dem Findelkind „in hohem Maße unwahrscheinlich" Verarbeitungsstrategien (S. 73, Z. 3 – S. 82, Z. 19): - Für Ich - Erzähler ist Arnold ,,ein weiteres Mal estorben" (S. 73) - Eltern sind verzweifelt - Mutter weint oft oder starrt vor sich hin - Mutter sucht körperlichen Kontakt mit Ich-Erzähler; Ich - Erzähler zeigt Abneigung - Mutter erholt sich nur schwer vom Gutachten, Vater kümmert sich umso mehr um das Geschäft - Vater nahm bis jetzt immer Rücksicht auf Mutter, nun haben sie oftmals Streitigkeiten - Vater beschließt, eigenes Kühlhaus zu errichten, denn ,,Stillstand ist Rückgang und Rückgang ist der Anfang vom Ende" (S. 75 f.) - Pferdestall, Waschhaus und Geräteschuppen werden zu einem Kühlhaus, Mutter und Ich - Erzähler machen sich mit an Arbeit - Geschäft floriert gut; Vater arbeitet jeden Tag, Mutter hilft ihm bei Arbeit - Mutter leidet Schwächeanfall → Schädelfraktur - Im Krankenhaus denkt sie über Krieg, Flucht und das Schreckliche" nach - Nach der Entlassung ist sie mehr denn je in sich versunken, schweigsam und still - Vater will sie durch Geschenke und neuen Autokauf eines Opel Admirals aufheitern - Mutter wirft Geld in Küchenherd, denn sie will keinen Admiral, sondern Arnold - Vater reagiert ruhig, er fängt keinen Streit an, sondern rettet 2/3 des Geldes - Er kauft trotzdem den Opel Admiral Fußabdrücke und Körperbaumerkmale (S. 82, Z. 20 – S. 97, Z. 2): - Vater verfasst Schreiben an Jugendamt und Suchdienst des Roten Kreuzes, indem er ein anthropologisch - erbbiologisches Abstammungsgutachten beantragt - Suchdienst unterstützt Antrag, Jugendamt will aber Findelkind 2307 vor weiteren Enttäuschungen bewahren - Mithilfe eines Rechtsanwalts kann Vater seinen Willen durchsetzen - Jugendamt vereinbart Termin mit Dr. phil. et. med. Freiherr von Liebstedt, Professor für Anthropologie und Erbbiologie an der Universität Heidelberg und Leiter des Gerichtsanthropologischen Laboratoriums, der das Gutachten erstellen soll - Zustand der Mutter verbessert sich, sie freut sich auf Reise nach Heidelberg, spricht mehr, lacht gelegentlich neuer Lebensmut - Im Opel Admiral wird Ich-Erzähler schnell schlecht; er vermutet, sich auf längeren Reisen übergeben zu müssen; dies empfindet Vater als ,,Angriff gegen seine Person" (S. 85); Ich - Erzähler erhält Tabletten als Art Schutzimpfung; Ich - Erzähler hat das Gefühl, dass er so auch gegen Arnold geimpft wurde - Trigeminusneuralgie während Autofahrt → angespannte Atmosphäre - Privatpension, kein Hotel → untypisch für einen Bauer aus Rakowiec - Vater ist aufgeregt - Werden von Pförtner bis zu Laborräumen des Freiherr von Liebstedts begleitet, dort von einer Vorzimmerdame notiert und in ein Wartezimmer geführt - Sie treffen nicht auf Professor Liebstedt, sondern auf eine arrogante Laborantin - Diese befiehlt ihnen, Schuhe und Strümpfe auszuziehen - Ich - Erzähler bemerkt die zwei unterschiedlichen Füße des Vaters (rechter Fuß: fleischig; muskulös; kurze, kräftige Zehen- linker Fuß: schlank; knochig; wenig gewölbt; knochige, krallenartige Zehen) - Laborantin macht einen Gipsabdruck von jeweils einem Fuß, sie ahnt nichts von den unterschiedlichen Füßen des Vaters - Ich - Erzähler weist sie nicht darauf hin, Laborantin ist ,,Schicksalsgöttin" (S. 92) dig, denn Exaktheit, gründeter Ausschluss von Alternativen und stichhaltige Beweisführung fehlen - Nachdem Vater Laborantin nach Professor Liebstedt fragt, antwortet sie in einer herablassenden Art und Weise, dass der Termin mit dem Professor am Nachmittag ist, da er für Kopfmerkmale zuständig sei; Sie aber sei für Fußabdrücke und Körperbaumerkmale zuständig - Zur Bestimmung der Körperbaumerkmale werden sie nacheinander mit einem elastischen Messband vermessen - Ich-Erzähler schämt sich für seine Körperfülle - Laborantin ermittelt noch „, Rohrerindex" (S. 95); dieser schmerzhafte Kniff in die Bauchspeckfalte macht die Untersuchung zu einer peinlichen, erniedrigenden Tortur Der Leichenwagenfahrer (S. 97, Z. 2 – S. 107, Z. 16): - Familie geht in die Laborkantine, wo sie auf den redseligen Fahrer eines Leichenwagens treffen - Er ist mit verschiedenen Kantinen vertraut, er hat früher sogar in der Kantine der Oberfinanzdirektion gegessen; die Behörde hat sich aber aus Sorge um ihr Ansehen darüber beschwert, dass der Leichenwagen ständig vor dem Gebäude stand - Tod ist in dieser Szene allgegenwärtig: ● Leichenwagenfahrer gibt bereitwillige Auskunft über die neuesten Bestattungstrends Ich - Erzähler findet im Gesicht des Leichenwagenfahrers Spuren seines Berufs: O Bezeichnet ihn als ,,Tod" (S. 105), der Frisiercreme benutzt ● O Hat einen Altersfleck, der von manchen auch „Grabfleck" (S. 105) genannt wird - Leichenwagenfahrer prahlt von ,,Leistungsfähigkeit der Öfen" (S. 106) des neuen Krematoriums Heidelberg Süd - Der Freund des Fahrers habe ihm einmal eine Sammlung nicht brennbarer Leichenteile wie ,,künstliche Gelenke, Gebißteile" (S. 106) und metallische Überreste gezeigt; aus einem Aschenkasten habe er auch ein paar übriggebliebene kleine Menschenknochen hervorgeholt → Assoziationen an die Verbrennungsöfen der Konzentrationslager und den Massenmord an den Juden Die Untersuchung bei Professor Liebstedt (S. 107, Z. 16 – S. 118, Z. 7): - Mit Verspätung nimmt die Familie den Termin beim Professor war - Der Professor stammt aus Rakowiec, also demselben Ort wie der Vater; beide haben Vorurteile ggb. den Russen und Polen - Einschusslöcher in der Decke des Behandlungsraums sowie die graue Wandfarbe erinnern an Krieg und NS - Diktatur - Abgreifen des Hinterkopfes war in NS-Zeit Versuch, biologische und messbare Merkmale einer Rasse zu bestimmen - Die Untersuchungen der Höcker und Erhebungen des Kopfes lösen beim Ich-Erzähler Schamgefühle aus - Die Eltern nehmen die Schmerzen des Ich-Erzählers erst zur Kenntnis, als er ihnen den übertriebenen Hinweis gibt, dass ihm mit einem Zirkel ins Gesicht gestochen worden sei Warten auf das vorläufige Ergebnis (S. 118, Z. 7 – S. 126, Z. 3): - Familie vertreibt sich die Zeit mit einem Stadtbummel durch Heidelberg - Auf der Brücke über den Neckar beobachtet Ich - Erzähler erstmalig Zärtlichkeiten zwischen Vater und Mutter - Ich - Erzähler hätte nichts dagegen gehabt, wenn die Brücke eingestürzt wäre → geringes Selbstwertgefühl - Als sie weitergehen, folgt er ihnen so unauffällig, dass sie nicht merken, dass er genau in dem Moment hinter ihnen steht, als sie sich über ihn unterhalten: Mutter meint, dass die Situation auch für ihn nicht leicht sei; Vater kontert aber mit der Bemerkung, dass es für ihn „am einfachsten" (S. 121) sei; Ich - Erzähler ist von dieser Einschätzung irritiert: er ist der Auffassung, dass er es ,,am schwersten" (S. 121) habe und Arnold am einfachsten - Arnold steht im Mittelpunkt allen Denkens und Fühlens - Auf ihrer Besichtigungstour durch die Schlossruine verpassen sie den Weinkeller; Sie trösten sich damit, dass sie beim nächsten Besuch anschauen könnten, wohl wissend, dass sie nie wieder nach Heidelberg kommen würden → Reise erinnert sie an Flucht: ,,Wer sein Haus verläßt, dem wird sein Haus geplündert und zerstört." (S. 122) → Vorausdeutung auf Einbruch ins Kühlhaus - Bekanntgabe des vorläufigen Ergebnisses: Ähnlichkeit zwischen Ich - Erzähler und Findelkind, doch beide weisen Merkmale auf, die weder zur Mutter, noch zum Vater passen - Kreis um Ich - Erzähler, Arnold und Findelkind schließt sich immer enger - Positiv ausgefallener Fußvergleich zwischen Vater und Findelkind 2307 → Ich - Erzähler bedauert, dass er Laborantin nicht auf unterschiedliche Füße des Vaters hingewiesen hat - Fehlende Übereinstimmung zwischen Mutter und Findelkind 2307 - Anthropologisch - erbbiologisches Abstammungsgutachten: Vergleich der Körperbaumerkmale →vorläufiges Ergebnis: ,,unentschieden sozusagen" Der Tod des Vaters (S. 126, Z. 3- S. 138, Z. 14): - Aus Ärger über die Zeit- und Geldverschwendung wegen der Reise nach Heidelberg erleidet der Vater einen ersten Herzinfarkt - Der Einbruch ins Kühlhaus bringt ihn in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten → das, was an Wahre nicht gestohlen wurde, ist verdorben - Der Schaden ist nicht versichert; ein zweiter Infarkt ist in Folge - Vater kommt in das Krankenhaus; in dieser Zeit kümmert sich Herr Rudolph liebevoll um den Erzähler - Ich - Erzähler besucht Vater im Krankenhaus - Am Totenbett findet keine Kommunikation statt - Herr Rudolph überbringt dem Erzähler die traurige Nachricht, dass der Vater im Krankenhaus verstorben ist - Herr Rudolph fordert den Erzähler dazu auf, in der Bibel zu lesen - Ironischerweise bleibt er am ,,Toten Meer" hängen - Die schwarze Armbinde, die er bis nach der Beerdigung tragen muss, empfindet er als beschämendes Stigma, als isolierende Bloßstellung - Die Zahl der Teilnehmer bei der Trauerfeier zeigt, dass der Verstorbene in der Gesellschaft Ostwestfalens hohe Anerkennung genoss - Mutter verabschiedet sich sehr zärtlich von Vater - Ich - Erzähler verspürt keine Trauer Neue Rollen und Konstellationen (S. 138, Z. 15 – S. 142, Z. 17): - Mutter übernimmt Geschäftsleitung: nach außen stark, innerlich ,,in einem Nebel von Traurigkeit" (S. 139) - Anblick des Erzählers rührt Mutter zu Tränen Sie sieht in ihm ihren verlorenen Mann kann Arnold nicht ersetzen - Ich - Erzähler erinnert Mutter auch an Arnold - Selbstkritisch schildert er sich als schwieriger Junge, der der Mutter das Leben zusätzlich schwer macht → sehr negatives Selbstbild; Anti – Narzisst; schämt sich, weil er den Erwartungen seiner Mutter nicht entspricht/ nicht entsprechen kann → empfindet seine Existenz als falsch - Herr Rudolph vermittelt zwischen den beiden - Herr Rudolph kümmert sich um Mutter; die beiden nähern sich einander an Endgültige Entscheidung über das Findelkind (S. 142, Z. 18 – S. 160, Z. 18): - Auf Druck von Herr Rudolph, der sich ,,von Amts wegen" (S. 142) einschaltet, trifft innerhalb weniger Tage das lang ersehnte Gutachten ein; Professor Liebstedt scheint es damit nicht eilig gehabt zu haben - Gutachten enthält eine verwirrende Detailfülle - Ich - Erzähler ist gekränkt, da er als ,,fettreich" (S. 145) beschrieben wird - Erstaunliche Übereinstimmung zwischen Erzähler und Findelkind 2307; viele Gemeinsamkeiten passen nicht zu Eltern -Anthropologisch - erbbiologisches Abstammungsgutachten: Vergleich der Körperbaumerkmale → endgültiges Ergebnis: Findelkind ist „mäßig unwahrscheinlich bis sehr unwahrscheinlich das Kind der Antragsteller" - Mutter deutet das Ergebnis um: für sie ist es nicht schlecht", sie strengt als letztes juristisches Mittel ein biomathematisches Zusatzgutachten an - Dabei geht es nur noch um Frage, inwiefern Eltern mit Findelkind 2307 übereinstimmen → Ich - Erzähler ist enttäuscht; stellt fest, dass jetzt ,,wo es drauf ankam", er ,,offensichtlich keine Rolle mehr" (S. 154) spielt - Es fällt negativ aus: beim Vater stimmen zehn von zwölf Merkmalsgruppen überein, bei der Mutter nur vier - Biomathematisches Zusatzgutachten → Ergebnis: ,,mit einer an Sicherheit grenzenden, mindestens 99, 73 % oder 370:1 betragenden Wahrscheinlichkeit nicht identisch" - Mutter kann und will die Realität nicht akzeptieren; am ganzen Körper zitternd betont sie, dass sie sich das Kind nicht noch einmal wegnehmen lasse - Herr Rudolph sucht das Gespräch mit dem Ich - Erzähler; er gesteht, dass er ihn und die Mutter sehr gern hat → peinliche Situation - Mutter klammert sich an die 0,27-prozentige Chance, dass das Findelkind 2307 doch ihr Sohn ist - In ihrer Verzweiflung möchte sie das Findelkind 2307 adoptieren; dies ist jedoch nicht möglich, da er bereits von einer anderen Familie adoptiert worden ist Die Begegnung (S. 160, Z. 18-S. 175): - Herr Rudolph findet heraus, dass das Findelkind 2307 den Namen Heinrich trägt und als Fleischerlehrling im Weserbergland unweit der Porta Westfalica lebt - Auf der gemeinsamen Fahrt dorthin gebärdet sich Herr Rudolph immer stärker wie ein Ersatzvater - Er hat der Mutter bereits einen Heiratsantrag gemacht - Die Mutter wird den Heiratsantrag ablehnen, obwohl sie eigentlich ja sagen will → Sie hat Angst, Herr Rudolph nicht gerecht zu werden (Vergewaltigung im Hinterkopf) - Der Erzähler meint, in Heinrich sein um Jahre älteres Ich zu erblicken; auch Heinrich wird bei der Begegnung bleich → Doppelgänger = radikalste Form der Infragestellung der eigenen Identität → Identitätsverlust; Selbstentfremdung ist nun abgeschlossen; Ich - Erzähler ist nun ebenso der Verlorene - Ohne ein Wort mit Heinrich zu wechseln, fordert die Mutter Herrn Rudolph auf abzufahren → Mutter will Sohn nicht erkennen, da er nicht dem Bild entspricht, dass sie sich über Jahre aufgebaut hat - Ist Heinrich Arnold? Ausgangspunkt: Arnold und das Findelkind werden beide am 20. Januar 1945 unter den gleichen Umständen einer fremden Frau in die Arme gelegt. Argumente für Übereinstimmung Heinrich ist Fleischerlehring (Ironie des Schicksals oder Prägung durch den väterlichen Beruf) - Der Erzähler meint, in Heinrich sein älteres Spiegelbild zu erkennen (vgl. S. 174) - Auch Heinrich wird bei der Begegnung bleich im Gesicht (vgl. S. 174) → Die Erzählung lässt die Beantwortung der Frage, ob Arnold das Findelkind 2307 ist, offen Deutungshypothese: - Psychologisch: → Traumata - Historisch: → Folgen des 2. Weltkrieges Argumente gegen Übereinstimmung - Wissenschaftliche Gutachten (Ergebnis: 370:1) - Die Mutter erkennt offenbar in Heinrich nicht ihren Sohn Arnold. - Autobiografisch: → große Ähnlichkeit zwischen Ich - Erzähler und Treichel - Wissenschaftlich: → medizinische Untersuchungen Aufbau und Struktur: - Gliederung und zeitlicher Rahmen ● Kaum textgliedernde Merkmale und vage zeitliche Verortung: O Wenige Gliederungselemente, fehlende Kapiteleinteilung O O Zeit 1943 1944 20. Januar 1945 1960 o Handlung umfasst 1943-1964/65 O Zeitliche Verortung innerhalb dieser Zeitspanne bleibt vage, außer der Verlust Arnolds vom 20.01.1945 Übersicht von Ereignissen, Handlungsabschnitten und Wendepunkten: O 1964 Ein paar Absätze Wendepunkte Foto Arnolds am Anfang, Blick durch das Schaufenster am Ende → erzählerischer Rahmen Um 1950/51 Geburt des Erzählers Erkenntnis, dass Arnold lebt Erster Umbau des Hauses Ereignis Geburt Arnolds Arnolds Foto Verlust Arnolds und ,,das Schreckliche" Vorläufiges Ender der Suche nach Arnold Zweiter Umbau des Hauses Tod des Vaters Begegnung mit Heinrich Handlungsabschnitt Vorgeschichte Vorgeschichte Vorgeschichte Vorgeschichte Kindheit und Jugend Kindheit und Jugend Kindheit und Jugend Kindheit und Jugend Kindheit und Jugend Kindheit und Jugend Wendepunkt 1 2 3 Figuren: Hauptfiguren: - Ich-Erzähler: ● ● Anfang der 1950er Jahre geboren evtl. Folge der Vergewaltigung durch Russen Bruchstückhafte Identität → kein Name, keine Vergangenheit, fehlende Wurzeln ● Aussehen wird nicht ausführlich beschrieben ● ● Schattenkind → lebt im Schatten des verlorenen Bruders, von Eltern ignoriert, nicht wichtig für Eltern (Fotos) • Spielt,,Nebenrolle" in Familie (S. 17) ● Je mehr sich Arnold in sein Leben drängt, desto mehr droht er, sich selbst zu verlieren Will lange Haare → unter Haarpracht verschwinden / eigene Identität haben ● Passt mehr zu Findelkind als zu Eltern, am Ende Art Doppelgänger Am Ende selbst der Verlorene durch Ähnlichkeit mit Findelkind Nur Projektionsfläche für Eltern → steht für Verlust, Flucht, Scham ● Trauma auf Sohn übertragen → empfindet bei allem Schuld und Scham ● Gegen Tradition der Eltern → Schweinekopfessen, Ausflug, Autos, Umbau ● Reisekrankheit ● Trigeminusneuralgie ● Soziale Isolation → keine Freunde ● Mangel an Selbstwirksamkeit (Gefühl, etwas Sinnvolles bewirken zu können) →nicht mal Brücke stürzt ein ● ● Namenlos Männlich ● Geringes Selbstwertgefühl Keine aktive Resonanz (niemand lobt ihn / spiegelt ihm seinen Wert) ● - Vater Arnold: ● Bauer aus Rakowiec ● Cholerische Züge ● Schafft es, während des Wirtschaftswunders, eine neue Existenz aufzubauen: Aufstieg zu einem erfolgreichen Fleischgroßhändler Lebt gemäß Werten und Traditionen seiner Heimat Unterstützt Frau ● Statussymbole extrem entscheidend Außenwelt soll es wissen (Autos, Kleidung) ● Von Vorurteilen geleitet Keine Toleranzgrenze → Befehle, kein Widerstand, Durchgreifen bei Sohn Trauma von Krieg / Flucht / Vergewaltigung seiner Frau / verlorenem Kind ● Aktionismus → Verarbeitung durch Verdrängung und aktives Handeln Doppelter Herzinfarkt nach ergebnisloser Heidelberg - Reise → Tod ● ● ● - Vater - Sohn: ● Verhältnis ist geprägt von... O Emotionaler Distanz: I O Ich - Erzähler wird kaum wahrgenommen Vater hat kaum Zeit für ihn, weil er sich immer um das Geschäft kümmern muss (vgl. S. 75) Für seine Kunden hat er ein offenes Ohr, doch die Eigenart seines Kindes empfindet er als ,,Angriff auf seine Person" (S. 85) Für die körperlichen (Abwehr-)Reaktionen des Ich - Erzählers hat Vater kein Verständnis Vater glaubt, dass sein Sohn es von allen am einfachsten hat (vgl. S. 120) Ich - Erzähler bedauert nicht den Tod des Vaters (vgl. S. 138) o Einseitiger Kommunikation: Keine großen Dialoge Vater kann stundenlang an seinem Sohn ,,vorbeischauen" (S. 26) Dem Vater genügen normalerweise ,,kurze Befehle und Arbeitsanweisungen" (S. 12) Vater missgönnt seinem Sohn das Fernsehen, indem er ihm neue Aufgaben erteilt (vgl. S. 27) Für Ich - Erzähler ist es überraschend, dass Vater ihn um Hilfe bei der Suche nach Arnold bittet Eine Aussprache" (S. 12) mit den Eltern ist ihm unbekannt Autoritärem Erziehungsstil: . Erziehungsideale des Vaters stammen aus NS - Zeit (erkennbar an Sprache) Die Frisur des Sohnes muss auf ,,Frontsoldaten -beziehungsweise Lagerinsassenlänge" (S. 68) heruntergestutzt werden Hinterkopfaufnahme wird instrumentalisiert, um Erziehungsideale durchzusetzen Schweinekopfessen wird zur Machtdemonstration: Sohn muss beim Schlachten zusehen, beim Essen teilnehmen; Vater duldet keinen Widerspruch o Unterschiedlichen Werten: Ich - Erzähler lehnt kapitalistisches Streben des Vaters ab; Ich - Erzähler ist gegen Umbau des Hauses - Mutter: ● ● ● ● ● ● ● - Sohn Arnold: ● Kann sich nicht freuen, misslaunig Keine Lebensfreude, schwere Depression → unfähig dauerhaft Glück zu empfinden, kleine Glücksmomente Starke Frau (führt Geschäfte weiter) Findelkind 2307? ● Trotz Abwesenheit dominiert er in Familie ● Dauerthema, ,,Hauptrolle“ (S. 17) in Familie ● Heißt wie Vater Trauma von Krieg / Flucht / Vergewaltigung / verlorenem Kind Kein normales Verhältnis zu Sexualität Leben geprägt von Selbstvorwürfen Flieht in Irrealismus Sehr Ichbezogen ● Nimmt Zärtlichkeit für jüngeren Bruder weg Seelenverwandtschaft mit Ich-Erzähler beide auf gewisse Weise verloren ● Vergisst Ich-Erzähler über Trauer Kann mit niemandem ihre Trauer teilen Unfähig Mutter - Sohn - Beziehung zu Zweitgeborenem aufzubauen ● Nebenfiguren: - Herr Rudolph: ● Revierpolizist Eng verbunden mit Familie des Ich - Erzählers ● Kümmert sich um Erzähler, als Vater im Krankenhaus ist → liebevoller als Vater Verliebt sich in Mutter, macht ihr Heiratsantrag, verbringt viel Zeit mit ihr Trotz realistischer Ansicht hilft er Mutter, Findelkind zu suchen → In Übertretungen seiner polizeilichen Kompetenzen stellt er Nachforschungen zur Identität des Findelkindes an Gegenüber dem Erzähler übernimmt er die Rolle eines Ersatzvaters: O Es fällt Herr Rudolph nicht leicht, in einer Aussprache dem Ich - Erzähler zu gestehen, dass er Mutter und ihn ,,sehr gern habe" (S. 161); die schüchternen Berührungen, die diese Worte begleiten, irritieren den Erzähler und machen beide verlegen Mit der Zeit wächst er immer mehr in die Rolle des Vaters hinein; er übernimmt sowohl den Habitus als auch die Sprache des leiblichen Vaters (,,Was gibt es denn da zu grinsen?", S. 168)→ wachsende Distanz zwischen ihm und Ich-Erzähler O - Dr. phil. Et med. Freiherr von Liebstedt: Professor für Anthropologie und Erbbiologie an der Universität Heidelberg ● Unsympathischer, standesbewusster Wissenschaftler ● ● ● Stammt aus Rakowiec; den verlorenen Gutbesitz hat er noch nicht aufgegeben Faschistoiden und rassistische Vorurteile → Zerrbild eines kultivierten, gebildeten Menschen - Laborantin: ● Unfreundlich ● Demonstriert Macht ● Gefühllos ● Arrogant ,,Schicksalsgöttin", da sie nicht bemerkt, dass der Vater zwei unterschiedliche Füße hat - Leichenwagenfahrer: ● Vorbote des Todes Verdeutlicht, dass immer noch Anteile nationalsozialistischen Gedankenguts gegenwärtig sind Themen: - historische Anklänge: ● NS - Zeit: O S. 106: ,,Krematorium" → erinnert an Verbrennung der Juden o S. 109: ,,Russen" und S. 110: ,,Polen" → Professor Liebstedt hat ggb. Russen und Polen Vorurteile, wodurch er als Zerrbild eines gebildeten Menschen erscheint; er ist nach dem historischen Vorbild des Freiherrn von Verschuer modelliert, der während der NS- Diktatur wesentlich zur Entwicklung und Verbreitung der Rassenlehre beigetragen hat. Rassenlehre: Menschen, die östlich von Deutschland lebten, die ,,Slawen", sah Hitler als sog. ,,Untermenschen" an; er sah es als Recht der arischen Rasse, nach Osten zu gehen, dort die slawische Rasse zu vertreiben/ versklaven, sodass die Arier Lebensraum für sich gewinnen o S. 113: ,,graubraune Wandfarbe" und S. 114: ,,Einschusslöcher" → Zeichen des Krieges im Büro von Professor Liebstedt o S. 114: ,,Abgreifen des Hinterkopfes" → in der NS-Zeit wurde so versucht, biologische und messbare Merkmale einer Rasse zu bestimmen; DNA - Verfahren wurde erst 1984 entdeckt → Fortdauer des nationalsozialistischen Gedankenguts Flucht aus Ostpreußen: O Im September 1944 wurde Königsberg, die Hauptstadt Ostpreußens, das erste Mal von Briten bombardiert O O O O O Im Oktober 1944 rollten sowjetische Panzer nach Ostpreußen Die rote Armee (Soldaten der Sowjetunion) erkämpften für sich / besetzten in den folgenden Monaten immer mehr Gebiete Ostpreußens Die Menschen flohen zunächst nicht, da... Lügenpropaganda darüber stattfand, dass Deutschland den Krieg gewinnen würde Viele Menschen ihre Heimat, ihr ganzes Hab und Gut, nicht verlassen wollten Fluchtversuche und Vorbereitungen zur Flucht unter strenger Strafe standen Ende Januar 1945 mussten alle Bürger aus Ostpreußen fliehen, da die rote Armee Ostpreußen komplett einkreiste Mutter und Vater des Ich-Erzählers flohen mit Arnold von Rakowiec über Konin nach Ostwestfalen Um die 500.000 Kinder sind auf der Flucht verloren gegangen, darunter auch Arnold - Mutter drückte in Angst vor Erschießung durch Russen Arnold in die Arme einer fremden Frau 2-2,5 Mädchen / Frauen wurden auf der Flucht verg valti der Mutter des Ich - Erzählers ist das „Schreckliche" (S. 16) auch passiert; der Trick mit dem Tuch (S. 54) wurde schnell von den Russen durchschaut ● ● ● Bedeutung der alten Heimat: o Handlungsprägende Identitätsstiftung (,,Ein Bauer aus Rakowiec ging nichts ins Hotel" (S. 86) o 0 000 O Zusammenhalt zwischen Heimatvertriebenen O Revanchistische Einstellungen (vgl. etwa die fehlende Anerkennung der infolge des Zweiten Weltkriegs entstandenen Grenzen durch Prof. Liebstedt) Rückwärtsgewandte Empfindungslage mit Glorifizierung der bäuerlichen Lebenswelt (vgl. ausgelassene Stimmung und Anekdoten beim Schweinekopfessen (vgl. S. 43)) Festhalten an alten Traditionen (ritualisiertes Schweinekopfessen) Schweigen und Verdrängen: O Eltern des Ich - Erzählers fühlen sich für die deutschen Verbrechen während des Krieges nicht verantwortlich; sie verdrängen ihr gesellschaftspolitisches Versagen bzw. eine nationale Schuld o Verschweigen der Vergangenheit gehört zu konstitutiven Merkmalen der restaurativen Epoche des Wirtschaftswunders o Vergangenheit wurde tabuisiert → Lücke in der Familie aufgrund fehlender Kommunikation (keine großen Dialoge) und dadurch kein sozialer Zusammenhalt O Konzentration auf Arbeit →Kompensationsversuch / Verdrängungsstrategie: Vater ist erfolgreich, Mutter nicht (vgl. S. 45) Umbau des Hauses (vgl. S. 45 f.) → Erinnerungsspeicher wird (aus)gelöscht o Schweinekopfessen (vgl. S. 38 f.) → ,,Heiterkeitsgeräusche" und ,,unermüdliches Gelächter" statt Reflexion etc. O Mutter und Vater wollen nicht mit Professor Liebstedt über die Erfahrungen mit den Russen sprechen (vgl. S. 109 f.) Wirtschaftswunder: O Def.: unerwartet schneller wirtschaftlicher Aufschwung nach dem 2. Weltkrieg (,,Nachkriegsboom") o Silbergrauer Ford - Buckeltaunus (vgl. S. 21)→ Opel Olympia (vgl. S. 21) → schwarze Limousine mit den Haifischzähnen (vgl. S. 21) ➜ Opel Admiral (vgl. S. 80) Fotoalbum (vgl. S. 7) → Radio (vgl. S. 24) → Fernseher (vgl. S. 25) als Statussymbol Vater betreibt Leihbücherei (vgl. S. 32)→ führt Lebensmittelgeschäft (vgl. S. 33)→ wird Fleischgroßhändler (vgl. S. 33) → baut eigenes Kühlhaus (vgl. S. 76); protestantische Arbeitsethik (Vorstellung von Arbeit als Pflicht, die man nicht in Frage stellen darf (vgl. S. 20) Ich - Erzähler, Mutter und Vater sind „fettreich" (S. 145) → „Fresswelle" als 1. Konsumwelle: Bauch wird zum Statussymbol - Generationenkonflikte: Das Schweinekopfessen erscheint als patriarchale Machtdemonstration Die Präferenzen des Vaters zeugen von einer verborgenen Aggressivität Da die Rolle des Vaters während dem Krieg unklar bleibt, können aus seiner Begeisterung für die Schlachtfeste keine Rückschlüsse genommen werden Der Erzähler als Kind der der Nachkriegszeit grenzt sich davon ab Der Ich - Erzähler hungert nach Aufmerksamkeit ● ● - Bedrohte Identität des Ich - Erzählers: Def. von Identität: Gesamtheit der Eigentümlichkeiten, die eine Entität, einen Gegenstand oder ein Objekt kennzeichnen und als Individuum von anderen unterscheiden Allgemeines: O Fotos: ● ● O O Ich - Erzähler ist namenlos, Alter ist unbekannt O O Er ist lediglich ein Vergleichsobjekt für Arnold, kein autonomes Subjekt o Fragmentarische Bilder vom Ich - Erzähler verdeutlichen seine bruchstückhafte Identität sowie das Zeugnis seiner Wertigkeit in den Augen seiner Eltern und seine innere Not O Ich - Erzähler empfindet Schaukasten als ,,Art Pranger" (S. 65) Suche nach Arnold: O Die Suche nach Arnold raubt dem Ich - Erzähler seine Identität O Arnold sei ihm ,,wie aus dem Gesicht geschnitten" → physisches Unbehagen O Ich-Erzähler will niemandem ähnlich sein (vgl. S. 57) O Die Ähnlichkeit mit Arnold bewirkt, dass er sich selbst ,,immer unähnlicher wird" wird (vgl. S. 57 f.) Jeder Blick in den Spiegel irritiert ihn, da er nicht mehr sich, sondern Arnold sieht (vgl. S. 58) Je wahrscheinlicher die Identität Arnolds wird, desto unwahrscheinlicher wird er selbst in seiner eigenen Wahrnehmung (vgl. S. 61) Ich - Erzähler sieht Arnold in der Metzgerei und nimmt ihn als seinen Doppelgänger wahr (vgl. S. 174) → einen Doppelgänger zu haben ist die radikalste Form der Infragestellung der eigenen Identität → Identitätsverlust, da Selbstentfremdung nun abgeschlossen ist, er ist nun selbst der Verlorene Medizinische Untersuchungen: O Reduzieren Ich - Erzähler auf einzelne äußere Merkmale (vgl. S. 94 f.) O Ich - Erzähler vergleicht seinen Status mit dem von Arnold: ein großes Bild von Arnold ist ganz vorne im Fotoalbum (vgl. S. 17) → Arnold spielt die ,,Hauptrolle" (S. 17) in der Familie; weit hinten im Fotoalbum sind winzige fragmentarische Bilder vom Ich - Erzähler (vgl. S. 7 f.)→ Ich - Erzähler spielt die ,,Nebenrolle" (S. 17) in der Familie Er hat das Gefühl, ungeliebt zu sein Ihm fehlt die Aufmerksamkeit der Eltern - Traumata: Def.: starke psychische Erschütterung, die (im Unterbewusstsein) noch lange wirksam ist" (DUDEN) → meist Ereignisse, die eine Bedrohung für das Leben oder die körperliche Unversehrtheit darstellen (z. B. Krieg, Gewalt) → kann transgenerationell weitergegeben werden, wenn man nicht darüber spricht Trauma der Mutter durch Krieg, Flucht, Vergewaltigung, Verlust Arnolds o Auswirkungen: ● ● Kommunikationsstörungen Weint sehr oft Mag kein(e) Ausflüge, Spazieren, Reisen (vgl. S. 19 und 22) Intimitäten sind für sie unerträglich, egal ob im Fernsehen (vgl. S. 31) oder in zwischenmenschlichen Beziehungen: eine Umarmung (,,Drücken") kommt erst relativ spät vor (vgl. S. 74), auch Berührungen und Zärtlichkeiten mit ihrem Ehemann haben Seltenheitscharakter, Herr Rudolphs Heiratsantrag möchte sie ablehnen (vgl. S. 171) Schuld- und Schamgefühle → Kompensationsversuch: drückt den Ich - Erzähler gegen seinen Willen (vgl. S. 74); Konzentration auf Arbeit, aber ohne Erfolg (vgl. S. 45) Psychische Probleme werden physisch: Zusammenbruch (vgl. S. 48), Schwächeanfall (vgl. S. 80) Trauma des Vaters durch Krieg, Flucht, Verlust Arnolds, Mitansehen der Vergewaltigung von seiner Frau ■ O Auswirkungen: Psychische Probleme werden physisch: zwei Herzinfarkte (vgl. S. 139) → Tod (vgl. S. 132) → Kompensationsversuch: Aktionismus; Konzentration auf Arbeit ■ Mag kein(e) Ausflüge, Spazieren, Reisen (vgl. S. 19 und 122) Schuld- und Schamgefühle ● Traumaweitergabe an Sohn: o Auswirkungen: Findet intime Szenen im Fernsehen unerträglich (vgl. S. 31) Denkt, dass im russischen Radio über ihn und seine Familie geredet wird (vgl. S. 25) Schuld- und Schamgefühle Psychische Probleme werden physisch: ,,Reisekrankheit" (S. 21), ,,Trigeminusneuralgie" (S. 57) - Schuld und Scham: Schuld Def.: Schuldgefühle entstehen bei Verstößen gegen verinnerlichte Werte und Normen; Gewissensbisse als Ausdruck solcher Schuldgefühle setzen aktives Handeln (oder willentliches Unterlassen) voraus → schuldhaftes Verhalten kann versuchs- /ansatzweise gesühnt/ wiedergutgemacht werden ● Schuldgefühle der Mutter: Hat Arnold ,,voreilig" (S. 16) weggegeben Wurde vergewaltigt (,,das Schreckliche" → Tabu) Konnte der fremden Frau nicht Arnolds Namen zurufen (vgl. S. 15) o ,,büßt" das gute Essen und Gelächter (vgl. S. 45) O ● O O Schuldgefühle des Vaters: O Konnte Frau vor Vergewaltigung nicht schützen (vgl. S. 14) Hat Hof in Rakowiec verlassen (vgl. S. 122) O Die wahre Schuld der Eltern beginnt an dem Punkt, an dem sie es nicht schaffen, ihren zweitgeborenen Sohn zu lieben! Ich-Erzähler ist in ,,einer von Schuld- und Schamgefühlen" vergifteten Atmosphäre aufgewachsen (vgl. S. 17) Bei allem was er tut empfindet er Schuld und Scham (vgl. S.17) Schuldgefühle des Ich - Erzählers: O O Bei banalen Dingen: bei(m) Essen, Radio hören, Fahrrad fahren, Ausflügen, Spaziergängen (vgl. S.17 f.) Denkt, er wäre in das Kühlhaus seines Vaters eingebrochen (vgl. S. 129) o Kann Mutter nicht trösten (vgl. S. 171) Scham ● Def.: Scham entspringt aus einem Widerspruch zwischen Selbstbild und gesellschaftlichen Erwartungen; Das Gefühl entsteht unmittelbar in subjektiv als peinlich oder erniedrigend empfundenen Situationen oder als Folge davon; Oft entstehen Schamgefühle durch einen Anstoß von außen → so sind Schamgefühle schwer auszulöschen / aufzuarbeiten Schamgefühle der Mutter: O Bei intimen Szenen im Fernsehen (vgl. S. 31) → Prüderie der 1950er-Jahre verstärkt diese Gefühle: Sexualität war tabuisiert! (Skandal: Die Sünderin (1951: einsekündige Darstellung einer halbnackten Frau)) Ich - Erzähler ist in ,,einer von Schuld- und Schamgefühlen" vergifteten Atmosphäre aufgewachsen (vgl. S. 17) Bei allem was er tut empfindet er Schuld und Scham (vgl. S.17) ● Schamgefühle des Ich - Erzählers: Bei banalen Dingen: bei(m) Essen, Radio hören, Fahrrad fahren, Ausflügen, Spaziergängen (vgl. S.17 f.) o Hinterkopf (vgl. S. 67, S. 115) Bauch (vgl. S. 95) O o Schwarze Binde (vgl. S. 134) Intime Szenen im Fernsehen (vgl. S. 31) O o Gespräch mit Herr Rudolph (vgl. S. 161) Schämt sich, weil er den Erwartungen seiner Mutter nicht entspricht / nicht entsprechen kann O O Leitmotive und Wortfelder: - Schuld und Scham: • Zwölfmalige Erwähnung (vgl. S. 17 - 19) Langfristige Folgen - Essen: Mit Schuld und Scham verbunden Signalisiert soziale Zugehörigkeit (vgl. Treffen mit Heimatvertriebenen: Heidelberger Kantine) • Körperfülle als Zeichen des Wirtschaftswunders ● ● - Tod: In Todesangst wird Arnold einer fremden Frau übergeben ● Längere Zeit glaubt der Ich - Erzähler, dass Arnold verhungert ist Erst der ,untote" (S. 17) Bruder macht ihm zu schaffen Nach dem ersten Gutachten scheint Arnold für den Ich - Erzähler ,,ein weiteres Mal gestorben" (S. 73) zu sein Leichenwagenfahrer als Personifikation des Todes ● ● ● - Fotos: ● Fotoalbum als Familienritual ● Foto von Arnold einziger Beleg seiner Existenz Bruchstückhafte Identität des Ich - Erzählers wird verdeutlicht sowie Zeugnis seiner Wertigkeit in den Augen seiner Eltern und innere Not ● - Spiegelbilder: ● Variation des Bildermotivs ● Ich-Erzähler wird sich selbst immer ,,unähnlicher" (S. 58); Er sieht nicht mehr sich selbst, sondern Arnold • Ich-Erzähler sieht hinter Schaufenster des Fleischergeschäfts Arnold als sein Spiegelbild - Reise / auf dem Weg sein: Flüchtlingsstreck wegen des Krieges (vgl. S. 14 f.) • Sonntagsausflüge (vgl. S. 18 ff.) Ausflug nach Heidelberg wegen Arnold (vgl. S. 83 ff.) - Distanz → Nähe: Emotionale Distanz (vgl. S. 44 f.); Umarmung der Mutter (vgl. S. 95 f.) (auf der einen Seite Sehnsucht nach Nähe zu Eltern, auf der anderen Seite Ablehnung, wenn diese erfolgt) ● Unternehmungen, Arnold näher zu kommen, ihn zu finden, scheitern: dass er der Gesuchte ist, wird unwahrscheinlicher; gleichzeitig kommt man dem vermeintlichen Arnold näher. Dass dieser tatsächlich nicht der Gesuchte ist, wird nicht aufgelöst. - NS-Zeit / Krieg: • Anthropologisches Gutachten durch Freiherr von Liebstedt erinnert an NS- Rassenpolitik Vater verlor dreimal seine Existenz: implizierte Kritik an den Auswirkungen von Kriegen und Vertreibung Gespräch mit Leichenwagenfahrer: makabres Sprechen über Tod, ohne die Holocaust - Vergangenheit anzusprechen ● ● Erzählperspektive: - virtuose Verwobenheit einer erlebenden und einer reflektierenden Erzählperspektive: ● Geschehnisse werden von einem Kind /Jugendlichen erzählt, der nicht alle Zusammenhänge begreift ● Erlebendes und erzählendes Ich ergänzen und vertiefen einander: Jugendlich- naiv (im Vordergrund) o Wiederholungen, Übertreibungen, Emotionalität, fehlendes Verständnis für Zusammenhänge von Ereignissen durch subjektiven Blickwinkel o Nahezu ausschließlich Erzählbericht ● → Identifikation mit Ich-Erzähler o Rückblenden, Prolepsen (S. 140) und Exkursen (Schuld und Scham, Schweinekopfessen) o Kontinuierlicher Gedankenfluss und Erinnerungsstrom → emotionale Involviertheit des Ich-Erzählers, Monoperspektivität → Ausgeliefertsein O Erzählzeit: Präteritum → Distanz zum Geschehen Erwachsen- reflektiert O Ordnet Geschehnisse retroperspektivisch ein und kommentiert sie scheinbar objektiv Sprache: - Sprache des Ich - Erzählers: sprachliche Merkmale einer kindlich – jugendlichen Perspektive obegrenztes Sprachvermögen → häufige Wiederholungen, einfacher Syntax, untypisch: viel indirekte Rede, protokollartige Wiedergabe der Sprache der wissenschaftlichen Gutachten - Komik, Ironie und Groteske: ● Ironie und Humor als eine Art ,,Exitstrategie“ für ich - Erzähler aus seinem unhaltbaren Zustand; oftmals nicht explizit gewollt, sondern entstammen dem kindlichen Bemühen, seine Ausgrenzung einzuordnen O Komik durch tabuisierte Denkmuster des Erzählers (vgl. S. 58), Übertreibungen (vgl. S. 23, S. 39 f.), halb verstandene Denkmuster (vgl. S. 165), durch Mechanik und Wiederholungen der Eltern: z.B. verweist der Vater des Öfteren auf seine Herkunft sowie Prinzip des Umsonst: Verfahren der Wissenschaftler erweisen sich als sinnlos, da sie die unterschiedlichen Füße des Vaters übersehen (vgl. S. 91) O Ironie durch feinsinnigen Spott v.a. in Bezug auf protestantische Arbeitsethik (vgl. S. 26-28), durch Spiel mit Wortbedeutungen: ,,wie aus dem Gesicht geschnitten" (S. 55) → physische Schmerzen, das ,,Tote Meer" (S. 132), durch Ironie des Schicksals: Anspielung auf Einbruch ins Kühlhaus (vgl. S. 122), Heinrich als Fleischerlehring O Groteske durch Mischung von Lächerlichem und Furchtbarem: Schilderungen des Leichenwagenfahrers (vgl. S. 106) und schmerzhaften medizinischen Untersuchungen (vgl. S. 117) Gattung: - Unklare Gattungszuordnung: ● Nicht eindeutig ● Hans-Ulrich - Treichel hat seinen Prosatext keiner literarischen Gattung zugeordnet Keine Novelle, da Konzentration auf unerhörte Begebenheit: Trauma des Verlusts ● Kein Roman, da fehlende Komplexität der Handlungsstränge → ,,Werk" / ,,Erzählung" ● Lesearten: - Historische Leseart - Autobiographische Leseart - Psychologische Leseart - Wissenschaftliche Leseart Autobiografische Bezüge: - Treichels Erzählungen beruht auf eigener Familiengeschichte, ist aber nicht mit dieser gleichzusetzen - Treichels Eltern flohen aus Rakowiec (Treichels Vater war verwundet und konnte deshalb nicht an die Front) nach Ostwestfalen - Eltern ließen 1,5 Jahre alten Sohn Günther auf einem Pferdewagen zurück, um ihn selbst vor der Erschießung durch die Russen zu retten - Mutter wurde auf dem Weg vergewaltigt -Treichel wuchs in Atmosphäre von Schuld und Scham auf - Treichel erfuhr erst 1991 (geb. 1952) von dem verloren gegangenen Bruder - Eltern stießen über den Suchdienst des Roten Kreuzes auf das Findelkind 2307, und waren überzeugt, dass es Günther war - DNA - Test belegte, dass das Findelkind 2307 nicht ihr Sohn ist (die erbbiologischen Gutachten werden im Buch wörtlich übernommen! (Unterschied zu ,,Der Verlorene": dort bleibt Frage offen)) - Treichels Vater und der Vater im Buch haben die gleichen Lebensdaten: 1909 - 1964 - Treichel setzte sich außer in ,,Der Verlorene" (1998) noch in ,,Leib und Seele" (1992) und ,,Menschenflug " (2005) mit der Familiengeschichte auseinander Intertextualität: - Speisung der Fünftausend (in Evangelien): Schweinekopf als Dauerspeisung: Speisung der Fünftausend (in Evangelien): 5000 Männer teilen sich fünf Brote und zwei Fische und werden satt ● - ,,Die Blechtrommel" von Günter Grass: • Schlachttag des Schweins: Aale werden mit Pferdekopf gefangen - ,,Tod in Venedig" von Thomas Mann: ● Leichenwagenfahrer: Person, die Dichter immer stärker in Tod geleitet - Franz Kafka - Vater: ● Verhältnis, das geprägt ist von... Entfremdung ● O o Umgang, der nicht durch Güte geprägt war O Unterschiedliche Persönlichkeiten O Jähzorn o O O O - Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lk 15, 11 – 32): Handlung: jüngerer Sohn lässt sich sein Erbe auszahlen und verprasst es; als er nichts mehr hat und Hunger leidet, kehrt er reumütig zu seinem Vater zurück; sein Vater lässt in einem Willkommensfest ein Mastkalb schlachten, denn für ihn ist der verlorene Sohn ,,wiedergefunden worden"; sein älterer Bruder, der tagtäglich für den Vater arbeitet, neidet dem Zweitgeborenen die Anerkennung und bleibt dem Festmahl fern Gemeinsamkeiten - Unterschiede: Gleichnis Vater - Sohn - Sohn Strenge Fehlender Liebe und Zuneigung Keinen Schuldgefühlen (Kafka möchte bewirken, dass sein Vater sich eingesteht, dass Kafka auch keine Schuld hat; Kafka findet, dass sein Vater zur Entfremdung beigetragen hat, ihn aber keine Schuld treffe, da dies unbewusst geschehen ist) Vergleichsaspekte Figurenkonstellation Rolle des Vaters Bruderzwist Rolle der Rückkehr Festmahl Schlachten Trauer, verlorener Sohn wird erhöht, liebevoll, schlachtet ein Kalb Unverständnis, Ungerechtigkeit wird durch Vater veranlasst Bruder hat sich in eine schlechte Lage gebracht, Rückkehr ein Überraschendes Ereignis, Rückkehr stellt die materielle Sicherheit des Älteren infrage - Älterer Sohn bleibt dem Festmahl fern - Fröhliche, heitere Stimmung: Lukas 15, 11-32: ,,lasset uns essen und fröhlich sein" Mastkalb als Zeichen der Wertschätzung Der Verlorene Vater Sohn - Sohn - Mutter Trauer bei den Eltern, verlorener Sohn wird erhöht, Vater ist gefühllos, geht nicht auf den anwesenden Sohn ein Eifersucht, Gefühl der Vernachlässigung und der Ungerechtigkeit veranlasst durch den Bruder Bruder ging tatsächlich verloren, Rückkehr wird erwartet; Rückkehr bedeutet existenzielle Bedrohung für Ich - Erzähler - Ich-Erzähler muss am Schweinekopfessen teilnehmen - ,,Heiterkeitsgeräusche" und ,,unermüdliches Gelächter" (S. 43) Alltägliche Verrichtung