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Dramenszenenanalyse 2.5. - Nathan der Weise

Dramenszenenanalyse 2.5. - Nathan der Weise

 Dramenszenenanalyse 2.5. Nathan der Weise
Der 5. Auftritt des 2. Aufzuges des fünfaktigen dramatischen Gedichtes „Nathan der Weise", welche

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Shawna Liehr

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meine Dramenszenenanalyse zum 2. Aufzug des 5. Auftrittes des Dramas Nathan der Weise ☺️ Ich hoffe es hilft es hilft und bietet Inspiration! 🙈

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Dramenszenenanalyse 2.5. Nathan der Weise Der 5. Auftritt des 2. Aufzuges des fünfaktigen dramatischen Gedichtes „Nathan der Weise", welches 1779 in der Epoche der Aufklärung von Gotthold Ephraim Lessing verfasst wurde, befasst sich mit einem Gespräch zwischen Nathan und dem Tempelherren, in dem sie Freundschaft schließen. Im vorherigen Aufzug wartete Recha sehnsüchtig auf die Ankunft des Tempelherren und beobachtet das Gespräch der beiden mit Data zusammen am Fenster. Der Tempelherr und Nathan treffen in einem Gespräch aufeinander, in dem Nathan die Rettung Rechas durch den Tempelherren anspricht (V.1207ff). Nathan erwähnt dessen ewige Verbundenheit durch Rechas Rettung (V.1204) und möchte ihm im Gegenzug etwas überreichen (vgl.V.1229f). Der Tempelherr möchte jedoch kein Geschenk von ihm annehmen (vgl.V.1208f, 1228f) und erwähnt, dass Nathan ihm nichts schuldig ist (vgl.V.1211). Er erklärt ihm, dass es nunmal seine Pflicht ist, Menschen in Not zu helfen und er sie deshalb gerettet habe (vgl.V.1213ff). Noch zudem sei ihm sein Leben sowieso lästig gewesen (V.1215f) und er hätte es gerne für ein anderes Leben aufgegeben, auch wenn es „nur“ das einer Jüdin gewesen wäre (V.1218ff). Nathan stellt dessen Aussage als „groß und abscheulich" (V.1221) dar und erwähnt seinen Reichtum (V.1230), währenddessen er erneut auf die Belohnung des Tempelherren zu sprechen kommt. Der Tempelherr reagiert jedoch ziemlich bescheiden, lehnt jegliches Geld ab und spricht...

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an, dass „ein reicher Jude nie ein besserer Jude wird" (V.1231f). Des Weiteren erwähnt der Tempelherr den Brandfleck an seinem Mantel durch die Rettung Rechas (V.1236), woraufhin Nathan diesen küsst (V.1249) und eine Träne verliert (V.1250f). Der Tempelherr ist durch die Tränen gerührt, wird zutraulicher und spricht Nathan nicht mehr als Jude, sondern mit seinem Namen an (V.1259). Außerdem schätzt es Nathan, dass der Tempelherr nach Rechas Rettung geflohen ist, obwohl er eine Belohnung hätte bekommen können (vgl.V.1268f). Schließlich schließen Nathan und der Tempelherr Freundschaft, nach einer Unterhaltung über den Stolz der eigenen Religion (vgl.V.1306ff). Bis zu diesem Auftritt stehen sich Nathan und der Tempelherr in keiner guten Beziehung gegenüber. Der Tempelherr ist ziemlich voreingenommen gegenüber Nathan, aufgrund der verschiedenen Religionen. Während des Auftrittes schließen sie allerdings Freundschaft und stehen sich wohlgesinnten gegenüber. Nathan geht mit dem Wunsch, der Belohnung des Tempelherren für die Rettung von Recha, in die Unterhaltung hinein. Gleich zu Beginn der Unterhaltung zeigt der Tempelherr seine voreingenommene Position zu Nathan, indem er ihn mit „Was Jude?" Anspricht (V. 1199). Daran kann man erkennen, dass der Tempelherr das Gespräch nicht auf Augenhöhe sieht, Nathan und seine Religion nicht akzeptiert und sich als Christ anscheinend überlegen sieht. Des Weiteren erwähnt er, dass er ja „nur“ ein Leben eines Judenmädchens gerettet habe, woraus sich schlussfolgern lässt, dass der Tempelherr das Leben einer Person mit jüdischem Glauben als minderwertiger ansieht. Nathan stellt dessen Aussagen jedoch als „groß und abscheulich" (V.1221) dar, woraus sich schließen lässt, dass Nathan jedes Leben als gleichwertig ansieht, egal welcher Religion jemand angehört. In der weiteren Unterhaltung erwähnt Nathan, dass es überall Gutmenschen gibt (V.1272), woraufhin der Tempelherr jedoch auf Unterschiede dieser anspielt (V.1274). Aus dieser Aussage des Tempelherren lässt sich interpretieren, dass er mit Unterschieden die verschiedenen Religionen meinen könnte und je nach Religion abwägen würde, wer als Gutmensch gilt. In dem weiteren Gesprächsverlauf spricht der Tempelherr den vererbten Stolz von Christ und Muselmann an und das jeder seinen Gott für den „richtigen" Gott hält (V.1293ff). Des weiteren fragt sich der Tempelherr, was es denn den Menschen bringt, alle anderen von der eigenen Religion überzeugen und aufdrängen zu wollen (vgl.V.1297ff). Außerdem ist er der Meinung, dass es unerheblich ist, welcher Religion man angehört und das es den Menschen genügen sollte, ein Mensch zu sein. Nathan stimmt der Ansicht des Tempelherren über die Überzeugung der eigenen Religion voll und ganz zu (vgl.V.1304f) und ist nahezu begeistert davon, dass der Tempelherr seine Meinung teilt, da dieses nicht oft der Fall ist (vgl.V.1306ff). Daraufhin sieht Nathan sowas wie einen „Schicksalsschlag" und schlägt dem Tempelherren vor, Freunde zu werden (V.1306), woraufhin dieser einlenkt (V.1319). Der Tempelherr lässt sich anhand dieses Auftrittes als stolz (vgl.V.1202), vorurteilsbehaftet und respektlos, jedoch auch als bescheiden, „betreten" (V.1261) und emotional charakterisieren. Nathan lässt sich anhand dieses Auftrittes als großzügig (vgl.V.1229f), respektvoll und emotional (vgl.V.1250f) charakterisieren. Schlussfolgernd lässt sich sagen, dass die Äußerung des Tempelherren über den Stolz und das Aufzwängen der eigenen Religion zeigen sollte, dass man erst überlegen und etwas hinterfragen sollte, bevor man handelt bzw. andere von der eigenen Religion überzeugen möchte. Des Weiteren verkörpert Nathan in dem Auftritt eine aufklärerische Person, indem er dem Tempelherren die Toleranz und Vernunft vermitteln will. Außerdem durchläuft der Tempelherr in diesem Auftritt einen Lernprozess durch Nathan

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