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Deutsch LK Lernzettel Abi 2022

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 1. Sprache
1.1 Vor- und Nachteile von Dialekten
Standardsprache
●
Resultat langer Entwicklung
Grammatisch, stilistische und orthografische

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Spracherwerb, Sprachwandel, Unter der Drachenwand, Sachtextanalyse, Gedichtsanalyse, Analyse Romanauszug, Epochen, Sprache-Denken-Wirklichkeit. !!Enthält NICHT ALLE Themen für das Abitur!!

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1. Sprache 1.1 Vor- und Nachteile von Dialekten Standardsprache ● Resultat langer Entwicklung Grammatisch, stilistische und orthografische Formen erst 20. Jahrhundert ● Annäherung an Umgangssprache ● Geschriebene Sprache Mundart Älteste Form ● Aussprache und Wortschatz ändern sich von Dialekt zu Dialekt bzw. Ort zu Ort ● Begrenzte Reichweite ● Gesprochen ● Keine grammatisch oder orthografisch festgelegte Regeln Expressive und anschauliche Ausdrücke Differenzierter und konkreter Wortschatz Meist nur noch Erwachsene, die die Mundart beherrschen, deshalb von wenigen gesprochen Faktoren für den Rückgang der Mundart: 1. Abschätzende Bewertung, Pöbelsprache, unkorrekt, je höher der Status, desto weniger Dialekt - im Berufsleben nicht gerne gesehen, unverständlich ● Deutsch Lernzettel Abitur 2022 2. Landflucht und Binnenwanderung 3. Massenmedien, Tourismus, Fremdverkehr, Schule Fachsprache ● Berufsgebunden -> besonderer Wortschatz Verständigung unter Fachleuten Neutral, distanziert, klar definiert Regionale Umgangssprache Mischung Mundart und Standardsprache Gesprochene Sprache ● Entwicklung in sozialer Oberschicht ● Überregional Jugendsprache ● Mündlich ● Volgarismen, Neologismen, Code-Switching Soziolekt An soziale Sprechsituation gebunden Sozial bedingt Soziale Gruppen (Familie, Freunde, Vereinsmitglieder) bilden bestehenden Wortschatz -> Stärkung der Gruppenidentität ● Z.B. Jugendsprache -> Abgenzung zu Erwachsenen ● Vorteile ● ● Ursachen: Gruppenidentität Gemeinschaft, ● 1.2 Sprachwandel ● Sympathie untereinander Training der Auffassungsgabe Erhaltung der Kultur Heimatgefühl Mischsprache gewesen Deutsch immer schon Fremdsprachenerwerb leichter, Kinder lernen mit versch. Strukturen umzugehen Phänomene Bereicherung für Sprachvielfalt Nachteile Überregional unverständlich (teils schon von Ort zu Ort) 1.3 Die Sprache der Nähe und Distanz 1. Gesprochene und geschriebene Sprache Dialekte ● Ausgrenzung Ortsfremder Wettbewerb zw. Beliebtheit der Hör- und Verständnisprobleme z. B. im Beruf ● Isolation Diskriminierungsrisiko Können dauerhaft Grammatik, Syntax, Lexik der Sprache verändern Standardsprache zur allg. Globalisierung (Handel international, Einflüsse von Außerhalb z. B. Anglizismen) Digitalisierung (SMS, Whatsapp, Instagram, generelle soziale...

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Medien) Modernisierung (Industrialisierung, Entwicklung der Jugendsprache) Verständigung notwendig Probleme beim Wechsel: Dialekt, Soziolekt, Hochdeutsch Sprache = Kulturgut, muss geschützt werden Durch vermehren Kontakt mit Fremdsprachen Verinfachung der Sprache um Verständnis für Zuwanderer zu erleichtern Sprachökonomie, was nicht genutzt wird, geht verloren -> Dativendungen, vereinfachter Satzbau Verlust von Artikeln, Präpositionen, korrekter Deklination ● Bedeutungsverlust grammatikalischer Strukturen (Konjunktiv) Vereinfachung d. Rechtschreibung: Verzicht auf Groß- und kleinschreibung, fehlerhafte Rechtschreibung Lehnwörter aus dem Englischen (z. B. fashion, nerd), Türkischem, Arabischem, etc. Geschprochene und geschriebene Sprache sind auf dasselbe System bezogen ● Gesprochene Sprache bewahrt offenere Norm und nutzt Möglichkeiten des Systems weniger intensiv Geschriebene Sprache verengt die Norm und nutzt intensiver Möglichkeiten des Systems Extremsituation: Diglossie-Situation: z.B. Schriftlatein - Vulgärlatein -> Unterschiede zwischen beiden Varietäten verschärfen sich Bilingualismus: ein Maß ist überschritten, versteinertes Idiom bleibt bestehen ● Gesprochene Sprache Rollenverteilung zwischen Kommunikationspartnern offen Rollenwechsel erfolgt ad hoc -> Diaglozität Produzent und Rezipient sind verzahnt und handeln Frtgang und Inhalt der Kommunikation aus Rezipient zeigt begleitende sprachliche und nichtsprachliche Reaktionen und kann jederzeit eingreifen Partner befinden sich in face-to-face Interaktion Oft ist gemeinsames Wissen bei Partnern vorhanden Unmittelbarkeit ermöglicht größere Spontanität, Planung weniger aufwendig Stärkere Expressivität und affektive Teilnahme Sprache der Nähe Dialogisch Freier Sprecherwechsel Vertrautheit der Partner Face-to-Face Interaktion Geschriebene Sprache Feste Rollenverteilung 2. Medium/Konzeption ● Ludwig Söll: Unterscheidung in Medium und Konzeption Medium: phonisch und graphischer Code als Realisierungsformen für sprachliche Äußerungen Konzeption: Unterscheidung in gesprochen/geschrieben ● Typische Kombinationen: Gesprochen + phonisch (z. B. Vertraute Gespräche) Geschrieben + graphisch (z.B. Verwaltungsvorschrift) Freie Themenentwicklung Keine Öffentlichkeit Monologizität Produktin und Rezeption voneinander abgekoppelt Spontanität Starkes Beteiligtsein Situationsverschränkung Produzent muss die Belange des Rezipienten vn vonherein berücksichtigen Verhältnis von phonischem und graphischem Code im Sinne einer strikten Dichotomie Polarität von gesprochen/geschrieben ein Kontinuum von Konzeptionsmöglichkeiten Rezipient oder vielzahl von Rezipienten als anonyme Instanz; Kommunikation hat öffentlichen Charakter Elemente des situativen und soziokulturellen Kontextes müssen versprachlicht werden -> sprachlicher Kontext erhält größere Bedeutung Erhöhter Planungsaufwand -> Reflektiertheit der aufgrund der Entkoppelung von Produktion und Rezeption möglich wird Weniger Expressivität und affektive Teilnahme Sprache der Distanz Monologisch Kein Sprecherwechsel Fremdheit der Partner Räumliche und zeitliche Trennung Festes Thema Völlige Öffentlichkeit Reflektiertheit Geringes Beteiligtsein Situationsentbindung ● ● ● ● ● NÄHE Kommunikationsbedingungen: ● - Privatheit -Vertrautheit - Emotionalität -Situations- und Handlungseinbindung -plysche Nähe -Dialogiaita -Spontaneit taw. ● Versprachlichungsstrategien: -Präferenz für nichtsprachliche Korterte und für Gestik, Mimikune -geringer Parangsafwand -Vortuigkeit -Aggregation WWW. grophisch phonisch DISTANZ Kommunikationsbedingungen: -Öffentlichkeit -Fremdbelt 3. Fazit Mit den Polen Nähe und Distanz lassen sich graduelle Abstufungen zwischen konzeptionell mündlichen und konzeptionell schriftlichen Äußerungen aufzeigen Diachrone Darstellungen der romanischen Sprachen lassen sich anders lesen und schreiben, wenn man vom Fokus auf Entwicklung des Schriftstandards abweicht Betrachtung von Sprachkontakt nicht nur horizontal zwischen Schriftsprachen, sondern vertikal innerhalb einer Sprache möglich Kritik am Nähe/Distanzmodell: die Nähe-/Distanz-Kommunikationsbedingungen sind kaum messbar zu machen, da Parameter nicht trennscharf sind 1.4 Spracherwerb -krise Emotionalität -Stations- und Handburgentbinding -physische Distanz -Monologtat -Reflektiertheit Koch/Oesterreicher sehen im Nähe/Distanzkontinuum ein universelles grundprinzip sprachlicher Versprachlichungsstrategien: -Präferenz für sprachliche Kontexte und für Gestik, Mimik -hoher Planungsaufwand -Endgültigkeit - Integration 19. Variation Sie fügen den drei klassischen Varietätendimensionen eine vierte Nähe/Distanz hinzu Konstruktivismus ● Mischung aus Angeborenheit und Umweltinteraktion Angeborenheit: bewusste Vermittlung von Sprache von Eltern zum Kind Umweltineraktion: Reproduktion von Gehörtem, Nachsprechen wird positiv bestärkt (Reiz- Reaktions-Mechanismus) Deutsche Sprache, tote Sprache? NEIN, dadurch, dass die deutsche Sprache (generell Sprache) benutzt wird, kann sie sich immer weiterentwickeln und verändern, SONDERN lebendiger den je Nativismus (Noam Chomsky) Angeborener Spracherwerb Das Kind kommt mit einer Art Organ für die Sprache auf die Welt (Universalgrammatik) Bestimmte grammatische Grundregeln sind angeboren Kind erlernt die spezifischen Regeln seiner jeweiligen Mutterpsrache ● Spracherwerb = Zusammenspiel aus genetischen Anlagen und der Interaktion mit der Umwelt ● Kinder konstruieren grammatische Strukturen Nativismus Wesentliche grammatische Strukturen sind angeboren, sie entfalten sich nach einem fertigen genetischen Bauplan Die Sprache ist unabhängig von kognitiven Fähigkeiten Die sprachliche Umwelt dient lediglich als Auslöser für den Erwerb der Sprache ● Behaviorismus (Skinner) Der Mensch erwibt die Sprache durch einen typischen Lernprozess O Durch Belohnungen für sprachliche Äußerungen Dieses Modell wird heute nicht mehr praktisch vertreten Durch die Reaktionen der Umwelt gestaltet Es geht um Nachahmung und Kondititonierung 1.5 Sprache-Denken-Wirklichkeit Sapir-Whorf-Hypothese Das Denken des Menschen ist von der Sprache geprägt Linguistische Relativität Je nach Sprache unterschiedliche Wahrnehmung Grammatik beeinflusst das Weltbild Kritik: ● ● Linguistischer Determinismus Positionen Konstruktivismus Sprache entsetht auf der Basis der kognitiven und sozialen Fähigkeiten zur Imitation, Kategorisierung und Abstraktion Kinder konstruieren grammatische Strukturen aus der Sprache der Umwelt Sprachentwicklung ist Teil der kognitiven Entwicklung. Bei der Sprachentwicklung werden allgemeine Lernmechanismen angewandt, gerichtet auf die sprachliche Umwelt. ● Schwierigkeiten, Gedanken in Worte zu fassen Hopi und Inuit Beispiele haben sich als falsch herausgestellt Erklärt nicht die kognitiven Fähigkeiten von Menschen, die von Geburt an gehörlos sind ● Unterschiedliche Sprachen = unterschiedliche Realität Friedrich Nietzsche: Guy Deutscher: Unser Denken ist von der Sprache abhängig Begrenzte Wahrnehmung der Welt Sprache bestimmt das Denken, die Wahrnehmung und (bedingt) die Erfahrungen Weder der Verstand, noch die Sprache des Menschen reichen aus, um die absolute Wirklichkeit zu erfassen ● Sprache kreiert eine zweite Wirklichkeit Die Muttersprache setzt dem geistigen Horizont keine Grenzen, eher erweitert sie ihn Jeder Mensch kann auf irgendeine Art und Weise alles verstehen Wahrnehmung kann jedoch durch die Sprache geprägt werden

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●
Resultat langer Entwicklung
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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

Spracherwerb, Sprachwandel, Unter der Drachenwand, Sachtextanalyse, Gedichtsanalyse, Analyse Romanauszug, Epochen, Sprache-Denken-Wirklichkeit. !!Enthält NICHT ALLE Themen für das Abitur!!

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1. Sprache 1.1 Vor- und Nachteile von Dialekten Standardsprache ● Resultat langer Entwicklung Grammatisch, stilistische und orthografische Formen erst 20. Jahrhundert ● Annäherung an Umgangssprache ● Geschriebene Sprache Mundart Älteste Form ● Aussprache und Wortschatz ändern sich von Dialekt zu Dialekt bzw. Ort zu Ort ● Begrenzte Reichweite ● Gesprochen ● Keine grammatisch oder orthografisch festgelegte Regeln Expressive und anschauliche Ausdrücke Differenzierter und konkreter Wortschatz Meist nur noch Erwachsene, die die Mundart beherrschen, deshalb von wenigen gesprochen Faktoren für den Rückgang der Mundart: 1. Abschätzende Bewertung, Pöbelsprache, unkorrekt, je höher der Status, desto weniger Dialekt - im Berufsleben nicht gerne gesehen, unverständlich ● Deutsch Lernzettel Abitur 2022 2. Landflucht und Binnenwanderung 3. Massenmedien, Tourismus, Fremdverkehr, Schule Fachsprache ● Berufsgebunden -> besonderer Wortschatz Verständigung unter Fachleuten Neutral, distanziert, klar definiert Regionale Umgangssprache Mischung Mundart und Standardsprache Gesprochene Sprache ● Entwicklung in sozialer Oberschicht ● Überregional Jugendsprache ● Mündlich ● Volgarismen, Neologismen, Code-Switching Soziolekt An soziale Sprechsituation gebunden Sozial bedingt Soziale Gruppen (Familie, Freunde, Vereinsmitglieder) bilden bestehenden Wortschatz -> Stärkung der Gruppenidentität ● Z.B. Jugendsprache -> Abgenzung zu Erwachsenen ● Vorteile ● ● Ursachen: Gruppenidentität Gemeinschaft, ● 1.2 Sprachwandel ● Sympathie untereinander Training der Auffassungsgabe Erhaltung der Kultur Heimatgefühl Mischsprache gewesen Deutsch immer schon Fremdsprachenerwerb leichter, Kinder lernen mit versch. Strukturen umzugehen Phänomene Bereicherung für Sprachvielfalt Nachteile Überregional unverständlich (teils schon von Ort zu Ort) 1.3 Die Sprache der Nähe und Distanz 1. Gesprochene und geschriebene Sprache Dialekte ● Ausgrenzung Ortsfremder Wettbewerb zw. Beliebtheit der Hör- und Verständnisprobleme z. B. im Beruf ● Isolation Diskriminierungsrisiko Können dauerhaft Grammatik, Syntax, Lexik der Sprache verändern Standardsprache zur allg. Globalisierung (Handel international, Einflüsse von Außerhalb z. B. Anglizismen) Digitalisierung (SMS, Whatsapp, Instagram, generelle soziale...

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Medien) Modernisierung (Industrialisierung, Entwicklung der Jugendsprache) Verständigung notwendig Probleme beim Wechsel: Dialekt, Soziolekt, Hochdeutsch Sprache = Kulturgut, muss geschützt werden Durch vermehren Kontakt mit Fremdsprachen Verinfachung der Sprache um Verständnis für Zuwanderer zu erleichtern Sprachökonomie, was nicht genutzt wird, geht verloren -> Dativendungen, vereinfachter Satzbau Verlust von Artikeln, Präpositionen, korrekter Deklination ● Bedeutungsverlust grammatikalischer Strukturen (Konjunktiv) Vereinfachung d. Rechtschreibung: Verzicht auf Groß- und kleinschreibung, fehlerhafte Rechtschreibung Lehnwörter aus dem Englischen (z. B. fashion, nerd), Türkischem, Arabischem, etc. Geschprochene und geschriebene Sprache sind auf dasselbe System bezogen ● Gesprochene Sprache bewahrt offenere Norm und nutzt Möglichkeiten des Systems weniger intensiv Geschriebene Sprache verengt die Norm und nutzt intensiver Möglichkeiten des Systems Extremsituation: Diglossie-Situation: z.B. Schriftlatein - Vulgärlatein -> Unterschiede zwischen beiden Varietäten verschärfen sich Bilingualismus: ein Maß ist überschritten, versteinertes Idiom bleibt bestehen ● Gesprochene Sprache Rollenverteilung zwischen Kommunikationspartnern offen Rollenwechsel erfolgt ad hoc -> Diaglozität Produzent und Rezipient sind verzahnt und handeln Frtgang und Inhalt der Kommunikation aus Rezipient zeigt begleitende sprachliche und nichtsprachliche Reaktionen und kann jederzeit eingreifen Partner befinden sich in face-to-face Interaktion Oft ist gemeinsames Wissen bei Partnern vorhanden Unmittelbarkeit ermöglicht größere Spontanität, Planung weniger aufwendig Stärkere Expressivität und affektive Teilnahme Sprache der Nähe Dialogisch Freier Sprecherwechsel Vertrautheit der Partner Face-to-Face Interaktion Geschriebene Sprache Feste Rollenverteilung 2. Medium/Konzeption ● Ludwig Söll: Unterscheidung in Medium und Konzeption Medium: phonisch und graphischer Code als Realisierungsformen für sprachliche Äußerungen Konzeption: Unterscheidung in gesprochen/geschrieben ● Typische Kombinationen: Gesprochen + phonisch (z. B. Vertraute Gespräche) Geschrieben + graphisch (z.B. Verwaltungsvorschrift) Freie Themenentwicklung Keine Öffentlichkeit Monologizität Produktin und Rezeption voneinander abgekoppelt Spontanität Starkes Beteiligtsein Situationsverschränkung Produzent muss die Belange des Rezipienten vn vonherein berücksichtigen Verhältnis von phonischem und graphischem Code im Sinne einer strikten Dichotomie Polarität von gesprochen/geschrieben ein Kontinuum von Konzeptionsmöglichkeiten Rezipient oder vielzahl von Rezipienten als anonyme Instanz; Kommunikation hat öffentlichen Charakter Elemente des situativen und soziokulturellen Kontextes müssen versprachlicht werden -> sprachlicher Kontext erhält größere Bedeutung Erhöhter Planungsaufwand -> Reflektiertheit der aufgrund der Entkoppelung von Produktion und Rezeption möglich wird Weniger Expressivität und affektive Teilnahme Sprache der Distanz Monologisch Kein Sprecherwechsel Fremdheit der Partner Räumliche und zeitliche Trennung Festes Thema Völlige Öffentlichkeit Reflektiertheit Geringes Beteiligtsein Situationsentbindung ● ● ● ● ● NÄHE Kommunikationsbedingungen: ● - Privatheit -Vertrautheit - Emotionalität -Situations- und Handlungseinbindung -plysche Nähe -Dialogiaita -Spontaneit taw. ● Versprachlichungsstrategien: -Präferenz für nichtsprachliche Korterte und für Gestik, Mimikune -geringer Parangsafwand -Vortuigkeit -Aggregation WWW. grophisch phonisch DISTANZ Kommunikationsbedingungen: -Öffentlichkeit -Fremdbelt 3. Fazit Mit den Polen Nähe und Distanz lassen sich graduelle Abstufungen zwischen konzeptionell mündlichen und konzeptionell schriftlichen Äußerungen aufzeigen Diachrone Darstellungen der romanischen Sprachen lassen sich anders lesen und schreiben, wenn man vom Fokus auf Entwicklung des Schriftstandards abweicht Betrachtung von Sprachkontakt nicht nur horizontal zwischen Schriftsprachen, sondern vertikal innerhalb einer Sprache möglich Kritik am Nähe/Distanzmodell: die Nähe-/Distanz-Kommunikationsbedingungen sind kaum messbar zu machen, da Parameter nicht trennscharf sind 1.4 Spracherwerb -krise Emotionalität -Stations- und Handburgentbinding -physische Distanz -Monologtat -Reflektiertheit Koch/Oesterreicher sehen im Nähe/Distanzkontinuum ein universelles grundprinzip sprachlicher Versprachlichungsstrategien: -Präferenz für sprachliche Kontexte und für Gestik, Mimik -hoher Planungsaufwand -Endgültigkeit - Integration 19. Variation Sie fügen den drei klassischen Varietätendimensionen eine vierte Nähe/Distanz hinzu Konstruktivismus ● Mischung aus Angeborenheit und Umweltinteraktion Angeborenheit: bewusste Vermittlung von Sprache von Eltern zum Kind Umweltineraktion: Reproduktion von Gehörtem, Nachsprechen wird positiv bestärkt (Reiz- Reaktions-Mechanismus) Deutsche Sprache, tote Sprache? NEIN, dadurch, dass die deutsche Sprache (generell Sprache) benutzt wird, kann sie sich immer weiterentwickeln und verändern, SONDERN lebendiger den je Nativismus (Noam Chomsky) Angeborener Spracherwerb Das Kind kommt mit einer Art Organ für die Sprache auf die Welt (Universalgrammatik) Bestimmte grammatische Grundregeln sind angeboren Kind erlernt die spezifischen Regeln seiner jeweiligen Mutterpsrache ● Spracherwerb = Zusammenspiel aus genetischen Anlagen und der Interaktion mit der Umwelt ● Kinder konstruieren grammatische Strukturen Nativismus Wesentliche grammatische Strukturen sind angeboren, sie entfalten sich nach einem fertigen genetischen Bauplan Die Sprache ist unabhängig von kognitiven Fähigkeiten Die sprachliche Umwelt dient lediglich als Auslöser für den Erwerb der Sprache ● Behaviorismus (Skinner) Der Mensch erwibt die Sprache durch einen typischen Lernprozess O Durch Belohnungen für sprachliche Äußerungen Dieses Modell wird heute nicht mehr praktisch vertreten Durch die Reaktionen der Umwelt gestaltet Es geht um Nachahmung und Kondititonierung 1.5 Sprache-Denken-Wirklichkeit Sapir-Whorf-Hypothese Das Denken des Menschen ist von der Sprache geprägt Linguistische Relativität Je nach Sprache unterschiedliche Wahrnehmung Grammatik beeinflusst das Weltbild Kritik: ● ● Linguistischer Determinismus Positionen Konstruktivismus Sprache entsetht auf der Basis der kognitiven und sozialen Fähigkeiten zur Imitation, Kategorisierung und Abstraktion Kinder konstruieren grammatische Strukturen aus der Sprache der Umwelt Sprachentwicklung ist Teil der kognitiven Entwicklung. Bei der Sprachentwicklung werden allgemeine Lernmechanismen angewandt, gerichtet auf die sprachliche Umwelt. ● Schwierigkeiten, Gedanken in Worte zu fassen Hopi und Inuit Beispiele haben sich als falsch herausgestellt Erklärt nicht die kognitiven Fähigkeiten von Menschen, die von Geburt an gehörlos sind ● Unterschiedliche Sprachen = unterschiedliche Realität Friedrich Nietzsche: Guy Deutscher: Unser Denken ist von der Sprache abhängig Begrenzte Wahrnehmung der Welt Sprache bestimmt das Denken, die Wahrnehmung und (bedingt) die Erfahrungen Weder der Verstand, noch die Sprache des Menschen reichen aus, um die absolute Wirklichkeit zu erfassen ● Sprache kreiert eine zweite Wirklichkeit Die Muttersprache setzt dem geistigen Horizont keine Grenzen, eher erweitert sie ihn Jeder Mensch kann auf irgendeine Art und Weise alles verstehen Wahrnehmung kann jedoch durch die Sprache geprägt werden