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Dramenanalyse Nathan der Weise 4.8

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Dramenanalyse Nathan der Weise 4.8

 Dramenanalyse
Die zu analysierende Szene ist ein Textauszug aus dem Drama ,,Nathan der Weise" von Gotthold
Ephraim Lessing, welches im Jahr

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Dramenanalyse zu Nathan der Weise Akt 4 Szene 8

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Dramenanalyse Die zu analysierende Szene ist ein Textauszug aus dem Drama ,,Nathan der Weise" von Gotthold Ephraim Lessing, welches im Jahre 1779 erschien und 1783 in Berlin uraufgeführt wurde. Das Drama spielt in Jerusalem zur Zeit der Kreuzzüge. Der Protagonist Nathan ist ein jüdischer Kaufmann, welcher die Rolle des Aufklärers spielt. Der Toleranzgedanke und die Humanität im Bezug auf die drei Weltreligionen (Christentum, Judentum und Islam) spielen eine große Rolle. In der vorliegenden Szene 4.8 kommt die Haushälterin Daja zu Nathan und sagt ihm, dass Sittah nach Recha schicken lässt. Dieser befürchtet, dass der Patriarch dahinter stecken könnte und versichert sich, dass dies nicht der Fall ist. Daja hat Angst, dass der Sultan sie heiraten möchte. Als der Tempelherr Recha aus dem brennenden Haus rettete (83-86) verliebte er sich in sie. Als der Tempelherr Nathan um Rechas Hand bat (2185-2190), verweigerte er ihm diese aber zunächst (2194-2196). Zudem erfuhr er kurz danach von Daja, dass Recha eine getaufte Christin sei und Nathan sie adoptiert hat (2327-2329). Von Gefühlen geleitet wollte er sich einen Rat beim Patriarchen holen und schilderte sein Problem in einer Hypothese (2495-2508). Dieser war blutrünstig und wollte den Juden verbrennen (2535-2538). Nach dem Gespräch schickte der Patriarch den Klosterbruder los, um den Juden zu finden (2594-2600) und der Tempelherr ging zum Sultan...

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(2508). Bei dem Sultan gestand der Tempelherr seinen Fehler und begründete ihn damit, dass Nathan ihm Rechas Hand nicht geben wollte. Kurz darauf schickte Sittah nach Recha (2741). Währenddessen war der Klosterbruder zu Nathan gegangen, da er es war, der Recha zu Nathan gebracht hatte. Der Klosterbruder berichtet auch, dass der Patriarch ihn geschickt hat um den Juden ausfindig zu machen, der ein christliches Kind seiner Taufe entrissen hat (2950-2958). Während sie Erinnerungen austauschen, möchte Nathan mehr über Rechas Eltern erfahren und der Klosterbruder erinnert sich an ein Buch (3097-3104). Nathan bittet den Klosterbruder ihm das Buch zu bringen, was er dann auch tun möchte (3113-3117). Nathan fragt sich wer ihm bei dem Patriarchen verraten hatte und dachte zunächst an Daja (3121-3125). Diese kommt dann auch schon durch den offenen Flur in Nathans Hause, nach Regieanweisung, zu ihm geilt (3125). Daraufhin folgt ein Dialog im reimlosen fünfhebigen Jambus zwischen Nathan und Daja. Daja hat etwas mehr Sprachanteil, was untypisch scheint, da sie als Nathans Haushälterin ihm untergeben ist. Sie wirkt aufgeregt und möchte Nathan berichten, dass Recha recht erschrocken war, weil Sittah nach ihr schicken lässt. Nathan unterbricht sie aber im Satz, bevor sie sagen kann, wer nach ihr schickt und fragt, ob es der Patriarch ist (3127). Dies verneint Daja aber, indem sie sagt, dass es des Sultans Schwester sei (3128). Nathan fragt verwundert nach, ob es wirklich nicht der Patriarch ist (3129). Dies verneint Daja zum zweiten Mal etwas aufgebracht und wiederholt sich, dass es Prinzessin Sittah sei (3130). Nathan ist verwundert, aber auch erleichtert darüber, dass Sittah nach Recha schicken lässt und nicht der Patriarch (3131/3132). Da Nathan die ganze Zeit über den Patriarchen spricht, fragt Daja, wie er denn auf den Patriarchen kommt (3133). Da Nathan dachte, dass Daja es war, die ihm bei dem Patriarchen verraten hatte und sie jetzt so verwundert schien, macht er Anspielungen. So fragt er, ob sie kürzlich etwas vom Patriarchen gehört hat oder sie ihm sogar etwas gesteckt habe (3134/3135). Daraufhin stellt Daja eine rhetorische Frage, um zu verdeutlichen wie verwundert sie darüber ist, dass sie beim Patriarchen gewesen sein soll (3136). Nathan belässt es dabei und fragt, wo die Boten sind, worauf Daja meint, dass sie vorn seien (3137). Nathan will sich lieber nochmal selbst versichern, dass nicht der Patriarch dahinter steckt und geht nach Regieanweisung zu den Boten (3138/3139). Doch Daja befürchtet etwas ganz anderes. Sie denkt, dass der Sultan Recha eventuell zur Frau nehmen möchte (3140-3142). Dies äußert sie in einer rhetorischen Frage, worauf sie nach einem kurzen Ausruf annimmt (3142), dass der Tempelherr und Recha nicht zusammen sein könnten (3143). Mit der Absicht Recha und den Tempelherren zusammen zu bringen, trifft sie einen Entschluss. Wenn sie Recha sprechen kann, will sie ihr raten, nicht den Sultan sondern den Tempelherren zu heiraten (3142-3145). So beschließt sie die Hinfahrt zum Palast dafür zu nutzen (3146-3149). Fest entschlossen motiviert sie sich noch z.B. mit dem Zitat ,,jetzt oder nie" und nach Regieanweisung folgt sie Nathan (3151). Die Szene war in dem Stück als letztes retardierendes Moment relevant, weil es zugleich auch der perfekte Übergang zu der „Katastrophe" ist. Nathan und Daja haben zwei ganz verschiedene Befürchtungen, warum Sittah nach Recha schicken lässt und am Ende stellt sich heraus, dass keine von diesen Befürchtungen der Realität entspricht. Das verleiht dem Drama meiner Meinung nach einen gewissen Humor.

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So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

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