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Deutsch Lernzettel Filmstillanalyse (besonders bezogen auf „das Weiße Band)

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 Vorgehen einer Analyse bei einem Filmstill:
Einleitung: > Film
In dem Spiefilm „Das weiße Band", aus dem Jahr 2009, thematisiert der Regiss

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Hannah Stockmann

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Lernzettel mit Thematisierung der Analyse eines Filmstills und wichtige Information zu Filmstillananalysem bei „das Weiße Band“ Außerdem klausur-relevante Infos zur „Schwarzen Pädagogik“ und dem autoritären Charakter

 

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Lernzettel

Vorgehen einer Analyse bei einem Filmstill: Einleitung: > Film In dem Spiefilm „Das weiße Band", aus dem Jahr 2009, thematisiert der Regisseur Michael Haneke autoritäre Machtsturkturen in den Familien eines norddeutschen Dorfes kurz vor Ausbruch des 1. Weltkrieges. Interpretationshypothese: -> Filmstill -> konkret, auch auf Figurel реziеlесь In dem Filmstill enthält man einen Einblick in das Machtverhältnis... Entwickung des autoritären Charakters. 4 heutig mittels sawwarzer Pädagogik" -> Zusammenhang zwischen Filmstill und Film Einordnung in den Kontext: • Sequenz zusammenfassen (kurz) • Filmstill in Kontext des Fims einordnen -> Ort, Kontext, Thema + einzelve Kategorien abarbeiten+ wit Wirkung verbinden Beschreibung: Setting zuerst -> Wirkung (charakterisierung des sozialen Raumes, Armor- phäre,...) • präzise Beschriebung des Aufbaus und Wirkung/Funktion des Filmstills • Vordergrund - Hintergrund (Was ist wo zusehen, mit welcher Wirkung) • Licht- und Schatteneinsatz • Figurenfokus (Welche Figur ist zentral, welche Merkmale, welche erzielte Wirkung?) ● • Erzählsituation (Analyse der Kamera perspektive, Wessen Sicht wird eingenommen, Welche Wirkung hat das?) => Hallung, Mimik, Gestik -> Überleitung iz Filmsprache: Systematische Analyse der formalen Gestaltung des Filmstills Wirkung auf Zuschauer und filmsprachliche Mitte werden herausgearbeitet! • Einstellungsgröße • Kameraperspektive ● Beleuchtung • Raum Anordnung der Personen/Gegenstände • WELCHE WIRKUNG WIRD ERZIELT? Deutung: -> Winen + Verwinen miteinbringen Deutung von Zusammenspiel von Inhalt und filmsprachlicher Gestaltung in Hinblick auf die Aussage des Fimstills innerhalb des Films ->Bezug zur Interpretationshypothese Schluss: Schlussfolgerung aus Grundage der Analyseergebnisse! Wichtig zu wissen: Schwarze Pädagogik ->Katharina Rurscliky Erziehungstechnik, die Gewalt, Manipulation, Einschüchterung, Demütigung un...

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Co als Mittel der Erziehung vorsieht. Bildet einen gehorsamen Untertanen! Kinder wurden inneren Antriebe (Es) entfremdet und zu Befehlsempfängern gemacht. Seelischer und körperlicher Schmerz für die Kinder Folge -> von Kirche vertreten (Pfarrer...) Kind sollte sich, ohne etwas zu Hinterfagen, den vorhanden Wertvorstellungen einfügen. -> Vorstellung von ,,böser Kindesnatur" Kind wird durch durchlebte Demütigung und Qualen, die anscheinend zu seinem eigenen Wohl geschehen, betäubt = -> gibt sich selbst Schuld für erhaltene Strafe... (Betonung von Pfarrer und Mutter, dass alles wäre nur die eigene schuld der Kinder bei Strafen (Schläge, weiße Band, Verbot die Hand zu küssen..)) ,,Plötzliche Einbrechen des Bösen“ im „Weißen Band" Über-Ich: soll nach dieser Technik bearbeitet und bestimmte Moralitäten und Verhaltensweisen (autoritärer Charakter) gefestigt werden. Es: wird komplett unterdrückt (Triebe und Bedürfnisse) Ich: reagiert wie es erzogen wird! -> Fokus auf Über-Ich, da Es unterdrückt wird. Der autoritäre Charakter: ● Bürger unterwirft sich totalitären Ordnungen • Autoritärer Charakter durch unter anderem schwarze Pädagogik • Folge = Neigung zu oberflächlichen Gefühlsbeziehungen und Versuchungen, andere so zu erziehen, wie sie erzogene wurden • Merkmale = Vorurteile, Gehorsamkeit und Ablehnung des Fremden... • Eigenschaften = Orientierung an Macht! ● • Wollen autoritär sein, doch bewundern die Macht und ordnen sich unter (Diederich) ● Tiefliegender Grund: Unfähigkeit des Menschen, mit Freiheit umzugehen (einfacher an Autoritäten und Ordnung halten) Verbeмегапер vorsculage Film -> Einleitung + Interpretation shyporveré -> Einordnung Kontext (sequenz) -) Besourelbeingi o sertriug » Farben (Schwarz-Weiß) 2 Personen -) Filmspracle: о велейсиниng (lieur); кашегарегрекные (10.5); Kaweracin- stellung (10.9) Деuruug -) баш им spraculiche Tipps: Adjerrive: - traumarisiere uol awis алеишенешiel abschreckend aurerinar praveuriu srreug - inrim (nieur) familiär (nieur) -kähler tiefgrandig verboten persönlieu disziplinarische dasher disrauzierr trish unterwürfig. provozierend йивешимр markaur srechend aufricutig sirrliche charakterstark prazise stilisriseu lieblos prageudl devailgetreu formell Filmestill Verbeu: - теwarisieren - bilden beruhen ereigneu beleureu -abzielen - aurkleideu - епие скеи dienen erzeugеи Quordneu негибоpern symbolisieven hervorgeнeс aufectren - - beatsicurigeu - instrumeuralisieven гемни Shelleu augreifeue formen dlureulaufeu аименени definierece weihermageu апредел exponiert = verstärkt generelle Wörter: zwiṣeleeumenschliebe Beziehung / Klima (der Willel- miniseven Kaiserzeit) => Einleitung Grundlage des Ersten Weltkrieges die vou Kontrolle und Unterdrückung gegenüber Persönlichkeit geprägreu Eltern-Kinder- Beziehung sweldee auf schwarzer Pädagogik beruben => Interprevations hypornese Ehrfureur vor ... Konsequenz Abschirmung Konversariou /-eu Werrvorstellungen Rolleumuster charakteristika Individuum Kirche/Eltern / Macurigeven zur Farbe: Zum Lieur: and ->beseerauker sich auf Graurõne 4) Authentizität zu damaligen schwarz-weiß Filmen ->Farbwahl verstärkt die autoritäre, disziplinarisdue Armor phare -> + düstere, kalte und distanzierte nieur wirklich familiäre Shimmuug -> hebr Weiße des Resieurs hervor samv Emotionen -> helle + ducukle Seiten können innere Emotionskonflikte symbolisieven Zur Deuruugi -> Filmskill arbeiter präzise die Charakteristika von schwarzer Pädagogik in seiner shilishis deen Darstellung heraus в ауадедпрей, cerely nier Unrerueerfung дереийвер Auroritäréu, torale Kontrolle eles individuums und srreuge Regeln in der Ertienuug : 4 sollen gesellsch of flich akzeptierteu, religiosen, pali- tischen and sirrlichen Werkvorstellunged entspredi- елели меняешен fomeu ( auf scuwarte Padagogile ети денес и dadurou enrore heael Enruicklung зиш autoritären charakter Inhalt Deutschland 1913/14, kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs: In einem protestantischen Dorf im Norden Deutschlands herrscht ein quasi-feudalistisches Gefüge von Autoritäten, Abhängigkeiten und ei- nem subtilen Strafsystem, das vom Baron bis zu den Bauern alle Bezie- hungen durchdringt und vor allem die Kinder prägt. Der so geordnete Alltag zwischen Arbeit, Gebet und Schule gerät in Unruhe, als sich mysteriöse Unfälle häufen und zu einer Reihe von Verbrechen werden, die sich im Laufe eines Jahres im Dorf zutragen und deren Täter im Dunkeln bleiben: Zum Auftakt bringt ein Draht das Pferd des Doktors zu Fall und ihn für Wochen ins Kranken- haus, dann verunglückt eine Arbei- terin im Sägewerk, ein Schuppen brennt ab und das Kohlfeld des Barons wird am Erntedankfest ge- mäht. Als der Sohn des Barons misshandelt aufgefunden wird, ruft der Gutsherr nach dem Gottesdienst zu erhöhter Wachsamkeit und De- nunziation der Schuldigen auf. Doch die Vorfälle hören nicht auf, es scheint eine Methode der Be- strafung dahinter zu stecken und schließlich wird sogar der behinderte Sohn der Hebamme zum Opfer grau- samer Qualen. Einzig der sensible Dorflehrer hinterfragt die Rolle der Kinder in diesem Zusammenhang. Doch als er seinen Verdacht verfolgt, wird ihm vom Pastor dringend gera- ten, sich aus der Sache herauszuhal- ten. Auch die Hebamme meint, die wahren Täter zu kennen - auf dem Weg zur Gendarmerie in der Stadt verschwindet sie aber ebenso spur- los wie der Arzt, dessen Kinder und der behinderte Junge. Dem Dorf- lehrer gelingt die Aufklärung der Vor- gänge im Dorf nicht, aber er verlässt es - gemeinsam mit seiner Liebe Eva. Doch mit der Botschaft vom Attentat auf den österreichisch-un- garischen Thronfolger Franz Fer- dinand in Sarajewo nimmt die Geschichte bereits ihren bedroh- lichen Lauf. Figuren Der Lehrer Der warmherzige junge Lehrer ist es, der die Geschichte retrospektiv erzählt, und der als Einziger die Lö- sung des Rätsels um die fatalen Er- eignisse ahnt. Seine aufblühende Liebesbeziehung zu Kindermädchen Eva bildet einen Gegenpol zur Atmo- sphäre im Dorf. Der Pfarrer Der äußerlich immer beherrschte Geistliche ist eine zentrale Autorität im Dorf und führt mit seiner Familie ein Regime zwischen salbungsvollen Hauspredigten und drakonischen Strafen. Das titelgebende weiße Band bindet er seinen Kindern als Zeichen für deren Verfehlungen um. Der Arzt Der nach außen hin freundliche Arzt, der Kleinkinder vor dem Erkältungstod rettet, hat ein zweites Gesicht: Er be- drängt seine Tochter sexuell und de- mütigt seine Geliebte, die Hebamme, mit extremer seelischer Grausamkeit. Der Verwalter Der Gutsverwalter erzieht mit eiserner Hand: Sünden bestraft der vielfache Vater mit der Reitgerte oder Tritten, den Frauen gegenüber aber gibt er sich jovial. Der Bauer Der wortkarge Bauer verliert seine Frau beim Unfall im Sägewerk, seinen ältesten Sohn schließt er nach dessen Racheakt am Baron aus dem Fami- lienbund aus. Schließlich erhängt er sich aus Verzweiflung, beim Baron in Ungnade gefallen zu sein. Der Baron Der respektierte Gutsherr zeigt sich beim Erntedankfest großzügig und in der Kirche gottesfürchtig, nutzt seine Machtstellung aber rücksichtslos aus - sowohl seinen Bauern, als auch seiner Frau gegenüber. Stand und Bildung hindern die adeligen Eheleute nicht daran, einander weh zu tun. Die Baronin Die sensible Baronin reist nach Sigis Misshandlung mit den Kindern nach Italien, kommt aber aus Pflichtgefühl zurück. Doch sie will dieser Welt von Brutalität und Unterdrückung endgültig entfliehen. Am Ende fügt sie sich den Strukturen und bleibt. Die Hebamme Die Hebamme sorgt alleine für ihr behindertes Kind, führt seit dessen Verwitwung den Haushalt des Arztes und ist auch dessen Geliebte. Seine Grausamkeit duldet sie wider besse- ren Wissens. Eva Das 17-jährige Kindermädchen ist selbst fast noch ein Kind: Sie kann sich nicht abgewöhnen, den Lehrer zu siezen und errötet, wenn der Verwalter anzüglich wird. Als sie entlassen wird, wendet sie sich an den Lehrer, der sie seit längerem zart umwirbt. Evas Vater macht aus der Brautwerbung eine lange Prozedur, doch am Ende finden sich die Liebenden. Klara Die älteste Tochter des Pfarrers ist eine Art Anführerin der Kinder. Nach außen die brave Tochter, findet sie heimliche Gesten der Auflehnung gegen die Erziehungsmethoden ihres Vaters. Martin Der älteste Sohn des Pfarrers wird von diesem ans Bett gefesselt um zu verhindern, dass er nachts onaniert. Ihm und seiner Schwester wird das weiße Band umgebunden, nachdem sie ohne Wissen der Eltern lange wegblieben. Gustl Der kleine Bruder von Klara und Martin hängt sehr am strengen Vater und schenkt ihm den mit widerwilliger Duldung des Vaters gesund gepfleg- ten Vogel, nachdem Familienvogel Piepsi" brutal getötet wurde. Rudi Der kleine Sohn des Arztes fragt seine Schwester Anna oft nach Tod und Verlust. Den Vater straft er nach dessen Rückkehr zunächst mit Nicht- achtung, gehorcht aber letztlich immer. Anna Die 14-jährige Tochter des Arztes sorgt als Mutterersatz für ihren kleinen Bruder. Dem Vater soll sie die tote Frau ersetzen: Den nächtlichen Miss- brauch verbirgt sie vor dem Bruder ebenso, wie sie ihren Mitschülern nichts von der bevorstehenden Ab- reise der Familie erzählt. Erna Die schüchterne Tochter des Ver- walters erzählt dem Lehrer von einem Traum, bei dem Karli zu Schaden kommt. Sigi Der blondgelockte Sohn des Barons hat zwar einen eigenen Haus- und Musiklehrer, spielt aber auch mit den Kindern des Dorfes - nicht ohne gele- gentlich deren Neid zu wecken. Am Erntedanktag verschwindet er spurlos und wird nach langer Suche misshan- delt aufgefunden, nennt aber die Täter nicht. Karli Der behinderte kleine Sohn der Heb- amme wird von den anderen Kindern geduldet- bis man ihn eines Tages schwer misshandelt an einen Baum gefesselt findet. Es geht das Gerücht, dass der Arzt sein Vater und die Be- hinderung Resultat eines heimlichen Abtreibungsversuchs von Arzt und Hebamme sel. Max Der älteste Sohn des Bauern gibt dem Baron die Schuld für den töd- lichen Unfall seiner Mutter. Aus Rache mäht er am Erntedank die Kohlköpfe des Barons. Protestantismus Weltanschauung und Werthaltung. die durch protestantischen (evan- gelischen) Glauben geprägt ist. Die Reformation (der katholischen Lehre) durch die Protestanten (16. Jh.) stelte das Individuum (und dessen unmittel- baren Zugang zu Gott) in den Mittel- punkt des Glaubens und hatte bedeu- tenden Anteil am Erfolg der Aufklärung und der Durchsetzung des Vernunft- prinzips. Der P. bewirkte eine Plurali- sierung christlich-religiöser Strömun- gen sowie eine Vielfalt von Kirchen und missionarischen Aktivitäten. Nach M. Weber schuf der P. die zentralen Grundlagen für die Entstehung kapita- listischer Wirtschaftssysteme und die rationalistisch gefassten Gesellschafts- ordnungen des Westens (protestanti- sche Ethik), P. umfasst alle theologi- schen und konfessionellen - im Ein- zelnen recht unterschiedlichen- Richtungen und Gruppen, die in der Reformation und in der Folgezeit ent- standen sind (Lutheraner, Reformierte, Calvinisten, Freikirchen, Freie Gemein- den u.a.). Feudalismus (lat.) F. bezeichnet eine vor allem in Agrargesellschaften übliche, auf Grundbesitz beruhende, hierarchisch aufgebaute Herrschaftsform: Die Grundbesitzer (Monarch, Adel, Kirche) bilden im F. die sozial u. politisch füh- rende Schicht, die Ländereien, aber auch Rechte (Lehen) an Vasallen zur Nutzung weitergeben. Das Lehen war die Grundlage für die gegenseitigen Treuepflichten zwischen Lehnsherr (bzw. Feudalherr) und Lehnsmann (bzw. Vasall). Zum Lehen zählte auch die bäuerliche Bevölkerung, die als Leibeigene in Abhängigkeit zum Grundhern stand. Das durch Handel und Gewerbe erstarkende Bürgertum und die Industrialisierung entzogen der feudalistischen Herrschaft in Europa nach und nach die Existenzgrundlage und leiteten über zu demokratischen Herrschaftsformen. Obwohl die Leib- eigenschaft in Deutschland seit An- fang des 19. Jh. vollständig aufgeho- ben war, ließen sich feudale Strukturen noch bis in das Jh. hinein beob- achten. Die Kameraperspektive Von Fröschen und Vögeln Kamera, Kamera perspektive Die Sicht der Kamera ist auch die des Zuschauers. Meist wird die objektive Sicht eines allwissenden Erzählers eingesetzt, gelegentlich aber auch die subjektive Sicht eines der Protagonisten. Wichtig ist bei beiden die Perspektive der Kamera, der Kamerawinkel. Die fünf wichtigsten Kameraperspektiven Bezeichnung Froschperspektive (engl. worm's eye view) Untersicht (engl. low angle) Normalsicht (engl. eye level angle) Aufsicht (engl. high angle) Vogelperspektive (engl. bird's eye view) 5 Beschreibung Die Kamera ist von stark schräg unten auf die Figuren und Objekte gerichtet. Die Kamera ist von leicht schräg unten auf die Figuren und Objekte gerichtet. Die Kamera steht auf Augenhöhe, was unserer gewohnten Sehweise entspricht. Die Kamera steht in leicht überhöhter Position und schaut auf Personen herab. Die Kamera steht in stark überhöhter Position und schaut auf Personen oder auf das Geschehen herab. Wirkung Die gezeigte Person wirkt bedrohlich, stark dominant oder auch mysteriös. Die gezeigte Person wirkt selbstbewusst, bedeutend und überlegen. Die gezeigten Personen scheinen ebenbürtig. . Die gezeigten Personen wirken unter- geordnet, erniedrigt oder verloren. Der Schauplatz wird umfassend dar- gestellt, Personen erscheinen als Teil eines Ganzen. Die Einstellungsgrößen Einstellungsgrößen Bezeichnung Beschreibung Totale Einstellungen (engl. long shots) Panorama (auch Weit oder Supertotale) (engl. extreme long shot, XLS) Totale (engl. long shot, LS, auch wide shot) Halbtotale (engl. medium long shot, MLS) Amerikanisch (engl. medium shot, MS, oder knee shot) Nah (engl. head and shoulder close-up) Nahe Einstellungen (engl. close-ups) Halbnah (engl. medium close-up, MCU) Groß (engl. close-up, CU) Landschaftsaufnahmen oder Stadtarchitektur. Menschen sind gar nicht oder nur kaum wahrnehmbar. Detail (engl. extreme close-up, XCU) Die Umgebung dominiert. Der Mensch ist als Teil des Raums in Gänze zu sehen. Bildwichtige. Figuren werden von Kopf bis Fuß gezeigt. Figuren werden vom Kopf bis zum Knie gezeigt, ähnlich der natürlichen Sehsituation. Die Figuren werden vom Kopf bis kurz über dem Knie gezeigt. Die Figur wird vom Kopf bis zum Oberkörper (bis Schultern oder Brust) gezeigt. Die Umge- bung verliert an Bedeutung. Der Kopf einer Figur bis zur Schulter, bzw. ein anderes Körperteil oder ein einzelnes Objekt werden gezeigt. Nur Teile des Gesichts, eines Körperteils oder eines Objekts sind zu erkennen. Raumorien- tierung spielt keine Rolle mehr. Bedeutung Schafft eine einführende Grundatmosphäre, wirkt beeindruckend. Führt den Handlungsort bzw. in eine neue Szene ein (engl. establishing shot), schafft einen Raumüberblick. Körpersprachlicher Ausdruck sowie Figurenaktionen und -interaktionen stehen im Vordergrund. Verwendung in Dialogszenen, vermittelt mehr Informationen und Umstände als Emotionen. Vermittelt einen ausgewoge- nen Eindruck von räumlicher Situation und von der Gestik der handelnden Figuren. Reaktionen, Mimik, Gestik und Gefühlsregungen der Figuren (im Dialog) stehen im Mittel- punkt. Die Mimik bzw. emotionale Befindlichkeit der Figur steht im Mittelpunkt. Stellt extreme Nähe her. Einzel- ne Details sprechen symbolisch fürs Ganze (pars pro toto). Beispiel REPENTINERE 9 18.1 BIS 18.8 Die Beispielbilder aus dem Film DER UNSICHTBARE DRITTE (USA 1959, Regie: Alfred Hitchcock) zeigen die unter- schiedlichen Einstellungsgrößen innerhalb einer Sequenz. Das Licht Wo Licht ist, da ist auch Schatten ... Licht Kameras können weniger Helligkeitsunterschiede verarbeiten als das menschliche Auge. Um diese technische Be- grenztheit zu überwinden, müssen die Lichtverhältnisse in einen Rahmen übersetzt werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Licht komplett in einem Studio erschaffen wird oder ob die am Drehort vorhandene Lichtsituation ergänzt wird - zusätzliches Filmlicht ist immer ein wichtiges Gestaltungsmittel. Der Lichteinsatz ist aber auch für den dramaturgischen Stil von Bedeutung. Je nach Lichtgestaltung verändert sich auch der atmosphärische Eindruck für den Zuschauer. Die Lichtgestaltung entsteht heute oft nicht nur während der Dreharbeiten selbst, sondern durch gezielte Nachbearbeitung des Filmmaterials am Computer. Grundsätzlich unterscheidet man drei Stile der Lichtgestaltung: Normalstil Eine normale Lichtgestaltung, ähnlich der Standardbeleuchtung bei der Fotografie, suggeriert die natürliche Sehgewohnheit mit einer ausgewogenen Hell-Dunkel-Verteilung. Dieser Beleuchtungsstil wird am häufigsten eingesetzt und soll eine realistische, natürliche Atmosphäre schaffen. Low-Key-Beleuchtung -> betour Schatten, düster, trist Der Low-Key-Stil (vgl. Abb. 23.1) betont die Schattenführung eines Films. Durch weiße Elemente im überwiegend dunklen Bild bleibt das Auge aktiv und nimmt weiterhin die harten Lichtkontraste war. Dieser Beleuchtungsstil wurde häufig in expressionistischen Stummfilmen oder den Werken des Film Noir (vgl. Kap. Filmahnen, S. 4 ff.) eingesetzt. High-Key-Beleuchtung schartenfrei, hell, optimistische Bei diesem Beleuchtungsstil (vgl. Abb. 23.2) dominieren helle Tonwerte. Die Szene erscheint schattenfrei gleich- mäßig weich bis übermäßig hell. High-Key-Beleuchtung erzeugt eine optimistische bis entrückte Grundstimmung, kann aber auch als Stilmittel zur Verfremdung eingesetzt werden. 3 23.1 Low Key Beleuchtung in NosPERATU-EINE SYMPHONIE DES GRAUENS (Deutschland 1922, Regie: FW Mumou) Schärfentiefe JAROS 23.2 Audrey Hepburn im High-Key-Sol In MY FAIR LADY (USA 1964, Regie: George Culor) Die Schärfentiefe ist der Bildbereich, der scharf zu erkennen ist. Durch die Einstellung der Brennweite des Kameraobjektivs oder der Blende lässt sich dieser Bereich verändern. Schärfentiefe ist wichtig für die Bildgestaltung und für die Beeinflussung der Zu- schauerwahrnehmung. Wenn nur ein Teilbereich des Bildes scharf ist, erfährt dieser größere Aufmerksam- keit als wenn das gesamte Bild scharf ist. Das Spiel mit Schärfe und Unschärfe wird auch als Kunstgriff zur szenischen Pointierung eingesetzt. Ein Bild mit großer Gesamtschärfentiefe wirkt realistischer, da der Zuschauer selbst entscheiden kann, welchen Bildbereich er genauer betrachten möchte. INFOBOX Das Setting Das Setting beschreibt die Gestaltung der ,,Sets", also der aufgebauten Drehorte¹, je nach begrifflicher Verwendung in ihrer Gesamtheit (als Setting des gesamten Fil- mes oder eines Filmabschnittes) oder im Einzelnen (als Setting einer Szene).² Das Setting erfolgt durch Auswahl und Arrangement der Drehorte sowie einer Vielzahl von Ausstattungselementen und ermöglicht es, Geschehensort und Geschehenszeit weitgehend zu bestimmen, was auch die Charakterisierung des sozialen Raumes oder Milieus beinhaltet. Da Genres häufig an charakteristische Settings gebunden sind, erweckt das Setting zu Beginn eines Filmes bereits eine Reihe von Zuschau- ererwartungen (so lässt das Unterweltmilieu einer grauen Großstadt z. B. einen Gangsterfilm erwarten), die im weiteren Verlauf entweder bestätigt oder ent- täuscht werden können. Horrorfilme etwa beginnen häufig mit einem idyllischen Setting, das jedoch nach und nach von bedrohlich wirkenden Ausstattungselemen- ten und Handlungsorten durchbrochen wird, bis es sich schließlich gänzlich in ein schauerliches Setting verwandelt. Zu den wichtigsten Ausstattungselementen des Settings gehört neben dem Mobiliar. (Fahrzeugen und Gebrauchsgegenständen vor allem die Kleidung der Protagonisten. Die Kleidung trägt nicht nur zur individuel- len Charakterisierung der Personen bei, sondern liefert auch Hinweise auf deren soziale Zugehörigkeit. Zudem erlaubt sie eine historische Einordnung. Gemäß dem allgemeinen Filmbrauch muss das Setting zwar nicht vollständig wirk- lichkeitsgetreu und historisch korrekt sein (bei Science-Fiction-, Fantasy- oder Mär- chenfilmen ist dies gar nicht möglich), aber es muss einen realistischen bzw. genre- stimmigen, kohärenten Eindruck vermitteln (bei Parodien oder Satiren wird dieser Eindruck allerdings bewusst gestört). Anders als in dokumentarischen Filmen ent- spricht das Setting in fiktionalen Filmen keineswegs dem erzählten Raum. Kulissen und Requisiten des Sets sind nicht mit den Elementen des erzählten Raums de- ckungsgleich, sondern vertreten diese nur als Vorlagen für ihre Darstellung im Er- zählraum. Deshalb basieren Auswahl und Anordnung des Settings inklusive der Ausstattungselemente auf selektiven und kreativen gestalterischen Entscheidungen. Das Setting prägt in erheblichem Maße die Atmosphäre des Films (die Vielzahl ausgestopfter Tiere im Büro von Norman Bates erzeugt in Hitchcocks Psycho eine beklemmende, morbide Atmosphäre). Darüber hinaus können Settings oder Aus- stattungselemente auch uneigentliche Funktionen erfüllen, also beispielsweise als Symbole fungieren. Je mehr die filmische Gestaltung die uneigentliche Bedeutung eines Ausstattungselementes in den Vordergrund rückt, desto mehr weicht sie vom Filmbrauch ab. Uneigentliche Bedeutungen von Settings und Ausstattungsele- menten lassen sich in der formalen Filmanalyse immer dann vermuten, wenn ihr Stellenwert für das Geschehen geringer ist als ihr formaler Stellenwert. Der umge- kehrte Fall (Stellenwert für das Geschehen übersteigt den formalen Stellenwert) kann bewusst zur Irreführung des Rezipienten und zur Vorbereitung von Überra- schungen eingesetzt werden. Leitfragen zur Analyse • Inwiefern trägt das Setting zur raumzeitlichen und sozialen Einordnung des Ge- schehens bzw. der Figuren bei? Mit welchem Setting beginnt der Film? Welche Erwartun werden dadurch geweckt? Werden diese im Folgenden bestätigt oder verworfen? Welche Atmosphäre wird durch das Setting erzeugt? Sind an unterschiedliche Räume oder Figuren unterschiedliche Settings gebunden? Wenn ja, in welchem Verhältnis stehen sie zueinander und wie charakterisieren sie die jeweiligen Räu- me oder Figuren? Was sagen die Kleidung, die Wohnverhältnisse und die Besitztümer (Autos, Bü- cher ...) über die dargestellten Personen aus? Inwiefern repräsentieren sie ein so- ziales Milieu? . Wirkt das Setting eher authentisch oder eher stilisierend? Trägt es zur räum- lichen Orientierung bei? Welche Absicht könnte einem eher stilisierenden Set- ting zugrunde liegen? . Welche Elemente des Settings werden im Verlaufe des Filmes durch die formale Gestaltung im Verhältnis zu ihrer Wichtigkeit für das Geschehen zu stark oder zu wenig betont? Was könnte jeweils der Grund dafür sein (Symbolik, Drama- turgie: Überraschungen...)? 1 Bei Animations- oder Zeichentrickszenen existieren die Sets ausschließlich virtuell. 2 Im weitesten Sinne bezeichnet ,,Setting" den geografischen, sozialen und historischen Kontext des Geschehens. Dem Setting im engeren Sinne wird häufig auch das Licht zugeordnet. Aufgrund seines hohen gestalterischen Stellenwertes wird es hier jedoch gesondert behandelt. Setting inklusive Ausstattungs- elemente

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Es: wird komplett unterdrückt (Triebe und Bedürfnisse) Ich: reagiert wie es erzogen wird! -> Fokus auf Über-Ich, da Es unterdrückt wird. Der autoritäre Charakter: ● Bürger unterwirft sich totalitären Ordnungen • Autoritärer Charakter durch unter anderem schwarze Pädagogik • Folge = Neigung zu oberflächlichen Gefühlsbeziehungen und Versuchungen, andere so zu erziehen, wie sie erzogene wurden • Merkmale = Vorurteile, Gehorsamkeit und Ablehnung des Fremden... • Eigenschaften = Orientierung an Macht! ● • Wollen autoritär sein, doch bewundern die Macht und ordnen sich unter (Diederich) ● Tiefliegender Grund: Unfähigkeit des Menschen, mit Freiheit umzugehen (einfacher an Autoritäten und Ordnung halten) Verbeмегапер vorsculage Film -> Einleitung + Interpretation shyporveré -> Einordnung Kontext (sequenz) -) Besourelbeingi o sertriug » Farben (Schwarz-Weiß) 2 Personen -) Filmspracle: о велейсиниng (lieur); кашегарегрекные (10.5); Kaweracin- stellung (10.9) Деuruug -) баш им spraculiche Tipps: Adjerrive: - traumarisiere uol awis алеишенешiel abschreckend aurerinar praveuriu srreug - inrim (nieur) familiär (nieur) -kähler tiefgrandig verboten persönlieu disziplinarische dasher disrauzierr trish unterwürfig. provozierend йивешимр markaur srechend aufricutig sirrliche charakterstark prazise stilisriseu lieblos prageudl devailgetreu formell Filmestill Verbeu: - теwarisieren - bilden beruhen ereigneu beleureu -abzielen - aurkleideu - епие скеи dienen erzeugеи Quordneu негибоpern symbolisieven hervorgeнeс aufectren - - beatsicurigeu - instrumeuralisieven гемни Shelleu augreifeue formen dlureulaufeu аименени definierece weihermageu апредел exponiert = verstärkt generelle Wörter: zwiṣeleeumenschliebe Beziehung / Klima (der Willel- miniseven Kaiserzeit) => Einleitung Grundlage des Ersten Weltkrieges die vou Kontrolle und Unterdrückung gegenüber Persönlichkeit geprägreu Eltern-Kinder- Beziehung sweldee auf schwarzer Pädagogik beruben => Interprevations hypornese Ehrfureur vor ... Konsequenz Abschirmung Konversariou /-eu Werrvorstellungen Rolleumuster charakteristika Individuum Kirche/Eltern / Macurigeven zur Farbe: Zum Lieur: and ->beseerauker sich auf Graurõne 4) Authentizität zu damaligen schwarz-weiß Filmen ->Farbwahl verstärkt die autoritäre, disziplinarisdue Armor phare -> + düstere, kalte und distanzierte nieur wirklich familiäre Shimmuug -> hebr Weiße des Resieurs hervor samv Emotionen -> helle + ducukle Seiten können innere Emotionskonflikte symbolisieven Zur Deuruugi -> Filmskill arbeiter präzise die Charakteristika von schwarzer Pädagogik in seiner shilishis deen Darstellung heraus в ауадедпрей, cerely nier Unrerueerfung дереийвер Auroritäréu, torale Kontrolle eles individuums und srreuge Regeln in der Ertienuug : 4 sollen gesellsch of flich akzeptierteu, religiosen, pali- tischen and sirrlichen Werkvorstellunged entspredi- елели меняешен fomeu ( auf scuwarte Padagogile ети денес и dadurou enrore heael Enruicklung зиш autoritären charakter Inhalt Deutschland 1913/14, kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs: In einem protestantischen Dorf im Norden Deutschlands herrscht ein quasi-feudalistisches Gefüge von Autoritäten, Abhängigkeiten und ei- nem subtilen Strafsystem, das vom Baron bis zu den Bauern alle Bezie- hungen durchdringt und vor allem die Kinder prägt. Der so geordnete Alltag zwischen Arbeit, Gebet und Schule gerät in Unruhe, als sich mysteriöse Unfälle häufen und zu einer Reihe von Verbrechen werden, die sich im Laufe eines Jahres im Dorf zutragen und deren Täter im Dunkeln bleiben: Zum Auftakt bringt ein Draht das Pferd des Doktors zu Fall und ihn für Wochen ins Kranken- haus, dann verunglückt eine Arbei- terin im Sägewerk, ein Schuppen brennt ab und das Kohlfeld des Barons wird am Erntedankfest ge- mäht. Als der Sohn des Barons misshandelt aufgefunden wird, ruft der Gutsherr nach dem Gottesdienst zu erhöhter Wachsamkeit und De- nunziation der Schuldigen auf. Doch die Vorfälle hören nicht auf, es scheint eine Methode der Be- strafung dahinter zu stecken und schließlich wird sogar der behinderte Sohn der Hebamme zum Opfer grau- samer Qualen. Einzig der sensible Dorflehrer hinterfragt die Rolle der Kinder in diesem Zusammenhang. Doch als er seinen Verdacht verfolgt, wird ihm vom Pastor dringend gera- ten, sich aus der Sache herauszuhal- ten. Auch die Hebamme meint, die wahren Täter zu kennen - auf dem Weg zur Gendarmerie in der Stadt verschwindet sie aber ebenso spur- los wie der Arzt, dessen Kinder und der behinderte Junge. Dem Dorf- lehrer gelingt die Aufklärung der Vor- gänge im Dorf nicht, aber er verlässt es - gemeinsam mit seiner Liebe Eva. Doch mit der Botschaft vom Attentat auf den österreichisch-un- garischen Thronfolger Franz Fer- dinand in Sarajewo nimmt die Geschichte bereits ihren bedroh- lichen Lauf. Figuren Der Lehrer Der warmherzige junge Lehrer ist es, der die Geschichte retrospektiv erzählt, und der als Einziger die Lö- sung des Rätsels um die fatalen Er- eignisse ahnt. Seine aufblühende Liebesbeziehung zu Kindermädchen Eva bildet einen Gegenpol zur Atmo- sphäre im Dorf. Der Pfarrer Der äußerlich immer beherrschte Geistliche ist eine zentrale Autorität im Dorf und führt mit seiner Familie ein Regime zwischen salbungsvollen Hauspredigten und drakonischen Strafen. Das titelgebende weiße Band bindet er seinen Kindern als Zeichen für deren Verfehlungen um. Der Arzt Der nach außen hin freundliche Arzt, der Kleinkinder vor dem Erkältungstod rettet, hat ein zweites Gesicht: Er be- drängt seine Tochter sexuell und de- mütigt seine Geliebte, die Hebamme, mit extremer seelischer Grausamkeit. Der Verwalter Der Gutsverwalter erzieht mit eiserner Hand: Sünden bestraft der vielfache Vater mit der Reitgerte oder Tritten, den Frauen gegenüber aber gibt er sich jovial. Der Bauer Der wortkarge Bauer verliert seine Frau beim Unfall im Sägewerk, seinen ältesten Sohn schließt er nach dessen Racheakt am Baron aus dem Fami- lienbund aus. Schließlich erhängt er sich aus Verzweiflung, beim Baron in Ungnade gefallen zu sein. Der Baron Der respektierte Gutsherr zeigt sich beim Erntedankfest großzügig und in der Kirche gottesfürchtig, nutzt seine Machtstellung aber rücksichtslos aus - sowohl seinen Bauern, als auch seiner Frau gegenüber. Stand und Bildung hindern die adeligen Eheleute nicht daran, einander weh zu tun. Die Baronin Die sensible Baronin reist nach Sigis Misshandlung mit den Kindern nach Italien, kommt aber aus Pflichtgefühl zurück. Doch sie will dieser Welt von Brutalität und Unterdrückung endgültig entfliehen. Am Ende fügt sie sich den Strukturen und bleibt. Die Hebamme Die Hebamme sorgt alleine für ihr behindertes Kind, führt seit dessen Verwitwung den Haushalt des Arztes und ist auch dessen Geliebte. Seine Grausamkeit duldet sie wider besse- ren Wissens. Eva Das 17-jährige Kindermädchen ist selbst fast noch ein Kind: Sie kann sich nicht abgewöhnen, den Lehrer zu siezen und errötet, wenn der Verwalter anzüglich wird. Als sie entlassen wird, wendet sie sich an den Lehrer, der sie seit längerem zart umwirbt. Evas Vater macht aus der Brautwerbung eine lange Prozedur, doch am Ende finden sich die Liebenden. Klara Die älteste Tochter des Pfarrers ist eine Art Anführerin der Kinder. Nach außen die brave Tochter, findet sie heimliche Gesten der Auflehnung gegen die Erziehungsmethoden ihres Vaters. Martin Der älteste Sohn des Pfarrers wird von diesem ans Bett gefesselt um zu verhindern, dass er nachts onaniert. Ihm und seiner Schwester wird das weiße Band umgebunden, nachdem sie ohne Wissen der Eltern lange wegblieben. Gustl Der kleine Bruder von Klara und Martin hängt sehr am strengen Vater und schenkt ihm den mit widerwilliger Duldung des Vaters gesund gepfleg- ten Vogel, nachdem Familienvogel Piepsi" brutal getötet wurde. Rudi Der kleine Sohn des Arztes fragt seine Schwester Anna oft nach Tod und Verlust. Den Vater straft er nach dessen Rückkehr zunächst mit Nicht- achtung, gehorcht aber letztlich immer. Anna Die 14-jährige Tochter des Arztes sorgt als Mutterersatz für ihren kleinen Bruder. Dem Vater soll sie die tote Frau ersetzen: Den nächtlichen Miss- brauch verbirgt sie vor dem Bruder ebenso, wie sie ihren Mitschülern nichts von der bevorstehenden Ab- reise der Familie erzählt. Erna Die schüchterne Tochter des Ver- walters erzählt dem Lehrer von einem Traum, bei dem Karli zu Schaden kommt. Sigi Der blondgelockte Sohn des Barons hat zwar einen eigenen Haus- und Musiklehrer, spielt aber auch mit den Kindern des Dorfes - nicht ohne gele- gentlich deren Neid zu wecken. Am Erntedanktag verschwindet er spurlos und wird nach langer Suche misshan- delt aufgefunden, nennt aber die Täter nicht. Karli Der behinderte kleine Sohn der Heb- amme wird von den anderen Kindern geduldet- bis man ihn eines Tages schwer misshandelt an einen Baum gefesselt findet. Es geht das Gerücht, dass der Arzt sein Vater und die Be- hinderung Resultat eines heimlichen Abtreibungsversuchs von Arzt und Hebamme sel. Max Der älteste Sohn des Bauern gibt dem Baron die Schuld für den töd- lichen Unfall seiner Mutter. Aus Rache mäht er am Erntedank die Kohlköpfe des Barons. Protestantismus Weltanschauung und Werthaltung. die durch protestantischen (evan- gelischen) Glauben geprägt ist. Die Reformation (der katholischen Lehre) durch die Protestanten (16. Jh.) stelte das Individuum (und dessen unmittel- baren Zugang zu Gott) in den Mittel- punkt des Glaubens und hatte bedeu- tenden Anteil am Erfolg der Aufklärung und der Durchsetzung des Vernunft- prinzips. Der P. bewirkte eine Plurali- sierung christlich-religiöser Strömun- gen sowie eine Vielfalt von Kirchen und missionarischen Aktivitäten. Nach M. Weber schuf der P. die zentralen Grundlagen für die Entstehung kapita- listischer Wirtschaftssysteme und die rationalistisch gefassten Gesellschafts- ordnungen des Westens (protestanti- sche Ethik), P. umfasst alle theologi- schen und konfessionellen - im Ein- zelnen recht unterschiedlichen- Richtungen und Gruppen, die in der Reformation und in der Folgezeit ent- standen sind (Lutheraner, Reformierte, Calvinisten, Freikirchen, Freie Gemein- den u.a.). Feudalismus (lat.) F. bezeichnet eine vor allem in Agrargesellschaften übliche, auf Grundbesitz beruhende, hierarchisch aufgebaute Herrschaftsform: Die Grundbesitzer (Monarch, Adel, Kirche) bilden im F. die sozial u. politisch füh- rende Schicht, die Ländereien, aber auch Rechte (Lehen) an Vasallen zur Nutzung weitergeben. Das Lehen war die Grundlage für die gegenseitigen Treuepflichten zwischen Lehnsherr (bzw. Feudalherr) und Lehnsmann (bzw. Vasall). Zum Lehen zählte auch die bäuerliche Bevölkerung, die als Leibeigene in Abhängigkeit zum Grundhern stand. Das durch Handel und Gewerbe erstarkende Bürgertum und die Industrialisierung entzogen der feudalistischen Herrschaft in Europa nach und nach die Existenzgrundlage und leiteten über zu demokratischen Herrschaftsformen. Obwohl die Leib- eigenschaft in Deutschland seit An- fang des 19. Jh. vollständig aufgeho- ben war, ließen sich feudale Strukturen noch bis in das Jh. hinein beob- achten. Die Kameraperspektive Von Fröschen und Vögeln Kamera, Kamera perspektive Die Sicht der Kamera ist auch die des Zuschauers. Meist wird die objektive Sicht eines allwissenden Erzählers eingesetzt, gelegentlich aber auch die subjektive Sicht eines der Protagonisten. Wichtig ist bei beiden die Perspektive der Kamera, der Kamerawinkel. Die fünf wichtigsten Kameraperspektiven Bezeichnung Froschperspektive (engl. worm's eye view) Untersicht (engl. low angle) Normalsicht (engl. eye level angle) Aufsicht (engl. high angle) Vogelperspektive (engl. bird's eye view) 5 Beschreibung Die Kamera ist von stark schräg unten auf die Figuren und Objekte gerichtet. Die Kamera ist von leicht schräg unten auf die Figuren und Objekte gerichtet. Die Kamera steht auf Augenhöhe, was unserer gewohnten Sehweise entspricht. Die Kamera steht in leicht überhöhter Position und schaut auf Personen herab. Die Kamera steht in stark überhöhter Position und schaut auf Personen oder auf das Geschehen herab. Wirkung Die gezeigte Person wirkt bedrohlich, stark dominant oder auch mysteriös. Die gezeigte Person wirkt selbstbewusst, bedeutend und überlegen. Die gezeigten Personen scheinen ebenbürtig. . Die gezeigten Personen wirken unter- geordnet, erniedrigt oder verloren. Der Schauplatz wird umfassend dar- gestellt, Personen erscheinen als Teil eines Ganzen. Die Einstellungsgrößen Einstellungsgrößen Bezeichnung Beschreibung Totale Einstellungen (engl. long shots) Panorama (auch Weit oder Supertotale) (engl. extreme long shot, XLS) Totale (engl. long shot, LS, auch wide shot) Halbtotale (engl. medium long shot, MLS) Amerikanisch (engl. medium shot, MS, oder knee shot) Nah (engl. head and shoulder close-up) Nahe Einstellungen (engl. close-ups) Halbnah (engl. medium close-up, MCU) Groß (engl. close-up, CU) Landschaftsaufnahmen oder Stadtarchitektur. Menschen sind gar nicht oder nur kaum wahrnehmbar. Detail (engl. extreme close-up, XCU) Die Umgebung dominiert. Der Mensch ist als Teil des Raums in Gänze zu sehen. Bildwichtige. Figuren werden von Kopf bis Fuß gezeigt. Figuren werden vom Kopf bis zum Knie gezeigt, ähnlich der natürlichen Sehsituation. Die Figuren werden vom Kopf bis kurz über dem Knie gezeigt. Die Figur wird vom Kopf bis zum Oberkörper (bis Schultern oder Brust) gezeigt. Die Umge- bung verliert an Bedeutung. Der Kopf einer Figur bis zur Schulter, bzw. ein anderes Körperteil oder ein einzelnes Objekt werden gezeigt. Nur Teile des Gesichts, eines Körperteils oder eines Objekts sind zu erkennen. Raumorien- tierung spielt keine Rolle mehr. Bedeutung Schafft eine einführende Grundatmosphäre, wirkt beeindruckend. Führt den Handlungsort bzw. in eine neue Szene ein (engl. establishing shot), schafft einen Raumüberblick. Körpersprachlicher Ausdruck sowie Figurenaktionen und -interaktionen stehen im Vordergrund. Verwendung in Dialogszenen, vermittelt mehr Informationen und Umstände als Emotionen. Vermittelt einen ausgewoge- nen Eindruck von räumlicher Situation und von der Gestik der handelnden Figuren. Reaktionen, Mimik, Gestik und Gefühlsregungen der Figuren (im Dialog) stehen im Mittel- punkt. Die Mimik bzw. emotionale Befindlichkeit der Figur steht im Mittelpunkt. Stellt extreme Nähe her. Einzel- ne Details sprechen symbolisch fürs Ganze (pars pro toto). Beispiel REPENTINERE 9 18.1 BIS 18.8 Die Beispielbilder aus dem Film DER UNSICHTBARE DRITTE (USA 1959, Regie: Alfred Hitchcock) zeigen die unter- schiedlichen Einstellungsgrößen innerhalb einer Sequenz. Das Licht Wo Licht ist, da ist auch Schatten ... Licht Kameras können weniger Helligkeitsunterschiede verarbeiten als das menschliche Auge. Um diese technische Be- grenztheit zu überwinden, müssen die Lichtverhältnisse in einen Rahmen übersetzt werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Licht komplett in einem Studio erschaffen wird oder ob die am Drehort vorhandene Lichtsituation ergänzt wird - zusätzliches Filmlicht ist immer ein wichtiges Gestaltungsmittel. Der Lichteinsatz ist aber auch für den dramaturgischen Stil von Bedeutung. Je nach Lichtgestaltung verändert sich auch der atmosphärische Eindruck für den Zuschauer. Die Lichtgestaltung entsteht heute oft nicht nur während der Dreharbeiten selbst, sondern durch gezielte Nachbearbeitung des Filmmaterials am Computer. Grundsätzlich unterscheidet man drei Stile der Lichtgestaltung: Normalstil Eine normale Lichtgestaltung, ähnlich der Standardbeleuchtung bei der Fotografie, suggeriert die natürliche Sehgewohnheit mit einer ausgewogenen Hell-Dunkel-Verteilung. Dieser Beleuchtungsstil wird am häufigsten eingesetzt und soll eine realistische, natürliche Atmosphäre schaffen. Low-Key-Beleuchtung -> betour Schatten, düster, trist Der Low-Key-Stil (vgl. Abb. 23.1) betont die Schattenführung eines Films. Durch weiße Elemente im überwiegend dunklen Bild bleibt das Auge aktiv und nimmt weiterhin die harten Lichtkontraste war. Dieser Beleuchtungsstil wurde häufig in expressionistischen Stummfilmen oder den Werken des Film Noir (vgl. Kap. Filmahnen, S. 4 ff.) eingesetzt. High-Key-Beleuchtung schartenfrei, hell, optimistische Bei diesem Beleuchtungsstil (vgl. Abb. 23.2) dominieren helle Tonwerte. Die Szene erscheint schattenfrei gleich- mäßig weich bis übermäßig hell. High-Key-Beleuchtung erzeugt eine optimistische bis entrückte Grundstimmung, kann aber auch als Stilmittel zur Verfremdung eingesetzt werden. 3 23.1 Low Key Beleuchtung in NosPERATU-EINE SYMPHONIE DES GRAUENS (Deutschland 1922, Regie: FW Mumou) Schärfentiefe JAROS 23.2 Audrey Hepburn im High-Key-Sol In MY FAIR LADY (USA 1964, Regie: George Culor) Die Schärfentiefe ist der Bildbereich, der scharf zu erkennen ist. Durch die Einstellung der Brennweite des Kameraobjektivs oder der Blende lässt sich dieser Bereich verändern. Schärfentiefe ist wichtig für die Bildgestaltung und für die Beeinflussung der Zu- schauerwahrnehmung. Wenn nur ein Teilbereich des Bildes scharf ist, erfährt dieser größere Aufmerksam- keit als wenn das gesamte Bild scharf ist. Das Spiel mit Schärfe und Unschärfe wird auch als Kunstgriff zur szenischen Pointierung eingesetzt. Ein Bild mit großer Gesamtschärfentiefe wirkt realistischer, da der Zuschauer selbst entscheiden kann, welchen Bildbereich er genauer betrachten möchte. INFOBOX Das Setting Das Setting beschreibt die Gestaltung der ,,Sets", also der aufgebauten Drehorte¹, je nach begrifflicher Verwendung in ihrer Gesamtheit (als Setting des gesamten Fil- mes oder eines Filmabschnittes) oder im Einzelnen (als Setting einer Szene).² Das Setting erfolgt durch Auswahl und Arrangement der Drehorte sowie einer Vielzahl von Ausstattungselementen und ermöglicht es, Geschehensort und Geschehenszeit weitgehend zu bestimmen, was auch die Charakterisierung des sozialen Raumes oder Milieus beinhaltet. Da Genres häufig an charakteristische Settings gebunden sind, erweckt das Setting zu Beginn eines Filmes bereits eine Reihe von Zuschau- ererwartungen (so lässt das Unterweltmilieu einer grauen Großstadt z. B. einen Gangsterfilm erwarten), die im weiteren Verlauf entweder bestätigt oder ent- täuscht werden können. Horrorfilme etwa beginnen häufig mit einem idyllischen Setting, das jedoch nach und nach von bedrohlich wirkenden Ausstattungselemen- ten und Handlungsorten durchbrochen wird, bis es sich schließlich gänzlich in ein schauerliches Setting verwandelt. Zu den wichtigsten Ausstattungselementen des Settings gehört neben dem Mobiliar. (Fahrzeugen und Gebrauchsgegenständen vor allem die Kleidung der Protagonisten. Die Kleidung trägt nicht nur zur individuel- len Charakterisierung der Personen bei, sondern liefert auch Hinweise auf deren soziale Zugehörigkeit. Zudem erlaubt sie eine historische Einordnung. Gemäß dem allgemeinen Filmbrauch muss das Setting zwar nicht vollständig wirk- lichkeitsgetreu und historisch korrekt sein (bei Science-Fiction-, Fantasy- oder Mär- chenfilmen ist dies gar nicht möglich), aber es muss einen realistischen bzw. genre- stimmigen, kohärenten Eindruck vermitteln (bei Parodien oder Satiren wird dieser Eindruck allerdings bewusst gestört). Anders als in dokumentarischen Filmen ent- spricht das Setting in fiktionalen Filmen keineswegs dem erzählten Raum. Kulissen und Requisiten des Sets sind nicht mit den Elementen des erzählten Raums de- ckungsgleich, sondern vertreten diese nur als Vorlagen für ihre Darstellung im Er- zählraum. Deshalb basieren Auswahl und Anordnung des Settings inklusive der Ausstattungselemente auf selektiven und kreativen gestalterischen Entscheidungen. Das Setting prägt in erheblichem Maße die Atmosphäre des Films (die Vielzahl ausgestopfter Tiere im Büro von Norman Bates erzeugt in Hitchcocks Psycho eine beklemmende, morbide Atmosphäre). Darüber hinaus können Settings oder Aus- stattungselemente auch uneigentliche Funktionen erfüllen, also beispielsweise als Symbole fungieren. Je mehr die filmische Gestaltung die uneigentliche Bedeutung eines Ausstattungselementes in den Vordergrund rückt, desto mehr weicht sie vom Filmbrauch ab. Uneigentliche Bedeutungen von Settings und Ausstattungsele- menten lassen sich in der formalen Filmanalyse immer dann vermuten, wenn ihr Stellenwert für das Geschehen geringer ist als ihr formaler Stellenwert. Der umge- kehrte Fall (Stellenwert für das Geschehen übersteigt den formalen Stellenwert) kann bewusst zur Irreführung des Rezipienten und zur Vorbereitung von Überra- schungen eingesetzt werden. Leitfragen zur Analyse • Inwiefern trägt das Setting zur raumzeitlichen und sozialen Einordnung des Ge- schehens bzw. der Figuren bei? Mit welchem Setting beginnt der Film? Welche Erwartun werden dadurch geweckt? Werden diese im Folgenden bestätigt oder verworfen? Welche Atmosphäre wird durch das Setting erzeugt? Sind an unterschiedliche Räume oder Figuren unterschiedliche Settings gebunden? Wenn ja, in welchem Verhältnis stehen sie zueinander und wie charakterisieren sie die jeweiligen Räu- me oder Figuren? Was sagen die Kleidung, die Wohnverhältnisse und die Besitztümer (Autos, Bü- cher ...) über die dargestellten Personen aus? Inwiefern repräsentieren sie ein so- ziales Milieu? . Wirkt das Setting eher authentisch oder eher stilisierend? Trägt es zur räum- lichen Orientierung bei? Welche Absicht könnte einem eher stilisierenden Set- ting zugrunde liegen? . Welche Elemente des Settings werden im Verlaufe des Filmes durch die formale Gestaltung im Verhältnis zu ihrer Wichtigkeit für das Geschehen zu stark oder zu wenig betont? Was könnte jeweils der Grund dafür sein (Symbolik, Drama- turgie: Überraschungen...)? 1 Bei Animations- oder Zeichentrickszenen existieren die Sets ausschließlich virtuell. 2 Im weitesten Sinne bezeichnet ,,Setting" den geografischen, sozialen und historischen Kontext des Geschehens. Dem Setting im engeren Sinne wird häufig auch das Licht zugeordnet. Aufgrund seines hohen gestalterischen Stellenwertes wird es hier jedoch gesondert behandelt. Setting inklusive Ausstattungs- elemente