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Die literarische Analyse des Gedichts "Reiselied" (Joseph von Eichendorff)

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Die literarische Analyse des Gedichts "Reiselied" (Joseph von Eichendorff)

 Die literarische Analyse bzw. Interpretation des Romantikgedichts ,,Reiselied"
Joseph von Eichendorff (1788-1857)
Reiselied (um 1823)
Durch

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In der Datei ist eine sehr gelungene (Note: 1+) und ausführliche literarische Analyse des Romantikgedichtes "Reiselied" von Joseph von Eichendorff aus dem Jahre 1823. Like und Abo wäre sehr nett!!

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Die literarische Analyse bzw. Interpretation des Romantikgedichts ,,Reiselied" Joseph von Eichendorff (1788-1857) Reiselied (um 1823) Durch Feld und Buchenhallen, Bald singend, bald fröhlich still, Recht lustig sei vor allen, Wer's Reisen wählen will. s Wenn's kaum im Osten glühte, Die Welt noch still und weit: Da weht recht durchs Gemüte Die schöne Blütenzeit! Die Lerch als Morgenbote 10 Sich in die Lüfte schwingt, Eine frische Reisenote Durch Wald und Herz erklingt. O Lust, vom Berg zu schauen, Weit über Wald und Strom, 15 Hoch über sich den blauen Tiefklaren Himmelsdom! Vom Berge Vöglein fliegen Und Wolken so geschwind, Gedanken überfliegen 20 Die Vögel und den Wind. Die Wolken ziehn hernieder, Das Vöglein senkt sich gleich, Gedanken gehn und Lieder Fort bis ins Himmelreich. (Aus: Joseph von Eichendorff: Gedichte. Hg. von Peter Horst Neumann in Zusammenarbeit mit Andreas Lorenczuk. Reclam, Stuttgart 2008, S.25) In dem Gedicht ,,Reiselied" von Joseph von Eichendorff aus dem Jahre 1823 geht es um das Reisen bzw. Wandern und die entstandene Begeisterung, die der lyrische Sprecher für das Reisen bzw. Wandern empfindet. Das Reisen wird zudem als Erfahrung des Einklangs des Menschen mit der Natur gestaltet. In dem Gedicht wird dargestellt, wie der lyrische Sprecher dem Alltag entkommen will und so neue Erfahrungen machen möchte. Der lyrische Sprecher möchte durch die Reise in der Natur über das übliche Leben hinwegsehen und die Ruhe in der Natur genießen. Daher ist dieses Gedicht eindeutig in die Epoche der Romantik einzuordnen, da Aspekte, wie...

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zum Beispiel die Flucht aus dem Alltag, die Hinwendung zur Natur und die Sehnsucht nach etwas, wichtige Merkmale dieser Epoche sind. In der 1. Strophe des Gedichts ist zunächst eine positive Einführung vorhanden. In dieser Strophe beschreibt der lyrische Sprecher die Natur und wie schön das Reisen dort ist. Es wird in dieser Strophe eine bestimmte Aufforderung zum lustbetonten Reisen bzw. Wandern und zum optimistischen Aufbruch in die Welt bzw. in die Natur deutlich gemacht. In der 2. Strophe wird der Aufbruch im stillen Frühlingsmorgen bei Sonnenuntergang positiv beschrieben. Außerdem spricht der lyrische Sprecher über die Natur und beschreibt diese. Es wird deutlich, dass der lyrische Sprecher sich wohlfühlt in der Natur. In der darauffolgenden 3. Strophe werden erneut die Eindrücke des Reisens und der Natur beschrieben. In dieser Strophe wird außerdem erneut die große Reiselust deutlich gemacht und zusätzlich noch mehr verstärkt. In der 4. Strophe wird eine gewisse Freude, von einem Berg über das ganze Land zu blicken, deutlich gemacht. Des Weiteren werden weitere Wahrnehmungen und Erlebnisse der weiten Landschaft und der Aussicht deutlich gemacht. Hinzu kommt, dass der ,,Wanderer" in den prächtigen blauen Himmel blickt und dies schildert. In der nächsten Strophe denkt der lyrische Sprecher sehr viel nach und seine Gedanken nehmen freien Lauf. Auch wird in dieser Strophe ein gewisses Gefühl von Freiheit und Entgrenzung deutlich gemacht. 1 In der letzten Strophe wird deutlich gemacht, dass die Gedanken und Gefühle des lyrischen Sprechers bis ins Unendliche reichen. Des Weiteren wird ein gewisser Gedankengang des lyrischen Sprechers und eine zur Ruhe kommende Natur deutlich gemacht. Das Gedicht besteht aus insgesamt sechs Strophen mit jeweils vier Versen. Bei dem Reimschema handelt es sich um einen durchgängigen Kreuzreim (abab, cdcd, efef, ghgh, ijij, klkl). Durch diese Gleichmäßigkeit in der Form des Gedichts wird eine harmonische und friedliche Atmosphäre erzeugt, welche sehr gut zu dem Thema des Gedichts, also zu dem Reisen bzw. Wandern und der Natur passt. Außerdem ist in dem Gedicht ein lebendiger und pulsierender Rhythmus vorhanden. Das Metrum des Gedichts ist überwiegend ein dreihebiger Jambus (leichte Abänderungen sind vorhanden). Auch das o.g. Metrum des Gedichts macht die obengenannte Stimmung bzw. Atmosphäre noch einmal deutlich. Insgesamt wirkt die Form des Gedichts durch die klare Gliederung sehr fröhlich, melodisch, beweglich und harmonisch und beschreibt zusätzlich die fröhliche und ruhige Wanderung. Der (nicht näher bezeichnete bzw. beschriebene) lyrische Sprecher ist ein Reisender bzw. Wanderer. Ein lyrisches Ich kommt in dem Gedicht nicht explizit zum Ausdruck. Außerdem findet eine Andeutung eines Appells zur Sinnfindung im Einklang mit der Natur durch den lyrischen Sprecher statt (vgl. 3. Strophe). Inhaltlich wird in dem Gedicht kein genaues Reiseziel deutlich gemacht. In dem Gedicht geht es um das Reisen und die Flucht aus dem Alltagsleben an sich. Der Wanderer in dem Gedicht (der lyrische Sprecher) nimmt die Schönheit der Landschaft, die Stille und die Weite (z. B. Feld, Wald, Blumen, Berge, Flüsse) wahr und beschreibt diese. Außerdem wird öfters eine Hinwendung zur Natur bzw. eine Naturbegeisterung deutlich gemacht (z.B. „schöne Blütenzeit", V. 8 oder wiederholt ,,Vöglein", V. 17 und 22). Des Weiteren wird die Gefühlswelt in dem Gedicht, z. B. durch „Eine frische Reisenote, durch Wald und Herz erklingt“ (V. 11-12) und durch „O Lust, vom Berg zu schauen" (V. 13) angesprochen. Das Gedicht wirkt sehr harmonisch und friedlich, welches die Reise bzw. die Wanderung in der Natur deutlich machen soll. Deshalb sind in dem Gedicht auch die typischen Motive der Romantik, wie z.B. die Reiselust, die Sehnsucht nach der weiten Welt, der Freiheitsdrang, die Hinwendung zur Natur bzw. die Naturbegeisterung wiederzuerkennen. Die obengenannten Themen, Stimmungsbilder und die obengenannte Atmosphäre werden ebenfalls durch viele sprachliche Gestaltungsmittel deutlich gemacht und zusätzlich nochmals verstärkt. Zunächst lässt sich feststellen, dass es sehr viele positive Adjektive und Adverbien, wie zum Beispiel „singend" (V. 2), „fröhlich“ (V. 2), „lustig“ (V. 3), „schöne“ (V. 4), „frische“ (V. 11), „weit“ (V. 6, 14), ,,hoch" (V. 15) und „fort" (V. 24)" gibt, welche ebenfalls eine bestimmte Harmonie, Ruhe und Frieden deutlich machen. Diese Adjektive beschreiben auch die Reise bzw. die Wanderung in der Natur. So wird die Reise in der Natur demnach sehr positiv, fröhlich, harmonisch, liebevoll und schön beschrieben. Außerdem werden durch diese Adjektive und Adverbien die Motive der Epoche, wie z. B. die Sehnsucht, die Ferne und die Hinwendung zur Natur deutlich gemacht. Hinzu kommt, dass es auch sehr viele ausdrucksstarke und dynamische Verben in dem Gedicht, wie z.B. ,,weht“ (V. 7), „sich ... schwingt“ (V. 10), „fliegen ... geschwind“ (V. 17-18), „überfliegen“ (V. 19) und ,gehen ... fort" (V. 23-24). All diese ausdrucksstarken und dynamischen Verben machen die beschwingte und freudig erregte Grundstimmung des Gedichts deutlich. Dadurch wird auch die Natur, in der sich der lyrische Sprecher befindet, als sehr dynamisch und klangvoll dargestellt. Des Weiteren werden durch diese (Bewegungs-) Verben auch die Aufbruchsstimmung und die große Reiselust verstärkt. 2 Des Weiteren sind in dem Gedicht zahlreiche klangvolle Wörter und Reime, wie z. B. „glühte“ (V. 5), ,,Gemüte" (V. 7) und „schöne Blütenzeit" (V. 8) vorhanden, welche alle den Liedcharakter des Gedichts unterstützten und deutlich machen. Auch gibt es verschiedene Stilmittel in dem Gedicht, welche ebenfalls das Thema des Gedichts noch einmal deutlich machen und veranschaulichen. Durch die Metapher „Buchenhallen“ (V. 1) wirkt der Wald z. B. wie ein Gebäude bzw. wie eine Kirche und macht daher auch nochmals die Sehnsucht nach der Weite deutlich und steht zusätzlich für die Größe. Außerdem findet man die Metaphern ,,Himmelsdom“ (V. 16) und „Himmelreich“ (V. 24) in dem Gedicht, welche einen religiösen Zusammenhang haben und die Heiligkeit (da Dom Kirche bedeutet) symbolisieren bzw. die religiöse Metaphorik deutlich machen. In Vers 11 beschreibt die Metapher „frische Reisenote“ ebenfalls die harmonische und ruhige Stimmung in dem Gedicht. Diese Metapher steht zudem für die neuen und besseren Erfahrungen, die der lyrische Sprecher beim Reisen und beim Wandern in der Natur macht. Des Weiteren gibt es in dem Gedicht auch sehr viele Ellipsen, z.B. in V. 1f., in V. 6 und in V. 13-16. Diese machen deutlich, dass der lyrische Sprecher sehr enttäuscht ist von dem Alltagsleben in der Stadt bzw. in der Welt. Der lyrische Sprecher möchte daher aus dem Alltag entfliehen und fühlt sich in der Natur bzw. in der Reise durch die Natur sehr wohl. Außerdem wird deutlich, dass es zu einem Ausdruck einer fröhlichen und unbeschwerten Stimmung des lyrischen Sprechers und seiner Empfänglichkeit für die Reize und die Schönheit der Natur kommt. Dies wird durch verschiedene Ausrufe und Apells, z.B. in V. 3f., V. 7f., V. 13f. und durch Alliterationen, z.B. ,,Wer's ... wählen will (V. 4) und ,,Weit ... Wald" (V. 14) deutlich gemacht. Auch dies passt zum Thema des Gedichts. Dadurch wird nämlich noch einmal deutlich, dass der lyrische Sprecher seinen Frieden und seine Ruhe in der Natur sucht und vom Alltagsleben bzw. aus dem Alltag fliehen möchte. In den letzten beiden Strophen kann man erkennen, dass die Gedanken oft personifiziert werden. Dies erkennt man z.B. in „Gedanken überfliegen“ (V. 19) oder in „Gedanken gehen und Lieder“ (V. 23). Durch diese Personifizierung der Gedanken, werden die Gedanken des lyrischen Sprechers in den Vordergrund gestellt und es entsteht dadurch erneut eine sehr harmonische und friedvolle, aber auch nachdenkliche Atmosphäre bzw. Stimmung. Auch die Farbgebung in dem Gedicht spielt, wie fast in allen typischen Romantikgedichten, eine sehr wichtige Rolle. In diesem Gedicht findet man die Farben rot und blau wieder. In Vers 15-16 findet man z.B. ,,Hoch über den blauen/Tiefklaren Himmelsdom". Durch das Farbadjektiv Blau, welches ebenfalls ein wichtiges Symbol und Merkmal der Romantik ist, wird die Sehnsucht des lyrischen Sprechers und die Ferne bzw. die Weite deutlich gemacht. Außerdem erkennt man auch die Farbe Rot in dem Gedicht. In Vers fünf z. B. ,,Wenn's kaum im Osten glühte", wird die Farbe Rot nicht direkt angesprochen, jedoch wird das Morgenrot (der Sonnenaufgang im Osten) veranschaulicht und signalisiert den frühen Aufbruch und die frühe Reise des lyrischen Sprechers in der Natur und verstärkt noch einmal die große Reiselust. Schließlich werden diese Stimmungsbilder und diese Atmosphäre durch den Titel „Reiselied" zusätzlich verstärkt. Auch der Titel wirkt nämlich sehr freundlich, friedlich, schön, ruhig und harmonisch und macht ebenfalls noch einmal die Reiselust des lyrischen Sprechers in der Natur deutlich. Außerdem macht der Titel deutlich bzw. der Titel bestätigt, dass das Gedicht wie ein Lied wirkt bzw. das ein bestimmter Liedcharakter vorhanden ist. 3 Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in dem ganzen Gedicht eine sehr positive, friedliche und harmonische Stimmung und Atmosphäre erzeugt wird. Auch werden durch sehr viele verschiedene sprachliche Mittel deutlich gemacht, dass der lyrische Sprecher aus dem Alltag entkommen bzw. fliehen möchte und neue, bessere Erfahrungen beim Reisen machen möchte. Des Weiteren lässt sich in dem kompletten Gedicht eine Hinwendung zur Natur bzw. eine Naturbegeisterung feststellen. Daher lässt sich das Gedicht „Reiselied“ von Joseph von Eichendorff, wie bereits erwähnt, in die Epoche der Romantik einordnen, da Merkmale bzw. Motive, wie z. B. die Sehnsucht, die Ferne bzw. die Weite, die Hinwendung zur Natur, das Farbadjektiv Blau, die Flucht aus dem Alltag und die Weltflucht zentrale Motive bzw. Merkmale dieser Epoche sind. Der Autor Joseph von Eichendorff war ein wichtiger, typischer und bedeutender Literat in der Epoche der Romantik. 4

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Joseph von Eichendorff (1788-1857)
Reiselied (um 1823)
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Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

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Strophe wird eine gewisse Freude, von einem Berg über das ganze Land zu blicken, deutlich gemacht. Des Weiteren werden weitere Wahrnehmungen und Erlebnisse der weiten Landschaft und der Aussicht deutlich gemacht. Hinzu kommt, dass der ,,Wanderer" in den prächtigen blauen Himmel blickt und dies schildert. In der nächsten Strophe denkt der lyrische Sprecher sehr viel nach und seine Gedanken nehmen freien Lauf. Auch wird in dieser Strophe ein gewisses Gefühl von Freiheit und Entgrenzung deutlich gemacht. 1 In der letzten Strophe wird deutlich gemacht, dass die Gedanken und Gefühle des lyrischen Sprechers bis ins Unendliche reichen. Des Weiteren wird ein gewisser Gedankengang des lyrischen Sprechers und eine zur Ruhe kommende Natur deutlich gemacht. Das Gedicht besteht aus insgesamt sechs Strophen mit jeweils vier Versen. Bei dem Reimschema handelt es sich um einen durchgängigen Kreuzreim (abab, cdcd, efef, ghgh, ijij, klkl). Durch diese Gleichmäßigkeit in der Form des Gedichts wird eine harmonische und friedliche Atmosphäre erzeugt, welche sehr gut zu dem Thema des Gedichts, also zu dem Reisen bzw. Wandern und der Natur passt. Außerdem ist in dem Gedicht ein lebendiger und pulsierender Rhythmus vorhanden. Das Metrum des Gedichts ist überwiegend ein dreihebiger Jambus (leichte Abänderungen sind vorhanden). Auch das o.g. Metrum des Gedichts macht die obengenannte Stimmung bzw. Atmosphäre noch einmal deutlich. Insgesamt wirkt die Form des Gedichts durch die klare Gliederung sehr fröhlich, melodisch, beweglich und harmonisch und beschreibt zusätzlich die fröhliche und ruhige Wanderung. Der (nicht näher bezeichnete bzw. beschriebene) lyrische Sprecher ist ein Reisender bzw. Wanderer. Ein lyrisches Ich kommt in dem Gedicht nicht explizit zum Ausdruck. Außerdem findet eine Andeutung eines Appells zur Sinnfindung im Einklang mit der Natur durch den lyrischen Sprecher statt (vgl. 3. Strophe). Inhaltlich wird in dem Gedicht kein genaues Reiseziel deutlich gemacht. In dem Gedicht geht es um das Reisen und die Flucht aus dem Alltagsleben an sich. Der Wanderer in dem Gedicht (der lyrische Sprecher) nimmt die Schönheit der Landschaft, die Stille und die Weite (z. B. Feld, Wald, Blumen, Berge, Flüsse) wahr und beschreibt diese. Außerdem wird öfters eine Hinwendung zur Natur bzw. eine Naturbegeisterung deutlich gemacht (z.B. „schöne Blütenzeit", V. 8 oder wiederholt ,,Vöglein", V. 17 und 22). Des Weiteren wird die Gefühlswelt in dem Gedicht, z. B. durch „Eine frische Reisenote, durch Wald und Herz erklingt“ (V. 11-12) und durch „O Lust, vom Berg zu schauen" (V. 13) angesprochen. Das Gedicht wirkt sehr harmonisch und friedlich, welches die Reise bzw. die Wanderung in der Natur deutlich machen soll. Deshalb sind in dem Gedicht auch die typischen Motive der Romantik, wie z.B. die Reiselust, die Sehnsucht nach der weiten Welt, der Freiheitsdrang, die Hinwendung zur Natur bzw. die Naturbegeisterung wiederzuerkennen. Die obengenannten Themen, Stimmungsbilder und die obengenannte Atmosphäre werden ebenfalls durch viele sprachliche Gestaltungsmittel deutlich gemacht und zusätzlich nochmals verstärkt. Zunächst lässt sich feststellen, dass es sehr viele positive Adjektive und Adverbien, wie zum Beispiel „singend" (V. 2), „fröhlich“ (V. 2), „lustig“ (V. 3), „schöne“ (V. 4), „frische“ (V. 11), „weit“ (V. 6, 14), ,,hoch" (V. 15) und „fort" (V. 24)" gibt, welche ebenfalls eine bestimmte Harmonie, Ruhe und Frieden deutlich machen. Diese Adjektive beschreiben auch die Reise bzw. die Wanderung in der Natur. So wird die Reise in der Natur demnach sehr positiv, fröhlich, harmonisch, liebevoll und schön beschrieben. Außerdem werden durch diese Adjektive und Adverbien die Motive der Epoche, wie z. B. die Sehnsucht, die Ferne und die Hinwendung zur Natur deutlich gemacht. Hinzu kommt, dass es auch sehr viele ausdrucksstarke und dynamische Verben in dem Gedicht, wie z.B. ,,weht“ (V. 7), „sich ... schwingt“ (V. 10), „fliegen ... geschwind“ (V. 17-18), „überfliegen“ (V. 19) und ,gehen ... fort" (V. 23-24). All diese ausdrucksstarken und dynamischen Verben machen die beschwingte und freudig erregte Grundstimmung des Gedichts deutlich. Dadurch wird auch die Natur, in der sich der lyrische Sprecher befindet, als sehr dynamisch und klangvoll dargestellt. Des Weiteren werden durch diese (Bewegungs-) Verben auch die Aufbruchsstimmung und die große Reiselust verstärkt. 2 Des Weiteren sind in dem Gedicht zahlreiche klangvolle Wörter und Reime, wie z. B. „glühte“ (V. 5), ,,Gemüte" (V. 7) und „schöne Blütenzeit" (V. 8) vorhanden, welche alle den Liedcharakter des Gedichts unterstützten und deutlich machen. Auch gibt es verschiedene Stilmittel in dem Gedicht, welche ebenfalls das Thema des Gedichts noch einmal deutlich machen und veranschaulichen. Durch die Metapher „Buchenhallen“ (V. 1) wirkt der Wald z. B. wie ein Gebäude bzw. wie eine Kirche und macht daher auch nochmals die Sehnsucht nach der Weite deutlich und steht zusätzlich für die Größe. Außerdem findet man die Metaphern ,,Himmelsdom“ (V. 16) und „Himmelreich“ (V. 24) in dem Gedicht, welche einen religiösen Zusammenhang haben und die Heiligkeit (da Dom Kirche bedeutet) symbolisieren bzw. die religiöse Metaphorik deutlich machen. In Vers 11 beschreibt die Metapher „frische Reisenote“ ebenfalls die harmonische und ruhige Stimmung in dem Gedicht. Diese Metapher steht zudem für die neuen und besseren Erfahrungen, die der lyrische Sprecher beim Reisen und beim Wandern in der Natur macht. Des Weiteren gibt es in dem Gedicht auch sehr viele Ellipsen, z.B. in V. 1f., in V. 6 und in V. 13-16. Diese machen deutlich, dass der lyrische Sprecher sehr enttäuscht ist von dem Alltagsleben in der Stadt bzw. in der Welt. Der lyrische Sprecher möchte daher aus dem Alltag entfliehen und fühlt sich in der Natur bzw. in der Reise durch die Natur sehr wohl. Außerdem wird deutlich, dass es zu einem Ausdruck einer fröhlichen und unbeschwerten Stimmung des lyrischen Sprechers und seiner Empfänglichkeit für die Reize und die Schönheit der Natur kommt. Dies wird durch verschiedene Ausrufe und Apells, z.B. in V. 3f., V. 7f., V. 13f. und durch Alliterationen, z.B. ,,Wer's ... wählen will (V. 4) und ,,Weit ... Wald" (V. 14) deutlich gemacht. Auch dies passt zum Thema des Gedichts. Dadurch wird nämlich noch einmal deutlich, dass der lyrische Sprecher seinen Frieden und seine Ruhe in der Natur sucht und vom Alltagsleben bzw. aus dem Alltag fliehen möchte. In den letzten beiden Strophen kann man erkennen, dass die Gedanken oft personifiziert werden. Dies erkennt man z.B. in „Gedanken überfliegen“ (V. 19) oder in „Gedanken gehen und Lieder“ (V. 23). Durch diese Personifizierung der Gedanken, werden die Gedanken des lyrischen Sprechers in den Vordergrund gestellt und es entsteht dadurch erneut eine sehr harmonische und friedvolle, aber auch nachdenkliche Atmosphäre bzw. Stimmung. Auch die Farbgebung in dem Gedicht spielt, wie fast in allen typischen Romantikgedichten, eine sehr wichtige Rolle. In diesem Gedicht findet man die Farben rot und blau wieder. In Vers 15-16 findet man z.B. ,,Hoch über den blauen/Tiefklaren Himmelsdom". Durch das Farbadjektiv Blau, welches ebenfalls ein wichtiges Symbol und Merkmal der Romantik ist, wird die Sehnsucht des lyrischen Sprechers und die Ferne bzw. die Weite deutlich gemacht. Außerdem erkennt man auch die Farbe Rot in dem Gedicht. In Vers fünf z. B. ,,Wenn's kaum im Osten glühte", wird die Farbe Rot nicht direkt angesprochen, jedoch wird das Morgenrot (der Sonnenaufgang im Osten) veranschaulicht und signalisiert den frühen Aufbruch und die frühe Reise des lyrischen Sprechers in der Natur und verstärkt noch einmal die große Reiselust. Schließlich werden diese Stimmungsbilder und diese Atmosphäre durch den Titel „Reiselied" zusätzlich verstärkt. Auch der Titel wirkt nämlich sehr freundlich, friedlich, schön, ruhig und harmonisch und macht ebenfalls noch einmal die Reiselust des lyrischen Sprechers in der Natur deutlich. Außerdem macht der Titel deutlich bzw. der Titel bestätigt, dass das Gedicht wie ein Lied wirkt bzw. das ein bestimmter Liedcharakter vorhanden ist. 3 Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in dem ganzen Gedicht eine sehr positive, friedliche und harmonische Stimmung und Atmosphäre erzeugt wird. Auch werden durch sehr viele verschiedene sprachliche Mittel deutlich gemacht, dass der lyrische Sprecher aus dem Alltag entkommen bzw. fliehen möchte und neue, bessere Erfahrungen beim Reisen machen möchte. Des Weiteren lässt sich in dem kompletten Gedicht eine Hinwendung zur Natur bzw. eine Naturbegeisterung feststellen. Daher lässt sich das Gedicht „Reiselied“ von Joseph von Eichendorff, wie bereits erwähnt, in die Epoche der Romantik einordnen, da Merkmale bzw. Motive, wie z. B. die Sehnsucht, die Ferne bzw. die Weite, die Hinwendung zur Natur, das Farbadjektiv Blau, die Flucht aus dem Alltag und die Weltflucht zentrale Motive bzw. Merkmale dieser Epoche sind. Der Autor Joseph von Eichendorff war ein wichtiger, typischer und bedeutender Literat in der Epoche der Romantik. 4